h v.s Der Tropenpflanzer. Zeitschrift für Tropische Landwirtschaft. Organ des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees. Herausgegeben von O. Warburg, F. Wohltmann, Berlin. Bonn -Poppeisdorf. Vni. Jahrgang 1904. "^"Ä^ / Inhaltsverzeichnis. Die arabischen Ziffern geben die Seitenzahlen an. Die mit * versehenen Ziffern beziehen sich anf die Beihefte. Abessinien, Wirtschaftliches aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 331. Abkühlungen der Luft und des Bodens in AI gier, Tunis und Marokko. Die nächtlichen — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Achras balata Aublet siehe Welche Verordnungen sind in Niederländisch- Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kautsctukbestäude zu sichern? 69. Ägypten, Baumwollbau in — . Ton Dr. A. Preyer 689. Afrika, Rund um — Skizzen und Miniaturen von Heinrich Chevalley siehe Neue Literatur 462. — . — Umund in — Reisebilder. Von Hubert L. Boeken siehe Neue Literatur 101. Afzelia bijuga siehe Holzmuster aus Neu-Pommern 198. Agricultural Bulletin of the Straits and Federated Malay States siehe Auszüge und Mitteilungen 267. Agricultnre pratique des pays chauds, L' siehe Auszüge und Mit- teilungen 268. Agrumen- und Ananashandel von Jamaica siehe Auszüge und Mit- teilungen 396. A gupflanzuug, Togo, Kakao von der — 255. Albizzia lebbek siehe Molive-Pflanzungs-Gesellschaft 309. — . — stipulata siehe Molive-Pflanzungs Gesellschaft 309. Alcarnose siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit 612. Aletia argillacea Hübn. — Baumwollraupe siehe Die Einschleppungs- gefahr des Baumwollrüsselkäfers 659. Aleurites moluccana, chemische Untersuchung der Samen des Licht- nufsbaumes — aus der Südsee. Von Dr. G. Pendler 89. Algerien, Verkauf der Korkrindenernte in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 644. Algier, Baurawollversuche in — siehe Auszüge und Mitteilungen 459. — . — Über die Tomatenkultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 267. Alligator Pears auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. „Almeidina" und Wurzelkautschuk 201. Amazonenstrom, Verwüstung der Kaatschukwälder im Gebiet des — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Tropenpflanzer 1904. 1 — IV — Amerika, Reise nach — zum Studium der Baumwolle siehe Auszüge und Mitteilungen 206. Amerikanische Südstaaten, Über den Baumwollanbau in den — siehe Auszüge und Mitteilungen 2G4. Amsterdam, J)er K autschuk- und Guttaperchamarkt von — siehe Aus- züge und Mitteilungen 208. Ananas in Cochinchina siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 371. Ananas- und Agrumenhaudel von Jamaica siehe Auszüge und Mit- teilungen 396. Ananas, westafrikanische — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 567. Ananaskultur in Singapore, Die, siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Anbau der Faserpflanzen, Der — , besonders der Baumwolle in den Kolonien. Von Dr. F. Schultz siehe Neue Literatur 586. Angola, Baumwolle in — siehe Bericht IV. Deutsch-koloniale Baumwoll- Unternehmungen 620. Ann am, Baumwolle in — siebe Auszüge und Mitteilungen 152. — . — , Die Tabakkultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — . — , Eine parasitäre Krankheit der Erdnüsse in — siehe Auszüge und Mitteilungen 582. — . — , Teekultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 329. Anona Cherimoya auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — muricata auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — squamosa auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. Anthonoraus grandis Boh. siehe Die Einschleppungsgefahr des Baumwoll- rüsselkäfers 656. Apotheker-, Drogerie- und Farbwaren, Ein- und Ausfuhr Deutsch- lands von — 47. Arachis hypogaea L. siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Araucarien auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Areca catechu auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Argentinien, Baumwollkultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 458. Argentinische Republik, Baumwolle in der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 152. Arrowroot-Kultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 20. Aruscha am Meruberge in Deutsch-Ostafrika, Kaffee von — 197. Aspirin siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit 611. Assam, Teekultur in — im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Assucar e o alcool na Bahia, ü. Publicado por occasiäo de realizar se a exposi^äo international de apparelhos a alcool. Von Miguel Calmon du Pin e Almeida siehe Neue Literatur 400. Aus deutschen Kolonien siehe 42, 87, 140, 197, 255, 315, 391, 450, 510, 575, 630, 687. Aus fremden Produktionsgebieten 43, 90, 143, 200, 257, 317, 392, 453, 512, 577, 634, 689. Ausfuhr Javas an Zucker im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mit- teilungen 460. Ausfuhr Madagaskars 1902, Die 92. Aus- und Einfuhr Deutschlands von Drogerie-, Apotheker- und Farbwaren 47. Aus- und Einfuhr von Farbhölzern siehe Auszüge und Mitteilungen 97. Ausfuhrhandel Trinidads im Fiskaljahr 1902/03, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 646. Aufsenhandel der Philippinen 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 700. Ausstellung in Dar-es-Saläm, Landwirtschaftliche 450, 631. Auszeichnung deutsch-ostafrikanischer Erzeugnisse auf der Welt- ausstellung in St. Louis 688. Auszüge -und Mitteilungen 49, 95, 149, 206, 263, 328, 395, 458, 521, 581, 644, 699. Automobil, Deutsches Tropen — 519. Azalea indica auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Bahia, Die Kautschukausfuhr von — siehe Auszüge und Mitteilungen 700. Balata- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände, Welche Ver- ordnungen sind in Niederländisch-Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der — zu sichern? Von A. H. Berkhout 68. Balata in Surinam siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Banane in Algerien und Tunis, Beschreibung der chinesischen — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Bananen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 221. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 372. ^. — von Französisch-Guinea siehe Auszüge und Mitteilungen 153. — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 560. Bananenhaudel in den Vereinigten Staaten siehe Auszüge und Mit- teilungen 328. Bananenhanf aus Uluguru. Gutachten über — siehe Über den Anbau der ostafrikanischen Bastbanane 115. — • — — • — , Gutachten des Kommandos der Kaiserlichen Flottille in Daressaläm siehe Über den Anbau der ostafrikanischen Bast- banane 116. Bananenkrankheit auf S. Thome siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. Barbantina, eine neue Faser siehe Auszüge und Mitteilungen 329. Basilicumöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 320. Bastbanane, Beschreibung der ostafrikanischen — . Von Professor Dr. 0. Warburg 116. — . — , Über den Anbau der ostafrikanischen — . A^on Fritz Moritz 109. Bau- und Nutzholz in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliche Ent- wicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 7. Baumgummi siehe Auszüge und Mitteilungen 330. Baumrodemaschine (System Stendal) 260. Baumwollanbau in den amerikanischen Südstaaten, Über den — siehe Auszüge und Mitteilungen 264. — • — in Gambia siehe Auszüge und Mitteilungen 395. Baumwollanpflanzungen auf Kuba siehe Auszüge und Mitteilungen 458. Baumwollbau, Ausbreitung des — nach Oberägypten siehe Auszüge und Mitteilungen 50. — . — , Bericht über die Aussichten des — in Britisch-Ostafrika 512. 1* — VI — Baumwollhau im Sudan siehe Auszüge und Mitteilungen 206. — .— in Ägypten. Von Dr. A. Preyer 689. Baumwolle als Grofskultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. — . — auf der Insel Wontscrrat siehe AuFtziise und Mitteilungen 151. — . — aus dem Kongo siehe Auszüge und Mitteilungen 395. — . — aus Haiti, Ausfuhr von — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. — . — aus Havana siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Baumwolle, Die Versorgung der russischen Baumwollindustrie mit — 392. — . — , Die wirtschaftliche Bedeutung der — auf dem Weltmarkte. Von Eberh. v. Schkopp *323. - im Kaukasus siehe Auszüge und Mitteilungen 50. - im Kongostaat, Anbau von — siehe Auszüge und Mitteilungen 49, 95. - im Sudan siehe Auszüge und Mitteilungen 581. - in Annam siehe Auszüge und Mitteilungen 152. - in Britisch-Zentralafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 206. . — in derArgentinischen Republik siehe Auszüge und Mitteilungen 152. - in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 372. - in der Präsidentschaft Bombay siehe Auszüge und Mitteilungen 264. - in Malaga (Spanien) siehe Auszüge und Mitteilungen 396. . — in Mozambique siehe Auszüge und Mitteilungen 395. . — in Paraguay siehe Auszüge und Mitteilungen 458. . — in Rhodesia, Der Anbau von — siehe Auszüge und Mitteilungen 152. ■.■ — in Spanien siehe Auszüge und Mitteilungen 264. -, Reise nach Amerika zum Studium der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 206. - und Seide in Russisch-Turkestan 91. Baumwollernte, Brasilische — 1903/1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 458. - im Ferganagebiet, Der Ertrag der diesjährigen — siehe Aus- züge und Mitteilungen 95. — . — in Britisch-Zentralafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Baumwollerträge im Cambodgegebiet, Die — siehe Auszüge und Mit- teilungen 95. Baumwollexpert nach Britisch-Ostafrika siehe Auszüge und Mit- teilungen 51. Baumwollfabriken in Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 153. Baumwollhandel, Spezialbericht über den — im Winterhalbjahr 1903/1904. Von Erich Fabarius 345. — .■ — von Lagos siehe Auszüge und Mitteilungen 153. Baumwollhausse, Die — 44. Baum Wollindustrien, Die amerikanischen — siehe Auszüge und Mit- teilungen 50. Baumwollindustrie, Über die brasilische — siehe Auszüge und Mit- teilungen 459. — . — , Kalender für die — siehe Neue Literatur 464. BaumwollinduetrieUen, Kongrefs der — in Zürich 319. Baumwollkultur im Yorubalande siehe Reiseeindrücke im Yorubalande I 443. — . — in Argentinien siehe Auszüge und Mitteilungen 458. — . — in Niederl ändisch-Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 458. — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 464. — VII — JBaumwollraupe Aletia argillacea Hübn. siehe die Einschleppungsgefahr des Baumwollrüsselkäfers 659. Baumwollrüsselkäfer, Die Einschleppungsgefahr des — . Von Dr. ß. Endlich 655. Baumwollsaatöl in Transkaspien siehe Auszüge nnd Mitteilungen 208. — . — Industrie in Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Baum wollsamen, Die Keimfähigkeit des — siehe Auszüge und Mit- teilungen 329. — . — , Verbot der Einfuhr von amerikanischem — nach Ägypten siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Baurawollschule in Nuatschä siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch- koloniale Baumwoll-Unternehmungen 622. Baumwollspinnerei-Industrie Japans 48. Baumwollstengel und Zuckerrohr, Papier aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 459. Baumwoll-Unterjiehmungen, Deutsch-koloniale — 1903/1904. Von K. Supf 411. — . .— Bericht IV (Herbst 19041 Von Karl Supf 615. Baumwollversuche in Dahomey siehe Auszüge und Mitteilungen 264. — . — in Algier siehe Auszüge und Mitteilungen 459. Baumwollvolkskultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutz- gebiete im Jahre 1903 10. Baumwollwurm siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Bayöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 320. Bekämpfung des , BoU-weevil" 149. Bengalen, Über die Seidenindustrie in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 95. Benincasa sp. siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Bergaraotteöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 322. Bergbau in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 22 -. — und Industrie, Deutsche Gesellschaft für — im Auslande, Berlin 628. Bericht der chemischen Fabrik Julius Grofsmann, Hamburg, März 1904 205. — . — der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und ahemischer Prä- parate von Schimmel & Co. (Inh. Gebr. Fritzsche) in Miltitz b. Leipzig, April 1904 320. — . — über die Aussichten des Baumwollbaues in Britisch-Ostafrika. 512. Bodenverhältnisse 515. Bisherige Resultate 516. Handels- politische Aussichten 517. — • — ly (Herbst 1904i, Deutsch-kolonialeBaumwoll-Unternehmungen. Von K. Supf 615. Togo 616, Deutsch-Ostafrika 618, fremdländische Baumwollbau- versuche 620, Sonderbericht über die BaumwoUschule in Nuatschä 622. von Heinrich Haeusel, Fabriken ätherischer Öle in Pirna und Aussig, über das 1. Vierteljahr 1904 siehe Neue Literatur 273, über das 2. Vierteljahr 1904 siehe Nene Literatur 467. — \m — Berichte über Land- und Forstwirtschaft in Deutsch-Ostafrika, herausgegeben vom Kaiserlichen Gouvernement von Deutsch-Ostafrika (Biologisch-landwirtschaftliches Institut in Amani) siehe Neue Lite- ratur 272. Besiedlung der Marianen siehe Auszüge und Mitteilungen 97. Besiedlungsfähigkeit des mexikanischen Hochlandes, Die — 90- — . — Deutsch-Ostafrikas, Die — . Von A. Leue, Hauptmann a. D. siehe Neue Literatur 697. Besiedlungsfrage in Westusambara, Nochmals die — . Von Richard Hinsch 251. Bevölkerungsstatistik von Togo, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 695. Bewässerung in Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 50. Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparateuindustrie zur kolonialen Arbeit, Einige — . Von Dr. H. Mehring 611. Bibuudi, West afrikanische Pflanzungsgesellschaft — , Hamburg 308. Bienenzucht in Deutsch-Ostafrika 43. Bildung und Aufgaben des Grofskaufmanns. Von W. Breymann siehe Neue Literatur 212. Bimlipatam-Jute siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Bixa orellana siehe Reiseeindriicke im Yorubalande 561. Blumea balsamifera in Cochinchina siehe Auszüge und Mitteilungen 582. Blumenau, Tabakerfolge in — siehe Auszüge und Mitteilungen 461. Bockkäfer auf Castilloa elastica siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. Bodenprobe aus Kamerun, Untersuchung einer — 451. Bodenproben aus Togo, Untersuchung von — 198. Böhmeria sp. siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136. Bohnen siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Bolivien, Kautschuk in — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Boll-weevil, siehe Anthonomus grandis 656. — . — Die Bekämpfung des — 149. Bombay, Baumwolle in der Präsidentschaft — siehe Auszüge und Mitteiluugen 264. Brasilische Baumwollernte 1903/04 siehe Auszüge und Mitteilungen 458. — . — Baumwollindnstrie, Über die — siehe Auszüge und Mitteilungen 459. — .— Carnauba-Wachs. Über das — siehe Auszüge und Mitteilungen 521 — . — Obst siehe Auszüge und Mitteilungen 461. Brasilianische Kaffeeregion, In der — Von Friedrich v. Känel 119. Brasilien, Gummiausfuhr aus dem äquatorialen — im Jahre 1903 317. British Cotton growing Association, Die — siehe Auszüge und Mit- teilungen 263. Britisch-Indien, Reisernte im Jahre 1903/04 — siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. — .— , Über die Juteernte — im Jahre 1903/04 siehe Auszüge und Mit- teilungen 646. Britisch-Ostafrika, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutschkoloniale BaumwoU-Unternehmnngen 621. — .— , Die Entsendung eines Baum woUexperten nach — siehe Auszüge und Mitteilungen 51. — . — , Bericht über die Aussichten des Baumwollbaues in — 512. - ]X - Britisch-Ostindien, Zuckerrohr in — siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Britisch-Zentralafrika, Baumwolle in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 206. — . — Baumwollernte in — siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Brosimum alicastrura siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Bulletin de l'Office du gouvernement de l'Algerie siehe Auszüge und Mitteilungen 267. — . — der Proefstation voor Cacao te Salatiga siehe Neue Literatur 273. — . — Economique de la Direction de 1' Agriculture et du Commerce du Gouvernement General de l'Indo-Chine siehe Auszüge und Mitteilungen 268. — . — of the Department of Agriculture siehe Auszüge und Mit- teilungen 268. — . — of the Imperial Institute siehe Auszüge und Mitteilungen 267. Bumelia nigra Sw. siehe Welche Verordnungen sind in Niederländisch-Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kantschukbestände zu sichern? 79. Cacao, La fumure du, Resultats d'Experiences. Von A. Couturier siehe Neue Literatur 270. — . Plantagen- und Export-Gesellschaft A. G., Deutsche Ecuador, Hamburg 630. Cajeputöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 321. Calabreser und Messinaer Essenzen siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 322. Californische Orangen, Der Ursprung der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 582. Calophyllum inophyllum siebe Holzmuster aus Neu-Pommern 198. C'ambodgegebiet, Die Baumwollerträge im — siehe Auszüge und Mit- teilungen 95. Canella alba auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. Caracas, Venezuela, Castilloakautschuk aus — 201. Capsicum annuum siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. Carica dolichaula siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137, 138. — . — papaya siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136, 137. — . — peltata siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. Carnauba-Wachs, Über das brasilianische — siehe Auszüge und Mit- teilungen 521. Carpodinus chylorrhiza siehe „Almeidina" und Wurzelkautschuk 203, 204. — . — lanceolatus K. Schum. siehe „Almeidina" und Wurzelkautsehuk 202, 203, 204. Cartes de distribution geographique des principales matieres premieres d'origine vegetale, dressees sur les.indication8 de M. Emile Perrot, professeur il l'ecole superieure de pharmacie de Paris. Par H. Frouin, dessinateur geographe siehe Neue Literatur 399. Carthamus tinctorius aus Mombo, Deutsch-Ostafrika 511. Cassada in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 371. — X — Castilloa elastica aus Neu-Guinea, Kautschuk von — 315. — . . — , Bockkäfer auf— siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. — . .— siehe die Untersuchung von Kautscliukproben ans Neu-Guinea 141, 142. — . . — siehe Molive-Pflanzungs-Gesellschaft 310, 311. — . — — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 560. Castilloabaum, Ertrag eines wilden — siehe Auszüge und Mitteilungen 460. Castilloakautschuk aus Caracas, Venezuela 201. Casuarinen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 225. Cavendishia siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Cearakautschukbaum (Manihot Glaziovii), Anleitung zur plantagen- mäfsigen Gewinnung von Kautschuk aus der Milch des — 455. Ceylon, Der Kopramarkt auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 701. — . — , Die Kultur der Sonnenblume auf — siehe Auszüge und Mit- teilungen 208. — .— , Die Tee aus fuhr von — siehe Auszüge und Mitteilungen 328. — .— , Parakautschuk auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Chamedorea-Arten siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. Chaulmoograöl siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indiens 634. Chavannesia esculeuta siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Chinabäume, Über — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Chineseneinwanderung in Transvaal siehe Auszüge und Mitteilungen 583. Chinin siehe Auszüge und Mitteilungen 646. Chinininderi vate siehe Einige Beziehungen der chemisch -pharmazeutischen Präparatenindustrie zur kolonialen Arbeit 611. Chocolä-Plantagengesellschaft Hamburg 195. Cinchonakultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 19. Citronellöl, Ceylon siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 321. Citronen- und Orangenernte in Italien siehe Auszüge und Mitteilungen 397. — . — öl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 322. — . — Verarbeitung in Sizilien und Kalabrien siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. Clementina, Plantagen-Gesellschaft, Hamburg 630. Clitandra chylorrhiza K. Schum. siehe „Almeidina" und Wnrzelkaut- schuk 202. — . — Henri quesiana K. Schum. siehe „Almeidina" und Wurzelkautschuk 202, 203, 204. Cochenille, Gewinnung auf Teneriffa siehe Reisebriefe ans den Sub- tropen 222, 224. Cochinchina, Ananas in — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — . — , Blumea balsamifera in siehe Auszüge und Mitteilungen 582. Cocos flexuosa auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Coelococcus carolinensis siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 6. — . — salomonensis siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutz- gebiete im Jahre 1903 6. Coffea arabica auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — XI — Cola siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. — . — vera K. Schum. siehe Keiseeindrücke im Yorubalande 559. Coleus Coppini Heckl siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Columbiens, Die Kaffeedistrikte — siehe Auszüge und Mitteilungen 96. Commeiinacee siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136. Commiphoragummi siehe Harzmäntel, Sarcocaulum rigidura Schinz und — Companhia da Ilha do Prinzipe 509. — . — de Mossamedes 573. — .- de Timor 508. Concepeion, Plantagen-Gesellschaft in Hamburg 86. Conservierung der Süfskartoffel, Die — 46. Corypha australis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Costarica, Gemüsepflanzen von — . Von V. Werckle 136. — . — , Kaffeeernte — im Jahre 1903/1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 328. Cotton growing Association, Die British — siehe Auszüge und Mit- teilungen 263. Cucurbita melopepo siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. — .— pepo siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Cultuurgids, Organ des Allgemeinen Syndikats für Kaffeekultur und andere Bergkulturen in Niederländisch-Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 268. Copressus dolorosa auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — excelsior auf Teneriffa siehe Reisetiriefe aus den Subtropen 224. — . — funebris auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — pyramidalis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — sempervirens auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — Tournefortii auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Cyanophyllum magnificura auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Sub- tropen 224. Cycas revoluta auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Cyclathera sp. siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136, 137, 139. Cypressen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Cypressenöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 322 Cytisus proliferus varietas siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 569. Dahomey, Baumwollversnche in — siehe Auszüge und Mitteilungen 264. Dampfgin in Daressalam, Die erste — in Tätigkeit 451. Daressalam, die erste Dampfgin in — in Tätigkeit 451. — . — , Landwirtschaftliche Ausstellung in — 450, 631. Dattelkultur in Deutsch-Süd westafrika 142. Datteln auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. Deutsch-asiatische Bank, Berlin 573. Deutsche Ecuador Cacao-Plantagen- and Exportgesellschaft, A.-G., Hamburg 630. — . — Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande, Berlin 572, 628. — . — Handels- und Plantagengesellschaft der Südseeinseln zu Hamburg 388. Tropenpflanzer 1904. 2 - Xll - Deutsche Handels- und Plantagen- Gesellschaft siehe Die wirtschaft- licbe Eiitwickelniig unseres Schutzgebietes im Jahre 1903 8. — . — Koloiiialzeitung siihe Nene Literatur 52(j, 587. — . — Kultur- Pionier , Der — , Nachrichten aus der deutschen Kolonialschale für die Kameraden, Freuntle und Gönner herausgegeben vom Direktor Fabarius siehe Neue Literatur 271. — . — Monatsschrift für Kolonialpolitik und Koloniasation siehe Neue Literatur 527. — .— Samoagesellschaft, Berlin 308. — . — Togogesellschaft, Herlin 683. — . — Ulugurugesellschaft 39. Deutsch-koloniale Baumwoll-Unternehmungen 1903/04. Von K.Supf 411. — . . .— Bericht IV (Herbst 1904) von Karl Supf 615. Deutscheu Kolonien im Jahre 1904, Die — Vortrag, gehalten in Breslau am 16. Juni 1904 von E. v. Liebert siehe Neue Literatur 696. Deutsches Haudelsarchiv, Zeitschrift für Handel und Gewerbe heraus- gegeben vom Eeichsamt des Inneren siehe Neue Literatur 270, 526. — . — Tropen automobil 519. Deutsch-Neuguinea, Tabakbau in — 392. — . — Ostafrika siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch-koloniale Baumwoll- Üuternehmungen 618. — . — , Bienenzucht in — 43. — . — , Carthamus tiuctorius aus Mombo — 511. — .— , Kaffee von Aruscha am Meruberge in — 197. — . — , Loo fah-Schwämme aus dem Bezirk Kilossa — 316. — — Tabakbau in - 392. — . — ostafrikanische Erzeugnisse auf derWelt au stellungin St. Louis, Auszeichnung der — 688. -.— Gesellschaft, Berlin 389. — .— Sultansplantagengesellschaft, Berlin 389. — . — Transportgesellschaft m. b. H., Berlin 570. — . — Südwestafrika, Dattelkultur in — 142. — .-, Die Zukunft — Beitrag zur Bes-iedlungs- und Eingeborenfrage von Dr. Georg Hartmann siehe Neue Literatur 101. — . — , Mit Schwert und Pflug in — . Vier Kriegs- und Wanderjahre von Kurt Schwabe siehe Neue Literatur 398. — .— seit der Besitzergreifung, die Züge und Kriege gegen die Ein- geborenen von H. v. Bülow siehe Neue Literatur 398. — ,— , Soll und Haben in — . Von Erwin Hupp siehe Neue Literatur 398. — .-. Tabakbau in — 392. — . — Westafrikanische Handelsgesellschaft, Hamburg 41, 449. Djati Roengge (Java), die Muskatuufskultur auf — . Von H. D. Mac Gillavry 186. Diffusionsprozefs bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrohr siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Dikabutter siihe IMe vegetabilischen Fetle und Wachse Indiens 634. i»i08corea sp sieiie Gemüsepflui;zfn von Costarica 137. 139. — . — Fargesii Fraiicii siihe Auszüge und Mitteilungen 151. — . — japonica Tliunb. siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Dipterocarpeen, Fett aus den — siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinaa 635. - XllI — Dracaena draco auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Drogerie-, Apotheker- und Farbwaren-, Ein- und Ausfuhr Deutsch- lands von — 47. Dypterix odorata Wild., Ein neues Kino, geliefert voji der Rinde der — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Dysderus suturellus — rote Wanze, siehe Die Einschleppungsgefahr des Baumwollrüsselkäfers 659. Ecuador-Cacao-Pl anlagen- und Exportgesellschaft A.-G., Deutsche — Hamburg 630. — . — , Der Rückgang der Kautschukausfnhr aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. — .— , Kakaopflanzungen in — siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Egypt, The sugar cane in — . Von Walter Thiemann siehe Neue Literatur 269. Eierlegerassen in Kamerun, Einführung von — siehe Reisebriefe aus den Subtropen 226, 227. — . - Produktion siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 562. Einfuhr Englands von Rohrzucker 1903 siehe Auszüge und Mit- teilungen 154. Ein- und Ausfuhr Deutschlands von Drogerie-, Apotheker- und Färb waren 47. — . — — . — von Farbhölzern siehe Aaszüge und Mitteilungen 97. Einfuhr von amerikanischem Baumwollsamen nach Ägypten, Verbot der — siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Einschleppungsgefahr des Baumwollrüsselkäfers, Die — Von Dr. R. Endlich 655. Eisenbahn siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 1. Eisenbahn-Projekt im britischen Sudan, Neues — siehe Auizüge und Mitteilungen 150. — . — in der französischen Senegal-Kolonie siehe Auszüge und Mit- teilungen 645. Elfenbein siehe die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 3. Engerlinge am Kakao siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. Englands Einfuhr von Rohrzucker 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Englisch- Westafrika, Kokoskultur in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. Entfasernngsmaschine System Hubert Boeken 262. Erbsen siehe Gemüsepflanzen von Castarica 138. Erdnüsse, Eine parasitäre Krankheit der — in Anuam siehe Auszüge und Mitteilungen 582. Erdnufs-Kultur in Virginia und Karolina siehe Auszüge und Mit- teilungen 97. Erdnufs siehe die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 9. Ergebnisse der Probepressungen von Palmfrüchten mittels der Haakeschen Maschinen 636. Eryngium siehe Gemüsepflanzen von Costarica 140. Erythräa, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch-kolo- niale BaumwoU-Unternehmuugen 621. Erythrina lithosperma siehe Molive-Pflanzungsgesellschaft 309. — XIV — Erythriuu rubrinervia siebe Gemüsepflanzen von Costarica 136. — . — am b rosa siebe Molive-Pflunzungsgesellschaft 309. Eucalyptus, die austrockeude Wirkung des — siehe Auszüge und Mit- teilungen 332. — .— globulus auf Teneriffa siebe Reisebriefe aus den Subtropen 225. - in Südafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 154. - Naudiniana siebe Ilolzmuster aus Neu-Pommern 198. - rostrata auf Teneriffa siebe Reisehriefe aus den Subtropen 225. — . — öl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 323. Eupatorium Rebaudianum siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Eupliorbia rhipsaloides Welw. siehe ^Ameidina" und Wurzelkuutscbuk 202, 203. — . — tirucalli L. siehe „Almeidina" und Wurzelkautschuk 203. ( siehe Welche Verordnungen sind in Nieder- Euterpe globosa Gaertn. ) ländisch-Ost- und Westiudien erlassen, um die — . — oleracea Mart. ] Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und [ Kautschukbestände zu sichern? 78. Exotische Kulturen im Kolouialgarten des Parkes Borely in Mar- seille, neue Beobachtungen über — siehe Auszüge und Mit- teilungen 151. Färb-, Drogerie- und Apothekerwaren, Ein- und Ausfuhr Deutsch- lands von — 47. Farbhölzer, Ein- und Ausfuhr von — siehe Auszüge und Mitteilungen 97. Farne auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Faserbanane von Ostafrika, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — . — pflanzen siebe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. Feigen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. Feldmäuse, Gerät zur Vertilgung von — 694. Ferganagebiet, Der Ertrag der diesjährigen Baumwollernte im — siehe Auszüge und Mitteilungen 95. Fette aus den Dipterocarpeen siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 635. Fette aus den Lauraceeu siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 636. Fette und Wachse Indocliinas, Die vegetabilischen — 634. Fichten auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Ficus Benj amini auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — dealbata auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — .— elastica auf Teneriffa siebe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . .— Die Kultur von — . Von Laudien 673. I. Forstwirtschaft 673. II. Gartenwirtschaft 675. — . — — .— siehe Auszüge und Mitteilungen 459. — . — — . — siehe Die Untersuchung von Kautschukproben aus Neuguinea 140, 141, 142. — •— — .— siehe Moliwe-Pflanzungs-Gesellecbaft 310, 313. — . — imperialis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — .— Schlechteri siehe Molive-Pflanzunps-Gesellschaft 314. — . — — . — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahr.; 1903 15. -.— Wrightii auf Teneriffa siebe Reisebriefe aus den Subtropen 224. - XV — FidschÜDseln, Zuckerrohr auf den — siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Fischflufs-Expedition, Die — , Reisen und Arbeiten in Deutsch- Südwestafrika im Jahre 1903. Von Alexander Kuhn. Mit einem Vorwort von Theodor Rehbock *165. Vorwort von Th. Rehbock III bis VII. I. Veranlassung der Expedition *165. 11. Die Studienreisen durch Britisch-Südafrika*171. A. Erste Rundreise, März 1903 *173. B. Zweite Rundreise, April 1903 *201. III. Die Reisen im Schutzgebiete *218. IV. Die Aufgaben der Elxpedition *256. V. Projekte und Aussichten *283. A. Die Naute bei Keetmanshoop *287. B. Pokiesdrai und die sanitären Bedenken *298. C. Der Luzernenbau *o03. Flufspferdzähne in Deutsch-Ostafrika, siehe Die wirtschaftliche Ent- wicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 4. Formosa, Preise für Rohkampfer und Kumpferöl in — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Forschungsexpedition, Eine englische — siehe Auszüge und Mit- teilungen 644. Forstwesen, die Organisation des — auf Java. Von Prof. Dr. M. Büsgen 535. Fourcroya foetida siehe Auszüge und Mitteilungen 396. — .— gigantea siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Französisch-Guinea, Bananen von — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. Fumure du Cacao, La — , Resultats d'Experiences. Von A. Couturier siehe Neue Literatur 270. Funtumia africana siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 230. — . — elastica siehe Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft 310. — . . — siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 230. — . — latifolia siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 230. Futterkörner und Trockenfutter, chemische Zusammensetzung indischer — siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Futtermittel siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 568. Gambia, Baumwollanbau in — siehe Auszüge und Mitteilungen 395. Garcinia Kola Heckel siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 361. Gemüsepflanzen in den warmen Ländern, Kultur von — siehe Aus- züge und Mitteilungen 150. — . — von Costarica. Von C. Werckle 136. Geographische Verbreitung einiger tierischen Schädlinge unserer kolonialen Landwirtschaft, Die — . Von L. Sander siehe Neue Literatur 155. Geonoraa-Arten siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. Geraniumöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel vV Co. 323. Gerät zur Vertilgung von Feldmäusen 694. Gerbstoffrinde aus Saipan 687. Gesellschaft Nordwest-Kamerun, Berlin 684. — . — Süd-Kamerun, Hamburg 686. Gesetzgebung der britischen Kolonialgebiete in bezug auf Gutta- perchagewinnung und -Export. Von S.Fuchs 679. A. Allgemeines Wald- und Buschverwaltuugssystem 679. B. Be- sonderes für Guttapercha 681. C. Besonderes für Nen-Guinea 681. Schlufsbemerkung 682. — XVI — Gewinnung von Papa in, IIb er die — 94. Ge w ih'zkräuter siehe Geimisepflanzen von Costarieu 140. Gingergr as-Ol siehe Bericht der Fabrik ätherischer Üle, Essenzen nnd chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. Glyphodes ocellata siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 241. — . — — . — siehe Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft 311. Goldküste, Studienreise nach der — zur Erkundung der Kakao- und Kola-\'o Ikskultur. V^on Dr. Grüner 418. 1. Accra 418. 2. Im Automobil nach Aburi 423. 3. Der botanische Garten zu Aburi 428. 4. Reise in die Kakao- und Koladistrikte 492. 5. Zurück nach Accra 540. (!. Die Kakaokultur der Eingeborenen 544. 7. Die Kolakultur der Eingeborenen 550. 8. Die Hauptkulturen des botanischen Gartens Aburi und die Förderung der Kakao -Volkskultur 553. Gomma l)rca, Das — in Kuropa sijhe Auszüge und Mitteilungen 830. Gonolobium edule siehe Gemüsepflanzen von C!ostarica 139. Gossyj)ium anomalum siehe Auszüge und Mitteilungen 206. — .— barbadense siehe Auszüge und Mitteilungen 206. — . — herbaceum siehe Auszüge und Mitteilungen 206. Gro fs-Kulturen siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 13. Guatemala-Kaffeebau-Gesellschaft 86. Guatemala-Plaiitagen-Gesellschaft in Hamburg 86. Guayrule Kautschuk 393. Guide through INetherlands India compiled by order of the Koninklijke Paketvaart Maatschappij. Von J. F. van Bemmelen and G. B. Hooj'er. Translated from the Dutch by B. F. Berrington siehe Neue Literatur 400. Guilelma speciosa auf Teneriffa siehe Reisebriefe uns den Subtro])en 224. Guinea graius in der Kolapflanzuug Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorul)alande .364, 372. Gummi siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 560. Gumni laus fuhr aus dem Äquatorialen Brasilien im Jahre 1903 317. Gummibaum, Saft eines — vom oberen Amazonenst rom 43. Gummi- und K autschukkultureu im Yorubalande siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 443. « Gurke siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Guttapercha, Ein Surrogat für — siehe Auszüge und Mitteilungen 208. — . — bezw. Balata- u nd K autschukbestände. Welche Verordnungen sind in Niederländisch-Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der — zu sichern? von A. H. Berkhout US. — . in unseren Kolonien, siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 6, 19. — . — , Neue Literatur über Kautschuk und — 52. — . — und Kautschuk, Rufslands Einfuhr an - 259. — . und Ka\itschukmarkt von Amsterdam, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 208. Guttaperchabaum von Neuguinea, Über den neuen — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Guttaperchagewinnung und -Export, Gesetzgebung der britischen K oloni algebiete in bezug auf — von S. Fuchs 679. — XVII - G 011 OS an,, siehe Einiofe Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit G13. Guttaperchapflanzen nach dem Kongo, Sendung von — siehe Aviszüge und Mitteilungen 459. Gynocardöl, siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 634. Haakesche Maschinen, Ergebnisse der Probepressungen von Palm- früchten mittels der — 636. Haemoglobinaemia ixodio-plasmatica boura — Die Zeckenkrankheit der Rinder — in Deutsch-, Englisch-Ostafrika und Uga nda von Adolf Schmidt siehe Neue Literatur 98. Haiti, Ausfuhr von Baumwolle aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. Hamburgs Handel und Schiffahrt 1903. Tabellarische Übersicht des Handels von Hamburg 1903 siehe Neue Literatur 525. Handbuch der Blütenbiologie von Dr. O.Apel und Dr. E. Low. HI. Band. Die bisher in aufsereuropäischen Gebieten gemachten blütenbiolo- gischen Beobachtungen siehe Neue Literatur 210. — . — des Deutschtums im Auslande, statistische, geschichtliche und wirtschaftliche Übersicht von F. H. Henoch. Einleitung von Professor Dr. Paulsen. Adrefsbuch der deutschen Ausland- schulen von Professor Dr. W. Dobelius und Professor Dr. G. Lenz siehe Neue Literatur 211. Haudei-Plantagengesellschaft, Rheinische — , Cöln am Rhein 629. Handels archiv, Deutsches — . Herausgegeben vom Reichsamt des Liuern siehe Neue Literatur 270. — . — bericht von Gehe & Co., Aktiengesellschaft Dresden siehe Neue Lite- ratur 402. — . — gesellschaft Deutsch-Süd westafrika — , Hamburg 41. — . — — . — , Deutsch- Westafrikanische-, — Hamburg 449. — . — und Plantagengeselischaft, Deutsche — siehe die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 8. — . — — . — — . — der Südseeinseln zu Hamburg, Deutsche — 388. — . — — . — — . — , Westdeutsche — , Düsseldorf 448. Hanfspinnerei in Japan siehe Auszüge und Mitteilungen 96. Hansa, Statistisches aus der Kolonie — siehe Auszüge und Mit- teilungen 583. Hanseatische Kolonisationsgesellschaft, Hamburg 447. Harzmäntel von Sarcocaulum rigidum Schinz und Commiphora- gummi 42. Häutebereitung in den Tropen, Über — Yon Ludwig Kindt 475. Die Einrichtung des Etablissements 476. Die Bereitung 482. a) Frische Häute 482; b) Trockene Häute 488. Das Sortieren 488. Ziegen- und Schaffelle 490. Havana, Baumwolle aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Helianthus annuus siehe Auszüee und Mitteilungen 208. Heliothis armiger Hübn. — Kapselwurm, siehe Die Einschleppungsgefahr des Baumwollrüsselkäfers 6ö9. Henequen-Ausfuhr 1903, Yucatans — siehe Auszüge und Mitteilungen 264. Hereroland, Bergtouren und Steppenfahrten im — . Von Franz Seiner siehe Neue Literatur 465. Hevea asiatique L'. Von Oct. J. A. CoUet siehe Neue Literatur 584. — . — brasiliensis siehe Reiseeindrücke im Yorubulande 560. — XVIIJ - Hevea brasiliensis, Öl aus dem Samen von — siehe Auszüge und Mit- teilunj^en 2(37. — .— — . — siehe Mulive-Pflanzungs-Gesellscliaft 310, 313. — . — Kautschuk 315. Hibiscus cannabinus siehe Auszüge und Mitteilungen 150. — . — esculentus s. Gemüsepflanzen von Costarica 139. Hilfsbuch für das öainineln und Präparieren der niederen Krypto- ganien mit besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in den Tropen. Von Prof. Dr. G. Lindau. Siehe Neue Literatur 69J*. Hints on Outfit for travcllers in tropic Countries. Von Chs. Forbes Harforth siehe Neue Literatur 462. History, Resources and Productions of the country betweeu Cape Colony and Nalal, or Kaffraria Proper now called The native or Transkeian Territories. Von Caesar C. Henkel siehe Neue Literatur 335. Holländische Kolonien, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch-koloniale BaumwoU-Unternehmungen 620. Holzmuster aus Neu-Pommern 198. Hex paraguayensis siehe Yerha-Mate 24. Im sonnigen Süden. Billige Ländereien, günstig gelegen für Obst- und Ge- müsebau sowie für andere Bodenprodukte in Baldwin County Alabama siehe Neue Literatur 336. Indien, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904i Deutsch-koloniale Bauniwoll-Unternehmungen 621. — .— , Baumwollfabriken in — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. — . — , Die Bewässerung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 50. — . — , Indigo bau in — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Indigo, Ausfuhr von künstlichem — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. — . — , Das künstliche — siehe Auszüge und Mitteilungen 330. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 372. — . — , Rufslands Einfuhr an — 260. ~. — bau in Indien siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Indochina, Die vegetabilischen Fette und Wachse — 634. Indo-Malayische Streifzüge. Von Dr. A. Preyer siehe Neue Literatur 51. Industrie und Landwirtschaft Natals und des Zululandes 577. Inesida leprosa siehe Molive-Pflanzungs-Gesellschaft 311. Insekten, Instruktionen zum Gebrauch von Schwefelkohlenstoff zur Bekämpfung von — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Ipomoea- Arten siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. — .— batatas siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Irrigation, ses conditions geographiques, ses raodes et son Organi- sation dans la Peninsule Iberique et dans l'Afrique du Nord, L'. Von Jean Brunhes siehe Neue Literatur 157. Irv ingiabutter siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 634. Italien, Der Verbrauch von Jute in — siehe Auszüge und Mitteilungen 646. - . — , Orangen- und Zitronenernte in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 397. Jahresbericht (15) der deutschen Gerb er. -schule zu Freiberg in Sachsen siehe Neue Literatur 273. — . — pro 1903 der A bteilung Wiesbaden der Deutschen Kolonial- Gesellschaft siehe Neue Literatur 273. — XIX - Jahresberichte E. Mercks, 17. Jahrgang 1903, Bericht über Neuerungen auf dem Gebiete der Pharmacotherapi e und Pharmazie siehe Neue Literatur 273. Jaluit-Gesellschaft, Hamburg 254. — . — — .— , siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 8. Jamaika, Agrumen- und Ananashandel von — siehe Auszüge und Mit- teilungen 396. Japan, Hanfspinnerei in — siehe Auszüge und Mitteilungen 96. Japans Baumwollspinnerei-Industrie 48. Japanwachs siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 635. Jasmin real siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Jatropha aipi siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. — .— multifida siehe Gemüsepflanzen .von Costarica 136. Java, Die Organisation des Forstwesens auf — . Von Prof. Dr. M. Büsgen 535. — . — , Zuckerproduktion und Ausfuhr — im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 460. Javanische Vanille, Ein Preis auf die beste — siehe Auszüge und Mit- teilungen 702. Jute in Italien, Der Verbrauch von — siehe Auszüge und Mitteilungen 646. Juteernte, Über die — Britisch-Indiens im Jahre 1903/04 siehe Aus- züge und Mitteilungen 646. Kaffee auf den Philippinen, Über die Aussichten des — siehe Aus- züge und Mitteilungen 152. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 371. — . — und Kakaokultur im unabhängigen Kongostaat siehe Auszüge und Mitteilungen 699. — .— von Aruscha am Meruberge in Deutsch-Ostafrika 197. — . — baugesellschaft üsambara, Berlin 450. — . — distrikte Columbiens, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 96. — . — einfuhr Rufslands 259. — . — ernte Costaricas im Jahre 1903 04 siehe Auszüge und Mitteilungen 328 — . — — . — im Hinterland von Rio, Der Ertrag der nächsten — siehe Auszüge und Mitteilungen 265. — . — krisis, Internationelle Kongresse zur Abhilfe der — siehe Aus- züge und Mitteilungen 460. — . — kultur und Kaffeeproduktion der Welt siehe Auszüge und Mit- teilungen 265. — . — — . — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 14. — .— plantage Sakarre A. G. Berlin 37. — . — region, In der brasilischen — . Von Friedrich v. Känel 119. Kaiser Wilhelmsland, Kautschuk von — 198 Kakao in der K plapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 369. — . — , Kultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 16. — . — , Rufslands Einfuhr an — 259. — . — von der Agupflanzung, Togo 255. Tropenpflanzer 1904. 3 — XX — K aknoausfuhr der Insel St. Tbom6 siehe Auszüge und Mitteilungen 265. — . — bäum, Die Kultur des — und seine Sc hädlinge. Von L. Kindt siehe Neue Literatur 210. - — .— , Ertrag eines fünfjährigen — auf St. Thome 578. - — . — , Kann der — als Hochstamm gezogen werden? Von L. Kindt 676. . . — , Ein neuer Pilzschädling des — 695. -bäume, Etwas über das Schneiden der — . Von C. Zwingenberger 305. -kultur, Die — und der Kakaohandel Niederländisch-Iudiens 453- - — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 561. - und Kaffeekultur im unabhängigen Kongostaat siebe Auszüge und Mitteilungen 691). , Schädlinge des — siehe Die Schädlinge der Kultur in Kamerun 631. Pflanzungen in Ecuador siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Statistik 48. -unternehmen in Kamerun, Ein neues — 140. Kalabrien und Sizilien, Zitronenverarbeitung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Kalender für die Baumwollindustrie 1904, ein Jahrbuch für Kauf- leute und Industrielle der Baumwollbranche, 25. Jahrgang siehe Neue Literatur 464. Kalidüngung der Weingärten. Von E. Lierke siehe Neue Literatur 212. Kamerun, Anlage und Unterhaltung von Versuchsgärten in — 575. — . — , Die Ölpalme in — 510. — .— , Die Schädlinge der Kulturen in — 630. — . — , Ein neues Kakaounternehmen in — 140. — . — , Eisenbahnen in — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 2. — . — , Kautschuk aus — 315. — ,— , Tabakbau in — 392. — . — , Untersuchung einer Bodenprobe aus — 451. — .— , Vanille aus dem botanischen Garten zu Victoria 576. — .— , Vorschläge betreffs der Ausbeutung der wilden Kickxia- Bestände in — . Von Oblt. Frlirn. v. Stein 597. Kampferöl siebe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. — . — und Rohkampfer inFormosa, Preise für — siehe Auszüge und Mit- teilungen 522. Kapokbäume siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 22. KapBel*wurm, Heliothis, armiger Hübn. siehe Die Einschleppungsgefahr des Biiumwollrüsselkäfers 659. Kardamom siehe Bericht der chemischen Fabrik Julius Grofsmann, Hamburg März 1904 205. — .-- siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 20. Kartoffelbau siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 20. — . — mehl siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit 612. Kartoffeln auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. — XXI - Kartoffeln, in Togo siehe Reisebriefe ans den Subtropen 225, 226. — .— , süfse, in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 372. Kassiaöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 321. Kaukasus, Baumwolle im — siehe Auszüge und Mitteilungen 50. —.— gebiet, Die Teekultur im — im Jahre 1903 200. Kautschuk auf der malaiischen Halbinsel siehe Auszüge und Mit- teilungen 151. — . — aus der Milch des Cearakautschukbaumes (Manihot Glaziovii), Anleitung zur plantagenmäfsigen Gewinnung von — 455. - . — aus Kamerun 315. — . — , Guayrule- 393. — in Bolivien siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 5. — und Guttapercha, Neue Literatur über — 52. — — . — — . — , Rufslands Einfuhr an — 259. — von Castilloa elastica aus Neu-Guinea 315. — von Kaiser Wilhelmsland 198. .— ausfuhr aus Equador, Der Rückgang der — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. - — . — Bahias, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 700. -bäume aus Neu- Kaledonien, Neue — siehe Auszüge und Mit- teilungen 151. — . bezw. Balata- und Guttaperchabestände, Welche Verordnungen sind in Niederländisch Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der — zu sichern? Von A. H. Berkhout 68. — .— gewiunung aus Willughbeia edulis und Urceola esculenta (syn. Chavannesia esculenta) in Burma siehe Auszüge und Mit- teilungen 150. — .— einfuhr in den Vereinigten Stauten siehe Auszüge und Mit- teilungen 208. — .— haltiger Blätter von Neu-Caledonien, Untersuchung — 577. — .— handel in Sudan, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — • — — . — Sansibars, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 96. — .— , Hevea- 315. — . — kultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahra 1903 18. — . — liefernder Feigenbaum Neu-Kaledoniens, Über den — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. -.— , Manihot- 316. — .— proben ans Neu-Guinea, Die Untersuchung von — 140. — ■ — — . — , Untersuchung von verschiedenen — 315. — . — Produktion von Senegal siehe Auszüge und Mitteilungen 50. —. — ring in Sicht, Ein — 47. — . — Samen, Neue Sendungen von — durch Joseph Klar siehe Auszüge und Mitteilungen 700. — . — und Gumrnikulturen im Yorubalande siehe Reiseeindrücke im Yorubaland I. 443. — . — und Guttaperchamarkt von Amsterdam, Der - siehe Auszüge und Mitteilungen 208. 3* - XXII — K autsch ukwülder im Gebiet des Amazonenstromes, Verwüstung der — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Keimkraft der Getreidesamen, Über den Klnflufs des Naphthalins auf die — . Von Dr. Walter Busse Gl. Kickxiti ufricana Bentham siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 229. — . — congolana siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 229. — . — elastica siehe Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft 310. — . . — Preufs siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 229. — . — — . — — . — und ihre Kultur, Die — . Yen Max Zitzow 228. 1. Allgemeines über Kautschuk und dessen Gewinnung 228. 2. Kickxia-Arten 229. 3. Nutzen der Kickxia elastica 234. 4. Raub- bau 235. 5. Rationeller Anbau der Kickxia elastica Preufs 237- a) Bodenbeschaflenheit 237; b) Klima 237; c) Rodung 238; dl Pflanz- weite 239; e) Saatbeet oder Freilandkultur 240; f; Schädlinge und Witterungseinflüsse 240. 6. Anzapfung. 7. Koagulation 247. 8. Trocknung und Lagerung 250. Schlufswort 250. - — . — . Samen von — 457. - — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 560. . — , Wurzelpilz auf — siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. (TÜlettii Willd. siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 229. . — latifolia Stapf siehe Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 229. - Scheffleri K. Seh. siehe Die Kickxia etlastica Preufs und ihre Kultur 229. — . — Zenkeri K. Seh. siehe Die Kickxia elastica Pieufs und ihre Kultur 229. — . — Bestände in Kamerun. Vorschläge betreffs der Ausbeutung der wilden — . Von Oberleutnant Frhrn. v. Stein 597. Anlage I. Instruktion über die bequemste und rationellste Art der Gunimigewinnung aus Kickxien 606. Anlage II. Entwurf einer Verordnung zur Abstellung des Raubbaues bezw. zur Nachpflanzung von Kickxien in der Südhälfte des Schutzgebietes Kamerun 609. Kilossa, Deutsch-Ostafrika, Loofah-Schwämme aus dem Bezirk — 316. Kino, Ein neues — , geliefert von der Rinde der Dypterix odorata Willd. siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Kokan (Fergana), Der Kokonmarkt in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 581. Kokonmarkt in Kokan (Ferganai, Der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 581. Kokoskultur in Englisch Westafrika siehe Auszüge und Mitteilungen 266. — .— nnfs geraspelt siehe Bericht der chemiechen Fabrik Julius Grofsmann, Hamburg, im März 1904 205. — . — nufsöl, Gewinnung von Leuchtgas aus — 695. — . — palmen auf den Salomoninseln, Die Kultur der — siehe Auszüge und Mitteilungen 152. Kola acuminata siehe Studien ül)er die Kolanufs im Yorubalande 361. — .— siehe Moliwe-PflanzungsGesellschaft 314. — . — vera siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 353. — . — kultur siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 559. .— nufs im Yorubalande, Studie über die — . Von L. Bernegau 353. — XXIII - Kolanüsse in Lagos, Der Handelsverkehr mit — siehe Reisebriefe aus den Subtropen 227. — .— in Togo, Einige Bemerkungen über die — . Von Dr. Grüner 192. Koloniale Gesellschaften 37, 85, 140, 195, 254, 308, 384, 447, 508, 570, 627, 683. — . — Literatur im Jahre 1902, Die deutsche — . Von Maximilian Brose siehe Neue Literatur 466. Kolonialhaus (Bruno Antelmann, Berlin^ Das deutsche — 92. ^. — müdigkeit. Was errettet uns aus der — ? siehe Neue Literatur 402. — . — museum in Tervueren, Ein — siehe Auszüge und Mitteilungen 397. — . — Politik an der technischen Hochschule in Danzig siehe Auszüge und Mitteilungen 645. — . — Woll markt, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 96, 700. Kolonisation in Rio grande do Sul und das „Taquarj^'-Projekt siehe Neue Literatur 333. Kolonisationsgesellschaft, Hanseatische — , Hamburg 447. Kolonist der Tropen als Häuser-, Wege- und Brückenbauer, Der — . Von C. Pauli siehe Neue Literatur 644. Kongo, Baumwolle aus dem — siehe Auszüge und Mitteilungen 395. — . — , Sendung von Guttaperchapflanzen nach dem — siehe Auszüge und Mitteilungen 459. Kongostaat, Anbau von Baumv?olle im — siehe Auszüge und Mit- teilungen 95. — .— , Baumwolle im — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — . — , — . — — siehe Bericht IV (Herbst 1904 1 Deutschkoloniale BaumwoU- Unternehmungen 620. — . — , Kaffee- und Kakaokultur im Unabhängigen — siehe Auszüge und Mitteilungen 699. Kongrefs der Baumwollindustriellen in Zürich, Internationaler — 319. Kongresse, Internationale — zur Abhilfe der Kaffeekrisif siehe Auszüge und Mitteilungen 460. Kopra, Rufslands Einfuhr an — 259. — . — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 7. — . — darren 216. — . -handel Sansibars im Jahre 1902, Der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 97. — . — markt auf Ceylon, Der — siehe Auszüge und Mitteilungen 701. Korianderöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Esseuzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 321. Kork, ein Ersatz für — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. — . — rindenernte 1904 in Algerien, Verkauf der — siehe Auszüge und Mitteilungen 644. Kperae in Togo, Pflanzungsgesellschaft — in Berlin 571. Krankheit der Erdnüsse, Eine parasitäre — in Annam siehe Auszüge und Mitteilungen 582. Kräuter-Kautschuk, Beiträge zur Kenntnis des Ursprungs des — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Kriegskarte von Deutsch-Südwestafrika siehe Neue Literatur 274. Kuba, Aussichten für die diesjährige Tabakernte auf — siehe Aus- züge und Mitteilungen 70L — .— , Baum Wollanpflanzung auf — siehe Auszüge und Mitteilungen 458. — . — , Die Zustände in der Republik — siehe Auszüge und Mitteilungen 331. — XXTV - Kulia, l ber die diesjährige Tabakei-Jite von sielie Auszüge und Mit- teilungen 2GG. — .— , Zuckerproduktion :iuf — yiehe Auszüge und Mitteilungen 331. — . — , Zuckerproduktion — und Portorikos siehe Auszüge und Mit- teilungen 4G0. Kultur- und V egetiitionsbilder aus unseren deutschen Kolonien. Vou F. Wohltmanu siehe neue Literatur 100, 120. — ,— pionier, Der deutsche — siehe Neue Literatur 271. Lagenaria edulis siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Lagos, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutschkoloniale BaumwoU-Unternehmungen G21. — . — , Baumwollhandel von — siehe Auszüge und Mitteilungen 153. — . — , Der Handelsverkehr mit Kolanüssen in — siehe Reisebriefe aus den Subtropen 227. Landolphia siehe Reiseeiudrücke im Yorubalande 560. — . — parvifolia K. Schum. siehe Auszüge und Mitteilungen 151. — . — ThoUonii Dewevre siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Landwirtschaft und Industrie Natals und des Zululandes 577. — . — liehe Ausstellung in Daressalam 450. Latania burbonica auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — .— rubra auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Lauche siehe Gemüsepflanzen von Costarica 140. Lauraceen, Fette aus den — siehe Die vegetarischen Fette und Wachse Indochinas 63G. Leuchtgas aus Kokosnufsöl, Gewinnung von — 695. Lianes (Jaoutchoutiferes de l'fitat Independant du Congo. Von E. De Wildemann und L. Gentil siehe Neue Literatur 643. Lichtnufsbaum, Chemische Untersuchung der Samen des — Aleurites moluccana aus der Südsee. A^on Dr. G. Fendler 89. Limonen, Westafrikanische — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 568. Linsen siehe Gemüsepflanzen von Costariea 138. Livingstonia australis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Sub- tropen 224. Loofah-Schwämme aus dem Bezirk Kilossa, Deutsch- Ostafrika 316. Lorbeer auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 225. Lupinen siehe Gemüse])flunzen von Costarica 138. Madagaskar, Die Ausfuhr von — 1902 92. Magnolien auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Mais auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 3G4, 371. Malabar- oder Pineytalg siehe Die vegetarischen Fette und Wachse Indo- chinas 636. Malaga (Spanien) Baumwolle in — siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Malaiische Halbinsel, Kautschuk auf der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 151. Maliiriafiel)er, Das — , dessen Ursachen, Verhütung und Behandlung, Winke für Reisende, Jäger, Militärs und Bewohner von Malaria- gegenden. Von Ronald Rofs sielie Neue Literatur 212. — . — in Ismailia, Prof. ßoyce über die — siehe Au8^üge und Mit- teilungen 332. - XXV — Mandarinenöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und che- mischer Präparate von Sithimmel & Co. 323. Mandelöl, bitteres — siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essejizen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. — . — , fettes — aus Aprikosenkernen siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. — . — , fettes — aus süfseu Mandeln siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Scliimmel & Co. 324. Mansrofrucht siehe Reiseeindriicke im Yorubalande 568. Manihot Glaziovii, Anleitung zur p lantagenmäfsigen Gewinnung von Kautschuk aus de Milch des Cearakautschukltaumes — 455. — . Kautschuk 316. Maniok siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136. Marianen, Besiedlung der — siehe Auszüge und Mitteilungen 97. Marktbericht 54, 102, 158, 213, 275, 337, 403, 467, 527, 588, 647, 703. Marokko von Kampf fmeyer siehe Neue Literatur 155. Mascarenhasia elastica siehe Molive-Pflanzungs-Gesellschaft 314. Maschine zum Einhüllen von Orangen in Papier, Eine — siehe Aus- züge und Mitteilungen 397. Mate, Analyse von — siehe Yerba-Mate 30. — .— , Ausfuhr von — siehe Yerba-Mate 28. -, Bereitung des Getränks von — siehe Yerba-Mate 35. . — , Bereitung von — siehe Yerba-Mate 27. . — , Diätetische Wirkung von — siehe Yerba-Mate 32. , Ernte von — siehe Yerba-Mate 26. • -Kultur, Ton — siehe Yerba-Mate 26. -wälder in Rio Grande do Sul, Ein Privileg zur Ausnutzung der — siehe Auszüge und Mitteilungen 461. Mauritius-Hanfkultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutz- gebiete im Jahre 1903 18. Mededeelingen van het Proefstatiou Ost-Java siehe Neue Literatur 274, 402. — . — — . — --. — — . — voor Suikerriet in West-Java „Kagok" siehe Neue Literatur 274. Melia azedarach 578. Melonen siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Messinaer und Calabreser Essenzen siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schim»nel & Co. 322. Metteruichia Wercklei K. Seh. siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Mexikanisches Hochland, Die Besiedlungsfähigkeit des — 90. — . — Territorium Tepic, Tabakbau im — siehe Auszüge und Mit- teilungen 461. Mexico, Die Rohrzuckerindustrie in — siehe Auszüge und Mitteilungen 265. — . — , Gründungeinerlandwitsc haftlichen Versuchsstation in — siehe Auszüge und Mitteilungen 582. — . — , Museum für Industrie und Technik in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 209. — . — , Tabak in — siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Mimusops Balata Gaertn. siehe Welche Verordnungen sind in Nieder- ländisch - Ost- und AVestindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern ':* 69. — XXVI - MimusopsgloliosaGaertn. siehe Welche VerordnuHgen sind iiiNiederläiidisch- Oät- und Weätindieu erlassen, um die Erhaltung der Ualata- l»ezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? G9. — . . — siehe Auszüge und Mitteilungen 459. — .— Kauki L. siehe Welche A'erordnungen sind in Niederländisch Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- liezw. Gutta- percha- und Kautschuklieständc zu sichern? 69. Mineralreich, Das — . Von Dr. Reinhard Brauns siehe Neue Literatur 53. Misahöhe, Die Ölpalme im Bezirk — , Togo. Von Bezirksamtmann Dr. Grüner 283. Mispeln auf Teneriffa siehe Reiseltriefe aus den Subtropen 223. Missouri Botanical Garden. Fourteenth annual report siehe Neue Literatur 213. — . . — . Fifteenth annual report siehe Neue Literatur 4G7. Mitteilungen aus dem biologisch - landwirtschaflichen Institut Amani siehe Neue Literatur 40L Mittumata, Eine japanische Papierpflanze siehe Auszüge und Mit- teilungen 151, 209. Moliwe-Pflanzungs-Gesellschaft, Hamburg 309, 685. Molkerei- und Reisplantagen-Unternehmen in Rio-Grande do Sul, Die Gründung eines — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Mombo, Deutsch-Ostafrika, Carthamus tinctorius aus — 511. Momordica charantia siehe Gemiisepflanzen von Costarica 138. Montserrat, Baumwolle auf der Insel — siehe Auszüge und Mitteilungen 151. Moringa pterygosperma siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — .— und das aus seiner Bohne gewonnene Öl siehe Auszüge nud Mit- teilungen 154. Moschus siehe Auszüge und Mitteilungen 702. — . — körne röl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. Moskitos, Ein Parasit der — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — . — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — .— , Versammlung zur Behandlung der Frage zur Vernichtung der — in New-York siehe Auszüge und Mitteilungen 98. Mossamedes, Companhia de — 573. Mozambique, Baumwolle in — siehe Auszüge und Mitteilungen 395. Musa ensete auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — Ilolstii K. Schum. siehe Beschreibung der ostafrikanischen Bast- banane 119. — .— paradisiaca siehe Beschreibung der ostafrikanischen Bastlianane 119. — . — — . — auf Teneriffa siehe Reiseljriefe aus den Subtropen 223. — .— ])roboscidea Oliv siehe Beschreibung der ostafrikanischen Bast- banane 119. — .— sinensis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — ulugurensis Warb et Mor siehe Beschreibung der ostafrikanischen Bastbanane 116, 119. Museum für Industrie und 'I'echnik in Mexiko siehe Auszüge und Mit- teilungen 209. Muskatnufs-Kultur auf Djati Roengge (.Java), Die — . Von H. D.Mac Gillavry 186. Musterwirtschaf teil und landwirtschaftliche Versuchsstationen in Süd-Bra.«i lien siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — XXVII — Namalaiid, Vergleich des Nilalluviums mit dem Schwemmland der Flüsse im — . Von F. Gessert 182. Naphthalin, Über den Einflufs des — auf die Keimkraft der Getreide- samen. Von Dl". Walter Busse 61. Natal, Industrie und Landwirtschaft — und des Zululandes 577. Nelken, Sansibar siehe Bericht der chemischen Fabrik Julius Grofsmann, Hamburg, im März 1904 205. Nelkenproduktion und das Nelkengeschäft von Sansibar, Die — 257. Neue Literatur 51, 98, 155, 210, 269, 333, 398, 462, 523, 584, 643, 691. — . — — . — über Kautschuk und Guttapercha 52. — . — Guinea-Compagnie, Berlin 384. — . Guinea, Die Rindviehzucht in — und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Landes. Von W. Kolbe 165. — . .— , Die Untersuchung von Kautschukproben aus — 140. — . — — . — , Kautschuk von Castilloa elastica aus — 315. — . — -Kaledonien, üntersuchungkautschuk haltiger Blätter von — 577. — . — Pommern, Holzrauster aus — 198. — . Südwales, Zuckererzeugung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 50. — . Württemberg, Landwirtschaftliche Versuchsstation in der Kolonie — , Rio Grande do Sul, siehe Auszüge u. Mitteilungen 522. Niederländisch-Indien, Baumwollkultur in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 458. — . — , Die Kakaokultur und der Kakaohandel in — 453. Nigeria, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch-koloniale BaumwoU-ünternehmungeu 621. Nil, Der. Von Dr. A. Preyer 143. — . . — . Von Hermann Henze siehe Neue Literatur 156. — . — alluvium, Vergleich des — mit dem Schwemmland der Flüsse im Namaland. Von F. Gessert 182. Nitrifikation, Bemerkungen über — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. Nordwest-Kamerun, Gesellschaft — , Berlin 684. Notes sur quelques Apocynacees lactiferes de la Flore du Congo. Von E. De Wildemann siehe Neue Literatur 53. Nuatschä, Baumwollschule in — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch- koloniale BaumwoU-ünternehmungen 622. Nutz- und Bauholz in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliche Ent- wicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 7. Nyassagebiet, Baumwolle im — siehe Bericht IV (Herbst 1904) Deutsch- koloniale BaumwoU-Unternehmungen 621. Oberägypten, Ausbreitung des Baumwollbaues nach — siehe Auszüge und Mitteilungen 50. Obst, brasilisches siehe Auszüge und Mitteilungen 461. — . — erzeugung in Uruguay siehe Auszüge und Mitteilungen 461. — . — fruchte siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 567. — . — in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. Ocimum viride siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — . — — . — siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 569. Öl aus dem Samen von Hevea Brasilieusis siehe Auszüge und Mit- teilungen 267. — .— der Pfefferminzpflanze siehe Auszüge und Mitteilungen 2()7. — XXVII T - Ölbäume in Rio Grande do Sul, Die Kultur der — siehe Auszüge und Mitteilungen 4G2. Ülpulme auf der westufrikanischen Küste, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — .— im Bezirk MisahöheTogo, Die — . Von Bezirksamtmann Dr. Grüner 283. — . — in Kamerun, Die — 510. Ölpalmenkul tur siehe Molive-Pflanzungs-Gcsellschaft 315. Ölstiaten siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. Opuntia-Kaktus auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. Orangen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — , Der Ursprung der kalifornischen — siehe Auszüge und Mit- teilungen 582. — . — , Eine Maschine zum Einhüllen von — in Papier siehe Auszüge und Mitteilungen 897. — . — in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 371. — . — blütenöl, Zusammensetzung des — siehe Auszüge und Mit- teilungen 331. — . — und Zitronen ernte in Italien siehe Auszüge und Mitteilungen 397. — . — öl, süfses siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 323. Oreodoxa regia auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Organisation des Forstwesens auf Java, Die — . Von Prof. Dr. M. Büsgen 535. Ostafrika, Eisenbahnlinie Daressalam — Mrogoro siehe Die wirtschaft- liche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 2. — . — , Eisenbahnlinie im Tanga-Hinterland siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 2. — . — , Eisenbahnlinie Kilwa — Nyassa siehe Die wirtschaftliche Ent- wicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 2. Ostafrikanische Bastbanane, Beschreibung der — . Von Prof. Dr. 0. Warburg IIG. — . .— , Über den Anbau dei — . Von Fritz Moritz 109. Ost- und Westindien, Niederländisch, Welche Verordnungen sind in — erlassen, um die Erhaltung der Balata- bzw. Gutta- percha- und Kautschukbestände zu sichern? Von A. H. Berkhout 08. Osuna-Rochela-Plantagen-Gesellschaft in Hamburg 87. Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft 85. Palaqnium ob longifolium siehe Auszüge und Mitteilungen 459. — .— — . — oblongifolium siehe Molive-Pflanzungs-Gesellschaft 314. — . — Supfianum siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 6. Palma rosaöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Esseuzen und chemischer Präparate von Schimmel «fe Co. 324. Palmen auf Teneriffa siehe Reisebrief^ aus den Subtropen 224. — . — kerne siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 4. Palmöl siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 4. — XXIX — Pandanus odoratissimus auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Sub- tropen 224. — . — utilis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Papain, Über die Gewinnung von — 94. Papaya in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364, 372. — . — siehe Reiseeiudriieke im Yorubalande 560. Papier aus Baumwollstengeln und Zuckerrohr siehe Auszüge und Mit- teilungen 459. Paraguay, Baumwolle in — siehe Auszüge und Mitteilungen 458. — . — in Wort und Bild. Von R. v. Fischer-Treuenfeld. Eine Studie über den wirtschaftlichen Fortschritt des Landes sielie Neue Literatur 333. — .— , Tabakernte in — in den Jahren 1902/03 und PJrnteaussichten für 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 461. — . — Tee, Der — (Yerba Mate). Sein Vorkommen, seine Gewinnung, seine Eigenschaften und seine Bedeutung als Genufs- mittel und Handelsartikel. Von F. W. Neger und L. Vanino siehe Neue Literatur 269. — . — — . — siehe Yerba-Mate 24. Parakautschuk auf Ceylon siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Parasit der Moskitos, Ein — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Passiflora membranacea siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. — .— quadrangularis var. macrocarpa siehe Gemüsepflanzen von Costa- rica 137, 138. Patagonien, Ein deutsches Kolonisationsgebiet siehe NeueLiteratur 336. Patentgeleis, Arthur Koppels — 521. Payena Leeri'siehe Auszüge und Mitteilungen 459. Petitgrainöl, Paraguay siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. — . — — . .— , Zusammensetzung des — siehe Auszüge untl Mit- teilungen 332. Pfeffer, Kultur von rotem — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 20. — .— minzöl, Amerikanisches — siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 324. — . .— , Japanisches — siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 325. — . .— , Mitcham — siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 325. — .— -. — pflanze, Öl der — siehe Auszüge und Mitteilungen 267. Pflanzenbau in den Tropen und Subtropen, Der — . L Teil von Prof. Dr. Max Fesca siehe Neue Literatur 462. Pflanzentalg, chinesischer — siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas G34. Pflanzung und Siedlung auf Samoa, Erkundungsbericht von Prof. Dr. F. Wohltmann, Geh. Regierungsrat, an das Kolonial- Wirtschaftliche Komitee zu Berlin *1. Einleitung *1. I. Die klimatischen Grundlagen der Bodenkultur und Ansiedlung auf Samoa *7. II. Die Böden Samoas unter Be- rücksichtigung ihrer Entstehung und Zusammensetzung sowie ihrer Erschöpfung durch Eingeborenenkulturen *16. III. Die Pflanzungen — XXX — der Deutschen Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südsee- Iiiseln *4-4. IV. Die Ansiedlungen und der Kakaobau *(;8. V. Das anbaufähige Land in Samoa *89. VI. Die Lage und Frage der Eingeborenen *102. VIT. Die Arbeiterfrage und die Betriebs- kosten *ir2. YIll, Die Anlage eines botanischen Kulturgartens sowie die Errichtung eines Kulturanites *130. IX. Die Einrichtungen für Pflanzenschutz *139. X. Die Möglichkeit der Seidenraupen- zucht *147. X[. Mittel zur Förderung der wirtschaftlichen Ent- wicklung *15I. XTI. Schlursbetrachtunsien *1G1. P rianzungs - Gesellschaft Bibundi, Westafrikanische — , Ham- burg 308. — .— Kpeme in Togo, Berlin 571. — . — Victoria, Westafrikanische — Berlin 391, 449. Philippinen, Au Isenhandel der — 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 700. — . — , Über die Aussichten des Kaffees auf den — siehe Auszüge und Mitteilungen 152. — . — , Über die Lage der — siehe Auszüge und Mitteilungen 97. — . — , Zuckerproduktion der — siehe Auszüge und Mitteilungen 329. Phoenix canariensis auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Sul)- tropen 224. — . — dactylifera auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subti-open 224. Pilzschädling des Kakaobaunies, Ein neuer — 695. Piment, Jamaica siehe Bericht der chemischen Fabrik Julius (Trolsniann Hamburg, im März 1904 20(5. Piney- oder Malabartalg, siehe Die vegetabilischen Fette und Wachse Indochinas 63G. Pinien auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. I' lantagen-Gesellschaft Clementina, Hamburg 630. — . . — Concepcion in Hamburg 86. — .^- und Handels-Gesellschaft der Südseeinseln, Deutsche — zu Hamburg 388. — . . — , Westdeutsche — , Düsseldorf 448. — . — , Sansibar-. Von Kurt Toppen 80. Plantes ä caoutchouc et ä guttapercha cultivees aux Indes Neer- landaises, avec une relation de ses voyages dans la Malaisie ä la lecherche des guttiferes; avec 15 planches et une carte, Les. Von Dr. P. van Romburgh siehe Neue Literatur 52. — . . . — , Exploitation, culture et commerce dans tout les pays chauds. Les — . Von H. Jumelle siehe Neue Literatur 53. Plasmon siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparateii- industrie zur kolonialen Arbeit 612. Pomeranzenöl, Bitteres — siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel «fe Co. 323. Portoriko, Zuckerproduktion Kubas und — siehe Auszüge und Mit- teilungen 460. Präparatenindustrie, Einige Beziehungen der chemisch-pharma- zeutischen — zur kolonialen Arbeit. Von Dr. H. Mehring 611. Present et Pavenir de colonie portugaise, Le, Reponse ä M. Louis Lhomme. Von Augusto Riberio siehe Neue Literatur 525. Prinzipe, Companhia da Ilha do — 509. — XXXI — Probepressungen von Palmfrücliten mittels der Haakeschen Ma- schinen, Ergebnisse der — 636. Produits colouiaux d 'origine animal, Les — . Yen H. Jacob de Cordemoy siehe Neue Literatur 157. Psammisia siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Psidium pomiferum auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. — . — pyriferum auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 223. Rainfarnöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 326. Rattenfrage, Die — von Dr. S. Soskin 432. — . — Vertilgungsversuche auf Samoa 688. Reis, Der geschälte — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. — . — ernte Britisch-Indiens im Jahre 1903/04 siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. — .— plantagen- und Molkereiunternehmen in Rio Grande do Sul, Die Gründung eines — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Reise nach Amerika zum Studium der Baumwolle siehe Auszüge und Mitteilungen 206. — . — briefe aus den Subtropen von L. Bernegau- 221. — . — eindrücke im Yorubalande. I. Von L. Bernegau 438. — . .— — . — II. Von L. Bernegau 559. — . — — . — — . — III. Von L. Bernegau 566. Relatoria apresentado ao Exm. Governador do Estado. Von Miguel Calmon du Pin e Almeida siehe Neue Literatur 525. Revue des Cultures coloniales siehe Auszüge und Mitteilungen 268, 644. Rheinische Handei-Plantagen-Gesellschaft Köln a. Rh. 629. Rhodesia, Der Anbau von Baumwolle in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 152. Rinden wanze des Kakaos siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 630. Rinderpest-Konferenz in Bloem fontein siehe Auszüge und Mitteilungen 98. Rindviehzucht in Neu-Guinea und ihre Bedeutung für die Ent- wicklung des Landes, Die — . Von W. Kolbe 165. Rizinus siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 560. Rio, Der Ertrag der nächsten Kaffeeernte im Hinterland von — siehe Auszüge und Mitteilungen 265. Rio Grande do Sul, Anbau und Ausfuhr von Tabak in — siehe Aus- züge und Mitteilungen 701. — ■ — — . — , Die Gründung eines Molkerei- und Reisplantagenunter- nehmens in — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. — . . — , Die Kultur der Ölbäume in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 462. — . — — .— , Ein Privileg zur Ausnutzung der Matewälder in — siehe Auszüge und Mitteilungen 461. — . — — . — , Landwirtschaftliche Versuchsstation in der Kolonie Neu-Württemberg — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Roborat siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit 612. Rohkampfer und Kampferöl in Formosa, Preise für — siehe Auszüge und Mitteilungen 522. Rohkautachuk, Eine neue Behandlnngsweise des — siehe Auszüge und Mitteilungen 397. — XXXII - Rohrzucker, Die Weltprodiiktion von — siehe Auszüge uud Mit- teilungen 49. — . — , Englands Einfuhr von — 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — .- — Industrie in Mexiko, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 2G5. — .— Produktion der Weit, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 696. Rosen auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. — . — öl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel \ Co. 326. Rofsärztliche Heilgehilfe, Der — (Veterinärgehilfe). Von Dr. med. vet. Hobstetter siehe Neue Literatur 643. Russisch Turkestan, Seide und Baumwolle in — 91. Kufslands Einfuhr an Indigo 260. — .— — . — an Kakao 259. — . — — . — an Kautschuk und Guttapercha 259. — . — — . — an Kopra 2r)9. — .— — . — einiger der wichtigsten tropischen Produkte 259. — .— Kaffee-Einfuhr 259. Saipan, Gerbstoffrinde aus — 687. Sakarre, Kaffeeplantage, A.-G., Berlin 37. Salomousinseln, Die Kultur der Kokospalme auf den — tiehe Auszüge und Mitteilungen 152. Sambesi, Die Zuckerindustrie am — siehe Auszüge und Mitteilungen 329. Samoa, Das deutsche Schutzgebiet — , Allgemeine Auskunft und Adrefs- buch herausgegeben im Auftrage und mit Unterstützung des Kaiser- lichen Gouvernements zu Apia siehe Neue Literatur 587. — . — , Pflanzung und Siedlung auf — . Erkundungsbericht von Prof. Dr. F. Wohltmaun *1. — . — , RattenvertilguDgsversuche auf — 688. — .—, Tabakbau in — 392. — . — Gesellschaft, Berlin, Deutsche — 308. — . — Kautschuk-Compagnie, G. m. b. H., Berlin 629. Sanatogen siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Prä- paratenindustrie zur kolonialen Arbeit 612. Sandelholzöl, Ostindisches — siehe Bericht der F'abrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 326. Sanseviera gnineensis siehe Auszüge und Mitteilungen 396. Sansibar, Der Kautschukhandel — siehe Auszüge und Mitteilungen 96. — . — , Der Koprahandel — im Jahre 1902 siehe Auszüge und Mitteilungen 97. — . — , Die Nelkeuproduktion und das Nelkengeschäft von — 257. — . — plantagen von Kurt Toppen 80. Sapota MuUeri Bleck siehe Welche Verordnungen sind in Niederländisch Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? 69. Sarcocaulum rigidum Schinz, Harzmäntel von — und Commiphora- gummi 42. Satyr ia siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Schädlinge der Kulturen in Kamerun, Die — 630. Schäferei-Gesellschaft, Südwestafrikanische ^, Berlin 686. Schafzucht in Westsibirien siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Schantung-Bergbau-Gesellschaft, Berlin 628. — . — -PMsenbahn siehe Auszüge und Mitteilungen 151. — xxxin — Schantung-Eisenbahn-Gesellschaft siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 3. — . . .— 390. Schlafkrankheit am Victoria Nyanza, Die — 204. — .— bei einem Affen, Künstlich erzeugte — siehe Auszüge und Mit-. teilungen 149. — . — in Uganda, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Schibaum in Togo siehe Auszüge und Mitteilungen 1.51. — . — butter siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 561. — .— — . — , Ausfuhr von — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 6. Seaforthia elegans auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Sechium edule (Chayote) siebe Gemüsepflanzen von Costarica, 136, 137, 139. — . — sp. siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. Seide und Baumwolle in Russisch-Turkestan 91. Seidenindustrie in Bengalen, Über die — siehe Auszüge und Mitteilungen 95. Senegal, Die Kautschukproduktion von — siehe Auszüge und Mitteilungen 50. — . — -Kolonie, Eisenbahnprojekt in der französischen — siehe Aus- züge und Mitteilungen 645. Sesam siehe Die wirtschafiliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 — 9. — . — in der asiatischen Türkei siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Siedlungsgesellschaft, Neue Südwestafrikanische — m.b.H., Grofs- Lichterfelde 255. Sigipflanzungs-Gesellschaft m. b. H., Essen 197, 627. Singapore, Die Ananaskultur in — siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Sisal Agave auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 225. — . — Agaven siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 567. — . .■ Gesellschaft, Düsseldorf 685. — . — hanf für die Ausstellnug von St. Louis siehe Auszüge und Mit- teilungen 207. — .— kultur siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 18. Sizilien und Kalabrien, Zitronenverarbeitung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Sociedade de Agricultura Colon ial 509. Solandra grandiflora siehe Gemüsepflanzen von Costarica 138. Solanum melongena siehe Gemüsepflanzen von Costarica 137. — . — tuberosum siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Somatose siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparat- industrie zur kolonialen Arbeit 612. Sonnenblume auf Ceylon, Die Kultur der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 208. Spanien, Baumwolle in — siebe Bericht IV (Herbst 1904) Deutschkoloniale Baumwoll-Ünternehmungen 620. ^. — , — . . — siehe Auszüge und Mitteilungen 264. Spezialbericht über den Baum Wollhandel im Winterhalbjahr 1903/04 von Erich Fabarius 345. Statistisches ans der Kolonie Hansa siehe Auszüge und Mitteilungen 583. IV — Steiuuüsse, Polynesische — (Coelococcus carolinensis) siehe Die wirtschaft- liche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 19Ü3 6. Sternanisöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 327. Stropliantus in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kola- nufs im YorulialanJe o64, 372. — . — in Monographien afrikanischer Pflanzenfamilien und -Gat- tungen. Von E. Gilg siehe Neue Literatur 697. — . — frage, Die — vom botanisch-pharmakognostischen, chemischen und pharmakologisch-kli nischen Standpunkt. Von Prof. Dr. E. Gilg, Prof. Dr. M. Thoms und Dr. H. Schedel siehe Neue Lite- ratur 698. St. Tliome, Bananenkrankheit auf — siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. — . — , Ertrag eines fünfjährigen Kakaobaumes auf — 578. — . — , Kakaoausfuhr der Insel — siehe Auszüge und Mitteilungen 265. Studienreise nach der Goldküste zur Erkundung der Kakao- und Kolu-Volkskultur. Von Dr. Grüner 418. Subtropen, Reisebriefe aus den — . Von L. Bernegau 221. Sudan, Baumwollbau im — siehe Auszüge und Mitteilungen 206. — . — , Baumwolle im — siehe Auszüge und Mitteilungen 581. — . — , Der Kautschukhandel im — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — . — , Neues Eisenbahnprojekt im britischen — siehe Auszüge und Mit- teilungen 150. Südamerika und die deutschen Interessen. Von Wilhelm Sievers siehe Neue Literatur 524. — .— australien. Die Weinernte von — 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — . — brasilien, Musterwirtschaften und landwirtschaftliche Ver- suchsstationen in — siehe Auszüge und Mitteilungen 209. — . — Kamerun, Gesellschaft — , Hamburg 38, 686. see, Wirtschaftliche Ausblicke aus der — von Dr. Pfannenschmidt 667. — . — inseln, Deutsche Handels- und Plantagen - Gesellschaft der — zu Hamburg 388. - westafrika, Grofs-Windhuk, Untersuchung einer Wein probe von der katholischen Mission in — 453. - — .— , Otavi Minen- und Eisenbahngesellschaft siehe Die wirt- scliaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 3. - — .— , Reinen Tisch in — . Lose Blätter zur Geschichte der Besiedlung. Von Dr. Th. Förster siehe Neue Literatur 465. westafrikanische Schäferei-Gesellschaft, Berlin 686. - Siedlungsgesellschaft m. b. H., Neue — Grofs-Lichterfelde 255. Sugar-cane in Ägypt , The — . Von Walter Tieman siehe Neue Literatur 269. — . — Leaf-Hopper in Hawai, A. Von D. L. van Dine siehe Neue Literatur 467. Marktliericht 467. Sultansplantagen-Gesellschaft, Dentscli-o.sta frikani sehe — , Berlin 389. Sumatra, Quer durch — . Reiseerinnerungen. Von Alfred Maafs siehe Neue Literatur 211. — XXXV — Surinam, Bai ata in — siehe Auszüge ujid Mitteilungen 49. Süfskartoffeln, Die Konservierung von — 46. Tabak auf Teneriffa siehe Eeisebriefe aus den Subtropen 222. — . — in Mexiko siehe Auszüge und Mitteilungen 266. in Rio Grande do Sul, Anbau und Ausfuhr von — siehe Auszüge und Mitteilungen 701. bau in den deutschen Kolonien, Über den — 391. . — in Deutsch-Neuguinea 392. .— in Deutsch-Ostafrika 392. - in Deutsch-Südwestafrika 392. in Kamerun 392. im mexikanischen Territorium Tepic siehe Auszüge und Mit- teilungen 461. ■ in Samoa 392. .— in Togo 392. . — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 21. -erfolge in Blumeoau siehe Auszüge und Mitteilungen 461. . — ernte auf Kuba, Aussichten für die diesjährige — siehe Auszüge und Mitteilungen 701. . . — von Kuba, Über die diesjährige — siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. - — . — Paraguays in den Jahren 1902 und 1903 und Ernteaussichten für 1904 siehe Auszüge und Mitteilungen 461. -kultur in Annam, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. — . — imTropeuklima, MeineBrfahrungen in der — . YonThKoschny. 292. 1. Vorbemerkung 292. 2. Boden, Klima, Sortenwahl 292. 3. Saat und öaatbeete 294. 4. Bodenherrichtung für die Pflanzung 296. 5. Verpflanzen und Kultur 296. 6. Reife und Ernte 301. 7. Das Trockenhaus 374. 8. Behandlung des trockenen Tabaks, Schwitzen oder Fermentieren, Lagern 375. 9. Die Nachgärung 380. 10. Aufzug des Samens 382. 11. Nachtrag und allgemeines 383. Tabernaemontana alba Mill. siehe Welche Verordnungen sind in Nieder- ländisch Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? 79. Tagasaste siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 569. Tahiti, Die Wertverminderung der Vanille von — siehe Auszüge und Mitteilungen 266. Taro-Colocasia esculenta siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136, 139. Teaplant, The pests and blights of the — . Von George Watt aud Harold M. Mann siehe Neue Literatur 213. Technische Hochschule in Danzig, Kolonialpolitik an der — siehe Auszüge und Mitteilungen 695. Tee aus fuhr von Ceylon, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 328. — . — kultur im Kaukasusgebiet im Jahre 1903, Die — 200. — . — in Annam siehe Auszüge und Mitteilungen 329. — . — in Assam im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 581. Thaumatococius Daniellii Bentham siehe Studien über die Kolanul's im Yorubalande 354. Thymian siehe Gemüsepflanzen von Costarica 140. Tierzucht in unseren Kolonien siehe Die wirtschaftliclie Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 22. — XXXVI - Tijdschrift vooi- Nij verheid cii Laiulbouw in Nederlandsch-Indien siehe Neue Literatur '274, 402. Timor, Companhia, Da — 508. Togo sielie Bericht IV (Herbst 1904) Deutsclikoloniale BaumwoU- Unter- nehmungen 616. — .— , Die Bevölkerungsstatistik von — siehe Auszüge und Mitteilungen 675. — . — , Die Ölpalme im Bezirk M isahöhe — . Von Bezirksamtmaun Dr. Grüner 283. — .- , Einige Bemerkungen über die Kolanüsse in —. Von Dr. Grüner 192. 1. Weitere Kolavorkommeu im Bezirk Misahöhe 192. 2. Vor- kommen der unechten Kola (hanurua) 192. 3. Verkauf der Kola 193. 4. Anpflanzung 194. — .— , Eisenbahnlinie Lome — Palime in — sielie Die wirtschaftliche Ent- wicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 2. —.— -Gesellschaft, Deutsche --, Berlin 683. — . — , Kakao von der Agupflanzung — 255. — .— , Kartoffeln in — siehe Reisebriefe aus den Subtropen 225, 226. — .— , Pflanzungsgesellschaft Kpeme in — , Berlin 517. — .— , Untersuchung von Bodenproben aus — 198. — . — , Verhütung von Viehkrankheiten in — 87. Tomate siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136 und 137. Tomaten auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 221. — . — kultur in Algier, Über die — siehe Auszüge und Mitteilungen 267. Tradescantia siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136. Transcaspien, Baumwollsaatöl in — siehe Auszüge und Mitteilungen 208. Transport-Gesellschaft, Deutsch-ostafrikanische —m.b.H., Berlin 570. Transvaal, Chinesen-Einwanderung in — siehe Auszüge und Mit- teilungen 583. Trinidad, Der Ausfuhrhandel — im Fiskaljahr 1902/03 siehe Auszüge und Mitteilungen 646. Trockenfutter und Futterkörner, Chemische Zusammensetzung in- discher — siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Tropen -Automobil, Deutsches — 519. Tropische Krankheiten, Anleitung zu ihrer Verhütung und Be- handlung — . Von Dr. R. Fisch siehe Neue Literatur 586. — .— Produkte, Rufslands Einfuhr einiger der wichtigsten — 259. Tropon siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arl)eit 612. Turkestan, Viehverluste in — siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Türkei, Sesam in der asiatischen — siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Uganda, Die Schlafkrankheit i2i — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. — . — , Über das britische Schutzgebiet — siehe Auszüge und Mit- teilungen 98. — . — bahn, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Uluguru, Gutachten über Bananen hanf aus — siehe Über den Anbau der ostafrikanischen Bastbanane 115. — . — Gesellschaft, Deutsche — 39. Untersuchung d e r S a m e n d e s L i c h t n u f a b a u m e s A 1 e u r i t e s in o 1 u c c a n a aus der Südsee, Chemische — . Von Dr. G. Pendler 89. Urania speciosa auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 224. Urceola esculenta siehe Auszüge und Mitteilungen 150. — XXXVII - Urprodukte siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 3. Uruguay, Obsterzeugung in — siehe Auszüge und Mitteilungen 461. Usambara Kaffeebau-Gesellschaft, Berlin 196, 450. Vanille aus dem botanischen Garten zu Victoria, Kamerun 576. — .— , Ein Preis auf die beste javanische — siehe Auszüge und Mit- teilungen 702. — . — von Tahiti, Die Wertverminderung der — siehe Auszüge und Mit- teilungen 266. — . — siehe Bericht der chemischen Fabrik Julius Grofsmann, Hamburg im März 1904 206. — . — siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 20. — . — knltur siehe Reiseeindrücke im Yorubalande 566. A^ereinigte Staaten, Aussichten für die diesjährige Wollschur in den — von Amerika siehe Auszüge uud Mitteilungen 329. — . — , Der Bananenhan Jel in den — siehe Auszüge und Mitteilungen 328. — . — , Kautschukeinfuhr in den — siehe Auszüge und Mitteilungen 208. — . — von Nordamerika, Die Wollproduktion der — siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Vergleich des Nilalluviums mit dem Schwemmland der Flüsse im Namaland. Von F. Gessert liS2. Verhütung von Viehkrankheiteu in Togo 87. Vermischtes 46, 92, 149, 204, 260, 319, 391, 455. 519, 578, 636, 694. Verordnungen, Welche — sind inNieder ländisch -Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bzw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? Von A. H. Berk- hout 68. Verslag over 1903 van het Proefstation voor Suikerriet in West- Java „Kagok* te Pekalongan siehe Neue Literatur 273. Versnchsgärten in Kamerun, Anlage und Unterhaltung von — 575. — .— -Station, Gründung einer landwirtschaftlichen — in Mexiko siehe Auszüge und Mitteilungen 582 — . — — . — , Landwirtschaftliche — in der Kolonie Neu-Württemberg Rio Grande do Sul siehe Auszüge und jSIitteiluugen 522. — . Stationen, Musterwirtschaften und landwirtschaftliche — in Süd-Brasilien siehe Auszüge und Mitteilungen 209. Victoria, Kamerun, Vanille aus dem botanischen Garten zu — 576. — . — Nyassa, Die Schlafkrankheit am — 204 Viehkrankheiten in Togo, Verhütung von — 87. — .— -Verluste in Turkestan siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Vigna sinensis siehe Gemüsepflanzen von Costarica 139. Vitellaria (Lucuma) mammosa Radlk. siehe Welche Verordnungen sind in Niederländisch-Ost- und Westindieu erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? 79. Volkskulturen siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 7. — .— Wirtschaft liehe Entwicklung des Süden 3 der Vereinigten Staaten von Amerika von 1860 bis 1900, Die — mit besonderer Be- rücksichtigung der Negerfrage. Von Rev. Dr. Hermann Gerhard siehe Neue Literatur 523. — XXXVIll — Wachse und Fette Indoclünas, Die vegetabilischen — 634. Wanze, Rote — Dysderus suturellus siehe Die Einschleppungsgefahr des BaumwoUrüsselkäfers (]~)9. Wassermelonen sielie Gemüsepflanzen von Costarica 138. Wein auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. — .- ernte von Südaustralien 1003, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 154. —.— probe von der katholischen Mission in Grofs-Wiiidhuk. Süd- Westafrika, Untersuchung einer — 403. Weltproduktion von Rohrzucker, Die— siehe Auszüge und Mitteilungen 49. Wermutöl siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 327. Westafrika, Britisch-, Baumwolle in — siehe Bericht IV. (Herbst 1904). Deutschkoloniale Baumwoll-Unternehmungen 621. — .— Französisch-, Baumwolle in — siehe Bericht IV (Herbst 1904). Deutschkoloniale Baumwoll-Unternehmungen 621. —.— afrikanische Pflanzuugs-G esellschaft Bibuudi. Haralturg 308. — . .— Victoria in Berlin 391, 449. —.— deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft, Düsseldorf 448. — . — und Ostindien, Niederländisch, Welche Verordnungen sind in — erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezw Gutta- percha- und Kautschukbestünde zu sichern? Von A. H. Berkhout 68. — . Sibirien, Schafzucht in — siehe Auszüge und Mitteilungen 207. _. Usambara, Nochmals die Besiedlungsfrage in — . Von Richard Hinsch 251. Willughbeia edulis siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Wirtschaftliche Ausblicke aus der Südsee von Dr. Pfannenschmidt 667. _._ Bedeutung der Baumwolle auf dem Weltmarkte, Die — . Nach amtlichen Quellen und anderen Publikationen von Eberhardt V. Schkopp *323. Vorwort *in bis *IV. I. Allgemeines *323. a) Rohbaumwolle *323. b) Baum Wollindustrie *327. II. Welt- erzeugung und Weltverbrauch von Baumwolle *331. ai Erzeugung und Verbrauch *331. b) Ausschliefslicher Verbrauch *399. III. Die Bestrebungen europäischer Länder zur Eman^ipierung vom amerikanischen Produktionslande *427. — . — Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903. Die — . Von Prof. Dr. Warburg 1. — .— , naturgeschichtliche und klimatologische Abhandlungen aus Paraguay. Von H. Mangels siehe Neue Literatur 334. Wirtschaftliches aus Abessinien siehe Auszüge und Mitteilungen 331. Wollproduktion der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika siehe Auszüge und Mitteilungen 207. —.— schüren in den Vereinigten Staaten von Amerika, Aussichten für die diesjährige — siehe Auszüge und Mitteilungen 329. Wurzelkautschuk und „Almeidiua" 201. — .— pilz auf Kakao siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. — .— aufKickxia elastica siehe Die Schädlinge der Kulturen in Kamerun 631. Yams in der Kolapflanzung Agege siehe Studien über die Kolanufs im Yorubalande 364. Yerba-Mate. Von H. Metzger 24. — . .— , Analyse von — siehe Yer))a-Mate 30. — XXXIX — Yerba-Mate, Ausfuhr von — siehe Yerha-Mate 28. - — . — , Bereitung des Getränks von — siehe Yerba-Mate 35. - — . — , Bereitung von — siehe Yerba-Mate !ü7. — . — , diätetische Wirkungen — siehe Yerba-Mate 32. - — . — , Ernte von — siehe Yerba-Mate 26. -, Kultur von — siehe Yerba-Mate 26. Yerbin siehe Yerba-Mate 37. Yermeth siehe Yerba-Mate 36. Yohimbe-Rinde siehe Einige Beziehungen der chemisch -pharmazeutischen Präparatenindustrie zur kolonialen Arbeit 612. Yohimbin siehe Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präparaten- industrie zur kolonialen Arbeit 613. Yorubaland, Reiseeindrücke im — . I. Von L. Bernegau 438. — . — — . — — . — 11 u. III. Von L. Bernegau 559 u. 566. — . — , Studie über die Kolanufs im — . Von L. Bernegau 353. Handels- wege, Arten, Anpflanzung, Pflanzung Agege 353. Kolaarten auf den Märkten im — 360. Besuch der Kolapflanzung Agege 363. Yucatans Henequen-Ausfuhr 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 264. Yucca elephantipes siehe Gemüsepflanzen von Costarica 136. Zebra als Reittier, Das — siehe Auszüge und Mitteilungen 150. Zeckenkrankheit der Rinder — Haemoglobinaemia ixodioplas- matica boum — in Deutsch-, Englisch-Ostafrika und Uganda, Die — . Von Adolf Schmidt siehe Neue Literatur 98. Zedrela Toona siehe Holzmuster aus Neu-Pommern 198. Zimtöl, Ceylon siehe Bericht der Fabrik ätherischer Öle, Essenzen und chemischer Präparate von Schimmel & Co. 327. Zuckererzeugnng in Neu-Südwales siehe Auszüge und Mitteilungen 50. •Industrie am Sambesi, Die — siehe Auszüge und Mitteilungen 329. . — Produktion auf Kuba siehe Auszüge und Mitteilungen 331. . — der Philippinen siehe Auszüge und Mitteilungen 329. . — Kubas und Portorikos siehe Auszüge und Mitteilungen 460. - und Ausfuhr Javas im Jahre 1903 siehe Auszüge und Mitteilungen 460. ■röhr auf den Fidschiinseln siehe Auszüge und Mitteilungen 207. . — auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. , Der Di ffusionsprozefs bei der Zuckergewinnung aus — siehe Auszüge und Mitteilungen 150. in Britisch-Ostindien siehe Auszüge und Mitteilungen 396. und Baumwollstengeln, Papier aus — siehe Auszüge und Mit- teilungen 459. siehe Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 10. . — , Zwenga- siehe Auszüge und Mitteilungen 207. rübe, Die Kultur der — , mit besonderer Berücksichtigung der Kalidüngung. Von A. Felber siehe Neue Literatur 212. Zululand, Landwirtschaft und Industrie Natals und des — es 577. Zwenga-Zuckerrohr siehe Auszüge und Mitteilungen 207. Zwiebeln auf Teneriffa siehe Reisebriefe aus den Subtropen 222. XL — Aufsätze und Abhandlungen. Berkilout, A. II., Korstineister a,. D.: Welche Verordnungen sind in Nieder- läiidiscli - Orft- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Biiluta- bezw. Guttapercha- und Kautschukbestände zu sichern? 68 bis 79. Beruegau, L.: Reisebriefe aus den Subtropen 221 bis 228. — . — Reifeeeindrücke im Yorubalande I. 438 bis 447. — . — Reiseeindrücke im Yorubalande 11. 559 bis 566. - Reiseeindrücke im Yorubalande 111. 566 bis 569. Studien über die Kolanufs im Yorubalande 353 bis 373. Büsgen, Prof. Dr. M.: Die Organisation des Forstwesens auf Java 535 bis 540. Busse, Dr. W.: Über den Einflufs des Naphthalins auf die Keimkraft der Getreidesamen 61 bis 68. Endlich, Dr. R. : Die Einschleppungsgefahr des BaumwoUrüsselkäfers 655 bis 666. Fabarius, E.: Spezialbericht ül)er den Baumwollhandel im Winter- halbjahr 190;3/O4 345 bis 352. Fuchs, Dr.: Gesetzgebung der britischen Kolonialgebiete in bezug auf Gutta- percha-Gewinnung und -Export 679 bis 683. Gessert, F.: Vergleich des Nilalluviums mit dem Schwemmland der Flüsse im Namaland 182 bis 186. Grüner, Dr., Bezirksamtmann: Die Ölpalme im Bezirk Misahöhe, Togo 283 bis 291. — . . — Einige Bemerkungen über die Kolanüsse in Togo 192 bis 195. — .— — . — Studienreise nach der Goldkäste zur Erkundung der Kakao- und Kola-Volkskultur 418 bis 431, 492 bis 508 und 540 bis 559. Hin seh, R. : Nochmals die Besiedlungsfrage in West-Usambara 251 bis 253. Känel, Friedrich v. : In der brasilianischen Kaffeeregion 119 bis 136. Kindt, L.: Kann der Kakaobaum als Hochstamm gezogen werden? 676 bis 678. — . . — Über Häutebereitung in den Tropen 475 bis 492. KolbC; W.: Die Rindvichzucht in Neuguinea und ihre Bedeutung für die Entwicklung des Landes. Mit 5 Abbildungen 165 bis 182. Koschny, Th. : Meine Erfuhrungen in der Tabakkultur im Tropenklima 292 bis 304 und 374 bis 384. Kuhn, Alexander: Die Fiscliflufs-Expedition, Reisen und Arbeiten in Deutsch. Südwestafrika im Jahre 1903. Mit einem Vorwort von Th. Reh- bock. VII. *165 bis *321. Laudien: Die Kultur von Ficus elastica 673 bis 676. Mac Gillavry, N. D.: Die Muskatnufskultur auf Djati Roengge (Java) 186 bis 191. Mehrin g, Dr. H.: Einige Beziehungen der chemisch-pharmazeutischen Präpa- ratenindustrie zur kolonialen Arbeit 611 liis 614. Metzger, H.: Yerba-Mate 24 bis 37. Moritz, Fritz: Über den Anbau der ostafrikanischen Bastbanane 109 bis 116. Pfannenschmidt, Dr.: Wirtschaftliche Ausblicke aus der Südsee 667 bis 673. Schkopp, Eberhardt v.: Die wirtschaftliche Bedeutung der Baumwolle auf dem Weltuiarkte. Nach amtlichen Quellen und anderen l'ublikationen. IV. *323 bis *452. Soskin, Dr. S.: Die Rattenfrage 432 bis 438. Stein, Frhr. v., Oberleutnant: Vorschläge betreffs der Ausbeutung der wilden Kickxiabestände in Kamerun 597 bis 611. — XLI — Supf, K : üeulsch-koloniale Baumwollunternehmungen 1903,04 411 bis 417. — . — Deutsch -koloniale BaiimwollunteriiehmuEgen Bericht IV (Herbst 1904) 615 bis 627. Toeppen, Kurt: Sansibar-Plantagen 80 bis 85. Warburg, Prof. Dr. 0.: Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903 1 bis 24. — . — Beschreibung der ostafrikanischen Bastbaiiane 116 bis 119. "Wer ekle, C. : Gemüsepflanzen von Costarica 136 bis 140. Wohltmann, Prof. Dr. F., Geh. Reg. Bat: Pflanzung und Siedlung auf Samoa *1 bis *164. Zitzow, Max: Die Kickxia elastica Preufs und ihre Kultur 228 bis 250. Zwin genberger, C: Etwas über das Schneiden der Kakaobäume 305 bis 307. Abbildungen, Baumrodemaschine. Handhabung der Maschine 261. Baumwollbau in Ägypten. Abbild. 1 und 2 690. Baumwollrüsselkäfer — Anthonomus grandis 656. Castilloa elastica. Stamm einer 3V2Jährigen — von der Larve des Bock- käfers — Inesida leprosa — getötet 312. Pischf lufs-Expedition, Die — : Abbild. 1 Famrdamm in der Kapkolonie *177. „ 2. Herstellung von Drahtnetz im Felde *185. , 3. Eingeschnittenes Brett dazu *185. „ 4. Einfaches Stauwehr aus Geschiebesteinen *18G „ 5. Doppeltes Stauwehr aus Geschiebesteinen *187. , 6. Kasten-Dammschaufel, Vorderansicht *187. , 7. Kasten-Dammschaufel, Schnitt *187. 8. Wirkungsweise der Dammschaufeln *188. „ 9. Dammschaufel, Modell Columbus *189. „ 10. Dieselbe mit Gleitschienen *189. „ 11. Dammschaufel, Modell Wiener *190. 12. Dieselbe mit doppeltem Boden *190. , 13. Dammschaufel, Modell Fresno *192. „ 14. Dieselbe, untere Ansicht *192. „ 15. ßäderschaufel mit gestanztem Kasten *194. , 16 Räderschaufel mit genietetem Kasten *194. , 17. Smiths Land-Leveller (Planierpflug) *196. „ 18. Profil des Dammes von Queenstown *199. „ 19. Grtindiente der Eisenbahn über die Stormberge *200. „ 20. Ausführungs- Querschnitt durch das Stauwehr im Breede- River bei Robertson *20l. n 21. Luftseitigre Ansicht des Stauwehrs im Breede-River *201. V 22. Querschnitt des Erddammes von Thebus *2Ü6. y, 23. Ausschachtung für den Lehmkeru in Thebus *206. , 24 Farm Varkenskoop bei Scombie *207. „ 25. Stauwehr in Krüon>tad i^Transvaali *211. ., 26. Querschnitt des Dammes von Strydtfontein bei Kroon- stad *2I3. „ 27. Profil des Hauptleitungsgrabens in Strydtfontein bei Kroonstad *213. „ 28. Karte des jährlichen Regenfalles in Südafrika *214. — XLII — Abbild. 29. Lüderitzbiicht *219. „ 30. Aiismarsch uns Kubub *224. 31. Seeheim (.Weiher im Fischflul'sbette) *226. , 32. Farm Orab der .Südwestafrikanischen Schäferei-Gesell- schaft« *244. 33. Steindamm mit Abdichtungswand aus Stahlblech in Lover Otay, Kalifornien *28(j. „ 34. Querschnitt des Dammes der Naute bei Keetmanshoop *294. „ 35. Luzerne, a, b Samenkapsel, c Samenkörner *305. „ 36. Luzernenpflanze, G Wochen alt *306. , 37. Luzernenpflanze, 3 Jahre alt *307. „ 38. Aufbewahren von Luzernenheu mit Luftzügen *319. , 39. Karte von Südafrika, mit Reiseroute *322. Gewinnung von Kautschuk aus der Mi Ich des Cearakautschukbaumes (Manihot Glaziovii\ 3 Abbild. 456. Gummigewinnung aus Kickxien, Die bequemste und rationellste Art der --: Abbild. 1 606, Abbild. 2 und 3 607. Häutebereitung in den Tropen: Abbild. 1. Messer zum Entfleischen (Schaben) 477. „ 2. Messer, kleineres, zum Einschneiden der Löcher 477. „ 3. Wasser- und Giftbehälter 477. „ 4. Trockenrahmen aus üjattibolz 478. „ 5. Trockenrahmen aus Bainbus 479. „ 6. Giebelunsicht des Trockenschuppens 480. , 7. Provisorische Einrichtung des Etablissements für Häute- bereitung 481. „ 8. Rohbau eines Vorratsschuppens für Häute 482. „ 9. Schlechte Form der fertiüen Häute 484. „ 10. Gute Form der fertigen Häute 484. „ 11. Konstruktion eines Djattiholz-Rahmens 487. , 12. Leguan 491. 13. Leguanfell 492. Kickxia africana Bth. 233. Kickxia elastica Preuls 2.32. — . .— 3Vüjährige von der Moliwe-Pflanzungs Gesellschaft 310. Kolanufs im Yoriibalande: Abbild. 1. Originalpackung für Kolanüsse 354. „ 2. Hüllblatt für die Verpackung der Kolanüsse 355. „ 3. Gbanja-KolufruL'ht 356. „ 4. Gbanjakola, geöffnete Fruchtkapsel 361. , 5. Gbanjakola, Baum, 2 Jahre alt 363. „ 6. Blatt und Blüte von Gbanjakola 364. „ 7. Aljalakola, etwa 5 Jahre alt 365. „ 8. Orogbokola, Bittei-kola 366. ,, 9. Trockentenne für Kaffee und Kakao zu Agege 370. „ 10. Guinea Grains Frucht 373. Kolonialhaus in Berlin, Ein Kellerraum im Deutschen — 94. — . — — . — , Vorderansicht des Deutschen — 93. Mate, Das Verbreitungsgebiet der — liefernden Ilexarten 31. — .— , Trockenrost für — 29. Mategefäfs und Bombilla 33. — XLin — Matewald mit entlaubten Bäumen 27. Musa ulugurensis Warb, et Mor. 117 und 118. Pflanzung und Siedlung auf Sanioa: Kokosdarre in Vailele *49. "Verwaltuiigshaus in Vaitele *54. *7T Pfahlwurzeln des Kakaobaunies *7 ( . Kakaopflanzen aus Samoa *80. Das Bergdorf Patamaea auf Savaii *1Ü4. 8jährige Kakaopflauzung des saraoanischen Häuptlings in Lealatele *111. Arbeiterhäuser in Vailele *119. Der botanische Garten zu Vaialua *133. Hevea im botanischen Garten zu Vaialua *136. Tafel I. Upolu mit dem Hafen von Apia zwischen 16/17. „ n. Fahrstrafse im Apia-Bezirk zwischen 16/17. „ Ilf. Sekundärer Urwald auf Upolu zwischen 32/33. „ IV. Banyan-Baum, Picus Aoa Warburg, auf Upolu zwischen 32/33. „ V. 30jährige Kokospalmen-Pflanzung in Vailele zwischen 4849. „ VI. Ochsengespann (Herefords) in Mulifanua zwischen 48/49. a VII. Fruchttragende Kokospalme auf Upolu zwischen 48 49. „ VIII. Blutenstand und Fruchtansatz der Kokospalme zwischen 48/49. „ IX. 2V2Jährige Kakaopflanzung auf Upolu zwischen 80/81. „ X. 4jähriger Kakao mit Erstlingsfrucht auf Upolu zwischen 80/81. „ XI. Sjähriger Kakao mit reifen Früchten auf Upolu zwischen 80/81 y, XII. 2 Samoa-Kakaoschoten zwischen 80/81. „ XIII. öjähriger Liberia-Kaffee auf Upolu zwischen 96/97. „ XIV. Reife Bananen, Pisang, auf Upolu zwischen 97 '97. „ XV. Typisches samoauisches Dorf im Küstenstrich von Upolu zwischen 96/97. „ XVI. 30 Samoaner, in der Mitte die Taupou zwischen 96/97. ^ XVII. Bewässertes Tarofeld, Colocasia antiquorum Schott, bei Apia zwischen 96/97. ,, XVIII. Kava, Piper methyeticum Forst, auf Savaii zwischen 96/97. „ XIX. Brotfruchtbaum, Artocarpus incisa L auf Upolu zwischen 96/97. „ XX. Reife Brotfrucht, etwa '/s der natürlichen Gröfse zwischen 96/97. Rindviehzucht in Neuguinea: Skizze I. Melkstaiid 170. , II. Grundrifs des Stallgebäudes 172. r, III. „ - . 174. „ IV. Spannvorrichtung 178. „ V. Anschirrung (Grobak) 179. Studienreise nach der Goldküste zur Erkundung der Kakao- und Kola- Volkskultur: Abbild. 1. Die Eingeborenenstadt von Accra 419. „ 2. Die Markthalle in Accra 423. „ 3. Eiugeboreuenpflanzung von Kakao 496. „ 4. Kickxia elastica Sjährig, in Okroase 497. „ 5. Steigapparat zum Anzapfen der Kickxien 507. Namenverzeichnis. Abby, Ernesto L' 357. Abel, Oberleutnant 150. Albert, H. & E. 88. Alexander, Kapitän *220. Almeida 202. Almeida, Miguel Calmon du Pin e 400, 525. Audrö 262. Anema, Dr. P. 274. Antelniaun, Bruno 92, 256, 576. Antrobus, R. L. *432. Appel, Dr. O. 210. Bach, Th. *249. Backe *241. Baker & Hamilton *190. Barnes 443. Barreda, L. de la 664. Barrett, C. W. 396. Bassingthwei;^ht *291. Battersby, Harford, Dr. *261. Baum 202, 203, 204. Beck, G. V. 384. Becker, J. H. G. 11, 13, 417, 451. Behaghel, G. 573. Behm & Steinhardt 694. Bemmelen, J. F. van 400. Bentham 229, 230. Berkhout, A. H. 68. Bernegau, L. 221, 841, 353, 438, 553, 559. Bernsmann 274. Berrington, B. F. 400. Beyer, Gebr. 255. Biermann *210, *226. Bisch off, Dr., vereidigter Gerichts- chemiker in Berlin 30. BiBchoff *248. Blume 230. Bückelmann, Dr. v. 695. Boeken, Hubert J. 101, 112, 262, 283. Bois, D. 150. Boname 270. Booth, John 12, 415. Borchardt, F. W. 453. Bottlin 274. Boycß, Prof. 332. Boysen *180. Brand, E. 512. Brandt *V, *166, *266. Brauer, A. 272. Braun, Fr. 527. Brauns, Dr. R. 53. Bravo, Dr. J. M. 322. Brettschneider & Hasche 40. Breymann, W. 212. Brose, Max. 466. Brown, Ph. *199, *200, *216. Bruce, Colonel 49, 204. Brück er, Dr., Bergassessor 629. Brumpt 150. Brunhes, Jean 157. Bryan, H. 412. Bülow, V. 398, n, *149. Burgsdorff, v. *239, *243, *262. Burmester *231, *235, *236. Büsgen, Prof. Dr. M. 535. Busse, Dr. W. 61, 211, 414, 618, 685. Buvinghausen, J. H. 10, 412. Call, William *279. Calmette, Dr. 435. Cambraia, Aug. 329. Cautoni, Baron 319. Cappelle, Dr. H. v. 75. Carben, v. 573. Carr, S. 150. Caruthers *69. Castellani, Dr. 204. Castillo, Graf Leon 224. XLV Chalot 229, 270. Ch am berlain, Kolonialminister *171. *172, *208. Charabot, E. 264. Chevalley, H. 462. Chrapkowski 116. Christian, Jon Abraham *252. Christian, Wilhelm *253. Christopher, James *270. Cibot 151, 268. Clausen, F. Bodo 41. Claverie, P. 268, 644. Coles, John *259. CoUet, Oct. J. A. 584, 585. Conan 644. Conrau 361. Conty, K. 461. Cook, 0. F. 661. Cordemoy, H. Jacob de 157. Corning, A. v. 155. Coulter, Monds Sam. 467. Cousins, H. 154, 268. Couturier. A. *36, 270. Cromer, Lord *431. Cropper *430. Curtis 246, 247. Dammers, G. J. 402. D'Andrade, Alfr. Fil. 202, 203. Dannenberg 416. Danysz, Dr. 436, 437. Darymple 181. Dauphinot, G. 268. Davidsohn 268. Davis, Ed. 85. Deders, P. 12. Deeken *68, *70, *75. Deininger 196. Denis *302. Deventer, W. van 274. Dieseldorf, Dr. A. *17. Di est. Major v. *259. Dietrichsen *48. Dine, D. L. van 467. Dinter 42, 43. Dinter *282. Dobelius, Prof. Dr. W. 211. Dodder *315. Dodson 181. Doering, Dr. *III. Doering, v., Hauptmann 194. Dominicus *284. Douglas *172. Dove, Prof. Dr. K. 155, 398. Downing, Major *304. Duft, Bergrat *237. Dunstau, W.R. 150, 615. Dürkheim, Graf v. *IV. Eckert, Forstassessor 451. Edmeades *205. Eduard VII, *432. Ehlert, Dr. *29. Ehrhardt, M. 619. Eich 274. Eichmeyer *270. Eigen 630. Eisengräber, Karl 256. Elske *202. Endlich, Dr. R. 90, 366, 655. Engler, Ad. 272, 697. Esnault-Pelleterie *440. Esser, Dr. 308. Estorff, Major v. *218. Etienne, Dr. A. *III, *429. Ettling *18, *20, *76. Evans 445, 446, 447. Exter *212. Eyth *287, *288, *289. Fabariua, Er. 572, 271. Federrath, Geh. Reg. R. 115. Felber, A. 212. Feiten & Guilleaume 115, 632. Fenchel, Missionar *253, *287. Pendler, Dr. G. 89, 140, 201, 315, 453, 511, 577, 578, 579, 636, 641, 687. Fesca, Prof. Dr. M. 462 Fiedler *27, *29, *71. Field, L. 154. Figuereido, Charles 47. Filet 580. Fisch, Dr. R. 586. Fischer, Emil S. 331. Fischer-Treuenfeld, R. v. 333, 334. Pisher, Edm. 54, 429. Fitzgerald 581. Fitzner, Dr. R. *365. Flahault, Ch., Prof. 522. Fletcher, Prof. *371. Pooder, G. P. 206. Porbes, Harford Ch. 462. Forbes, Rob. *232. Förster, E. Th. 465, 466. Poster, E.W. 443, 562. — XLVI — Francis, D. 506. Franck. Ch. 328. Frank, Dr. Fr. 393. Freyberg, Dr. 435. Freyburger, 285, 286, 290. Friedrichs, Paul *232. Fritz 261. Fritzsche, Gebr. 320. Frocliot 574. Frouin, H. 399. Fuchs, P. 415, 620, 679. Funk, Dr. *1, *7, *9, *10. *11, *46, *91, *92, *148. Gadziuski, R. 357. Gamble nSO. Garaon, Dr. *261. Garstin, Sir William 146, 148. Gärtner *251, *285. Garvin *204. Gathmann 85. Gehe & Co. 402. Gentil, L. 643. Georgi. C. *26. Gerber, Dr. 142, 225. Gerdin g, Oberst *300. Gerhard, Rev. Dr. Herm. 523. Gernhard, R. 209 Gessert, 182, *232, *233, *234. Getting et Jonas 263. Gilg, E., Prof. Dr. 697, 698. Gill. Dr. *261. Glaming 510. Gloye, Konsul 227, 357, 363, 444. Godeffroy, Joh. Ges. & Sohn *9, *44, *116. Godefroy-Lebeuf 314. Goerz & Co. 22, *209, *270. Golinelli, Dr, Wjrkl. Leg. R. *V, *170, *287. Gorkom, K. W. van »341, *342, *343 Götzen, Graf v. 150, 416, 451, 571, 619. Gray & Willett 49. Greshoff, Dr. 77. Griffin, F. 412. Griffen 332. Grison, J. 644. Groll, Dr. 274. Gross, Ferd. 319. Grofsmann, Julius 47, 205. Grottes, Paul des 433. Grüner, Dr. 192, 283, 418, 540. Grüner, Prof. Dr. 198, *51. Guignony, G. 263. Haake, Fr., Maschinenfabr. u.Mühlen- bauan8talt4, 9, 619,637, 638, 640,641. Haase, F. W. 391. H aaste rt, J. H. van 274. Haensel, H. 273, 476, 576. Haeussler, E. 333. Hahn, Dr. Theoph. •231. Hahn, Prof. Dr. *172, n75, *220. Hall 423, 424, 427. Hallgarten, Albert N. 4. Hamilton 154. Hampson, Sir George F. 241. Hansemann, v. 85, 385. Harris & Howitt 574. Hart 270. Hart mann, Dr. 101 274, 465, *266, *270. Hasenklever 308. Haug, Vizekonsul *172. Hausen *209, *214, *287. Hebert, A. 267. Heckel, Dr.' E. 151, 209. He gen er, Missionar *235, *237, *238. Heim, Dr. F. 202, 203, 204. Heinitz, v. *249, *250. Heinrich, Missionar *234,*254,*279. Heister, v. *251. Helfferich,Prof.Dr.,Wirkl.Legat.R. 615, *IV. Helg *61, *65. Hellgrewe, R., Kunstmaler 92. Hemptinne, Jean de 319. H e n d r i k Wi t b o i , K apitän 398, *243, *253. Henkel, C. C. 335. Henoch, F. H. 211. Henrici, Dr. 243. Henriques. Dr. Julio 202, 203. Henry *440. Henry, Yves 268. Henze, Hermann 156. Herbst, Fr. 333. Herbst & Co. 570. Herrera, L. A. Prof. 664. Herrmann *283. Heyde, v. der *27, *29, *71. Hildebrand, Th. & Sohn 255, 256, 576. XL VII Hills, Pfarrer 683, *2, *60, *65, *133, *134, *230. Hindorf, Dr. 101. Hinsch, R. 251. Hirschhorn *178, *179, *180 Hite, Jimmy *250. Hite, TommV *227, *232. Hobstetter, Dr. 643. Höflich *19. Hofmann 443. Hollrung, Prof. Dr. 451, 452, *142, *145. Holt mann 445. Holzmann, F. A. 415. Holzmann, F. R. 618. Holzmann, Ph.& Co. *V, *166, *170. Honzo Konoku Keimo *357. Hooyer, G. ß. 400. Horowitz, Victor J. 155. Howard, L. 0. 657, 659, 662, 663. Hua, Henri 151. Hufnagel. Kapitän *1, *51, *60, *77. Huntler, W. D. 657, 658, 660. Hup fei d, Bergassessor 198, 572. Hufsfeld 686. Hutton, Ar. 417. Ingen, van 274. Iree 274. Jacob, Ed., Konsul 322. Jagt, H. A. C. van der 274. Jannasch, Dr. R. *Xin, *379, *380, *400, *428. Jasper, J. E. 402. Jeancard 331, 332. Jeuman 77. Job st, Leutnant *251, *252, *253. Johann Albrecht, Herzog von Mecklenburg 569. Johnson 493, 495, 498, 499,508,541, 545, 546, 550, 554, 555, 556, 557, 558. Johnson, W. H. 370, 418, 428, 430, 431, 561, 563. Jones, Sir Alfred *481. Jordan *259. Judson, W. F. 582. Jumelle, H. 53, 644. Jürgens, Carlos 269. Jurisch, Hauptm. *172 *184. Kade, Dr. *149. Kaempffer, Dr. med. *240, *242, *282. Kageneck, Graf v. *247. Kaiser, Dr. *17. Kamillo, Brüder *225. Kampffmeyer, G. 155. Kärger, Prof. Dr. K. 90. 334. Karsch, Dr. 241. Känel, Fr. v. 119. Käse *239, *240, *241. Kaumann und v. Blumenthal 416. Keith, C. 328. Keller, Dr., Vizekonsul *172. Kemble, H. F. 154. Kenngott *17. Kersting, Dr. 224, 225. Kilbornes 99. Kindt, L. 210, "475, 676. Kitoy Ayasa 440. Klar, Joseph 457, 700. Kleudgeu 686, *245, *310, *312. Klinghardt *218, *224, *254. Knuth, Dr. P. 210, 211. Kobus, J. D. 274, 402. Koch *239, *240 *241. Koch, Prof. 166. Koebele, Prof. *48. Koehne, 227, 357. Kolbe, W. 165, 669. Kooten, G. J. van 274. Koppel, Art. 86, 521. Koppy, V, Hauptm. *218, *251. Koschny 242, 245, 246, 250, 292, 374. Kozak *27. Kriefs, Fr. *241 *242. Krüger, Paul, Präsident *210. Krutisch 444. Kuffler, A. 319. Kuhn, Alexander 399, *V,* VI, *Vn, *167, *239. Kuhn, Ansiedler *252. Kuhn, Dr., Stabsarzt *238. Külz, Dr. 272. Kuraa, Paul 498. Kunst *69, *71, *125. Kuntson 602. Kuntz *209. Lack mann, Prospektor *179, *180,, *237, *238, *240. XLVIII Lacoste. Dr. 450. Liidemiiiin, H., Leutnant 116. Ladewig, C 572. Lang *251, *254. Laryniore 320. Lau, A., llauptni. a. D. GJ>7. Laudien, 0. 94, 673. Laurent, fimile, Prof. 150, 268. Lauterbach, Dr. 384. Laville, J. 268. Lavoussie, J. Ch. 268. Leather, Dr. J. W. 150. Leeomte 270. Leembruggen, W. G. 274. Lehmann, Ernest 112. Leicher, Dr. *176, *177. Lemarie, M. 634. Lennep, T. van 268. Lenz, Prof. Dr. G. 211. Leslie, 443, 444, 447, 560. Leu t wein, Gouverneur *243, *299. Lewkowitsch, Dr. 580. Lhomme, Louis 525. Li ander 418, 541, 543. Liebert, v. 402, 571, 696. Lierke, E. 212 Limburg -Brouwer, Dr. J. J. v. *341. Lindau, Prof. Dr. G. 699. Lindequist, v., Generalkonsul *171, *172. *178, *]95, *299. Livache 511. Loesener 269. Loew, Dr. E. 210. Löffler 435. Lott, Dr. 204. Lotz, Dr. *281. Lück 575. Lüderitz *269. Lüders, Dr. R. 611. Lutterodt 423. Maas, Alfred 211. Macdonald *19, *20, *71. Mac Gillavry, H. D. 186. Mac Gregor, Sir W. 442. Mack, E. 196. Macara, C. W. 319. Magnein, A. 268. Main, F. 644. M angels, H. 334. Mangold *195, n96, *236. Mann, Harold, M. 213. Mansfeld, A., Dr. 33. Manstetten, L. 273. Marckwald, Dr. E. 393. Marquardt *19. Martin de Flacourt, E. 268. Mason *250 *251. Mason Frank, H. 417. Mataafa *3. Matschnig, A., 458. Mayersburg 98. Mehring, Dr. H.. 611 *27. Meier, Oscar *22,5. Melchior *247. Mellin, Oberleutnant 87. Mendonga, Monteiro de 436. Merck, E. 273, 698. Merensky, Dr. *218 *230 *287. Mertens, W. 629. Metzger, H. 24. • Meyer, Bezirksamtmann 451. Meyer, Dr. H. 33, 209, 333, 417,522. Meyer, Ernst Otto 41. Meyer -Delius 688, *1, *67. Michaelis 629. Michelsen, C. H. (Bremer Tauwerk- fabrik, A. G.^ 115. Michotte, F. 644. Mill, Dr. *261. Mittler, E. S. & Sohn 398. Mohammed Ali 689, *369. Möhle, Fr. *17. Mohr, Dr. P. 527. Moisel, M. 274, *259. Mol 1er, Ad. F. 203, 508, 509, 578. Möller, Missionar *253. Moors *69. Morgan 181. Moritz, Fritz 40, 109, 115, 116. Moritz, Geh. Reg. Rat Dr. *141. Morris, Dr. 77. Motte, G. 319. Müllendorf 212. Müller, Ferd. v. 198. Mukerjit, M. 95. Münster-Schultz. Hermann 41. Murphy, Franklin 98, 541. Napoleon III *321. Nathan, Sir Matthew 266, 418. Neger, F. W. 269. Negreiros, Almada 436, 437. — XLIX Neill, Brothers 45. Neubaur, Dr. 251, 252, 253. Neumann, Fr. 26. Neumayer, Dr. *259. Newton, Charles *430. Nieuwoudt *169, *229, *230. Nnmat Rot, S. J. 329. Obst, Apotheker, H. 36. Odoto, Stephen 506. Oehlerking 451. Ojetti, Ugo 91. Oppel, Prof. Dr. A. *III, *359, *391, *392, *451. Orrae, Dr. H. 0. *301. Orth, Prof. Dr., Geh. Bat *27. O'Swald & Co. 416. Ostmann, Frhr. v., Konsul *209. Ostwald, M. 272. Oudenampsen 578, 580. Oxnard 207. Panse, Dr. 415. Parry, 321. Passarge, Dr. 402. Pasteur 435. Pauli, C. 644. Paulsen, Prof. Dr. Fr. 211. Pearse *304. Peckolt, Dr. 32. Peltzer, F. 449. Perez, Dr. Victor 569. Perrot, Em. 399. Petermann *259. Peters, Reg. Rat a. D. 573. Pfannenschmidt, Dr. 667. Pfeil, Graf *231, 402. Plehn 192, 195. Plichta *227. Poisson, Eug. 209. Poisson, Jul. 209. Pophai, Major *175. Popoff, 201. Poser, General v. *170. Post, van der 274. Preufs, Hugo 41. Preufö, Prof. Dr. 8,229, 231, 236, 2.37, 239. 240, 270, 290, 305, 311, 384, *15. *81, *156. Preyer, Dr. A. 51, 143, 416, 689. Pritchard 502, 503. Front, Dr. 209. Prowe, R. 319. Pückler, Graf 510. Punch, Cyrill 567. V. Puttkammer 414, 510. Qu in ton, J. P. 320. Ralston 445, 560. Rawson 331. Redford *219. Reeve 440. Reeves *261. Rehbock, Th., Prof. *Vn, *165, *166, *169. *175, *249, *250, *267, *28o, *290, *299. Rehder, A- 213. Rehwinkel, L. 333. Reich, W. 570. Reichel, J. 449, 687. Reimer, Dietrich *259, 274. Reinecke, Dr. *4, *7, *8, *9, *45, *62, *70, *90, *99, *109. Reus, Konsul de 259. R ho des, Cecil *179. Ribeiro, Aug. 525. Richards & Sohn *279. Rieh mann 274. Richter 416. Richter, Dr., Stabsarzt 398. Rickmann 98. Riedel, J. D. 94. Riedel, 0. *1, *67. Rieth '250, 248. Ringelmann, Max. 263. Riviere, Ch. 151, 209, 268, 644. Robinson 11, 88, 412, 622, 624, 625, 626, 627. Romburgh, Dr. P. van 52, 69. Ross, Ronald 212. 332. Roux, Dr. 436. 437. Royer, A. 182. Rüge, Marine-Ober.=«tabsarzt *300. Rupp, Erwin 398, 399. Sagot 434. Saleh bin Hamed 80. Samson 75. Samson in Aburi 546. Sander, Dr., Marine-Stabsarzt a. D. 155, 398, *III. Sarotti 255, 256, 576. — L — Sasse, Karl 414. Satie 331, 332. Schanz, M. 466, 572. Schat, P. 214. Schedel, Dr. H. 698. Scheffler 230. Scheidt, Kons. 416. Scheid Weiler *247, *283. SchelliTiann, Dr. W. 401. Schenck, Prof. Dr. *205, *237, *287, *288, *289. Schilling, Dr. 87, 624. Schimmel & Co. 320, 702. Schinkel 363. Schinz, Dr. 231. Schkopp, Eberhardt v. *IV. Schlagdenhauffen, Fr. 209. Schlechter, Dr. R. 6, 38, 151, 203, 229, 231, 234, 235, 236, 237, 239, 240, 244, 246, 247, 250, 274, 313, 385, 577, 607, 608. Schmidt 196. Schmidt, Adolf 98. Schmidt, H. *1, *25, *27, *50, *69, *71, *81, *125, *132. Schneider, Dr. *17, *27. Schnell, C. 43. Schoeller, ß., Konsul 449, 572. Schoenfeld, Dr. 497, *281. Schöller, A., Geh. ßat 85, 385. Scholz, *223, *245, *292. Schröder-Poggelow, Dr. 41. Schroeder 687. Schultz 451. Schultz, Dr. F. 586. Schulze, Rev. 0. 563. Schumacher, Prof. Dr. K. 203, 359. Schuyler, James D. *271. Schwabe, Kurd 398. Schwarz 659. Schwarz, Wilhelm 22. Schweizer 431, 541. Seeger 543. Seiner, Franz 465, 466. Seilin 252. Sem 1er H., 228, *III. Sergeut, Edm. 209. Sergent, Et. 209. Sharpe, Bowdler *261. Sherriff & Swingley *195. Shiles, Dr. 49. Shipley 320. Siebert *233, *234. Siemens & Halske 208. Sievers, Wilh. 524. Simmons 574. Skutari *V, *166. Smith 99. Smith, E. A. *197. Smith, R. Greig 330. Snay *252. Solf, Dr., Gouverneur *1, *3, *45, *110, *r21, *122, *1.38, *163. Soltmann, Prof. Dr. 322. Sommer, Friedr. C. 37. So Ski n, Dr. S. 54, 94, 99, 100, 158, 213, 263, 274, 336, 432, 575, 688, *in, *368. Southy *206, *207, *208, *309. Sowden *232. Späth *252. Spaulding, Perley 467. Spickermann *289. Sprague 207. Sprengel, Pastor *173. Sprengel, Prof. Dr. *91, *93. Sprigade P. 274, *259. Stamer 224. Stapf 230. Steffens, A. 43. Steidtmann und Nagel 316. Stein, Frhr. v. 597. Stendal 260, 262. Stephen, Kapitän 418. Sterne, Cariis 569. Stimson, J. C. 46. Stoliwerck, Gebr. 256, 402, 576. Stow, N. John 206. Streitwolf 274. Strunk, Dr. 225, 227, 451, 569. Stutzer 68. Supf, K. 411, 615. *451, *452, Süsserott, W. *4. Syz, John 319. Tabel 268. Taveira, H. P. 319. Tefsmuun, G. 272. Thierry, Hauptm. 414, 575. Thiefs, Prof. Dr. 645. Thomas, W. *205, 316. Thompson, John *261. T h m s , Prof. Dr. 42, 315, 453, 511, 636. Thiimen, v. 62. — LI Tibbets 582. Tidmarsch, K. 335. Tiemaun, Walter 269, 270. Toeppen, Kurt 80. Tomaschek. H. 570. Traun, Dr. Heicr. & Söhne 198. Traun, Stürken & Co. 455. Trelease, W. 213, 467. Troost. Oberleutnant *292. Tschirch, Prof. Dr. 42, 43. Ulex, Dr. G. L. 485. üngaretti 462. Valdau 602. Valois, V. 526. Vanino, L. 269. Vaver, Marquis v. 223. Teith, J. 402. Victor, J. K. 617. Vicq de Cumptich, de, N. 187. Villiers, de 477. Vohsen. Konsul *III, *165. Volkens *16. Vollmer *284. Vordermann 580. Vor tisch, Dr. 431. Vosseier, Prof. Dr. 401, 402. Wallach 426. Wanemann 274. War bürg. Prof. Dr. 0. 1, 52, 53, 116, 151, 192, 194, 201, 204, 210, 228, 314, 394, 450, 586, 631, 643. Wasserfall, Oberleutnant *234, *251, *254. Wasserfall, Rechtsanwalt *239. Watermeyer *IV, *201, *214, *220, *248, *310. Watt, George 213. Webber, H. J. 459. AVeber 394. Weber, Albert 41. Weber. Pflanzungsdirektor 449. Weber & Schaer 198, 201. Weichmann, Dr. *196. Werckle, C. 136. Wet, General de *213. Weyer, Ph. *184, *191, *192, *193 *194, *195, *196, *215. *234, *310. Wheeler *227, *236, *298. Wiebusch, H. J. 414, 618. Wiegandt 12. Wilckens 573. Wilcox, L. *302 -303. Wildeman, E. De 53, 643, 644. Wildpret 223. Wilhelm 62. Willcocks, Sir William 147, 148, 149, 156, *172, *I80, *199, *206, *208. Willett & Gray 49. Willey, J. & Sons *259. Williams 541. Wilson 459. Wilson, Herb. *2.59, *301. Winning, C. H. 0. M. v. 402. Witt & Brish 228. Wöckel 571, 572. Wo er mann, A. 602, *269. Wo h 1 1 m a n n , F.,Prof.Dr.,Geh.Reg.Kat 17, 31, 100, 270, 308, 388, 452, 453, 572. Wright, Mr. Rufus 358, 363, 365, 366, 367. Ximenez, P. 527. Zabel, Rud. 527. Zech, Graf 151, 357, 413, 618, 627 Zehntner, Dr. L. 268, 273, 454. Zenker 230. Zimmermann, Prof. Dr. A. 14, 196, 272, 316, 401, 402, 416, 451, 511, 578. Zintgraff, Eugen 224. Zitzow M., 228. Zschaetzsch, C 12. Zwingenberger, C. 305. DER TKOPENPFLANZEK. ZEITSCHRIFT FUB TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 8. Jahrgang. Berlin, Januar 1904. Nr. 1. Die wirtsehaftliclie Entwicklung unserer Schutzgebiete im Jahre 1903. Von Prof. Dr. 0. Warburg. Wenn wir das vorige Jahr nicht gerade mit sehr hoffuungs- freudigen Worten begrüfsen konnten, uns im Gegenteil gezwungen sahen, etwas Wasser in den Wein eines allzu grofsen Optimismus zu tun, so können wir in diesem Jahre doch schon zuversichtlicher in die Zukunft sehen, wenngleich die faktisch in den letzten 12 Monaten erzielten Resultate diejenigen des Vorjahres nur wenig übertrefi'en. Weder hat die Urproduktion sowie die Produktenausfuhr der Eingeborenen beträchtlich zugenommen — eine Folge der Rückständig- keit der Transportmöglichkeiten in unseren Kolonien — , noch haben sich die Erzeugnisse der Plantagenkulturen bedeutend vermehrt. W^ohl bewegt sich die Produktion von Kaffee und Sisalhanf in Ost- afrika, von Kakao in Kamerun, von Kopra in der Südsee in auf- steigender Richtung, aber die Ziffern zeigen nur ein langsames An- wachsen, nicht die erhoffte sprungweise Vermehrung, und auch in den nächsten Jahren werden wir eine solche höchstens für Kakao und Sisalhanf zu erwarten haben. Eisenbaliiieii. Wenn wir trotzdem zuversichtlicher in die Zukunft sehen, so ist der Grund hauptsächlich der, dals sowohl das Privatkapital anfängt, sich der Aufschliefsung der Kolonien durch Eisenbahnen zuzuwenden, als auch die Regierung selbst beginnt, dem Reichstag entsprechende Vorlagen zu machen oder die Kolonien durch Anleihen bei diesen produktiven Anlagen zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dafs, wenn erst einmal der Bann völlig gebrochen ist, der die berufenen Faktoren, die Grofsbanken und die Regierung, bisher von solchen Unternehmungen zurückhielt, Tropenpflanzer 1904, Heft 1. 1 — 2 — in nicht allzu langer Zeit unsere afrikanischen Schutzgebiete, durch eine Reihe gröfserer Eisenbahnlinien erschlossen, dem Verkehr und der Erwerbstätigkeit ganz andere Angriüsflächen bieten werden wie bisher. Wir schlössen unsern Neujahrsartikel im vorigen Jahre mit dem Wunsche, dafs das Kolonial -Wirtschaftliche Komitee, bei der neuerdings aufgenommenen Verkehrsfrage ebensoviel Erfolg haben möge wie bei seiner bisherigen Tätigkeit. Mit Genugtuung können wir jetzt schon einen Erfolg feststellen. Nach Beendigung der von dem Komitee ausgeführten Trassierungsarbeiten der Eisen- bahnlinie Lome — Palime in Togo beabsichtigt die Regierung, dem Reichstag schon in dieser Session das betreflende Projekt zu unter- breiten. Gerade diese etwa 120 km lange Bahn ist ja wirtschaft- lich von ganz besonderer Bedeutung, da nicht nur die etwa 90 km breite Ölpalmzone in ganz anderer Weise aufgeschlossen wird wie bisher, sondern diese Bahn auch in die für Baumwollbau besonders geeigneten Gebiete Togos hineinreicht; auch für Kakao, Kautschuk, Kola und Zuckerrohr geeignete Gebiete werden erschlossen. Vor allem aber wird das Inland durch Überbrückung der gefährlichsten Tsetsefliegengegenden mit der Küste in ganz anderer Weise ver- bunden wie bisher. Eine ähnliche Bedeutung wird für Ostafrika die Linie Dar-es- Salam — Mrogoro erlangen, für die dem Reichstag gleichfalls noch in diesem Winter eine Vorlage zugehen wird. Nicht nur werden fruchtbare Täler und Gebirgsländereien dadurch erschlossen, die für vielerlei Kulturen geeignet sind, sondern auch die reiche Viehzucht der Steppengebiete wird dann vermutlich bald für den Export in Betracht kommen können. Als Vorbereitung weiterer Eisenbahnlinien in Deutsch-Ostafrika hat bekanntlich das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee die wirtschaft- liche Trassierung der Kilwa-Nyassa-Eisenbahn eingeleitet, die im April dieses Jahres begonnen werden soll. Von privater Seite wird, wie ganz neuerdings bekannt wird, im Tanga- Hinterland eine Eisenbahn gebaut, welche die Bahnlinie Tanga — Korogwe mit den Kafieeländereien Usambaras verbinden und gleichzeitig die Rentabilität eines Sägewerkes an den Nordhängen des Mkulumugebirges ermöglichen soll. Wir können dieses für die Plantagenkultur daselbst so wichtige Unternehmen nur mit unver- hohlener Freude begrüfsen. Auch für Kamerun ist die Ausführung einer Eisenbahn zur Erschliefsung des Hinterlandes durch private Kapitalien in Aussicht genommen worden. Die vorläufige Trassierung ist beendet und hat — 3 — erwiesen, dafs ein grofser Teil der Strecke durch Gegenden mit reichen Ölpalmbeständen führt. Ein weiteres privates Eisenbahnunternehmen von gröfster Be- deutung ist ferner in Südwestafrika von der Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft in Angriff genommen; wenn auch der Haupt- zweck derselben die Ermöglichung des Abbaues der reichen Kupfer- minen von Otavi ist, so wird die Bahn durch Aufschi iefsung vieler für Besiedlung geeigneter Gebiete doch auch von grofser Bedeutung für die allgemeine wirtschaftliche Hebung des nördlichen Teiles des Schutzgebietes werden. Dafs die speziell für die Aufschliefsung der Kohlengebiete Schantungs wichtige Schantung-Eisenbahngesellschaft den Betrieb schon bis zur Station Tschangtien (284 km) eröffnen konnte, ist ein erfreulicher Beweis der Leistungsfähigkeit deutscher Industrie; es kann keinem Zweifel unterliegen, dafs sich die gute Verbindung mit dem Hinterlande schon bald an dem rapid steigenden Handelsverkehr Kiautschous zeigen wird. Von allen Schutzgebieten macht nur I)eutsch-Neu-Guinea keinerlei A'orbereitungen zum Eisenbahnbau. Da die für die Kul- turen besser geeigneten Gegenden des Südsee-Schutzgebietes grofsen- teils eine starke Küstenentwicklung haben, und die Insel Neu- Guinea, wenn auch im Innern nicht so schlecht bevölkert, noch keineswegs Exportprodukte in gröfseren Massen liefern kann, so tut man recht, sich vorläufig auf die Hebung der küstennahen Gegenden zu beschränken. Sollten die Goldfunde der Gebirge des Innern in Neu - Guinea gröfsere Minenunternehmungen hervorrufen, so würden Eisenbahnen, soweit der Schiffsverkehr auf den grofsen Flüssen nicht genügt, bald hergestellt werden. Urprodukte. Was die Urprodukte betrifft, so zeigen gerade einige der wichtigsten eine nicht unbedeutende Abnahme im Export. Am auffälligsten ist der Rückgang beim Elfenbein, bei welchem Artikel im Jahre 1902 über 20 pCt. des Wertes weniger als 1901 exportiert wurden. Der Elfenbeinexport betrug in 1901 1902 Kamerun . . . . 65 483 kg 756 045 Mk. 59 530 kg 658 442 Mk. Togo 738 . 8 743 .. 595 , 6 002 .. Deutscli-Ostafrika . 53 573 „ 881798 . 35 693 , 626 582 , 119 794 kg 1 646 586 Mk. 95 818 kg 1 291 026 Mk. Es ist anzunehmen, dafs der Elfenbeinexport sich ständig weiter verringern wird, was übrigens eine allgemeine Erscheinung sämt- licher afrikanischen Kolonien ist; von deutschen Besitzungen wird sich der Elefant zweifellos am längsten in Kamerun halten, da er 1* — 4 — dort in den dichten Waldungen immerhin einen gewissen Schutz findet, ebenso wie im Kongostaat, der doch noch im Jahre 1902 eine Ausfuhr an Elfenbein im Werte von etwa 4 Mill. Mk. aufwies, während er freilich im Jahre 1900 noch für 6,4 Mill. Mk. Elfenbein exportierte. FriJher ging viel kongostaatliches Elfenbein über Deutsch-Ostafrika nach Sansibar, ebenso manches von den nörd- lichen Massaigegenden, was jetzt durch die Mombassa-Bahn durch englisches Gebiet zur Ausfuhr gelangt. Die um etwa 9000 Mk. gesteigerte Ausfuhr von Flufspferdzähnen aus Deutsch-Ostafrika vermag natürlich bei dem geringen Gesamt- export derselben (38 238 Mk.) die Miuderausfuhr von Elfenbein durchaus nicht zu ersetzen. Die Ausfuhr von Palmöl ist im Jahre 1902 der Menge nach gegen 1901 ziemlich gleich geblieben. Der Wert ist aber infolge niedrigerer Preise zurückgegangen. Der quantitativ stark gesteigerte Export an Palmkernen wies für Togo dem Werte nach gleichfalls einen kleinen Rückgang auf. Die amtliche Statistik giebt für die beiden letzten Jahre folgende Ausfuhrziffern an: Palnikerne. 1901 1902 kg Mk. kg Mk. Togo . . . 7 755 841 1 798 370 9 443 372 1 721 441 Kamerun . . 8 292 258 1 640 454 10 658 402 2 267 321 Palmöl. 1901 1902 kg Mk. kg Mk. Togo . . . 2 997 628 1 484 738 2 973 231 1 031 152 Kamerun. .3195 654 1068 971 3104 713 1052 926 Für jeden Kenner der westafrikanischen Verhältnisse kann es keinem Zweifel unterliegen, dafs dieser momentane Stillstand gegen- über der dauernd ansteigenden Tendenz des Exports dieser beiden Artikel von keiner Bedeutung ist, und dafs jede Aufschliefsung der beiden Kolonien durch Eisenbahnen deren Ausfuhr ruckweise steigern mufs. Wie bekannt, hat das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee einen Preis für die Erfindung von Maschinen zur exportfähigen Bereitung von Palmöl und Palmkernen ausgesetzt und denselben am 27. Oktober d.J. der Firma Fr. Haake in Berlin zuerkannt. Es ist zu erwarten, dafs nach Anbringung einiger Verbesserungen die Maschine zur Einführung in die Kolonien gelangen und daselbst sicher den Export an Palmkernen, vielleicht auch den an Palmöl bedeutend steigern wird. Es ist sogar nicht unwahrscheinlich, dafs wir hierdurch jetzt eine Grundlage für die Ölpalmen-Grofskultur gewonnen haben. — o — Das Komitee hat beschlossen, um die Brauchbarkeit der Maschinen an Ort und Stelle festzuztellen und die Einführung der- selben bei den Interessenten zu erleichtern, je eine vollständige Anlage, bestehend aus 5 Schälmaschinen, einer hydi'aulischen Presse und einer Knackmaschine in Togo und Kamerun aufzustellen. Die Aufstellung wird im März d, J. unter Leitung eines Fachmannes erfolgen und in den hauptsächlichsten Ölpalmdistrikten den euro- päischen Interessenten und Dorfgemeinden vorgeführt werden. Besonders interessant ist ein Vergleich der Ausfuhrzahlen für Kautschuk aus unseren drei afrikanischen Tropengebieten. Es exportierten an Kautschuk in Mark: Ostafrika Kamerun Togo Zusammen 1899 . . . . 1337181 1 897 863 366 075 3 601119 1900 . . . . 1058 657 2 058 526 521 874 3 638 557 1901 . . . . 1 048 645 1 746 180 264 816 3 059 641 1902 . . . . 1210017 1 419 000 367 045 2 996 062 Wenn die Gesamtabnahme auch noch nicht sehr beträchtlich ist, so verraten doch immerhin die Zahlen deutlich eine weichende Tendenz. Dafs eine Abnahme des natürlichen Kautschukbestandes in vielen Ländern Afriiias stattfindet, haben wir schon früher statistisch erweisen können; das Jahr 1902 war aber wohl das erste, wo die Gesamtsumme des aus Afrika exportierten Kautschuks gefallen ist, da bisher der in enormer Geschwindigkeit sich entwickelnde Kautschukexport des Kongostaates die Abnahme mancher anderer Gebiete mehr als ausglich. Im Jahre 1902 hat aber auch zum erstenmal die Produktion des Kongostaates abgenommen, indem die dafür fast allein in Frage kommende Ausfuhr nach Antwerpen von 5418 Tonnen auf 4993 Tonnen gefallen ist. Ob der Ausfall in dem Kautschukexport des Kongostaates ein dauernder sein wird, vermögen wir nicht zu übersehen, vorläufig gibt es noch bedeutende Gebiete, wo die Kautschukgewinnung eben erst Fufs gefafst hat, immerhin ist es ein bedenkliches Symptom, wenn wir schon jetzt sehen, dafs dies Hauptland des afrikanischen Kautschuks seinen Export nicht mehr auszudehnen vermag. Während bisher die Ausbeutung der wilden Kautschukbestände hauptsächlich in den ofleneren Gegenden Afrikas, besonders in den Grasländereien und Uferwaldungen, zurückgegangen war, wie z. B. in den südlichen portugiesischen Besitzungen Angola und Mozambique, im französischen Sudan und Senegal, so zeigt sich jetzt auch eine entschiedene Abnahme in den Waldgebieten, wie folgende Statistik von vier westafrikanischen englischen Kolonien beweist. — G — Es exportierten au Kautschuk: Sierra Leone .... 1901 für 9 203 X.. 1902 nur 8 192 S. Gambia 1901 , 8 963 .. 1902 , 4 238 . Süd-Nigeria .... 1900 . 141133 , 1901 , 106925 , Goldküste 1900 .. 6 562 120 M., 1901 , 2 080 600 M. Wir werden uns demnach auch darauf gefafst machen miissen, dafs die Kautschukproduktiou der deutscheu Kolonien, speziell in Togo und Deutsch-Ostafrika, in den nächsten Jahren noch eine weit gröfsere Einbufse erleiden wird. Freilich dürfen wir hoffen, dafs in nicht allzu ferner Zeit die geregelte Kautschukkultur wieder einen Ausgleich bringen wird. Von weiteren Urprodukten sei noch die Schibutter erwähnt, die bisher von deutschen Kolonien nur aus Togo ausgeführt, im letzten Jahre sich als Exportprodukt beträchtlich entwickelt hat. Es wurden exportiert: 1901 .... 10 168 kg im Werte von 7 571 Mark 1902 .... 40680 , „ „ . 45471 , Es ist anzunehmen, dafs nach Vollendung der Bahn Lome — Palime der Export dieses pflanzlichen Fettes schnell grofse Dimen- sionen annehmen wird. Die von einer Falmenart (Coelococcus carolinensis ) her- rührenden polynesischen Steinnüsse bilden nach der ersten Ausfuhrstatistik der Karolinen dort nur einen recht kleinen Handels- artikel, es wurden 1902 nämlich 37 Tonnen im Werte von 4608 Mark von den Ostkarolinen ausgeführt. Immerhin dürfte der Export einer beträchtlichen Steigerung fähig sein, wie wir z. B. an den englischen Salomonsinseln ersehen, die 1899/1900 20 Tonnen, 1900/01 100 Tonnen und 1901/02 132 Tonnen der dort einheimischen Steinnüsse (Coelococcus salomonensis) exportierten. Ein für den Handel vorläufig noch nicht in Betracht kommendes Urprodukt unserer Kolonien, dem eine grofse Zukunft beschieden sein dürfte, ist die Guttapercha. Bekanntlich ist es der Gutta- perchaexpedition des Kolonialwirtschaftlichen Komitees unter Leitung des Herrn R. Schlechter gelungen, im Kaiser Wilhelms- land eine recht gute Guttaperchasorte zu entdecken, die von einem neuen, Palaquium Supfianum genannten Baume abstammt. Glück- licherweise scheint dieser Baum und ein ähnlicher des Bismarck- gebirges so häufig zu sein, dafs eine wirtschaftliche Ausnutzung der Bestände Gewinn lassen dürfte. Das Kolonialwirtschaftliche Komitee hat deshalb beschlossen, ein Guttaperchaunternehmen ins Werk zu setzen, welches die Erziehung der eingeborenen Bevölkerung zur Guttaperchagewinnung bezweckt. — 7 — Neuerdings erfahren wir, dafs im Benuegebiet Guttapercha in gröfseren Mengen vorkommen soll. Wir müssen die uns in Aussicht gestellten Proben abwarten, bevor wir in der Lage sind, ein Urteil über die eventuelle Bedeutung dieses Vorkommens zu fällen. An Bau- und Nutzholz wurden ausgeführt aus: 1901 1902 Deutsch-Ostafrika für . 107 083 Mark, 85 610 Mark Kamerun für .... 113812 „ 160459 „ Wie man sieht, kann von einer Ausnutzung der grofsen Holz- schätze unserer Kolonien vorläufig noch kaum gesprochen werden, die in Usambara geplante Sägemühle mit Eisenbahnverbindung nach Tanga dürfte für Ostafrika darin Wandel schaffen, während in Kamerun der Holzhandel sich wohl auch von selbst langsam heben dürfte, wenngleich bei der Mächtigkeit der Bäume ein rapides Anwachsen dieses zukunftreichen Exportartikels ausgeschlossen erscheint, solange keine Sägemühlen für den Export daselbst arbeiten. Volkskulturen. Ein Produkt, das den Übergang von der Urproduktion zu der Produktion der Volks- und Grofskultm* dar- stellt, ist die Kopra, der zerkleinerte Kern der Kokosnufs. Ein Urprodukt ist es gröfstenteils noch auf den Marianen und in Neu- Guinea, ein Produkt der Volkskultur fast überall in der Südsee sowie in Deutsch - Ostafrika, eine Grofskultur auf einzelnen Pflanzungen in Samoa und Bismarckarchipel, Kaiser Wilhelmsland, Ostafrika und Togo. Die Ausfuhr der Kopra hat sich ganz aufser- ordentlich gehoben, wozu besonders die gute Ernte auf Samoa beigetragen hat, haben doch allein die Pflanzungen der Deutschen Handels- und Plantagen-Gesellschaft daselbst um ein Drittel mehr Kopra geerntet als im Vorjahr. Auf den Marianen hat sich sogar die Kopragewinnung mehr als verdoppelt. Es wurde an Kopra exportiert aus: 1901 1902 Samoa 960 960 Mark, 1 669 140 Mark Bismarckarchipel . 577 187 „ 988 611 „ Ost-Karolinen . Marschallinseln Marianen . . . Deutsch-Ostafrika — 322 913 — 500 600 84 429 „ 173 600 555 379 „ 766 400 „ Togo 1706 - 1579 , Wie man aus der Tabelle ersieht, entwickelt sich die schon jetzt einen Wert von 4Vj Mill. Mark repräsentierende Kopra immer mehr zu dem bedeutendsten Handelsartikel unserer Kolonien und hat schon jetzt den einen Wert von 4 Mill. Mark repräsen- tierenden auf die westafrikanische Kolonien beschränkten Export an — 8 - Palrakerneu um ^/a Mill. Mark überholt. Rechnet inau freilich das Palmöl den Palmkerneu hinzu, so behauptet die Ölpalme noch immer ihren Platz an der ersten Stelle unserer kolonialen Nutzpflanzen und ist der Kokospalme noch um 1'/-' Mill. Mark voraus. Die Kokospalme hat aber den Vorteil, dafs ihre Rentabilität als Grofs- kultur schon längst festgestellt ist, während das bei der Olpalme bisher nur eben wahrscheinlich gemacht werden konnte. Daher werden fortwährend auch in deutschen Kolonien Gelder in Kokos- pllanzungen investiert, und die Zahl der in wenigen Jahren in der Südsee, Deutsch-Ostafrika und Togo heranreifenden Palmen ist eine recht bedeutende. Durch nichts wird die Rentabilität der Kokoskultur und des Koprahandels besser illustriert als durch die steigenden Divi- denden der vorzugsweise hiermit rechnenden zwei grofsen Süd- see-Gesellschaften. Die hauptsächlich in Samoa installierte Deutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft schüttete folgende Dividenden aus: 1898 = 5 pCt., 1899 = 772 pGt., 1900 = 8 pCt., 1901 = 8 pCt , 1902 = 12 pCt.; auch war sie in der Lage, bei einem Aktienkapital von 2^/4 Mill. Mark sich in den letzten Jahren eine Reserve von fast 1^4 Mill. Mark zu schaffen. Die hauptsächlich auf den Marschallinseln arbeitende Jaluitgesell- schaft hat gleichfalls, und zwar wie im Vorjahr, 12pCt. Dividende verteilen können und besitzt eine Reserve von 600 000 Mark, was der Hälfte ihres Aktienkapitals gleichkommt. Die in Afrika Kokoskultur treibenden Gesellschaften sind natürlich noch lange nicht so weit; von den etwa 200 000 Palmen der Deutsch- Ostafrikanischen Gesellschaft in Muoa sind erst 3800 in Blüte, die Westdeutsche Handels- und Plantagengesellschaft hat bei Tanga erst die erste kleine Ernte von 1000 Mark erzielt, und die Plantage Kpeme in Togo, die unter etwa 100 000 Palmen circa 42 000 im Alter von 5 bis 10 Jahren besitzt, erzielte 1902 erst 4V4 Tonnen Kopra. Dafs die afrikanischen Kokosplantagen denjenigen der Südsee an Güte nicht viel nachgeben, ersieht man einerseits aus den in Ham- burg für die Kpeme-Kopra erzielten Preise von 300 Mark pro Tonne und anderseits daran, dafs aus 8825 Nüssen 1 Tonne Kopra gewonnen werden konnte, während in der Südsee 7000 bis 8000 Nüsse dazu erforderlich sind. Die Zertrümmerung der Kokosnüsse geschah bisher ausschliefs- lieh durch eingeborene Arbeiter mittels einer Axt oder Cutlafs. Nur in Zentralamerika hat man bereits maschinelle A^orrichtungen zur Zertrümmerung der Kokosnufs und Rlofslegen des Kernes. Herr Professor Dr. Preufs, der gelegentlich seiner im Auftrage des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees unternommenen Studienreise — 9 — diese Vorrichtungen keimen lernte, regte bei dem Komitee die Her- stellung derartiger maschineller Vorrichtungen an. Der Maschinen- fabrikant Fr. Haake, der auch die Palmkernbereitungsmaschinen erfunden hat, ist zur Zeit mit der Herstellung einer derartigen Kokosnufs-Zertrümmerungsmaschine beschäftigt, welche mittels Hand- betrieb täglich etwa 10000 Nüsse zerkleinern soll. Die Konstruktion der Maschine soll derart beschaffen sein, dafs sie leicht transpor- tabel ist und dort aufgestellt werden kann, wo gröfsere Bestände Kokospalmen zusammenstehen, um die viele Arbeitskräfte erfordernde Fortschaft'ung der grofsen Kokosnüsse nach einer Sammelstelle zu vermeiden. In Kürze sei noch zweier anderer Ülgewächse gedacht, der Brdnufs und des Sesam. Während letzterer, ein nicht unwichtiger Esportartikel Deutsch-Ostafrikas, aus mir nicht bekannten Gründen im Jahre 1902 eine Abnahme in Quantität und Wert aufwies und von 279 183 Mark im Jahre 1901 auf 246 779 Mark im folgenden Jahre zurückging, stieg der Erdnufsesport in Deutsch - Ostafrika von 20 ,518 Mark auf 31 292 Mark und in Togo von 1690 Mark auf 3541 Mark, was freilich erst minimale Werte darstellt gegen- über der Erdnufsproduktion des französischen Senegalgebietes, die sich im Jahre 1902 auf 2OV2 Mill. Franken belief, gegen 11 V2 Mill. Franken im Jahre 1892, also 10 Jahre vorher. Es ist kaum an- zunehmen, dafs sich unsere Produktion von Erdnüssen in den nächsten Jahren bedeutend heben wird, es sei denn, was wahrscheinlich zu empfehlen sein wird, dafs im Tsadseegebiet der Kamerunkolonie der Erdnufskultur von der deutschen Regierung besondere Beach- tung geschenkt wird. Klimatisch scheint jenes Gebiet den Senegal- ländern sehr verwandt zu sein, und sollte sich der von dem franzö- sischen Expeditionsführer wieder aufgefundene Wasserweg ßenue — Tuburi— Logone — Tsadsee als für die Schiffahrt wirklich brauchbar er- weisen, so ist die Basis für eine gewaltige Erdnufskultur in diesem von arbeitsamen und relativ hoch kultivierten Stämmen ziemlich dicht bevölkerten Land gegeben. Als Eingeboreneukultur hat auch das Zuckerrohr einige Be- deutung, aber nur für Ostafrika, von wo 1901 für 97 151, 1902 für 115 643 Mark Zucker nebst Sirup und Melasse exportiert wurden. Über der Zuckerfabrikation daselbst scheint aber ein Unglücksstern zu schweben; die mit Mühe schon einmal gestützte Panganigesellschaft wurde am 1. Dezember des letzten Jahres aufgelöst, und niemand kann sagen, ob die grofse, nach dem neuesten System errichtete Zucker- fabrik je den Zwecken dienen wird, für die sie bestimmt war. Die Fabrik konnte nicht genügend Rohmaterial erhalten, da die Zucker bauenden Araber ihnen das Rohr nicht in genügender Menge liefern — 10 — konnten oder wollten, und zum eigenen Zuckerrohrbau fehlt es an nahgelegenem Terrain und an Geld. Trotzdem sind wir sicher, dafs der Rohrzucker dereinst ein äufserst wichtiges Produkt Deutsch- Ostafrikas sein wird, da sich das Land klimatisch längs den Flüssen ausgezeichnet fiir die Zuckerrohrkultur eignet. Weit näher sind wir der Ausdehnung der Baumwollvolks- kultur in unseren Kolonien. Unser Kolonial -Wirtschaftliches Komitee, gestützt auf das ureigene Interesse der gewaltigen deutschen Baumwollindustrie, ist rastlos tätig, diese Kultur in unseren Kolonien einzuführen und auszubreiten. Als Ergebnis des zweiten Versuchs] abres in Togo ist festzu- stellen, dafs die Ausbreitung der Baumwollkultur als Eingeborenen- kultur, namentlich durch die Einrichtung von Baumwollmärkten mit Aufkaufs- und Ginstationen Fortschritte gemacht hat. Die Kalkulation des zweiten Versuchsjahres stellte sich für einen Ballen Baumwolle a 500 Pfund loko Bremen, ausschliefslich der Kosten für Geschäftsführung und Amortisation auf 205,33 Mark, der Erlös bei dem Marktpreis im Juni 1903 von 67 Pfennigen per Pfund, auf 343,50 Mark; während im ersten Versuchsjahre der Ballen von 500 Pfund loko Bremen 255 Mark kostete und der Er- os bei dem Marktpreis im März 1902 von 43 Pfennigen per Pfund 225 Mark erbrachte. Die Gründe dieser günstigeren Kalkulation liegen in der Feststellung einer gröfseren Ausgiebigkeit der Ein- geborenen-Baumwolle (500 Pfund entkernte Baumwolle aus durch- schnittlich 1600 Pfund gegen durchschnittlich 1800 Pfund unent- kerute Baumwolle im Vorjahre), in der Verbilligung des Ginuens und des Landtransports infolge Verwendung von Zugvieh und in der A^erbilligung des Seetransports infolge Verringerung des Vo- lumens der Ballen durch vorteilhaftere Pressung sowie in dem wesentlich höheren Marktpreis. Die Ernte erbrachte den doppelten Ertrag gegen das erste Versuchsjahr (50 000 Pfund entkernte Baumwolle). Neue Baum- wollfelder, namentlich in Mittel- und Südtogo, sind angelegt; die Faktoreien befassen sich bereits, wenn auch in bescheidenem Um- fange, mit dem Aufkauf von Baumwolle. Die Deutsche Togogesell- schaft, welche sich neben dem allgemeinen Faktoreibetrieb auch dem Baumwoll-Aufkaufgeschäft widmen will, ist Ende 1902 begründet. Zur Organisation des Baumwollunternehmens in Togo wird nunmehr eine Baumwollinspektion mit dem Sitz in Lome einge- richtet. Als Inspektor ist ein deutsch-amerikanischer Baumwoll- pflanzer, J. H. Buwinghausen aus Korville, Texas, ausersehen, dem die Aufgabe gestellt ist: Nachprüfung, Sicherstelluug und Aus- breitung der bisher unternommenen aussichtsvollen Kulturversuche, — 11 — Mafsnahmen zur Verbesserung der Sortierung der Qualitäten, weitere Vervollkommnung der maschinellen Erntebereitung zwecks Ver- billigung von Land- und Seetrausport, Aufschliefsung neuer Pro- duktionsgebiete, Einrichtung von Baumwollmärkten und Ginstationen, Verteilung von Saatgut, Gins und Ballenpressen, Regelung des Vorschufs- und Darlehenswesen, Mafsnahmen bezüglich Verwendung von Zugvieh, Abhaltung von ßaumwollkonferenzen mit den Inter- essenten. Die Ausbreitung der BaumwoU-Eingeborenenkultur in Togo nimmt einen langsamen, aber stetigen Fortgang. Nach den letzten Berichten sind die Aussichten für die diesjährige Baumwollernte im Hinterlande Togo günstig. Mr. Eobinson taxiert die Ernte auf einige hundert Ballen. Bemerkenswert ist, dafs die neuerdings ein- getroffenen Lieferungen von Togobaumwolle von der Bremer Baum- wollbörse und von der Textilindustrie höher als die erste Ernte bewertet wurden. Besonders die aus dem Kpandubezirk stammende einheimische Baumwolle wird in Qualität der amerikanischen Baum- wolle fullj good middling gleich bewertet. Der englische Baumwollexperte der Goldküste, welcher Togo kürzlich besuchte, urteilt über die dortigen Baumwollkulturversuche, dafs sich diese auf richtigem Wege befinden, und dafs sich auch in der Goldküstenkolonie die Pflanzzeit Ende Juni und Anfang Juli bewähre. Zur Organisation des Baumwollunternehmens in Deutsch- Ostafrika ist ebenfalls eine Baumwollinspektion mit dem Sitz in Daressalam eingerichtet. Der Baumwollinspektor J. H. G. Becker aus Hockley, Texas, der als erfahrener Baumwollpflanzer gilt und bisher das Ehrenamt eines County Commissioners bekleidete, ist Anfang Dezember im Schutzgebiet eingetroff"en. Das Komitee hat für die Baumwollinspektion folgende allgemeine Leitsätze auf- gestellt: 1. Nachprüfung der bisher unternommenen Kulturversuche, insbe- sondere der Kommunen Tanga, Pangani, Bagamojo, Saadani, Daressalam, Rufidji, Mohorro, Mrogoro, Kilwa, Lindi, sowie der Siedler Zschaetzsch in Muhesa, Devers in Daressalam, Wiede- mann in Tanga. 2. Sicherstellung und Ausbreitung der bisher unternommenen aus- sichtsvollen Kulturen, Verbesserung der Sortierung, Mafsnahmen zur Bekämpfung etwaiger Schädlinge, Vervollkommnung der maschinellen Erntebereitung zwecks A'erbilligung von Land- und Seetransport. 3. Aufschliefsung neuer Produktionsgebiete, insbesondere in den Gebieten der Eisenbahnlinie Tanga— Muhesa bezw. Mombo und — 12 — der geplanten Eisenbabnlinieu Daressalam — Mrogoro und Kilwa in der Richtung nach dem Nyassasee, in den Gebieten des etwa 150 km schifl'bareu Rufidji sowie im deutschen Bereich der eng- lischen Ugandabahn. Förderung der von Wiegand unter- nommenen Baumwollkulturversuche in der Landschaft Nera. 4. Einrichtung von Baumwollmärkten und Ginstationen, Verteilung von Saatgut, Gins und Ballenpressen, 5. Regelung des Yorschufs- und Darlehensweseus und Vorschläge wegen Einrichtung einer etwaigen Transportvergütung. 6. Feststellung eines oder mehrerer Plätze für Baumwollversuchs- und Lehrstationen. Vorschläge über Einrichtung solcher Stationen vielleicht in Verbindung mit den bestehenden kommunalen Pflan- zungen durch finanzielle Zuschüsse des Komitees gegen be- stimmte Verpflichtungen bezüglich Anlage von Baumwollver- suchsfeldern zur Veredlung der Qualitäten, Düngung usw. nach Angaben der Baumwollinspektion. 7. Vorschläge über Verwendung von Arbeitsvieh bezw. Einführung ausländischen Arbeitsviehes. 8. Abhaltung von Baumwollkonferenzen mit den Interessenten. Zweckentsprechende Beteiligung an der geplanten landwirtschaft- lichen Ausstellung in Daressalam oder Tanga. Den Kommunen Bagamoyo, Daressalam, Kilwa, Lindi, Mohorro, Mrogoro, Pangani, Rufidji, Saadaui, Songea und Tanga und den Pflanzern John Both (Songea), P. Devers (Daressalam) und C. Zschaetzsch (Muhesa) sind von dem Komitee Prämien gewährt für jeden binnen Jahresfrist ordnungsgemäfs mit Baumw^olle be- pflanzten Hektar im Betrage von 150 Mark (bis zum Höchstbetrage von 3000 Mark). Das Komitee hat sich ferner verpflichtet, jedes erzeugte Quantum Baumwolle abzunehmen und zwar vom 1. Januar 1904 ab zum Preise von 30 Pf. pro Pfund entkernte Baumwolle in Qualität der amerikanischen Baumwolle und 40 Pf. pro Pfund ent- kernte Baumwolle in Qualität der ägj'ptischeu Baumwolle frei Küste. Das Komitee hat diese Preise festgesetzt, um den Baumwoll- produzenten die Sicherheit eines bestimmten Preises, welchen sie unter allen Umständen für ihre Baumwolle erzielen, zu gewähr- leisten. Das Komitee hat es aber auch jedem Produzenten frei- gestellt, die Baumwolle an das Komitee zu verladen, und das Komitee übernimmt nach Taxe der Bremer Baumwollbörse und der Textilinteressenten den Verkauf der Baumwolle zu bestmöglichsten 'o' Preisen. Der volle Erlös wird den Absendern ohne Abzug irgend welcher Kommission überwiesen. Das Komitee berechnet nur die durch Seeversicherung, Lagern, Bemustern usw. der Baumwolle entstandenen direkten Kosten. Da dem Komitee seitens der — 13 — deutschen Ostafrikalinie vorläufig frachtfreie Beförderung der Baum- wolle zugesichert ist, liegt es im Interesse jedes Baumwollprodu- zenten, die Baumwolle bis auf weiteres ausschliefslich an das Komitee zu verladen, da die ersparte Seefracht dem Absender zugute kommt. Nach den letzten Mitteilungen aus dem Schutzgebiet schreitet die Ausbreitung der Baumwollkultur gut vorwärts. Der Baumwoll- inspektor Becker schätzt die für Baumwollkultur vorbereitete Fläche pro 1904 auf das Fünffache des Jahres 1903. Die jetzt hereinkommende Ernte wird auf 50 000 Pfund geschätzt. Die bis- herigen Ergebnisse lassen die ägyptische Baumwolle als die für Ostafrika geeignetste Sorte erscheinen. Die aus ägyptischer Saat in den verschiedenen Küstendistrikten gezogene Saat wird der besten ägyptischen Baumwolle gleichbewertet. Für die nächste Pflanzzeit sind nach Ostafrika 30 000 kg ägyptische Saat und 2000 kg amerikanische Saat, nach Togo 12 000 kg amerikanische Saat versandt. Die Zahl der bisher von dem Komitee gelieferten Ginmaschinen, Ballenpressen und Göpel- werke beträgt für Togo 21 Ginmaschinen, 12 Pressen und 4 Göpel- werke, für Deutsch-Ostafrika 24 Ginmaschinen, 12 Pressen und 4 Göpelwerke. Die Mafsnahmen des Komitees bezüglich einer etwaigen Baum- wollkultur in den übrigen deutschen Kolonien beschränken sich zur Zeit auf die Feststellung des Vorkommens von Baumwolle bezw. kleiner Anbauversuche in Deutsch-Südwestafrika und auf die Fest- stellung der Brauchbarkeit der vorkommenden bezw. angebauten Baumwolle für die deutsche Industrie. Es ist nicht ausgeschlossen, dafs auch das deutsche Benuegebiet als ein Baumwolland der Zukunft anzusehen ist ind dafs in Deutsch-Südwestafrika die nörd- licheren Gegeoden, speziell das Kunene- und Okawangogebiet für Baumwollkultur in Betracht kommen, falls diese Länder dereinst durch Eisenbahnen erschlossen sein werden. Jedenfalls erscheint es als eine der wichtigsten Pflichten der Regierung und der Baumwollindustrie, diese zukunftsreichen Arbeiten durch Bereitstellung der nötigen Mittel auch weiterhin in ver- stärktem Mafse zu unterstützen. (jl'Ofskultureil. Wir kommen jetzt zu den eigentlichen Grofs- kulturen und können erfreulicherweise von einem Vormarsch auf der ganzen Linie sprechen. Wenn auch bisher nur wenige reine Pflanzungsgesellschaften schon in das Stadium der Dividendenzahlung eingetreten sind, und die Zahl der im Berichtsjahre neu ius Leben gerufenen Pflanzungsgesellschaften eine recht kleine ist, so ist doch über den Stand der Pflanzungen an sich in überwiegendem Mafse günstiges zu berichten, und auch die Erträge beginnen schon merk- lich zu steigen. — 14 — Aufser den schon besprochenen Kokospalmenplantagen handelt es sich im weseutlichen um Kafl'ee, Kakao und Sisalhanf. Die fast völlig in Usambara konzentrierte Kaffee kul tu r scheint jetzt nach der Verschmerzung der erheblichen Verluste der letzten Jahre infolge der zum Teil überhasteten und teilweise verkehrt angelegten Pflanzungen in stetigere Bahnen gelangen zu sollen. Der Kaffeeexport Deutsch-Ostafrikas hat sich von 1901 auf 1902 fast verdoppelt, von 186 207 kg im Werte von 257 130 Mark ist er auf 353 424 kg im Werte von 483 295 Mark gestiegen. Der Kaffee ist somit nach Kautschuk, Elfenbein und Kopra jetzt der wichtigste Exportartikel Ostafrikas und wird die letzteren beiden vermutlich bald überflügelt haben, vielleicht in nicht zu ferner Zeit auch den Kautschukexport, falls nicht die Kautschukkultur dem- selben zu Hilfe kommt. Es sollen jetzt etwa 272 Millionen tragende Bäume auf den etwa zwölf in Betracht kommenden gröfseren Pflan- zungen stehen, die mit einem fast schon völlig investierten Kapital von etwa 10 Millionen Mark arbeiten. Da die meisten Pflanzungen vorläufig wegen der Schwierigkeit, neues Betriebskapital aufzubringen, nicht mehr oder doch nur wenig ausgedehnt werden, so wird die Produktion in der nächsten Zeit wohl auch nicht viel über zwei Millionen Mark steigen. Falls freilich der Kaffee, wie es den Anschein hat, wieder besseren Zeiten entgegengeht, und der good average Santos anstatt wie lange Zeit auf 27 und jetzt auf 37 so vielleicht auf 40 Pfennig oder höher stehen und dem- nach der dem Guatemalakaffee qualitativ nicht viel nachstehende Usambarakaflee gleichfalls weit höher bewertet werden wird als momentan, so wird die dividendenlose Zeit vermutlich bald über- wunden sein und über kurz oder lang zu weiterer Ausdehnung der Plantagen geschritten werden können. Infolge der Untersuchungen von Professor Zimmermann, des stellvertretenden Direktors des biologisch-landwirtschaftlichen In- stituts in Amani, der mehrjährige Erfahrungen im Kafl'eebau auf Java gesammelt hat, sind wir jetzt in bezug auf die Kafl'eepflanzungen Usambaras besser orientiert als im Vorjahre. Er glaubt „bestimmt zu dem Ausspruch berechtigt zu sein, dafs es in Afrika durchaus nicht an mehr oder weniger ausgedehnten Baumkomplexen fehlt, die den Vergleich mit den besseren und besten Plantagen Javas aufnehmen können". „Es kann auch nicht daran gezweifelt werden, dafs die chemischen und physikalischen Bodenbeschaflenheiten im allgemeinen in Usambara für die Kafleekultur nicht ungünstig sind." „Wenn namentlich für genügenden Windschutz gesorgt und schlechter Boden vermieden wird, wenn alle Ausgaben, womöglich auch die für die Verwaltung in Deutschland, so weit eingeschränkt — 15 — werden, als dies ohne Schädigung der Pflanzungen möglich ist, so dürfte der ostafrikanische Kaflfeepflanzer, wenn nicht ungeahnte neue Krankheiten oder Unglücksfälle eintreten, bei der anerkannt guten Qualität des Usambarakaffees mit den Pflanzern anderer Länder konkurrieren können, namentlich wenn auch die abnorm Lohen Schiös- und Eisenbahnfrachten eine Verminderung erfahren." „Dafs allerdings die zuerst angelegten Plantagen jemals einen den aufgewendeten grofsen Kapitalien entsprechenden Gewinn erzielen sollten, mufs ich für unwahrscheinlich halten. Da diese infolge von Arbeiternot, Unkenntnis der örtlichen Verhältnisse und allerlei Mifsgriflen ganz unverhältnismäfsig teuer gewirtschaftet haben, dürfte es sich wohl empfehlen, einen Teil dieser Summen als ein im Interesse der Kolonie verwendetes Lehrgeld zu betrachten und namentlich die mifslungenen Teile der Plantagen möglichst bald abzuschreiben und wieder zum Urwald werden zu lassen oder für andere Pflanzen zu benutzen." In bezug auf letzteren Punkt möchten wir bemerken, dafs wir hoffen dürfen, in dem im vorigen Heft des Tropenpflanzer von uns beschriebenen Kautschukbaum Ficus Schlechteri eine für diese schon einmal urbar gemachten Hänge Usambaras passende Nutz- pflanze zu besitzen. Die Verbindung von Kaflee und Kautschuk scheiterte stets daran, dafs wir bisher keine passende Kautschuk- pflanze für diese Bergregion besafsen. Auf Ficus elastica hatte ich freilich schon früher aufmerksam gemacht, und ebenso scheint es, als wenn auch Kickxia elastica noch in diesen Berggegenden ganz gut würde wachsen können. Beide Pflanzen sind aber nicht an ausgesprochene Trockenzeiten, wie wir sie in Ostafrika besitzen, angepafst und wachsen nach den bisherigen Erfahrungen in höheren Lagen nur langsam. Ganz anders die neukaledonischeFicus Schlechteri, die in der Region der daselbst bis in die Ebene hinabsteigende Kaftee- pflanzungen sehr gut gedeiht und in ihrem Vaterlande auch an mindestens so tiefe Temperaturen, wie sie in den KaÖ'eegegenden Usambaras vorkommen, gewöhnt ist. Da es aufserdem grofse, durch ihre vielen Stützwurzeln zu Windschutz vorzüglich verwend- bare, in bezug auf den Boden äufserst anspruchlose und, wie es scheint, auch schnell wachsende Bäume sind, so meinen wir, dafs sie sich wahrscheinlich vorzüglich zur Aufforstung der aus Un- kenntnis mit Kafi"ee bepflanzten Hänge eignen dürften, wie wir solche bei den Pflanzungen Usambaras leider nur zu häulig finden. Während bisher diese Pflanze nur nach Togo hinausgesandt worden ist, sollen im Frühling die im botanischen Garten zu Berlin gut entwickelten Sämlinge nach Ostafrika gesandt werden. Als Schattenpflanze zwischen Kafteebäumen kann hingegen dieser Baum - 16 - gar nicht in Betracht kommen, als solche sollte man mit Kickxia weitere Versuche machen. Weit schnellere Fortschritte als die Kafl'eekultur Ostafrikas macht bekanntlich die Kakaokultur Kameruns. Das Vorzugs- gebiet in der Umgegend des Kamerunberges wird andauernd weiter mit Kakao bepflanzt, und wenn im Berichtsjahre keine neuen Kakao- ptlanzungen auf Kronland gegründet worden sind, so ist es nur die Konsequenz einer neueren Auslegung bezüglich der auf dem Ver- ordnungswege vom Jahre 1896 geregelten Anbauverpflichtung, welche die Käufer von Kronland übernehmen müssen. Während früher, falls der Käufer nicht in der Lage war, jährlich die von der Regierung ausbedungene Zahl von Hektaren unter Kultur zu bringen, nach dem Wortlaut der Verordnung die Konventionalstrafe als einmalig angesehen wurde, soll jetzt die Strafe für dasselbe Land jährlich fällig sein, was bei andauernder Unfähigkeit des Käufers, das Land urbar zu machen, natürlich zum Ruin des Käufers fiihren mufs. Eine solche drakonische Bestimmung mufs selbst bei der Annahme, dafs sie nicht zur Ausführung kommt, ernste Reflektanten von vornherein abschrecken, da niemand mit der Möglichkeit rechnen mag, trotz bezahlten Kaufpreises später dauernd von der Gnade der Regierung abhängig zu sein. Eine am 15. März 1903 im Deutschen Kolonialblatt veröffentlichte, ebensowenig an- nehoibare Verordnung über die Enteignung von Grundeigentum in den Schutzgebieten Afrikas und der Südsee wurde erfreulicherweise durch die am 15. November erschienenen Ausführuno-sbestimmunoren in den wesentlichen Punkten auf ein annehmbares Mafs zurück- geführt. Wir meinen, auch die oben erwähnte Konventionalstrafen- Bestimmung liefse sich unschwer soweit abändern, dafs die Bildung neuer Gesellschaften nicht ausgeschlossen wird. Die Zahl der in dem Bezirke vorhandenen Kakaobäume wird zwar auf 3 Millionen angegeben, doch möchten wir bezweifeln, dafs viel mehr Bäume als 2 Millionen wirklich vorhanden sind. Die Steigerung der Produktion ersieht man klar an einer Zusammen- stellung des Kakaoexports der drei letzten Jahre. Es wurden exportiert aus Kamerun: 1900 . . .261 000 kg im Werte von 333 980 Mk. 1901 . . . 528 383 , „ „ „ 565 002 .. 1902 ... 648 272 „ „ „ ., 692 693 „ Die nächsten Jahre werden einen sehr bedeutenden Aufschwung bringen, und der Kakaoexport dürfte wohl mit der Zeit demjenigen der Ölpalmprodukte aus Kamerun den Vorrang streitig machen. Die Rindenwanze vernichtet zwar hier und da ganze Bestände Kakaobäume, doch scheint sie nicht so verheerend aufzutreten, wie — 17 — man ursprünglich fürchtete, besonders, wenn man ihr andauernd Aufmerksamkeit schenkt. Neuerdings tritt eine Fleckenkrankheit an der Frucht in bedrohlichem Mafse auf, bis 60 pCt. der Früchte waren zeitweilig auf einer Pflanzung von ihr befallen. Ein vom Kolonial- Wirtschaftlichen Komitee in diesem Jahre hinauszusendender Pflanzenpathologe wird sich speziell auch mit dieser Krankheit be- fassen, der Botanische Garten in Victoria arbeitet inzwischen auch an dieser Frage. Man kann natürlich nicht in die Zukunft sehen, und nichts ist undankbarer als prophezeien. Mit aller Reserve wollen wir aber doch mitteilen, dafs die jetzt schon existierenden Plantagen nach unseren Berechnungen, falls nichts Unvorhergesehenes hinzutritt, innerhalb einer Reihe von Jahren imstande sein werden, mindestens 10 pCt. des Weltkonsums an Kakao zu decken. Der Kakaobau als Eingeborenenkultur macht in Kamerun bis- her nur geringe Fortschritte, ganz im Gegensatz zur englischen Goldküste, wo 1892 für 90 Mk., 1901 schon für 856 740 Mk. und 1902 gar für 1 898 880 Mk. Kakao exportiert wurde, und zwar alles von den Eingeborenen kultiviert. Auch in das westliche Togo- gebiet scheint diese Kakaomanie der Eingeborenen jetzt über- zugreifen, und es ist nicht unmöglich, dafs hier eine schwere, wenn auch wohl nicht andauernde Konkurrenz gegenüber den Kakao- Grofspflanzungen im Entstehen begriö'en ist. Das Kakaofieber in Samoa ist durch die fachmännische Beur- teilung seitens des von dem Kolonial -Wirtschaftlichen Komitee dorthin entsandten Geheimrats Wohltmann etwas eingedämmt worden. Die vorzügliche Qualität des dort gebauten Kakaos im Gegensatz zu der bisher in Westafrika vorherrschenden gewöhn- lichen Sorte wird vermutlich in Samoa die weit gröfseren Auf- wendungen für Bodenpreis, Löhne, Frachten usw. auszugleichen im- stande sein. Auch die Sigi-Gesellschaft in Deutsch-Ostafrika sowie die Togo-Gesellschaft im Togohinterland haben sich auf die Kakao- kultur geworfen, doch beide vorerst nur in kleinerem Mafsstabe; die Öigi-Gesellschaft hat etwa 50 ha bepflanzt, die Togo-Gesellschaft noch weniger; übrigens bepflanzt auch die Neu-Guinea-Compagnie gröfsere Strecken ihres alten Tabaklandes mit Kakao. Dafs auch bei Pflanzung geringerer Sorten gröfsere Kakao- gesellschaften rentieren können, zeigen einige Unternehmungen in Principe und S. Thomd. Die Companhia da Ilha do Principe hat 1902 bei einem Bestand von 3V2 Millionen Kakaobäumen und 1,2 Millionen KaflFeebäumen und einer Produktion von lOÜOO dz Kakao und Kaffee eine Dividende von 14 pCt. verteilt, die Sociedade de Agricultura Colonial bei IV2 Millionen Kakao- und 30 OUO KaSee- Tropenpflanzer 1904, Heft 1. 2 — 18 — bäumen und einer Produktion von 7000 dz Kakao und Kaffee 6 pCt, Dividende gegeben. Die Sisal- und Mauritiushanfkultur bat in Deutsch-Ost- afrika überraschend schnelle Fortschritte gemacht. Die Deutsch- Ostafrikanische Gesellschaft besafs Ende 1902 in Kikogwe nicht weniger als 1,8 Millionen Sisalpflanzen, darunter 182 000 im schnitt- reifen Zustande, in Muoa sind 1 125 000 Pflanzen, von denen 1 Million im Jahre 1902 gepflanzt wurden; sie produzierte 1902 schon 178 Tonnen Hanf gegen 45 im Vorjahre. Die Westdeutsche Handels- und Plantagen-Gesellschaft hatte Ende 1902 etwa 220000 Mauritius- und 200 000 Sisalhanfpflanzen stehen und erhoffte für 1903 schon eine Ernte von 200 Tonnen. Auch die Deutsche Agavengesellschaft pflanzt rüstig Aveiter, bis Ende 1902 waren es 600 000 Sisalpflanzen, jetzt schon über 1 Million. Da der ostafrikanische Sisalhanf momentan auf 800 bis 900 Mk. die Tonne bewertet wird, so sehen die Gesellschaften mit Zuversicht in die Zukunft. Freilich ist eine gewisse Besorgnis vor dem jetzt infolge der geordneten Zustände in den Philippinen wieder in steigendem Mafse exportierten Manila- hanf nicht unbegründet, und von verschiedenen Seiten beginnt man jetzt mit Versuchen oder Vorschlägen, Manilahanf in unseren Kolonien anzupflanzen und zur Bereitung desselben geeignete Maschinen kon- struieren zu lassen. Unser Kolonial-Wirtschaftliches Komitee wird dieser Frage demnächst erhöhte Aufmerksamkeit schenken, speziell auch im Hinblick auf die in dieser Zeitschrift beschriebenen neuen Faserbananen, die Tikapbanane von den Karolinen und die üluguru- banane von Ostafrika. Die Kautschukkultur macht bisher in unseren Kolonien nur langsame Fortschritte. Die Neu-Guinea-Compagnie pflanzt fortgesetzt Kautschukbäume an, ebenso in Kamerun die Moliwepflanzung sowie die Gesellschaft Nordwest-Kamerun. Sind es in Neu-Guinea haupt- sächlich Ficus elastica und Hevea, so pflanzt man in Kamerun bisher hauptsächlich Kickxia elastica, von der die Moliwe-Gesellschaft etwa 28 500, die Gesellschaft Nordwest-Kamerun etwa 18 000 Bäume ge- pflanzt haben, daneben beide Gesellschaften auch je 1000 Castilloas. Die Moliwe-Gesellschaft legt sich jetzt auch auf die Heveakultur, seitdem es sich herausgestellt hat, dafs es ein guter Schattenbaum für Kakao ist; während Kickxia sich vorzüglich für die Hänge eignet, ohne in Kamerun eines Schattens zu bedürfen. Es ist erfreulich, dafs sich jetzt in Kamerun auch eine vornehmlich auf Kickxia- pflanzung bedachte Unternehmung mit 1 Million Mark Kapital ge- gründet hat, mit dem Namen Kautschuk-Pflanzung „Meanja" A.-G., Berlin. Es ist dies neben der Safata-Saraoa-Gesellschaft, die sich hauptsächlich auf Kakao- und Kokoskultur, daneben freilich auch — 19 — auf Kautschuk werfeu will, wohl die einzige reiu landwirtschaftliche Neugründung dieses Jahren in unseren Kolonien. In Ostafrika schreitet die Pflanzung von Cearakautschuk, die hauptsächlich von der Ostafrikanischen Plantagengesellschaft sowie von der Sigi-Gesellschaft betrieben wird, nur langsam fort, obgleich die bisher erzielten Resultate die Erwartungen weit übertroffen haben. Auch die Togo-Gesellschaft pflanzt etwas Kickxia und Ficus, vorläufig versuchsweise. Wir zweifeln nicht, dafs die Kautschukkultur in den nächsten Jahren roit gröfserer Energie in Angriff genommen wird, und können, da wir jetzt fast für jede Kolonie schon passende Pflanzen wissen, nur jeder Pflanzungsunteruehmung dringend empfehlen, sich möglichst schnell gröfsere Bestände Kautschukpflanzen heran- zuzüchten als eine fürs erste zwar stille, aber für später äufserst nutzbringend angelegte Reserve. Die Engländer gehen in Ceylon und auf der malajischen Halbinsel mit weit gröfserem Enthusiasmus vor, sollen doch allein in letzterem Lande schon B Millionen Heveas gepflanzt sein. Guttapercha läfst sich leider für Privatpflanzungen vorläufig noch nicht empfehlen, hingegen ist es nicht dringend genug der Regierung anzuraten, diese wichtige Kultur in den deutschen Kolo- nien einzuführen. Für Neu-Guinea hoffen wir, dafs die vom Kolonial- Wirtschaftlichen Komitee geplanten Guttaperchaslationen die Zentren für spätere Kulturen werden, für Kamerun halten wir ein den Pflanzungsgesellschaften seitens der Regierung gewährtes Prämien- system für die Aufnahme der Kultur am geeignetsten. Die hollän- disch-indische Regierung hat bekanntlich in Java (Tjipetir on Wreanger) eine gröfsere Pflanzung angelegt, auf der bis Ende 1904 800 ha bepflanzt sein sollen; bisher stehen etwa 10 000 ältere und 200 000 jüngere Bäume, und zwar in Abständen von 4 m. Da wir jetzt in Kamerun infolge der Tätigkeit des Kolonial-Wirtschaft- lichen Komitees in den Besitz der besten Arten gelangt sind und diese sich durch Stecklinge leicht vermehren lassen, so dürfte es jetzt an der Zeit sein, dieser Frage ernstlich näher zu treten. Auch die Cinchonakultur dürfte jetzt mehr in Gang kommen, seitdem hochprozentige Sorten durch das Kolonial -Wirtschaftliche Komitee in unsere Kolonien gelangt sind, wo sie mit Leichtigkeit vermehrt werden können. Sowohl die höheren Lagen der Usambara- Plantagen als auch des Kamerunberges oberhalb Buea dürften sich für diese wichtige Kultur eignen, und es ist im Hinblick auf die drohende Monopolisierung des Chinins seitens der Holländer eine nicht unwichtige Frage für unsere chemischen Fabriken, uns in Bezug auf den Rohstoff unabhängig zu machen. Dafs die Cinchona- 2» — 20 — rinde kein unbedeutender Artikel ist, geht aus folgenden Angaben hervor. Es gelangten 1902, auf schwefelsaures Chinin berechnet, in den Verkehr: in Amsterdam 320 700 kg (entsprechend einer Rindenmenge „ London . . 41000 „ von 6 673 000 kg.) „ ßatavia . . 19 700 „ Zusammen 381 400 kg, was, bei einem Werte von 40 Mk. pro kg, eine Summe von etwa 15 Millionen Mk. repräsentiert, wovon Java allein reichlich 75 pCt. liefert. Schon seit längerer Zeit machen sich Bestrebungen geltend, die Chininfabrikation in Java selbst zu konzentrieren, was bisher freilich nur in sehr beschränktem Mafse gelungen ist. Neuerdings beab!«ichtigt mau abermals, die etwa 80 Cinchonapflanzer Javas zu einem Syndikat zu vereinigen und auf Java neue Fabriken zu er- richten, die imstande sind, mindestens die Hälfte der Produktion an Ort und Stelle zu verarbeiten. Auf diese Weise hofft man, indem man gleichzeitig die Rindenpflanzer anderer Länder mit an dem Syndikat zu interessieren sucht, die Kontrolle der Chininpreise in die Hände zu bekommen. Die übrigen Produkte der Grofspflanzungen mögen nur kurz berührt werden. Die Sigi-Gesellschaft befafst sich mit der Kultur von rotem Pfeffer (Chillies), von welchem Produkt sie im letzten Jahre 558 Zentner verladen konnte, die bei einem Durchschnittspreis von 327^ Mk. pro Zentner immerhin einigen Gewinn liefsen. Falls es nicht an Arbeitern für das Pflücken fehlte, würde man leicht 3000 Zentner zur Versendung bringen können, immerhin hoß't der Pflanzungsleiter auf 1500 Zentner im Jahr zu kommen. Die kleine KardaiUOmpflailZUllg der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft wurde nicht weiter ausgedehnt, auch die Sigi-Pflanzungs- Gesellschaft besitzt eine kleine Versuchspflanzung von Kardamom. Die Vanille wird noch in einigen Pflanzungen Ostafrikas kultiviert, andere, wie z. B. die Westdeutsche Handels- und Plantageu- gesellschaft haben dieselbe wegen der hohen Aufbereitungskosten kleiner Ernten aufgegeben. Die andern Gewürze w^urden bisher nur versuchsweise in unsern Kolonien gebaut, trotzdem Kamerun und Samoa sicher für manche sehr geeignetes Klima besitzen. Momentan ver3j)rechen aber die Gewürzpflanzungen auch bei guten klimatischen Bedingungen nur in Ausnahmefällen für Grofspflan- zungen eine der teuren Verwaltung entsprechende Rentabilität. Der Kartofl'elbau der Kafleeplantage Sakarre sowie die Arrowrootkultur der Sigi-Pflanzungsgesellschaft wurden auf- — 21 — gegeben, ebenso befafst sich momentan keine Gesellschaft mehr in unsern Kolonien mit Tabakbau in gröfserem Stil, nachdem die bis- herigen Versuche in OstatVika, Kamerun und Neuguinea nur Fehl- schläge gebracht haben. Die Togo-Gesellschaft stellt hingegen nach den ermutigenden ersten Resultaten weitere Versuche an, doch wird sie sich nach den Erfahrungen der andern Kolonien nicht verleiten lassen, den Tabakbau im Grofsen aufzunehmen, bevor langjährige Versuche eine wirklich zuverlässige Basis geschaffen haben. Mit Kola machen einige Pflanzungen in Kamerun sowie in Togo Versuche, wir halten diese Kultur in Anbetracht des gewalti- gen Kolakonsums im Innern des Sudan nach wie vor für äufserst aussichtsreich. Obslfrücllte werden auf europäischen Pflanzungen fast nur zu eigenem Gebrauch kultiviert, vielleicht mit Ausnahme von Samoa. Hingegen werden auf den Kamerun-Kakaopflanzungen Bananen als Zwischenkultur zu vielen Hunderttausenden kultiviert, zählt doch allein die Viktoriapflanzungsgesellschaft 1 100 000 Bananen. Die Banane bildet jetzt in Kamerun mit das Hauptnahrungsmittel der Plantagenarbeiter. Man hat vielfach die Ansicht ausgesprochen, dafs Kamerun ein vorzügliches Land sei, um Europa mit Bananen zu versorgen; es eignet sich zweifellos hierfür, aber es ist zu weit entfernt, die Frachten sind zu hoch, die Verbindung nicht häufig genug, und nach diesen Richtungen kann es mit den canarischen Inseln, Westindien etc. vorläufig nicht konkurrieren. Ölsaaten werden aufser der schon oben erwähnten Kokosnufs von Grofspflanzungen nicht kultiviert, dagegen läfst man in Kamerun die vorhandenen Ölpalmen stehen; auf diese Weise verfügt jetzt die Pflanzungsgesellschaft Viktoria nach ihrem Jahresbericht schon über einen Bestand von nicht weniger als 600 000 Palmen. Unserer Ansicht nach sollte man aber an Stellen, wo der Kakao weniger gut wächst, methodisch die Palmbestände anreichern. Auf diese Weise wird man verhältnismäfsig billig zu geschlossenen Palmbeständen gelangen, welche den verbesserten Erntebetrieb mit den auf An- regung des Kolonial -Wirtschaftlichen Komitees hergestellten Ma- schinen (Fruchtschälmaschine, Presse und Kernknackmaschine) er- lauben würden. Von Faserpflanzen kommt neben Sisal- und Mauritiushanf nur die Baumwolle für die Grofskultur in Betracht, die von der Pflanzung Kpeme an der Küste von Togo schon in gröfserer Menge, auf der im Innern gelegenen Pflanzung der Togogesellschaft in kleinem Mafse augebaut wird; bevor die Eisenbahn nach Palime eröff"net sein wird, kann auch von einer Aufnahme des Anbaues im grofsen Stil im Innern nicht die Rede sein, auch mufs erst die — 22 — Frage der Rentabilität für eine Grofskultur daselbst durch mehr- jährige Versuche mehr geklärt sein. Die Sigi-Pllanzungsgesellschaft beschäftigt sich ebenso wie die Ostafrikanische Plantagengesellschaft mit der Kultur von Kapok - bäumen, sie besitzt etwa 150 OUO J3äume, darunter 30 000 tragende und hoflft in zwei Jahren schon 5000 bis 6000 Zentner des als Kissenmaterial sehr geschätzten Kapok liefern zu können; das ost- afrikanische Produkt wird der Javaqualität ziemlich gleich bewertet. Tierzucht. Die Produkte der Tierzucht kommen in unseren tropischen Gebieten noch wenig für die Gesellschaften in Betracht. Das so wichtige Studium der Tsetse- und Texasfieberkrankheit hat in unseren Kolonien zwar weitere Fortschritte gemacht, ist aber noch nicht so weit zum Abschlüsse gebracht, um praktisch völlig befriedigende Resultate zu geben. Hingegen züchten die Pflanzungen, namentlich in üsambara, jetzt mehr Vieh des Düngers wegen; die Plantage Kpeme, wo das Vieh vorzüglich gedeiht, will den Vieh- bestand hauptsächlich der Baumwollkultur wegen weiter ausdehnen. In Deutsch -Süd Westafrika nimmt natürlich die Viehzucht in weit gröfserem Mafse zu, die Südwestafrikanische Schäferei- Gesellschaft hat die erste Herde von etwa 1000 Fettschwanzschafen angekauft, die Siedlungsgesellschaft für Deutsch- Südwestafrika konnte im ver- gangenen Jahre zum erstenmal volljährige Ochsen aus eigener Zucht abgeben, ebenso eine gröfsere Anzahl Hammel und Kapater, sie hat im Berichtsjahre beschlossen, da sich die beiden Muster- farmen gut entwickeln, eine dritte anzulegen. Bergbau. Was die Mineralausbeutung betrifft, so sind wir in unsern tropisch-afrikanischen Gebieten noch nirgends über die Vorarbeiten hinausgekommen. Die verschiedenen Gold- und Kupfer- vorkommen sind zwar zum Teil in dem Besitz von Syndikaten, werden aber noch nicht ausgebeutet; das gleiche ist der Fall mit den Gra- naten und andern Halbedelsteinen; für Ausbeutung des Glimmers hat sich eine Kolouialgesellschaft gebildet unter dem Namen „Deutsch- Ostafrikanische Glimuier- und Minenwerke vorm. Wilh. Schwarz", die demnächst die Ausbeutung zu beginnen gedenkt. Auch die Steinkohle des Nyassasees wird noch nicht ausgebeutet. In Deutsch-Südwestafrika scheint die bergmännische Entwicklung etwas schneller voran gehen zu sollen. Wurden die Guauoschätze der Küste schon seit einigen Jahren ausgebeutet, so hat sich jetzt zur Ausbeutung der Tsumeb-Mine die Otavi-Miuen- und Eisenbahn- gesellschaft mit einem voll gezeichneten Kapital von 1 Mill. Pfd. Sterl. gebildet, welche schon an die Herstellung der Eisenbahn- verbindung mit Swakopmund herangetreten ist. DieDeutsche Kolonial- gesellschaft für Südwestafrika hat mit der Firma A. Goerz&Co. — 23 — Verträge abgeschlossen zur Untersuchung der Sinclair-, Gorob- und einer dritten Kupfermine. Das Otyizongati-Syndikat hat günstige Ergebnisse der bergmännischen Untersuchung des im Distrikte Okahandja gelegenen Kupfervorkommens bei Otyizongati zu ver- zeichnen. Interessant ist das Vorkommen eines von dem Kolonial- Wirtschaftlichen Komitee zur Untersuchung gebrachten schönen, freilich in den vorliegenden Flächen von Tremolitschichten durch- zogenen Marmors bei Etusis; weitere Untersuchungen sind einge- leitet. Desgleichen soll der im Süden des Schutzgebietes namentlich in den Bezirken von Gibeon-Berseba vorkommende Blaugrund auf das Vorhandensein von Diamanten geprüft werden, wozu sich jetzt eine Gesellschaft gebildet hat; auch von Geitsi-Gubib bei Keetmans- hoop wird behauptet, dafs der Blaugrund daselbst Diamanten ent- halte. In der Südsee sind neuerdings zwischen den Gilbert- und Mar- schallinseln auf dem englischen Ocean-Island und auf der deutschen Insel Nauru, bedeutende Ablagerungen hochgradiger Phosphate ent- deckt worden, zu deren Ausbeutung sich die deutsch-englische Pacific Phosphate-Co. mit einem Kapital von 250 000 ^ gebildet hat. Die verschiedenen Expeditionen, die im Innern von Kaiser Wilhelmsland nach Gold geforscht haben, sind bisher noch nicht so weit vom Glück begünstigt gewesen, um abbaufähige Adern zu entdecken. Wenngleich der Bergbau Schantungs nicht mehr zu unseren Schutzgebieten gehört, sondern nur zu einer sog. Interessensphäre, so mag doch erwähnt werden, dafs die Schantung-Bergbau-Gesellschaft im Weihsienrevier schon bis zu den Kohlenflözen vorgedrungen ist und in der ersten Hälfte des Jahres bereits 14 400 Tons Stein- kohlen gefördert hat; der Erlös des mit dem 1. April endenden Berichtsjahres, hat bei einer Förderung von 9178 Tons schon aufser den Förderkosten nahezu die Verwaltungskosten des Weih- sienfeldes für das ganze Jahr gedeckt. Die zweite in Schantung tätige Aktiengesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Bergbau und Industrie im Auslande ist noch mit den Aufschliefsungsarbeiten beschäftigt, die sich hauptsächlich auf tertiäre Goldschotter und auf Golderzgänge erstrecken. Durch die schon oben besprochene Aufschliefsung des Landes seitens der Schantung-Eisenbahngesell- schaft wird natürlich die Entwicklung des Bergbaues jener Provinz ganz aufserordentlich gefördert. Werfen wir noch einmal einen Rückblick auf die im einzelnen besprochene Gesamtleistung, so müssen wir, wenn wir unparteiisch — 24 — iirteileu, einen zwar langsamen, aber docl» in seiner Vielseitigkeit bemerkenswerten wirtschaftlichen Fortschritt unserer Schutzgebiete anerkennen. Mit vollem Recht können wir, wie wir eingangs be- merkten, zuversichtlich in die Zukunft sehen. Die Resultate werden sich noch nicht in einem Jahr, und auch nicht in zwei in impo- nierender Weise uns aufdrängen, aber gerade die Stetigkeit und Ruhe der Entwicklung verbürgt uns den Erfolg. Ist auch bisher noch nicht viel in den Kolonien verdient worden, so kann man doch auch mit Fug behaupten, dafs sehr wenig Ka- pital daselbst wirklich verloren worden ist; selbst die grofsen Summen, welche die Regierung gegeben hat und wohl auch noch eine Zeit lang wird geben müssen, sind als Anlagekapital zu be- trachten, das für die Aufschliefsungsarbeiten unbedingt benötigt wird. In der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Kolonien gab es keinen sog. boom, keine Kartelle auf Gegenseitigkeit zum Anpreisen der wirtschaftlichen Werte — die meisten derselben werden an der Börse überhaupt nicht gehandelt — und doch zeigt sich überall ein vielseitiges, dabei aber vorsichtiges Voranschreiten, das, durch die Wissenschaft gestützt, durch hervorragende Praktiker geleitet, den Keim des Erfolges in sich trägt. Yerba-Mate. Von H. Metzger, Witzenliauseii. (Mit vier Abbildungen.) In den Urwäldern Südamerikas wächst ein Baum, genannt Hex paraguayensis, dessen Blätter einen vorzüglichen Tee liefern. Es ist ein immergrüner Baum, mit schön gewölbter, ziemlich dichter Krone, von hartem, aber leicht faulendem Holze, an Gestalt unserer Birke ähnlich. Die wachsartigen, dunkelgrünen, ovalen Blätter sind am Grunde keilförmig, an den Rändern gezackt und ausgewachsen nicht unter 5 cm lang. Aus kleinen weifslichen Zwitterblüten ent- wickeln sich dunkelviolette Früchte, welche den sehr harten, rund- lichen, schwarzen Samen enthalten. Der Baum, der 6 bis 8 m, ja sogar 10 m hoch wird, braucht zu seiner vollen Entwicklung 20 bis 30 Jahre, er verlangt aber keine besondere Pflege und ist auch Krankheiten nicht unterworfen.^ Die Ilex paraguayensis gehört zur Familie der Äquifoliaceen, von denen es in Südamerika 150 einheimische Arten gibt. Die Hispano-Amerikaner nennen den Baum „Yerba", was nur die Über- — 25 — Setzung der bei den Eingeborenen gebräuchlichen Bezeichnung „Caa" =^ Kraut oder „Caa guazii" = grofses Kraut ist, oder auch „yerba mate", weil der aus den Blättern dieses Baumes gewonnene Tee aus einem „Mate" genannten Gefäfs getrunken wird. Die Brasilianer heifsen den Baum „Herva legitima" zum Unterschiede von vielen anderen llices oder „Hervas", die zur gleichen Art ge- hören. In Deutschland sagt man „Yerba-Mate" oder „Paraguaytee", oder auch kurzweg „Mate". Letzteres ist insofern nicht korrekt, als eben „mate" nur das in Südamerika für diesen Tee übliche Trinkgefäfs bezeichnet. Diese Hex wächst vorzugsweise in Paraguay, und zwar wild, sowohl einzeln wie in Gruppen, untermischt mit tropischen und subtropischen Pflanzen. Das Gebiet erstreckt sich östlich vom Paraguayflufs über den Paranä und von Norden nach Süden zwischen dem 18. und 30. Breitengrad. Häufig findet sie sich in der Sierra de Maracayü und Caaguazü, sowie in einigen Gegenden der boli- vianischen Anden, in Matto Grosso und in den Südstaaten Brasiliens. Je weiter nach Westen, d. h. von der Küste entfernt, der Baum wächst, desto besser wird die Qualität des Tees. Am besten ge- deiht Yerba auf dunkelroter Alluvialerde mit tiefgründiger humus- reicher Verwitterung, während reiner Sand und salzhaltiger Boden von Nachteil sind; auch lange trockene Perioden sind der Pflanze schädlich. Der aus den Blättern bereitete Tee mufs schon zu Anfang dieses Jahrtausends im Reiche der Inka bekannt gewesen sein, denn in den peruanischen Gräbern auf den Totenfeldern bei Lima wurde neben Waflen, Werkzeugen, Schmuckgegenständen u. dgl., die man den Toten mitzugeben pflegte, auch Yerba-Mate gefunden. Seit undenklichen Zeiten pflegten die Guarani-Indianer Yerbablätter zu kauen, um sich auf langen Märschen und bei grofsen An- strengungen zu stärken, und sie haben den Wert dieses Baumes seinerzeit den Jesuiten verraten. Während der Jesuitenherrschaft in Paraguay kam der Genufs des Paraguaytees immer mehr in Ausehen, auch verstanden es die Jesuiten, Yerba zu kultivieren, und besafsen davon ausgedehnte Pflanzungen. Leider ging mit der Vertreibung der Jesuiten aus Südamerika die Kenntnis dieser Kultur verloren, und erst nach wiederholten mifsglückten Versuchen ist es in allerneuester Zeit gelungen, Yerbasamen zum Keimen zu bringen. Man hat seit langem angenommen, dafs die wildwachsenden Yerbapflanzen aus Samenkernen entstehen, die zuerst den Magen gewisser Vögel, namentlich des Paraguayfasaus „Jacü" passiert haben, indem die Magensäure die harte Hülle lockere und das Keimen ermögliche. Man hat verschiedene Verfahren angewandt, — 26 — um diese Keimfähigkeit zu erzeugen, und es ist einem der be- deutendsten Yerbapflanzer, Herrn Fr. Neu manu auf Kolonie Nueva Germania (Paraguay), gelungen, 80 pCt. zum Keimen zu bringen. Eines der gebräuchlichsten Verfahren ist folgendes: Die gesäuberten Kerne werden vor der Aussaat 3 Minuten lang in starke rauchende Salzsäure gelegt, dann in Wasser solange gespült, bis kein Salzgeschmack mehr vorhanden ist. Hierauf werden sie sofort ausgesät oder in trockenen Säcken aufbewahrt. In kleinen mit grobem Flufssand gefüllten Holzkästen wird der gebeizte Samen zum Vorkeimen vier Monate lang gut feucht gehalten. Sodann stellt man gröfsere Kästen ohne Boden in der Richtung von Ost nach West auf, aus welchen der Erdboden 25 bis 30 cm tief ausgehoben und darunter gelockert wird. Hierauf kommt eine 35 bis 40 cm hohe Schicht gut verfaulter Komposterde, die zu gleichen Teilen mit Flufssand durchsiebt ist. Auf diesen so vor- bereiteten Boden wird der Samen nebst dem Sande, in den er ein- gebettet war, ausgestreut und das Ganze mit derselben gesiebten Erdmischung 1 cm hoch bedeckt. Nach IV2 bis 2 Monaten beginnt der Samen zu keimen. Sind die Pflänzchen 8 bis 10 cm hoch, so werden sie in andere Saatkästen mit tieferer Erdlage und nur einem Drittel Sandbeimischung in etwa 15 cm Entfernung angepflanzt. Man kann sie auch in Blumentöpfe versetzen, die dann in Saat- kästen mit Schattenrahmen gestellt werden. Haben die Pflanzen eine Höhe von 30 bis 50 cm erreicht, so werden sie ins Freie ver- pflanzt in Abständen von 3V2 m nach allen Richtungen. Im ersten Jahre kann noch etwas dazwischen gepflanzt werden, etwa Mais, um den jungen Pflänzchen im heifsen Sommer Schatten zu gewähren. Im dritten Jahre werden die Bäumchen etwas zurückgeschnitten, damit sie mehr die Buschform annehmen. Vier Jahre nach dem Umsetzen sind von jedem Strauch 4 bis 6 kg zu erwarten, ein Ertrag, der in den folgenden Jahren ganz bedeutend steigt. Nur alle vier Jahre kann von einem und demselben Baum geerntet werden, geschieht dies früher, so erhält man einerseits unreife, minderwertige Blätter, und anderseits geht der Baum bald zugrunde. Die Ernte vollzieht sich, indem mit dem sogenannten „Machete" oder „facaon", einem etwa 75 cm langen, gebogenen, säbelahnlichen Waldmesser die dünneren Zweige abgeschlagen, in Bündel gebunden und zu dem in der Mitte des Waldes befindlichen Lagerplatz gebracht werden. Die Abbildung 1 zeigt uns den Matewald mit entlaubten Bäumen nach vollzogener Ernte. Dort werden die Zweige mit grofser Schnelligkeit durch ein rauchloses Feuer gezogen — genanntSapecaje — , und zwar, damit die Blätter ihre schöne grüne Farbe nicht verlieren; denn werden sie sofort nach dem Abschneiden getrocknet, so färben ■ — 27 — sie sich schwarz. Sodann werden die Blätter auf einem Rost ge- trocknet, unter welchem ein rauchloses Feuer unterhalten wird, wozu das Holz der Myrtaceen das beste ist. Auf diese Weise können täglich etwa 1000 kg geröstet wei-den. Dabei läfst es sich aber fast nicht vermeiden, dafs Rauch entsteht, zumal wenn die Capocier das kienige Holz der Araucaria brasilieusis verwenden, wodurch die Blätter einen rauchigen Geschmack erhalten, der dem Tee für immer verbleibt und ihn gerade bei den Europäern un- beliebt macht. Man trocknet deshalb vielfach nicht mehr am offenen Feuer, sondern zieht geschlossene Kanäle, in deren Innerem das Abbild. 1. Matewald mit entlaubten Bäumen. Feuer unterhalten wird. Über diesen Kanälen wird ein kuppei- förmiges Holzgestell errichtet und auf diesem die Yerbabündel zum Trocknen aufgeschichtet. Bei dieser Methode genügen 6 bis 8 Stunden zum Rösten von 1000 kg. Noch besser ist das Rösten auf Pfannen, da dabei das Aroma der Yerbablätter am besten erhalten bleibt. Die getrockneten Zweige werden sodann auf einer aus gf^spaltenen Kokosstämmen hergestellten Tenne oder auf dem festgestampften Erdboden kleingeschlagen und so die Blätter von dem Holze getrennt. Nach Auslesen des Holzes werden die Blätter in Säcke gepackt und zur weiteren Verarbeitung in die Matemühlen gebracht. Dort - 28 — Averden die Blätter nach ihrer Qualität sortiert, teilweise nochmals getrocknet und dann mit Stauipfhämmern, die heutzutage durch Dampf getrieben -werden, zerkleinert. Bis zu welchem Grade die Blätter zerstampft werden sollen, hängt davon ab, wohin die Yerba geliefert werden soll. So lieben Argentinien und Uruguay fein pulverisierten Tee, während Chile, Brasilien und die übrigen Staaten der Westküste die einfach gebrochenen Blätter vorziehen. Die tägliche Arbeitsleistung einer Materaühle ist bei zehnstündiger Arbeitszeit 5000 bis 6000 kg oder 90 bis 100 Sack. Die Verpackung geschah früher ausschliefslich in ungegerbten Ochsenhäuten, während heutzutage mehr Fässer aus trockenem Holz und Säcke in Ver- wendung kommen, auch Kistchen aus Zedernholz und Körbe aus Taquararohr. In den neu eingerichteten Mühlen werden die Blätter auch hydraulisch zu Volumina von etwa 50 kg geprefst und in Kisten mit Zinkeinsatz exportiert. Die jährliche Ausfuhr beträgt etwa 100 Millionen Kilogramm. In Südamerika bedienen sich etwa 20 Millionen Menschen der Yerba- Mate als täglichen Getränkes. Auf den Kopf der Bevölkerung treffen jährlich in Chile 1,51 kg, in Peru 2,50 kg, in Bolivien 2,50 kg. Nach der argentinischen Statistik betrug die Einfuhr im Jahre 1902 35 149 Tonnen, Dies ergibt etwa 7,2 kg auf den Kopf der Bevölke- rung, wobei die Ernten im eigenen Lande nicht mit eingerechnet sind, so dafs der jährliche Konsum in Argentinien auf 8 bis 9 kg pro Kopf angesetzt werden kann. Uruguay verbrauchte im Jahre 1899 8 428 985 kg, woraus sich ein Jahresquantum von 10,03 kg pro Kopf ergibt, während Brasilien, das Hauptproduktionsland des Kaffees, jährlich weit über 20 Millionen Kilogramm Yerba kon- sumiert, so dafs z. ß. im Staate Parana 20 kg auf den Kopf entfallen. Die Kartenskizze auf Seite 31 führt uns das Verbreitungsgebiet der Ilexarten vor, von denen das Yerba-Mate gewonnen wird. Wenn diese Karte jetzt nicht mehr ganz genau ist, so ist sie doch geeignet, uns eine Vorstellung über das Verbreitungsgebiet zu ge- währen. Da bis jetzt kaum der Bedarf Südamerikas allein durch die wild wachsende Yerba gedeckt werden konnte, so w^urde auch nur wenig nach Deutschland importiert. Nachdem man aber nun be- gonnen hat, Yerbakulturen anzulegen, wird neben besserer Qualität auch eine genügendere Menge Yerba in den Handel kommen. Die Yerbakultur hat darum auch eine aussichtsreiche Zukunft. Die bis jetzt vorliegenden Berichte über die Erfolge der drei ersten Ernten kultivierter Yerba lauten sehr günstig, wenn auch die einzelnen Pflanzer recht verschiedene Resultate erzielt haben. Es fehlt eben noch die Erfahrung, namentlich in bezug auf Behandlung der Samen- 29 <1 — 30 — beete. Die Reingewiune schwanken zwischen 25 und 75 pCt. vom Aulagekapital. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dafs mit der wachsenden Erfahrung sich gleichmäfsigere Erfolge werden erzielen lassen, deren Reinerträge mit durchschnittlich 40 pCt. gering geschätzt sein dürften. Bei 1000 Pflanzen stellen sich die Kosten für Samen, Samen- beete und Auspflanzen auf etwa 200 Pesos, die Reinhaltung des Waldes während etwa sechs Jahren kostet etwa 600 Pesos, Ernte- arbeit, Transport und sonstige Unkosten etwa 1200 Pesos, somit Summe der Ausgaben etwa 2000 Pesos; der voraussichtliche Ertrag der lOOO Pflanzen etwa 5000 Pesos, somit ein Reingewinn von etwa 3000 Pesos. Alle drei Jahre ist eine gleiche Ernte zu er- warten, deren Ertrag dadurch sich steigert, dafs die Kosten für Reinhaltung des Waldes von Jahr zu Jahr sich vermindern. Während die Paraguayer die Situation sofort erfafsten und sich auf Yerbakultur verlegten, haben leider nur wenige Deutsche es bisher gewagt, solche Pflanzungen anzulegen, obwohl dies schon mit einem Kapital von 8000 bis 10 000 Mark möglich wäre. Es wäre zu bedauern, wenn auch hier wieder deutsche Kapitalisten aus Mangel an Unternehmungsgeist alles in fremde Taschen wandern liefsen. Zudem bietet diese Kultur ganz besondere Vorteile für den Pflanzer deutscher Herkunft. Da für Yerbaplantagen weniger grofse Flächen nötig sind als etwa für Viehzucht oder Ackerbau, so können die Ansiedler näher beisammen wohnen, was gerade dem Deutschen behaglicher ist. Auch ist die Arbeit in der Yerbaplantage lange nicht so schwer als die eines Kolonisten im Urwald oder eines subtropischen Landwirts oder Viehzüchters. Der aus den Yerbablättern bereitete Tee ist ein Getränk, das mit vollem Rechte verdient, auch in Deutschland zum täglichen Genufs eingeführt zu werden. Die Analyse nach der Untersuchung seitens des Herrn Dr. Bischoff, vereidigten Gerichtschemikers in Berlin, ergibt folgende Zusammensetzung des Yerba-Mate: Feuchtigkeit 9,63 pCt., In heifsem Wasser lösliche Stoffe 33,05 „ Gerbstoff 9,30 „ Mineralstoffe 5,13 „ (davon in Wasser löslich . . . 3,04 pCt. „ „ „ nicht löslich . 2,00 „ ) In Äther lösliche Bestandteile 7,69 „ Wasserlösliche Mineralstoffe des Extraktes . . . 3,70 .. Organische Extraktivstoffe, in Wasser löslich, aus- schliefslich Gerbstofl' 20,05 „ Coffein 0,70 „ Stickstoffgehalt des wasserlöslichen Extraktes . . 0,336 „ - 31 — Nach den Untersuchungen des Herrn Geheimrats Prof. Dr. Wohltmann enthält getrocknete Yerba als ungefähres Mittel: Wasser 6,5 pCt., Proteinstoffe 4,0 „ Tein 1,0 „ Harz und Fett .... 3,0 „ Gerbstoffe und Zucker . 5,0 „ Asche 4,8 „ Verbreitungs ■ Gebiet des Ilejcnzate od.paraguayensis. Abbild. 3. Das Verbreitungsgebiet der Mate liefernden Ilexarten. Nach verschiedenen Analysen schwankt der Coß'eingebalt zwischen 0,20 und 1,85 pCt. der verschiedenen Sorten, dagegen bei Kaffee zwischen 0,9 bis 1,4 pCt., und im Chinatee zwischen 0,8 und 4,5 pCt, so dafs Paraguaytee im allgemeinen einen geringeren Prozentsatz an Coffein enthält als Kaffee und Chinatee. In runden Zahlen ist das Coffeinverhältnis zwischen Chinatee, Kaffee, Paraguaytee wie 4:3:2. — 32 — Über die Bestandteile von Kaffee, Chinatee und Paraguaytee wurde durch Dr. Peckolt in „Analyses de materia niedica brasileira" in Rio de Janeiro folgende Vergleichungdtabelle aufgestellt: In 1000 Teilen Grüner Tee Yerba-Mate Ol Chlorophyll . • . Harze Gerbstofl'e .... Tei'n oder Coffein . Farbstoffe .... Fasern und Zellulose Asche 7,90 22,20 22,20 178.00 4,30 464,00 175,80 85,60 6,00 18,14 36,40 128,80 4,60 390.00 283,20 54,40 0,41 13,66 13,66 16,39 2.66 270,67 174,83 25,61 0,01 62,00 20,69 12,28 2,50 238.83 18000 38,11 Yerba-Mate enthält also weniger flüchtige Öle als Kaffee oder Chinatee. Da gerade diese den Getränken das ihnen eigentümliche Aroma verleihen, so steht der Paraguaytee an Aroma den besseren Tee- und Kaffeesorten etwas nach. Gleichzeitig aber ergibt sich daraus der Vorteil, dafs bei Yerba-Mate Erscheinungen, wie z. B. Schwindel oder Betäubung, die sich bei übermäfsigem Teetrinken zeigen, indem die ätherischen Öle, in gröfserer Menge genossen, narkotisch wirken, nicht auftreten. Yerba-Mate ist ein unübertreffliches, durststillendes Getränk, das angenehm anregt, ohne irgendwie aufzuregen, und die erschöpften Kräfte rasch wieder herstellt; es kann in beliebiger Menge genossen werden, ohne dafs es irgendwelche üble Folgen für das Wohlbefinden, wie etwa Herzklopfen oder Schlaflosigkeit, Pulsbeschleunigung, Kongestionen u. dgl. haben würde. Darum ist es auch vor allen anderen bisher üblichen Getränken und auch ganz allein vollkommen geeignet, ein wahres "Volksgetränk zu werden, das auch imstande ist, den Alkoholgenufs zu verdrängen. Eingehende Untersuchungen haben erwiesen, dafs grofse Mengen Coffein und vor allem die ätherischen Öle einen geradezu lähmenden Einflufs auf die Muskelkraft ausüben, während mäfsige Dosen Coffein eine Erhöhung der Muskelkraft erzeugen und die Auffassungsfähig- keit für äufsere Eindrücke verbessern. Da der Paraguaytee einen geringeren Gehalt au Coffein und mir ganz wenig Teeöl aufweist, so ist er dem Kaffee und Chinatee entschieden vorzuziehen, wenn es sich um ein tägliches Getränk handelt, das auch in gröfseren Mengen genossen keinen Schaden bringen soll. Es wäre darum zu wünschen, dafs Yerba-Mate, dessen A^orzüge in Südamerika seit Jahrhunderten anerkannt werden, endlich auch in Deutschland den überraäfsigen Alkohol- und Kaffeegenufs verdrängen möchte. Ein Vergleich des Konsums von Chinatee, Kaffee und Paraguay tee zeigt, dafs der Deutsche mit seinen 2,75 kg KafFee und 0,05 kg Chinatee pro Kopf der Bevölkerung weit hinter den Australiern, Engländern, Holländern, Nord- und Südamerikauern zurückbleibt und im Interesse der Volksgesundheit und Volkswirtschaft auf diesem Gebiete noch ziemlich viel zu lernen hat. Länder Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung Chinatee Kaffee Yerba-Mate Australien England Holland Vereinigte Staaten von Nordamerika Rulsland Deutschland Frankreich Peru ... Bolivien Argentinien Uruguay Paraguay Paranä (Brasilien) 3,40 2,72 0,50 0,45 0,35 0,05 0,02 0.13 0,18 0,30 7.50 4,75 0.10 2.75 2,00 1,00 0,85 2,50 2,50 9,00 10.03 15,73 20,00 *«i''«^i«iiii;i(iiiai!iiji!iiii!ji!iiiiiiiiiiiiiiiii;i!iii Abbild. 4. Mategefäf.s und Bombilla. Hervorragende medizinische und naturwissenschaftliche Autori- täten bestätigen die ausgezeichneten Wirkungen des Paraguaytees. So schreibt z. B. Dr. A. Mansfeld, Oberarzt im XII. Armee- korps: „Auf der zweiten Expedition des Dr. Hermann Meyer nach Zentralbrasilien, der ich als Expeditionsarzt augehörte, wurde wäh- rend acht Monaten von uns und unseren Leuten täglich Mate (Paraguaytee) getrunken und zwar anfangs nach südamerikanischer Sitte aus dem Mategefäfs mit der Bombilla (Metallröhrcheu, die bei- folgende Abbildung zeigt uns das Mategefäfs und die Bombilla), später als Aufgufs wie der chinesische Tee. Wir hatten uns an den Geschmack sehr bald gewöhnt und konstatierten, dafs der Mate bei langen Märschen in der gröfsten Hitze eine überraschend anregende Tropenpflaiiz.er 1904, Heft 1. 3 — 84 ~ Wirkung hatte, uud dafs derselbe auf unserer mit enormen Schwierig- keiten verbundenen Flufsreise auf einem Nebenstrom des Amazonas, besonders in der Zeit, in der wir an Lebensmitteln beständig Mangel hatten, uns oft unersetzliche Dienste leistete. Wir tranken den Mate früh, mittags, abends und konnten, nachdem wir am Lager- feuer 3 bis 4 Tassen getrunken, vorzüglich darauf schlafen; eine unangenehme Erregung des Nervensystems, wie nach mehreren Tassen chinesischen Tees, wurde nie beobachtet, hingegen eine sehr angenehme diuretische Wirkung." Dr. Karl Kaerger, landwirtschaftlicher Sachverständiger der kaiserlich deutschen Gesandtschaft in Buenos Aires, erzählt in seinem sehr interessanten, aus eigener Erfahrung geschriebenen Werke „Brasilische Wirtschaftsbilder": „Ohne Mate würde für mich das Leben und Arbeiten im Urwalde kaum möglich gewesen sein. Ich kenne kein erfrischenderes, belebenderes und den Durst besser stillendes Getränk als warmen Mate. Oft wenn ich in gröfster Hitze mich halbtot abgerackert hatte und erschöpft aufs Bett legen mufste, machte mich der Genufs einiger Tassen Mate bald wieder frisch. Und das Gute bei diesem Getränke ist, dafs man es in beliebigen Quantitäten ohne jede unangenehme Folge — wie sie sich nach dem allzu starken Genufs von Kafi'ee uud Tee einstellen — zu sich nehmen kann. Er ist weder aufregend wie der Tee, noch dem Magen unzuträglich wie häufig der Kaflee, er wirkt im Gegenteil infolge seines hohen Gerbstoffgehaltes entschieden prophylaktisch gegen Fieber und ansteckende Krankheiten und hilft die \'erdauung ungemein befördern." Prof. Dr. Kohl Stock-Berlin hebt in erster Linie die durst- stillende und beruhigende Wirkung hervor, die er ausnahmslos zu beobachten Gelegenheit hatte. Die letztere erklärt er als besonders wertvoll bei Patienten, denen chinesischer Tee, am Abend genossen, Aufregung verursacht. Durch leicht harntreibende Wirkung be- einflufst der Tee ferner in wohltuender Weise die Tätigkeit der Nieren und Blase und verdient deshalb bei Erkrankungen derselben Empfehlung. Ebenso wird der Tee bei Magenkatarrh gut ver- tragen. Auch bei Nerven- und Herzkranken wurde der Genufs von Yerba-Mate mit bestem Erfolge angewandt, ebenso bei Zuckerkranken sowie gegen Rheumatismus, ferner bei Anämie, Neurasthenie, Dys- pepsie, sowie bei der Heilung von Kehlkopfkrankheiten. Zur Beförderung der Verdauung ist Yerba-Mate ein vorzügliches Mittel. Dieser Eigenschaft hat er es auch hauptsächlich zu ver- danken, dafs er namentlich in Argentinien und Uruguay zum National- getränk geworden ist. Der Bewohner der weiten Pampas, der sich — So- oft Wochen-, ja monatelang ausschliefslich von Fleisch nähren mufs, da ihm Gemüse, Kartoffeln u. dgl. nicht erreichbar sind, ist auf den Mate als notwendiges Verdauungsmittel angewiesen und findet darin auch vollen Ersatz. Gerade zur Beförderung der Verdauung ist Yerba auch allen denen besonders zu empfehlen, welche eine Tätigkeit haben, die ihnen wenig Bewegung gestattet. Ferner ist der Tee — und in diesem Falle kommt besonders der erkaltete Aufgufs in Betracht — von besonderem Wert, wenn es sich darum handelt, in einer bestimmten Zeit eine höhere Anstrengung zu leisten, als die Kraft des Individuums es erlaubt, z. B, für den Soldaten im Manöver, den Radfahrer, den Touristen, überhaupt für jeden Sportmann. Wäh- rend des Sommers ist Yerba-Mate wohl das einzige und beste Getränk, welches den Durst stillt, die Erschlaffung benimmt und dabei keinerlei üble Folgen hinterläfst, in welchem Quantum nur immer es genossen wird. Ich habe dies sowohl während meines mehrjährigen Aufenthaltes in Chile und Brasilien als auch in Deutsch- land stets an mir selbst und an anderen erfahren. Im brasilianischen Urwald, wo ich oft bei einer Hitze von 36 bis 38° C. im Schatten die gröfsten körperlichen Anstrengungen zu ertragen hatte, hat mich nichts so sehr erfrischt und gestärkt, als der erkaltete Aufgufs von Yerba-Mate; ich habe es damals auch mit kaltem Kaffee versucht, mufste aber zu meinem Schaden die Erfahrung machen, dafs derselbe auf Magen und Nerven überaus schädlich wirkt. Jetzt in Deutsch- land, wo ich wieder eine rein geistige Tätigkeit habe, trinke ich (und auch meine Familie) täglich mittags und abends ein reichliches Quantum Paraguaytee und kann bestätigen, dafs ich mich dabei aufserordentlich wohl fühle und den Genufs dieses Tees gar nicht mehr entbehren könnte. In Südamerika habe ich Familien kennen gelernt, wo Kinder im Alter von 2 bis 3 Jahren schon täglich ihren Mate tranken und dabei sehr gut gediehen. Die Südamerikane- rinnen trinken Yerba auch, um dadurch die frische Gesichtsfarbe zu erhalten. Ich glaube, auch unsere deutschen Frauen würden besser zu Paraguaytee, als zu den künstlichen Schönheitsmitteln greifen, dann würden sie neben einer frischen Gesichtsfarbe auch für ihr allgemeines Wohlbefinden den gröfsten Gewinn haben. Statt gegen den Alkoholgenufs viel zu predigen und zu schreiben, wäre es auch besser, den Alkoholikern einfach ein Ersatzmittel für Alkohol in die Hand zu geben, und als solches wäre Yerba-Mate infolge seiner anregenden Wirkung vorzüglich geeignet. Die Bereitung des Getränkes geschieht auf dieselbe Weise wie die des chinesischen Tees. Die Blätter werden mit kochendem Wasser aufgebrüht und bleiben dann einige Minuten stehen. Je 3» — 36 - läDger der Tee steht, desto kräftiger wird er natürlich, im all- gemeinen schmeckt er wohl dann am besteo, wenn er eine goldgelbe Farbe hat. Man gibt die Blätter in ein sogenanntes „Teeei" und hängt dies in das kochende Wasser; auf diese Weise läl'st sich die Stärke des Tees beliebig regulieren. Da Yerbatee wegen des geringeren Gehaltes an ätherischen Ölen ein schwächeres Aroma als chinesischer Tee hat, so sagt er anfangs dem Europäer nicht recht zu, doch gewöhnt man sich sehr bald an den Geschmack und zieht ihn dann entschieden jedem anderen Tee vor. Ich habe die Erfahrung gemacht, dafs alle, die auf meinen Rat „Matetrinker" geworden sind, denselben bald liel> gewonnen halieu und ihm auch treu geblieben sind. Der Preis von Yerba-Mate ist bedeutend ge- ringer als der von Kaflee oder Chinatee, so dafs er in allen Kreisen der Bevölkerung Eingang linden kann. Zudem lassen sich dieselben Blätter mehr als einmal aufbrühen, und der zweite oder dritte Auf- gufs schmeckt oft besser als der erste. Aus den Yerbablättern wird durch Apotheker H. Obst in Bayreuth ein bierähnliches, alkoholfreies Getränk, „Yermeth" ge- nannt, hergestellt, das in hohem Grade durststillend und erfrischend ist. Es enthält aufser den Stoffen der Yerba nur noch Kohlensäure, zitronensaures Natron und Natriumkarbonat, beides in chemisch reinster Form, neben einem geringen Prozentsatz besten Rohrzuckers. Yermeth hat dieselben Wirkungen wie Paraguaytee und ist daher bei denselben Krankheiten wie der Tee zu empfehlen; da es auch säuretilgend wirkt, ist es ein gutes Mittel gegen Sodbrennen. Als wohlschmeckendes Erfrischungsgetränk wird es allen Limonaden, Sodawässern u. dgl. bald den Rang streitig gemacht haben, zumal es alle diese durch seinen Coffeingehalt an anregender Wirkung übertrifft. Es wäre ein volkswirtschaftlicher Segen, wenn es gelänge, Yermeth auch in Südamerika herzustellen. Bei dem geringen Preise der Yerba drüben würde es sich aufserordentlich billig herstellen lassen und dem dort leider so sehr beliebten und verbreiteten Alkohol bedeutungsvolle Konkurrenz machen. Vor wenigen Wochen hat sich eine Vereinigung zur Errichtung einer Deutschen Yermeth - Gesell- schaft gebildet. Hofleutlich kommt die Gesellschaft bald zustande und schreitet das Unternehmen rasch voran, denn damit wäre auch den Yerba-Pflanzern wieder ein neues Absatzgebiet geschaÖen. Wir glauben, dafs gerade Kultur- Yerba, die wegen ihres schwachen Aromas in Deutschland doch als Tee weniger Anklang finden wird, sich zur Herstellung des Yermeth besonders eignen wird. Obwohl Yerba und auch der erkaltete Aufgufs auf Reisen leicht mitzunehmen und auch lange haltbar ist, hat man doch bereits Pastillen geschaffen, welche Yerbaextrakt enthalten, das sogenannte — 37 „Yerbin". Yerbin enthält dieselben Stoffe und hat dieselben Wir- kungen wie Paraguajtee. Die Pastillen sind in Wasser löslich, können aber auch nach Art der Bonbons genossen werden und wirken aufserordentlich erfrischend und angenehm anregend. Das einzige Import- und Versandhaus für echten Paraguaytee in Deutschland ist das von Friedr. C. Sommer in Forst i. Lausitz, zugleich Verkaufsstelle für Yermeth und Yerbin. Diese Firma hat sich um die Bekanntmachung und Verbreitung von Yerba-Mate bereits grofse Verdienste erworben und scheut weder Opfer noch Mühe, um diesem so vorzüglichen Getränk die ihm gebührende Würdigung zu verschaÖen. Wir meinen, Yerba-Mate dürfte heutzutage in keinem deutschen Haushalt mehr fehlen, und sind überzeugt, dafs jede Hausfrau nach den ersten Versuchen das etwa bestehende Mifstrauen gegen ein Erzeugnis des südamerikanischen Urwaldes ablegen wird. Je mehr Freunde des Paraguay tees entstehen, desto mehr Feinde des Alkohols! J^ «»»r>f>r>f ff- Koloniale Gesellscliafteii. , Kaffeeplantag"e Sakarre, Akt.-Ges., Berlin. Am 21. November hielt die Gesellschaft ihre ordentliche Generalversamüi- lung ab, iu welcher der Bericht für das Geschäftsjahr 1902/03 vorgelegt wurde. Nach dem Bericht haben durch den neu angestellten Pflanzungsleiter manche Verbesserungen eingeführt werden müssen, welche sich auch nach den neuesten Berichten bereits gut bewähren. Durch zu starken Fruchtansatz sind grofse Bestände Kaffeebäume schwer geschädigt, so ist es zu erklären, dafs der Ernteertrag von 730 Zentnern marktfähigen Kaffee im Jahre 1900/01 auf 460 Zentner im nächstfolgenden Jalire zurückging. Im Berichtsjahr betrug die Ernte 951 Zentner, von denen 763 Zentner in Hamburg, 188 Zentner in Zanzi- bar verkauft sind; der in Hamburg verkaufte Kaffee erzielte trotz der schlechten ^larktlage zum gröfsten Teil 67'/^; Pf. per Pfund. Im Einverständnis mit dem Vorstand wird der Pflanzungsleiter allgemein den Baumschnitt und die Anpflanzung von Schattenbäumen durchführen. Ferner sind aufser Kompostdüngung umfangreiche Versuche mit in Guatemala ge- bräuchlichem künstlichen Dünger ausgeführt. Die Kompostdüngung ist auf 120 000 Bäume ausgedehnt. Eine Anzahl Bestände werden, da auf durchaua unzulänglichem Boden angelegt, aufgegeben, dafür jedoch wieder neue Kulturen auf besseren Lagen, die in genügendem Umfang vorhanden sind, au- gelegt werden. Unter Schädlingen hatten die Pflanzungen nicht zu leiden, Hemileia ist im Berichtsjahre nur wenig aufgetreten. Die Turbine und die Kaffeeschälmaschine arbeiteten gut, dagegen mufs die Trockenheizung bis zur nächsten Ernte verbessert werden. Die 5 km lange Kaffeetrausportrinne mufste verlegt werden. — 38 — Mit der Yiehzuclit sind wenig gute Resultate erzielt, und soll die Schweine- zucht aufgegeben, die Rindviehhaltung nur zur Kompostgewinnung weitergeführt werden. Die Arbeiterverhältnisse waren im Berichtsjahre günstig. Mit der neuen Ernte ist bereits im April begoinien, Mitte September lagerten auf der Pflanzung bereits über 500 Zentner diesjähriger Ernte. Die Ernteaussiehten werden von dem Pflanzungsleiter als günstig bezeichnet. Die landwirtschaftlichen und gärtnerischen Anlagen beschränken sich auf den Anbau von Gemüsen für den Bedarf der Angestellten und auf die Anzucht von Schattenbäumen; Kartofifel- bau usw. werden nicht fortgesetzt. Die Bilanz per 30. Juni 1903 beträgt in Aktiven und Passiven 1 226 518 Mk. Die Aktiven setzen sich zusammen aus Plantagen-Kouto 937112 Mk., Gebäude- Konto Sakarre 98 653 Mk., Grundstück in Tanga 8 360 Mk., Gebäude-, Maschinen- und Wirtschaftsinventar Sakarre 59 668 Mk., Garten 555 Mk., Versuchsfelder 1000 Mk., Yieh 6000 Mk., Inventar Berlin 1 253 Mk., Kaffee-Konto Lagerbestand 22 679 Mk., Warenbestand 850 Mk., Bankguthaben und Kasse 56 417 Mk., De- bitoren 33 956 Mk., die Passiven setzen sich zusammen aus Aktienkapital 1200000 Mk., Kreditoren 26 518 Mk. Die Gewinn- und Yerlustrechnung per 30. Juni 1903 schliefst mit einem Verlust-Saldo von 71755 Mk. ab, welcher auf Plantagen-Konto übertragen wird. Die Ausgaben per 1902/03 betragen insgesamt 137 771 Mk., davon Abschreibungen 23 889 Mk., Verwaltungs- und Wirtschaftskosten in Sakarre 65 935 Mk., (Gehälter der Beamten 20 958 Mk., Löhne 36 266 M., Unkosten, Steuern usw. 8 710 Mk. , Erntekosten und Transport 20 497 M., Verwaltungskosten in Berlin 27 449 Mk. Die Einnahmen betragen 66 016 Mk., davon Zinsen 2398 Mk., Kaffee 63 210Mk., AVaren und Kursdifferenz 407 Mk. Gesellschaft Süd-Kamerun, Hamburg". Der am 12. Dezember der Generalversammlnnsr vorgelegte Bericht über das Geschäftsjahr 1902 gibt in kurzen Zügen ein anschauliches Bild von der günstigen Entwicklung des Unternehmens. Die Kautschukgewinnung ist im Jahre 1902 auf 83 000 kg gestiegen. Das Gewinn-und Verlustkonto zeigt gegen das Vor- jahr eine Erhöhung des Bruttogewinnes um 345 0 kg 0,55—2,50, Souchongs 0,55 bis 2.60, Flowery ^ekoe8 ord. und extrafein 1,20 bis 6,50, Ceylon 0,50—2,60, Java 0,50-1,50 Mk. Tonkabohneii 300— 65u Mk. Vanille. Bonrbon per 1 kg 22—42 Mk. Wachs. Caranauba (Pflanzenwachs) 184— 200, Japan in Kuchen 145-146, Doiningo 264—268 Mk. Anzeigen. Anzeigen werden vom Sekretär des Komitees, Th. Wilckens, iserlin, Unter den Linden 40, sowie ?on jedem Annoncenbnreau entgegengenommen. 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Das Zerstörungswerk der kleineren Insekten geht in den Tropen mit einer in unseren Breiten unbekannten Schnelligkeit und Intensität vor sich. Nur wenige pflanzliche Produkte bleiben davor bewahrt, in kürzester Frist der abbauenden und unter- minierenden Tätigkeit jener rastlos schaffenden Arbeiter anheimzu- fallen. Von dem Gebälk und der Holzschwelle des Hauses bis zu dem einfachsten Mundvorrat in der Kammer wird nichts geschont und der Mensch befindet sich in ständigem Kampfe gegen diese Feinde seines Eigentums. Im Getreide wüstet vor allem der Kornkäfer (Calandra) und er verschuldet alljährlich eine beträchtliche Einbufse am Saat- getreide. Die Eingeborenen Ostafrikas schützen sich allerdings gegen den Insektenfrafs im Saatgetreide durch die verschiedensten Mittel, unter denen sich namentlich das Räuchern gut bewährt. Doch läfst sich diese Methode nicht in allen Fällen anwenden, weil einige Feldfrüchte recht empfindlich gegen das Räuchern sind, und weil die Methode für gröfsere Getreidevorräte zu umständlich wird und umfangreicher Vorrichtungen bedarf. Für den in den Tropen lebenden Europäer ergibt sich häufig die Notwendigkeit, Saatproben längere Zeit aufzubewahren oder auch sie aus anderen entlegenen Tropenländern zu beziehen; kommen diese in unbrauchbarem Zustande an, so ist oftmals der Ersatz zur rechten Zeit nicht mehr zu beschaffen, und Kosten und Mühe sind umsonst gewesen. Tropenpflanzer 1904, Heft 2. 5 — 62 — Wohl in allen tropischen Gebieten besteht bei den Kolonisten das Bedürfnis nach einem brauchbaren Desinfektionsmittel für den angegebenen Zweck. Das Mittel mufs folgende Bedingungen er- füllen: es darf kein gefährliches Gift sein, darf die Keimkraft der damit behandelten Früchte und Samen nicht beeinträchtigen, mufs bequem zu beschafi'en und aufzubewahren sein, und mufs im Preise von jedermann zu erschwingen sein. Aus letzterem Grunde schddet der Kampfer, das altbeliebte Mottenmittel von vornherein aus. Die Anwendung des Schwefelkohlenstoffs verbietet sich wegen der Flüchtigkeit und Feuergefährlichkeit dieses Körpers und die des Petroleums wegen der Schwierigkeiten, die bei der Versendung des damit gebeizten Saatgutes in der üblichen Verpackung ent- stehen würde. Aufserdem ist nach den Versuchen von Wilhelm*) und V. T hürnen*) der Einflufs des Petroleums auf die Keimfähig- keit vielfach recht ungünstig. Die ausgezeichneten konservierenden Eigenschaften des Naph- thalins, die jeder erprobt hat, der einmal in der Lage war, auf seinen Reisen botanische Sammlungen damit zu behandeln, sind allgemein bekannt. Das Naphthalin schützt sowohl vor Ver- schimmelung wie vor Insektenfrafs. Es ist überall leicht zu be- schaffen, läfst sich in Blechdosen unbegrenzt lange aufbewahren und besitzt den Vorzug der Billigkeit. Über den Einflufs des Naphthalins auf die Keimkraft der Samen scheinen — soweit ich aus der Literatur ersehen konnte — Versuche bisher nicht ange- stellt zu sein.**) Deshalb erschien es mir . der Mühe wert, diese Frage einmal anzuschneiden, deren praktische Bedeutung ich oben augedeutet habe. Zur Ausführung meiner Versuche standen mir drei Proben Sorghumhirse und je eine Probe Pennisetumhirse und Mais zur Verfügung, die ich aus verschiedenen Gegenden Ostafrikas mit- gebracht hatte. Das gesamte Material war im Sommer 1900 geerntet und die damals nur zu Sammlungszwecken mitgeführten Proben waren im August 1900 von mir mit unbestimmten Mengen Naphthalin ver- mischt worden. Als ich anfangs Februar 1902, also 17 Monate später, vorläufige Keimversuche ausführte, ergaben sich für Sor- ghum***) 89 bis 95 pCt., für Pennisetum 90 pCt. und für Mais 96 pCt. Keimungen. Dieses Resultat war so günstig, dafs ich mich damit *) Jahresber. d. Agrikultnrchemie. XXXV (1889) S. 92. **) Im Yearbook of the U. S. Deijavtm. of Agriculture 1895, S. 58.5, findet sich, ohne Angaben über eine experimentelle Prüfung, nur die kurze Notiz, dal's das Naphthalin die Keimfähigkeit der Samen nicht beeinflusse. ***) Vergl. dazu die Erläuterungen zu Tabelle I. — 63 — hätte begnügen können. Doch erschien es mir wünschenswert, die Versuche mit bestimmten Mengen von Naphthalin auszuführen, um die untere Grenze der Leistungsfähigkeit des Desinfektionsmittels und die obere der Widerstandsfähigkeit der Getreidearten kennen zu lernen. Da mir anderes, frisches Material tropischer Feldfrüchte damals nicht zur Verfügung stand, benutzte ich die erwähnten Proben, trotzdem sie schon 17 Monate lang der Einwirkung des Naphthalins ausgesetzt gewesen waren. Durch Vergleichung der bei Beginn des Versuchs erzielten Keimungsergebnisse mit den Schlufsresultaten liefs sich immerhin ein weiteres brauchbares Er- gebnis erzielen. Die Proben wurden durch Absieben von dem etwa noch anhaftenden Naphthalin befreit und in gleich zu schildernder Weise weiter behandelt. Es schien mir von Interesse, in den Versuch auch einige einheimische Getreidearten einzubeziehen, die in tropischen Hoch- ländern ebenfalls angebaut werden. Und zwar wurden je zwei Proben Hafer, Gerste, Weizen und Roggen, sämtlich 1901er Ernte, verwandt, ferner eine Probe Mais, geerntet 1901 auf dem Versuchsfelde des Kaiserlichen Gesundheitsamtes in Dahlem bei Berlin. Die Versuche wurden in der Weise ausgeführt, dafs je 50 g Getreide mit 0,5 g (= 1 pCt.) bezw. 1,5 g (= 3 pCt.) Naphthalin versetzt und in gut verschliefsbare Glaszylinder oder Blechbüchsen gegeben wurden. Die Gefäfse wurden von Zeit zu Zeit gut durch- geschüttelt. Trotzdem liefs sich nicht vermeiden, dafs ein Teil der Getreidekörner mit dem Naphthalin in engere Berührung kam, als die übrigen, weil das Naphthalin teilweise bis zum Boden des Ge- fäfses durchsinterte. In der Praxis würde natürlich dasselbe der Fall sein, zumal wenn gröfsere Mengen eines Saatgutes desinfiziert werden. Die Gefäfse wurden bei Zimmertemperatur und diffusem Licht, bezw. bei Dunkelheit aufbewahrt. Zu den Versuchen mit Mais wurden je 150 g und die ent- sprechend gröfsere Menge Naphthalin verwendet, weil je 100 Körner der benutzten Maissorten beinahe 20 g wogen und sich somit das prozentische Verhältnis des Gemisches nach Entnahme von 100 Körnern zur ersten Keimprobe sehr stark verschoben haben würde. Es bedarf kaum der Erwähnung, dafs die Kontrollproben von naphthalinfreiem Getreide unter denselben Verhältnissen aufbewahrt wurden, wie die mit Naphthalin versetzten Muster. Der Versuch wurde am 20. Februar 1902 in Berlin begonnen und erstreckte sich auf die Dauer eines Jahres. Da ich Anfang September v. Js. für längere Zeit nach Buitenzorg reiste, wurden 5* — 64 — die sämtlichen Getreideproben nach einem in der ersten Hälfte des August ausgeführten Keimversuch dorthin abgesandt, wo ich dann Mitte Februar d. Js. den Schlufsversuch anstellte. Das Ma- terial war somit während des zweiten Halbjahres der Tropen- temperatur ausgesetzt gewesen, was im Hinblick auf den ursprüng- lichen Zweck meiner Versuche als ein günstiger Umstand angesehen werden mufs. Die Keimungs versuche wurden in der Weise ausgeführt, dafs je 100 Körner der vorher gut durchgeschüttelten Getreide- proben 24 Stunden in Wasser eingequellt und dann in einer be- deckten Glasschale auf feuchtes Fliefspapier gelegt wurden. Angefressene oder zerbrochene Körner wurden selbstverständlich ausgeschieden. Die Ergebnisse müssen für das tropische und das deutsche Material gesondert betrachtet werden, weil die afrikanischen Ge- treideproben bei Beginn des Versuches bereits 17 Monate hindurch unter Naphthalineinwirkung gestanden hatten und weil anderseits die deutschen Getreide durch die Überführung in die Tropen ohnedies in für sie ungünstige Verhältnisse gebracht wurden. Das gilt weniger für die Zeit der Aufbewahrung in Buitenzorg, wo ge- rade Regenzeit und daher verhältuismäfsig kühles Wetter herrschte, als für den vierwöchigen Transport (von Genua nach Batavia) in dem heifsen Laderaum des Schilfes. An dem tropischen Getreide machte sich übrigens bei der ersten Keimprobe in Berlin im August 1902 die Wirkung des damals herrschenden kalten Wetters insofern geltend, als mit einer Aus- nahme niedrigere Keimungsziffern erhalten wurden, als ein halbes Jahr später in Buitenzorg. Das gilt sowohl für die naphthalinfreien Proben, wie für die anderen. Da unter diesen Umständen die Er- gebnisse der ersten Keimprobe nicht einwandsfrei sind, habe ich sie in die nachstehende Tabelle I nicht aufgenommen. Bei den in Buitenzorg ausgeführten Keimversuchen herrschte relativ kühles Wetter, so dafs die für die Keimung der Getreide- arten bekannten Temperaturmaxima*) nicht überschritten, beim Mais sogar nicht einmal annähernd erreicht wurden. Soweit die Keimversuche doppelt ausgeführt wurden, ist in die Tabellen jeweils das Mittel von zwei Bestimmungen eingesetzt worden. *) Siehe Koernicke u. Weruer, Handbuch des Getreidebaus, II. Bd. (1885), S. 52. 65 — Tabelle I Ostafrikauisches Getreide Keimprobe vor Beginn des Versuches 4. 2. 1902 pCt. 1 pCt. Naphthalin. Keimprobe am 15. 2. 1903 pCt. 3 pCt. Naphthalin. Keimprobe am 15. 2. 1903 pCt. Naphthalin- frei. Keimprobe am 15. 2. 1903 pCt. Pennisetumliirse . . aus Ugogo Sorg-hnmhirse . . . . aus Ussagara Sorglinmliirse . . . . aus Ugogo Nr. A Sorgliumlilrse . . . . aus Ugogo Nr. B Mais aus Ugogo . . + 90 + 95 + 93 + 89 + 96 -I- 90 + 88 + 92 + 88 + 73 + 88 92 + 83 + 86 + 71 93 86 + 97 92 13 Bei Betrachtung der Tabelle fällt zunächst auf, dafs drei Muster bei Schlufs des Versuches höhere Keirauugsziffern lieferten, als ein Jahr vorher. Ich führe das auf den schon erwähnten Um- stand zurück, dafs die Temperatur in meinem Arbeitsraum in Berlin für die tropischen Früchte zu niedrig war. Im übrigen ergibt sich, dafs ein Zusatz von 1 pCt. Naphthalin — und diese Menge ist für die Praxis voll- kommen ausreichend — die Keimfähigkeit der Pennisetum- und der Sorghumljirse bei einjähriger Einwirkungsdauer gar nicht oder nicht in beachtenswertem Mafse be- einflufst. Der scheinbare Widerspruch, der sich bei dem Re- sultat mit der Sorghumhirse aus Ussagara ergibt (95 : 88 pCt.) wird durch das Ergebnis der Keimproben in Kolumne 3 (92 pCt.) beseitigt. Sehr auffallend ist dagegen das Ergebnis beim Mais. Hier zeigt sich zwar eine erhebliche Beeinflufsung durch den Naphthalin- zusatz, aber anderseits eine viel gröfsere Reduktion der Keimungsziffer in der Kontrollprobe. Die Ziifer stellt das Mittel aus zwei Bestimmungen dar. Auch der deutsche Mais (s. u.) ergab eine niedrigere Keimungsziffer in dem naphtbalinfreien, als in dem desinfizierten Material, wenn auch die Differenz nicht an- nähernd so grofs war, wie bei dem afrikanischen Maise. Bei diesem Ergebnis ist übrigens zu berücksichtigen, dafs der ostafrikanische Mais überhaupt eine verhältnismäfsig geringe Haltbar- keit besitzt, weil die Eingeborenen ihn vorzeitig ernten und in der Sonne nachreifen lassen. Insektenfrafs war in den Kontrollproben niemals zu konstatieren. GG — Keim- 1 pCt. 3 pCt. Naphthalin - probe vor Naphthalin Naphthalin frei £ s E E =: s Ta1»ello 11 Beginn CS 03 CO S^ =^cc «Ol =*c^ 41 O x: Ol <ü o «o a> O «c des X. er. ^Oi ^ C-. ^(T. J3C-. Deutsches Getreide Ver- O "-i O 1-1 O ,-1 Ol-H O rl O " g-x- §-c>i ^^ r"x e-^i suchs am E . £ c c £ c •Jt- aj 05 S t- (U Ci "Si^ "Sc-. 4. 2. 1902 U t^ W Ui « W ])Ct pCt. pCt. pCt. pCt. pCt. pCt. Hafer, Anderbecker .... Hafer, Warthebruch .... Oerste (Hordeum distichum erectum) Gerste (H. distichum com- positum) Weizen, Ohio "Weizen (Strubes Grannen- Weizen) Roggen Nr. A Roggen Nr. B Mais von Dahlem + 97 + 99 + 41 +100 + 98 + 95 + 27 + 82 + 100 + 98 + 89 + 96 + 98 + 97 + 87 + 98 + 99 + 97 + 81 +100 + 99 + 97 + 89 + 98 + 93 + 86 + 29 + 95 + 98 + 94 + 51 + 94: + 98 + 98 + 98 + 94' 33 66 94 96 72 32 ■47 ■96 + 94 , + 16 + 98 +40 + 84 + 45 + 87 I +58 + 97 '. + 88 + 98 +96 + 94 + 72 + 97 + 52 + 97 I + 85 Die Tabelle zeigt zunächst für die naphtlialinfreien Kon- trollproben, dafs die Keimkraft der Gerste bereits nach einem halben Jahre um 11 bis 15 pCt. gesunken war. Das Material stammte, wie die sämtlichen auf dieser Tabelle erwähnten Sorten aus dem Jahre 1901, war mithin am 7. August 1902 erst ein Jahr alt. Die Reduktion der Keimfähigkeit nach der Überführung nach Java und der Aufbewahrung dortselbst schritt bei der Gerste bis zu 55 pCt. vor, machte sich aber am stärksten beim Hafer geltend, von dem nur 16, bezw. 40 pCt. keimten! Auch der Eoggen erfuhr eine erhebliche Reduktion der Keimkraft, während die beiden naphthalinfreien Weizensorten keine nennenswerte Einbufse aufwiesen. Die Naphthalinzusätze von 1 pCt. bezw. 3 pCt., hatten innerhalb des ersten halben Jahres keinen nachweisbar ungünstigen Einflufs ausgeübt, denn der Ausfall von 7 pCt. bei der Roggeuprobe A wird durch das gleichzeitig gewonnene günstige Ergebnis derselben Sorte bei 3 pCt. Naphthalinzusatz auf- gehoben. Und ob dieser erhöhte Zusatz des Desinfektionsmittels beim Warthebruchhafer die Reduktion der Keiinzilfer verschuldet hatte, oder ob eine der bei Keimversuchen so häufigen Zufällig- keiten die Ursache war, bleibt zweifelhaft. Ich habe gerade diese Bestimmungen nicht wiederholen können. Die Haferproben ver- — 67 — hielten sich überhaupt, wie die Keimungsziffern vom Februar 1903 zeigen, so abweichend, dafs man sich bei diesem Getreide vorläufig kein klares Bild von der Einwirkung des Naphthalins machen kann. Das gleiche gilt, wenn auch in beschränkterem Mafse, vom Weizen, der aber sichtlich den halbjährigen Tropenaufenthalt gut über- standen hatte. Auch geht hier die Reduktion der Keimungsziflfer nicht so tief herab, wie beim Hafer. Der Roggen hat die Einwirkung von Naphthalin über ein halbes Jahr hinaus nicht vertragen. Jedenfalls scheint aber bei diesem Ergebnis die Überführung in das Tropenklima mit- zusprechen, wie die Keimziflfern der Probe B wahrscheinlich machen. Bei den Versuchen mit Gerste zeigt das übereinstimmende Resultat, dafs die mit Naphthalin behandelten Proben die Keimfähigkeit in bedeutend höherem Grade bewahrt haben, als die Kontrollproben und aufserdem, dafs die Keimungsziffer mit dem Naphthalinzusatz steigt. Bei o pCt. Naphthalin betrug der Ausfall nach Ablauf eines Jahres nur 2, bezw. 4 pCt. ungekeimte Körner, während er sich bei den Kontrollproben bereits nach einem halben Jahre auf 11 und 16 pCt. stellte, um innerhalb eines weitereu Halbjahres auf 40 und 55 pCt. Keimverlust zu fallen! Beim deutschen Mais machte sich eine Reduktion der Keimungsziffer nur an der Kontrollprobe bemerkbar, wo sie (im Mittel aus zwei Versuchen) 13 pCt. betrug, während ein nennenswerter Einflufs des Naphthalins nicht bemerk- bar war. "Wenn man die auffallenden Ergebnisse der mit Gerste und Mais angestellten Versuche betrachtet, so gewinnt es fast den Anschein, als ob das Naphthalin auf die Keimung beider Getreide- arten geradezu einen anregenden Einflufs ausübe. Doch läfst sich diese Frage erst auf Grund weiterer, breit angelegter Versuche entscheiden; ich möchte mich darauf beschränken, die von mir ge- fundenen Tatsachen zu registrieren und auf jenes interessante Er- gebnis hinzuweisen. Es wäre nun sehr erwünscht, wenn andere wichtige Sämereien hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Naphthalin geprüft würden.*) Ich denke dabei in erster Linie an die Baum- wollsaat, deren Desinfektion sich in einigen Fällen als notwendig erwiesen hat, um die Übertragung schädlicher Insekten aus dem ürsprungslande in neue Kulturgebiete zu verhindern. Sollte mit *) Nach einer mündlichen Mitteilung des Herrn Dr. van Breda de Haan in Buitenzorg hält Reis die Naphthalindesinfektion nicht aus. — 68 — einem bescheidenen Naphthalinzusatz dieser Zweck erreicht werden, ohne die Keimfähigkeit der ßauunvollsamen zu beeinträchtigen, so -wäre damit ein ungleich bequemeres Verfahren an die Hand ge- geben, als die von Stutzer*) empfohlene Sterilisierung mit Sublimat. Das letztere ist bekanntlich ein höchst gefährliches Gift und seine Anwendung in der von Stutzer angegebenen Weise wird immer dann mit Schwierigkeiten verknüpft sein, wenn die sterilisierte Saat weithin versandt werden soll. Was es heifst, der- artige Produkte nach halbstündiger Durchfeuchtung wieder soweit zu trocknen, um ihre Verschickung im geschlossenen Laderaum eines Schifies ohne Gefahr des Verderbens riskieren zu können, wird jeder zu beurteilen wissen, der während der tropischen Regen- zeit Saatprobeu und Pflanzensammlungen zu versenden hatte. Welche Verordniingeii sind in Niederländisch Ost- und Westindien erlassen, um die Erhaltung der Balata- bezvv. Guttapercha- und Kautsehukbestände zu siehern? Von A. H. Berkhout, Forstmeister a.D., Wageniugen. Das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee bat mich um Auskunft bezüglich oben erwähnter Frage, und erlaube ich mir, folgendes zu antworten : In Niederländisch Ostindien hat die Kolonialverwaltung noch keine Vorkehrungen getrofien, um der Vernichtung oder Verwahr- losung der Guttapercha- und Kautschukbestände vorzubeugen. Zwar ist es möglich, zweckentsprechende Bestimmungen zu er- lassen, doch man darf mit einiger Sicherheit vorhersagen, dafs eine gehörige Kontrolle gröfsere Kosten nach sich ziehen würde, als der Ertrag der Produkte wert ist. Vor etwa 20 Jahren habe ich der Regierung den Vorschlag gemacht, hohe Ausfulirzölle auf Guttapercha zu erheben, auf dafs der Gewinn sich dermafsen vermindere, dafs es sich der Mühe nicht lohnen würde, junge Bäume anzuzapfen. Die Ausfuhr würde in- folgedessen abnehmen, der Preis steigen, so dafs die Konsumenten einen Teil des geringen Ertrages zurückzahlen würden. Die Kolonialverwaltung hat meinen A^orschlag indessen nicht angenommen. Auf Java, in den Preanger Regentschaften, ist eine gröfsere Guttapercha-Anpflanzung angelegt worden, und findet man darüber *) Beihefte zum Tropenptianzer 190.}, Nr. 3/4. — 69 - Mitteilungen in „Les Plantes ä Caoutcbouc et ä Guttapercha, cultivöes aux Indes Neerlandaises par le Dr. P. v. Romburgh". Batavia. G. Kolff & Co. 1903. Im „Indischen Merkur" vom 15. und 22. Januar 1901 findet man den Vortrag, welchen ich im Haag in der „Indisch Genotschap" am 29. November 1900 über die Kultur von Guttapercha auf Java gehalten hatte. Das Forstwesen auf Java bestrebt sich augenblicklich aufser- ordentlich, Anpflanzungen von Ficus elastica anzulegen, und ist die Voraussetzung nicht gewagt, dafs diese Kultur reichlichen Gewinn abwerfen wird. ßalata. Balata ist augenblicklich einer der bedeutendsten Exportartikel von Niederländisch Surinam. Das Produkt gewinnt man aus dem Milchsaft des Bolletree = Mimusops Balata Gaertn. = globosa Gaertn. ^ M. Kauki L. = Sapota Mulleri Bleck, = Achras balata Aublet. Es ist ein Baum, welcher zu der Familie der Sapotaceae gehört. Man findet den- selben in ganz Guyana, Nordbrasilien und Venezuela. In Nieder- ländisch Surinam wächst er hauptsächlich im Distrikt Nickerie, demnach in dem an Englisch Surinam stofsendeu Gebiet. Die Niederländische Kolonialverwaltung ist zur Einsicht gelangt, dafs ein Teil dieser Erträge der Gesamtheit zugute kommen soll. Im Jahre 1888 hat die Kolonialverwaltung versucht, selbst die Bäume abzapfen zu lassen. Die in Dienst genommenen Arbeiter lieferten 2,36 Gallon (ä 3,6 Liter) täglich und erhielten dafür 3,53 fl. pro Tag. Aus 325 Gallon Milch gewann man 408 kg Balata. Einen Teil der Milch (108 Liter) schickte man nach Europa, jedoch es fand sich dafür kein Abnehmer. Die Ausgaben betrugen: 355 Vs Gallon Milch (a 1,50 h.) = 533,21 fl. Behälter usw 104,05 „ Aufsicht . . r 47,50 „ Transport bis zum Dampfer , . 5,00 „ 689,80 fl. Die 408 kg wurden verkauft für 408 X 1,20 fl. = 571,20 fl. Also betrug der Verlust 689,80 - 571,20 = 118,60 fl. Aufserdem waren noch hinzuzufügen die Kosten der Versendung über das Meer und die Spesen in Amsterdam. Unter diesen Umständen ist es erklärlich, dafs die Kolonial- verwaltung von eigener Exploitation absah und es vorzog, Kon- zessionen auszugeben. — 70 — Laut einer Verordnung vom 21. Janucar 1893 No. 14 wurde das Recht, Balatabäume in Niederländisch Surinam abzuzapfen, gesetz- lich geregelt. Die wichtigsten Bestimmungen dieser Verordnung lauten: Art. 1. Es ist verboten, auf fremdem Boden nach dem Vor- handensein von Balatabäumen Nachforschungen und Nachsuchungen anzustellen. Hinsichtlich der Ländereien, welche zur Staatsdomäne gehören, ist vorher eine schriftliche Vollmacht beim Gouverneur zu erfragen. Art. 2. Der Gouverneur besitzt die Befugnis, in Überein- stimmung mit dieser Verordnung Konzessionen zum Abzapfen von Balatabäumen auf Staatsdomänen abzugeben. Im Falle, dafs das Terrain schon zur Goldexploitation oder zu Goldnachsuchungen ab- getreten ist, kann derselbe Konzessionär auch die Erlaubnis zum Aufsuchen oder Abzapfen von Balatabäumen erlialten. Art. 3. Konzessionen zur Exploitation von Balatabäumen werden auf ein bis fünf Jahre abgegeben und dürfen eine Aus- dehnung von 50 000 ha nicht überschreiten. Ein und dieselbe Person kann mehrere Konzessionen erhalten, doch die Gesamtfläche darf die 50 000 ha nicht überschreiten. Konzessionen welche kleiner sind als 50 000 ha, werden nicht aus- gegeben, es sei denn, dafs lokale Umstände das Abti'eten einer gröfseren Fläche unmöglich machen. Art. 4. Der Fiskus bezieht pränumerando 10 Cts. (= 16 Pfennig) pro Jahr und pro ha. Lautet die Konzession auf mehrere Jahre, so mufs eine Ent- richtung obiger Zahlung jedes Jahr 30 Tage vor dem Verfalltag der Konzession stattfinden, widrigenfalls erlischt die Konzession und der Betreflende mufs eine neue nachsuchen. Art. 5. Personen, welche eine Konzessionsanfrage zur Exploita- tion von Balata einzureichen wünschen, haben davon persönlich oder durch Vermittlung eines Bevollmächtigten Anzeige beim Bureau der Domänenverwaltung zu machen mit Hinzufügung einer Beschrei- bung des gewünschten Terrains, welches in das dafür bestimmte Register eingetragen wird mit ausdrücklicher V^ermerkung von Tag und Stunde. Der betreflende Beamte unterzeichnet die Anmeldung. Sind mehrere Personen da, welche dasselbe Terrain zu exploitiereu wünschen, so geniefst derjenige den Vorzug, welcher bei der Ein- schreibung im Register der erste war, im Falle er allen im Art. 6 ent- haltenen Bestimmungen nachgekommen ist. Art. 6. Requestant mufs innerhalb 24 Stunden nach dem Ein- schreiben, abgerechnet Sonn- und Festtage, ein Gesuch einreichen, — 71 — auf Stempelpapier geschrieben, an die Adresse des Gouverneurs der Kolonie. Das Request mufs enthalten: 1. Namen, Vornamen, Nationalität und Wohnort; 2. Wahl seines Domizils in Paramaribo, Hauptstadt von Niederländisch Surinam. Bei Domizilwechsel ist der Domänenverwalter hiervon in Kenntnis zu setzen. Als Beilage zur Bittschrift ist eine Terrain- skizze in 2 Exemplaren einzureichen, von einem beeidigten Geometer angefertigt und vomRegierungsgeometer mit der Sammelkarte verifiert. Diese Skizze soll so genau wie möglich das gewünschte Terrain anweisen. Auch soll gleichzeitig eine Quittung eingereicht werden, woraus hervorgeht, dafs der in Art. 4 erwähnte Betrag entrichtet ist. Art. 7. Der zum Nachsuchen von Balatabäumen Berechtigte erhält auf dem gewünschten Terrain den Vorzug für die Konzession. Dieser Vorzug währt jedoch höchstens 9 Monate. Art. 8. Alle Konzessionen werden in der in Art 6 erwähnten Sammelkarte eingetragen und liegt diese Karte während der Dienst- stuuden zur Verfügung des Publikums aus. Art. 10. Im Falle der Gouverneur die Anfrage genehmigt, so tritt die Konzession am ersten Tage des folgenden Monats in Kraft. Der Konzessionär erhält einen Erlaubnisschein und ein Exemplar der Skizze. Das Duplikat verbleibt im Archiv des Domänenverwalters. Wird das Gesuch nicht oder nur teilweise genehmigt, so erhält Requestant seine Entrichtungsgebühr ganz oder teilweise, je nach der Gröfse des zurückgewiesenen Grundstücks, zurück. Wird ihm das ganze Terrain abgesprochen, dann ist Requestant verpflichtet, den Gouverneur innerhalb 8 Tagen zu benachrichtigen, dafs er die teilweise angebotene Konzession nicht antritt. Der Konzessionär kann die Konzession oder einen Teil davon zurück- geben. In letzterem Falle mufs der restierende Teil nicht weniger als 5000 ha grofs sein. Zurückerstattung der schon entrichteten Summe findet nicht statt. Art. 12. Die Kolonialverwaltung ist nicht verantwortlich bei etwaigen Differenzen für Lage, Gröfse, Form oder Grenzen der zur Exploitation abgetretenen Grundstücke. Art. 13. Kann der Konzessionär endgültig beweisen, dafs bei dem Antritte der Konzession ein Irrtum stattgefunden hat, dann ändert der Gouverneur die Konzession, und das Zuvielbezahlte wird zurück- erstattet. Ist aber zu wenig entrichtet, so wird umgehend das Fehlende nachgezahlt. — 72 - Art. 15. Der Konzessionär liat die Berechtigung, auf seinem Terrain Schuppen usw. zu bauen, und das hierzu benötigte Baumaterial, welches aui" seinem Grundstücke vorhanden ist, anzuwenden. Auch hat er die Befugnis, Früchte und Gemüse für sich und seine Arbeiter zu züchten. Art. 16. Es ist ilira aber nicht gestattet, weder Holz noch andere Produkte abzuführen. Art. 17. Die Rechte der Buschneger und Indianer dürfen nicht geschmälert werden. Art, 18. Geht die Konzession zu Ende, so ist der Konzessionär berechtigt, alle Gebäude usw. abzubrechen und mitzunehmen. Zu diesem Zwecke werden ihm noch drei Monate Zeit gewährt. Läfst er nach Verlauf des vorgeschriebenen Termins Gebäude stehen, so werden diese Eigentum der Kolonie, ohne dafs der Betreffende ein Eecht hätte, Entschädigung zu beanspruchen. Art. 19. Bevor sich jemand nach seinem Grundstücke begibt, mufs er dem Distriktskommissar seinen Beglaubigungsschein vor- zeigen, und hat dieser sein Visum nebst Datum darauf zu verzeichnen. Die Beamten führen sämtlich ein Register, welches die Konzessionen und Beglaubigungsbriefe der Reihe nach enthält, nebst den Namen aller sich auf den Grundstücken aufhaltenden Personen. Art. 20. Der Konzessionär ist verpflichtet, auf je 1000 ha wenigstens einen Arbeiter zu beschäftigen. Die Arbeiter stehen unter Aufsicht von Vorarbeitern, welche die nötige Kenntnis nachweisen müssen. Es dürfen sich keine Personen auf dem Grundstück aufhalten, welche nicht im Besitz eines Beglaubigungsscheins sind, der ihnen vom Distriktskommissar verabreicht ist. Art. 22, Es ist verboten, die Bäume auf der Domäne weiter als auf halbem Umfang anzuhauen. Auch dürfen dieselben nicht eher aufs neue abgezapft werden, bis die frühere Wunde wieder ganz geheilt ist. Die Einschnitte dürfen einander nicht kreuzen. Sie dürfen nicht breiter sein als 4 cm an der Aufsenseite und nicht tiefer gehen als bis auf das Holz, damit die Bäume nicht beschädigt werden. Art. 23. Der Verwalter des konzessionierten Grundstücks ist verpflichtet, innerhalb des ersten Monats jedes Vierteljahres dem Distriktskommissar Bericht abzustatten über Namen, Nationalität. Alter und Geschlecht des Arbeiterpersonals und sonstiger Personen, die bei ihm beschäftigt sind oder sich länger als einen Monat dort aufgehalten haben. — 73 — Art. 25. Der Konzessionär darf andern nicht verbieten, über das von ihm in Exploitation gebrachte Terrain ihren Weg zu nehmen, wenn dieser der kürzeste ist. Art. 27. Jedermann, der Arbeiter in seinen Dienst nimmt, ist verpflichtet, auch für Arzneimittel und Verbandmaterial Sorge zu tragen; letztere müssen stets auf dem Grundstück vorhanden sein. Art. 28. Der Konzessionär ist befugt, seine Rechte ganz oder teilweise andern zu übertragen, insofern die Maximum- oder Minimum- ausdehnung nicht überschritten wird. Bei eventuellem Todesfalle des Konzessionärs sind seine Erben verpflichtet, sich innerhalb 6 Monaten beim Administrator der Finanzen (zu gleicher Zeit Domänenverwalter) zu melden, widrigen- falls die Konzession verfällt. Art. 29. Wird eine Konzession auf einen anderen übertragen, so ist von je 5000 ha oder einem Teil davon die Summe von 50 fl. (83 Mark) an Stempelgebühr zu entrichten, für jedes Jahr, in dem die Konzession noch läuft. Art. 30. Wünscht der Konzessionär seine Konzession zu ver- längern, dann hat er sich wieder an den Gouverneur zu wenden unter Einhändigung einer Quittung (siehe Art. 4). Art. 31. In diesem Falle braucht keine neue Skizze angefertigt zu werden. Art. 32. Der Obergerichtshof kann auf Antrag des Obergerichts- anwalts die Konzession für verfallen erklären, wenn der Konzessionär Art. 17, 37, 39, 42 und 43 übertreten hat. Art. 33. Der Gouverneur kann, nachdem er den Verwaltungs- rat gehört hat, und nach Angabe der Gründe die Konzession auf- heben: a) wenn innerhalb 4 Monaten nach Antritt der Konzession die Arbeiten noch nicht begonnen sind; b) wenn innerhalb 6 Monaten nach Antritt der Konzession die in Art. 20 bestimmte Anzahl Arbeiter noch nicht nach dem be- trefl'enden Grundstück abgereist ist. Art. 34. In allen oben erwähnten Fällen wird kein Schaden- ersatz entrichtet. Art. 35. Der Gouverneur hat das Recht, ohne jegliche Ver- gütung Wege oder Kanäle auf dem Grundstück anzulegen, daselbst Häuser zu bauen oder landwirtschaftliche Produkte züchten zu lassen. Art. 36. Es ist verboten, auf der Staatsdomäne ohne spezielle Erlaubnis der Kolonialverwaltung BoUetreebäume (Bäume, welche Balata produzieren) zu fällen. Art. 37. Derjenige, welcher ohne Erlaubnis Balatabäume auf einer Staatsdomäne aufsucht oder aufsuchen läfst, wird mit Gefängnis- i4 — Strafe oder Zwaugsarbeit von 3 Tagen bis zu 3 Monaten und einer Geldstrafe von 50 bis 1000 fl. bestraft, entweder mit ersterer oder letzterer oder auch mit beiden Strafen zugleich. Der Versuch, diesen Frevel auszuüben, ist ebeofalls strafbar. Art. 39. Derjenige, welcher ohne Eilaubnis Balatabäume ab- zapft oder abzapfen läfst, wird bestraft mit Gefängnis von 3 Monaten bis zu 5 Jahren, mit oder ohne Geldstrafe von 50 bis 1000 fl. Versuch zu diesem Frevel ist ebenfalls strafbar. Art. 42. Übertretung der Verordnung von Art. 22 wird mit Gefängnis von 8 Tagen bis zu 2 Jahren und einer Geldstrafe von 25 bis zu 1000 fl. bestraft. Der Konzessionär, welcher eine solche Übertretung mit vollem ßewufstsein zuläfst. ist gleichfalls strafbar. Art. 43. Derjenige, welcher ohne Erlaubnis ßolletrees fällt, wird bestraft mit Gefängnis von 1 Monat bis zu 5 Jahren und einer Geldstrafe von 25 bis zu 2000 fl. Nachstehende Tabelle gibt die Anzahl der Hektare an, welche in Konzession gegeben sind. h r Fläche hl Hektaren, welche in Konzession gegeben wurde Pläche in Hektaren, worauf das Aufsuchen von Balata gestattet ist Export in Kilogramm Wert in Gulden = 1,70 Mk. 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899 1900 1901 68 960 193 736 3(i5 642 375 039 241 674 95 350 86150 161 987 254 772 1 662 544 1 648 764 930 376 596 348 3 727 908 3 562 246 3 244345 5114 753 5 773 535 7 423 558 95 587 120 680 32 546 108 286 133 681 209 511 159 253 113 341 118 601 208 805 237 390 143 380 181019 65 092 216 573 267 362 419 022 244 805 181 246 166 041 .501 132 593 475 Am 15. August 1903 waren 800 Bittschriften um Erlaubnis zum Aufsuchen von Balata eingereicht. Es fand an dem Tage ein wahrer Sturmlauf von Bewerbern statt. Es geschieht häuüg, dafs ein Bewerber mehrere Bittschriften unter verschiedenen Namen einreicht, damit er desto mehr Aus- sicht hat, die gewünschte Bewilligung zu erlangen. Der SoUizitant hat dem beeidigten Geometer 8,50 fl. für die Skizzenkarte zu entrichten, und die Stempelgebühr beträgt 3,50 fl. Haben sich mehrere Bewerber für dasselbe Grundstück angemeldet, dann entscheidet das Los. — 75 — Die Konzessionäre halten sich selten in den ihnen vorgeschrie- benen Grenzen, und es geschieht zuweilen, dafs jemand Bäume ab- zapfen läfst, welche etwa eine halbe Tagereise von seiner Kon- zession entfernt stehen. Auch geschah es ehemals, dafs derjenige,, welcher die Erlaubnis erhielt, Balatabäume aufzusuchen, dieselben heimlich abzapfte. Dies ist gegenwärtig unmöglich, da die Erlaubnis. Balatabäume zu suchen, nur für die Monate September bis Ende Januar gültig ist, während die Abzapfung nur von April bis August möglich ist. Eine zweckmäfsige Kontrolle zur Inuehaltung der Grenzen würde bedeutende Kosten nach sich ziehen, weil das Reisen im Innern Surinams sehr kostspielig ist. Ein für die Regierung gewünschter Zustand ist dieser, dafs alle zur Exploitation herausgegebenen Terrains so viel wie möglich aneinander grenzen, so dafs die bei der Konzession Interessierten sich gegenseitig kontrollieren. Es ist leichter zu erzielen, dafs jeder seinen Nachbar aus Furcht vor persönlichem Nachteil im Auge behält, als dafs ein Regierungsbeamter mehrere Tagereisen zurücklegt, um die Frevler zu ertappen. Im Falle ein Konzessionär auf dem Terrain eines anderen frevelt, wird die rechtswidrig gewonnene Balata konfisziert und eine Entschädigung beantragt. Aus diesem Grunde haben die Exploitanten lieber keine Nachbarn und fragen häufig Terrains an, allein um Konkurrenten zu wehren. Deshalb hat die Kolonialverwaltung die Bestimmung erlassen, dafs eine bestimmte Zahl Arbeiter auf dem Grundstück beschäftigt sein soll. Man findet den Balatabaum meistens am Fufse von Hügeln, wo der Boden fruchtbar und feucht, jedoch nicht sumpfig ist. Er steht dort meist zwischen anderen Baumarten. In den von mir besuchten Wäldern am Commewyreflufs taxierte ich die dort vorgefundenen Balatabäume auf nicht mehr als 4 bis 5 zapf bare Exemplare pro Hektar. Der Geometer Samson, der viele Balatawälder besuchte, nannte mir eine Gegend, wo 40 Balatabäume pro Hektar angetroffen wurden, eine balatareiche Gegend. Der Leiter der Nickerie - Expedition, Dr. H. v. Cappelle, schreibt in seinem Reisebericht, dafs er Gegenden besuchte, wo er lauter Balatabäume antraf. Ist der Konzessionär ein gescheidter Mann, so zieht er mit seineu Arbeitern selbst in den Wald hinaus. Mit einer Bussole trassiert er alsdann eine rechte Linie und läfst dieselbe von vier — 76 — Männern in einer Schneifse frei fällen. Pro Tag können auf diese Weise 1500 m durchschlagen werden. Diese Schneifse dient den Bleeders als Basis für ihre Arbeit. Ein Baum von 15 cm Durchmesser kann schon abgezapft werden, jedoch die meisten exploitierbareu Bäume sind dicker. Der I'olletree kann 35 m hoch und 70 cm dick werden. Die Bäume, welche abgezapft werden sollen, werden erst ge- reinigt, damit die ausströmende Milch nicht unsauljer wird. Die Kerben werden mit amerikanischen oder englischen Hauern an- gebracht. Man unterscheidet zwei Arten: der sogenannte Dullhauer hat einen eisernen Griff" und der Papierhauer einen hölzernen und ist daher leichter. Letzterer kostet in Paramaribo 1 fl., ersterer 1,25 fl. pro Stück. Die Kerben werden rings um den Stamm eingeschnitten und reichen bis zu 5 m Höhe. Höher würde zu gefährlich sein, da die Leitern, welche au Ort und Stelle angefertigt werden, nicht solide genug sind. Obgleich es verboten ist, ringsum abzuzapfen, ward dies wahr- scheinlich meistens doch getan. Die Borke eines Balatabaumes ist gewöhnlich 8 mm dick und enthält keinen Milchsaft. Sie ist leicht von der Rinde zu trennen. Letztere ist, frisch angehauen, karminrot, wird aber bald, an der Luft blofsgestellt, blafsrot. Die äufsere Rinde, 8 mm dick, enthält am meisten Balatamilch. Die innere Rinde ist 2 mm dick und weifslich. Sie enthält viel Milchsaft, welcher reich an Wasser und Tannin, jedoch arm an Balata ist. Dies scheinen die Bleeders sehr gut zu wissen und machen deshalb ihre Einschnitte nicht bis zum Cambium. Sie haben dadurch weniger Arbeit, erhalten dickere Milch, und das Produkt wird nicht so leicht schwarz von dem Tannin. Der Baum erträgt auf diese Weise auch das Abzapfen besser, und die Wunden können leichter heilen. Obgleich fast alle Bäume in den von uns besuchten Gegenden abgezapft waren, fanden wir keinen einzigen toten Baum. Es wird meiner Meinung nach jedoch wohl fünf Jahre dauern, ehe ein Baum sich ganz erholt hat. Möchten sich die Bäume jedoch schon früher wieder erholt haben, glaube ich dennoch nicht, dafs dieselben vor Ablauf dieses Termins in genügender Menge Milchsaft enthalten, um eine neue Anzapfung lohnend zu machen. Man teilte mir mit, dafs auf einer Konzession die Bäume zwei Jahre nach der Anzapfung wieder Milchsaft enthielten. Es ist nun die Frage, ob zum zweiten Male dieselben Bäume zur Exploitation — 77 — kamen, oder ob zum ersten Male die Bäume auf der einen, zum zweiten Male auf der anderen Seite angezapft wurden. Geschieht das Bleeden auf sachverständige Weise, dann ist die Gefahr des Absterbens der Bäume nicht grofs. Indirekt existiert die Gefahr jedoch immerfort. Die Borke schützt die weichere Rinde und bietet Pilzen und tierischen Schädlingen keine Nahrung. Ist die Borke durchgeschnitten, dann können die Termiten, Bohrkäfer und Pilze direkt in die weichere Rinde eindringen. Von diesem Anfall werden die Bäume zwar nicht gleich tödlich beschädigt, doch länger als zehn Jahre Lebensfrist wird ihnen alsdann gewöhnlich nicht ver- liehen. Wo anderorts konstatiert wurde, dafs die Bäume bald nach dem Bleeden abstarben, mufs dieser Umstand den zu tiefen Ein- schnitten, wobei das Cambium verletzt wurde, zugeschrieben werden. Im „Report of the W. India Royal Commission" teilt Dr. Morris mit, dafs in Britisch Surinam viele Bäume gefällt wurden. In Niederländisch Surinam hält man es für besser, die Bäume nicht vorher zu fällen. Es ist möglich, dafs man die Bäume vorher fällt, ehe man zur zweiten Abzapfung übergeht, denn Jeuman konstatierte, dafs in Demerara beim ersten Anzapfen ebensowenig Rede vom Fällen war. Der Konzessionär bezahlt gewöhnlich die Arbeiter mit 1 fl. pro Kilogramm Balata und verabreicht ihnen aufserdem die erforder- lichen Lebensmittel in Vorschufs. Früher kauften die Konzessionäre die Milch ein, aber es fand dabei häuög Betrug statt. Im Jahre 1901 wurde in Holland die sogenannte Kalkbalata importiert, die sich durch ihren hohen Aschengehalt unterschied (10 pCt.), während die gewöhnliche Balatamilch nur 1 pCt. enthält. Der Direktor des Kolonialmuseums in Haarlem, Herr Dr. Greshoff, untersuchte diese Kalkbalata und fand ein sehr einfaches Mittel, um Kalkbalatamilch von gewöhnlicher Balatamilch zu unterscheiden. Ein Tropfen erstgenannter auf einem Streichholz in die Flamme ge- halten, läfst ein weifses Aschenklümpchen zurück. Es scheint mir wohl etwas verdächtig, dafs Balatamilch von Hause aus 10 pCt. Kalk enthalten sollte. Es ist meine Überzeugung, dafs die Milch in Surinam mit Wasser vermischt wurde, und dafs man, um sich vor Entdeckung zu bewahren, Kalk hinzugefügt hat. Die Milch wird am Fufse des Baumes in der Fruchtschale der Crescentia Cujete oder in einem Gefäfs aus Eisenblech aufgefangen. Dieses schiebt man unter einen Einschnitt in die Rinde. Der Milchsaft fliefst bis zu drei Stunden fortwährend herunter. Ein Mann kann pro Tag 6 bis 8 Bäume abzapfen. Ein Stamm liefert durchschnittlich 3,6 Liter Milch, welche I72 bis 2 kg Balata Tropenpflanzer 1904, Heft 2. g — 78 — ergeben. Um 6 Uhr morgens verlassen die Arbeiter die Nieder- lassung und kehren um 1 Uhr nachmittags mit der Milch zurück. Diese wird in ein Kühlbecken gegossen, welches aus dem Stamme einer Palisadenpalme, Euterpe globosa Gaertn. = E. oleracea Mart., gemacht wird, ungefähr auf dieselbe Weise, wie man in Nord- amerika die Blockhäuser herstellt. Das Gefäfs wird von innen mit Ton, danach mit Sand und Bolletreemilch bestrichen. Die Milch bleibt 2 bis 3 Tage in dem zwei Fufs tiefen Kühl- becken stehen, wo sie einem Gärprozefs unterliegt. Ein beweg- liches Dach von Palisadenpalmblättern schützt die Milch vor Ver- dünnung mit Regenwasser. Aus dem Kühlbecken wird die Milch in das Trockenbecken gegossen. Dieses Gefäfs heifst in der einheimischen Sprache Drabi. Es ist 7 bis 8 Fufs lang und breit, aber nur V4 Fufs tief. Hat die Milch 2 bis 3 Tage in dem Drabi gestanden, dann ist die obere Schicht geronnen und kann des Morgens früh, während der kühlen Tageszeit, abgenommen werden. Die auf diese Weise gewonnene Haut wird über dem Trockenbecken aufgehängt, auf dafs die herab- tröpfelnde Milch Avieder aufgefangen werden kann. Um 9 bis 10 Uhr des Morgens wird nun die Haut an einer schattigen Stelle des Waldes aufgehäugt. Innerhalb einer Woche ist dieselbe alsdann genügend gehärtet, um transportiert werden zu können. Eine Haut wiegt durchschnittlich 30 kg. Der Neger trägt dies Gewicht auf dem Kopfe bis zum nächsten Flufs. Das Produkt wird nach Havre oder Holland exportiert, wo es zur Fabrikation von Treibriemen verwendet wird, welche ganz be- sonders für Dynamos erwünscht sind, weil sie diesen einen sicheren, gleichmäfsigen Gang gewähren. In letzterer Zeit geht das Gerücht, dafs grofse Quantitäten heimlich nach Singapore befördert werden, wo man das Produkt mit Guttapercha vermischt wieder in den Handel bringt. In Surinam wird die Bolletreemilch bisweilen mit dem Saft des Bati-Boti-Baumes vermischt, um eine schöne rote Farbe zu erzielen. Die Frucht dieses Baumes ist unter dem Namen Klopfapfel bekannt. Diese ist 10 cm grofs und wird als Kompott oder Konfekt verspeist. Die Indianer nennen den Baum Ambrari, doch der wissenschaftliche Name ist Ambelaina acida Aubl. Er gehört zu der Familie der Apocynaceae. Das Produkt ist weder Gummi noch Guttapercha, sondern mufs zu den Wachsarteu gerechnet werden. Erwärmt, ist es in hohem Mafse plastisch und zu gleicher Zeit elastisch. Wenn seine Eigenschaften in Europa genauer bekannt werden, wird es in der — 79 — Industrie gewifs in Anwendung kommen. Der Baum verdient es gewifs, eingeli-ind untersucht zu werden. Der Milchsaft des Balatabaumes wird häufig verfälscht mit dem ihm verwandter Sapotaceae, wie Bumelia nigra Sw. und Vitellaria (Lucuma) mammosa Radlk., Tabernaemontana alba Mill. Auffallend klein ist die Anzahl junger Balatabäume in der Nähe der älteren. Erst nach langem Suchen fand ich ein einziges Exemplar. Möglicherweise ist dieser Umstand den Affen und Fleder- mäusen zuzuschreiben, welche die Früchte mit Vorliebe verzehren. Surinam ist 15 600 000 ha grofs. Ein Teil der Kolonie besteht aus Savannen und nur ein sehr kleiner Teil wird bebaut. Die Gröfse der Waldungen dürfte auf 147^ Millionen Hektare geschätzt werden. In den letzten neun Jahren sind durchschnittlich pro Jahr mehr als 200 000 ha in Konzession gegeben. Mehr als 15 Jahre wird es wahrscheinlich nicht währen, bis alle Terrains, welche erreichbar sind, zur Gewinnung der Balata- milch exploitiert sind. Alsdann wird man zur zweiten Anzapfung der Bäume übergehen müssen, doch werden letztere diese V^erletzung schwer ertragen. Geraten ist es deshalb, verschiedene Gegenden abzusperren und eine zweite Exploitation nur zu erlauben, wenn genügender Nachwuchs konstatiert werden kann, so dafs, wenn die älteren Bäume zu Grunde gehen, der Bestand nicht verloren geht. Diese Absperrung kann nur in der Weise stattfinden, dafs alle Waldungen zu beiden Seiten eines Flusses geschlossen werden und ein Verbot erlassen wird, den Flufs entlang Balata zu transportieren. Eine ausreichende Kontrolle an Ort und Stelle würde zu be- schwerlich sein. Zu Wasser wäre eine eventuelle Konfiszierung einer ganzen Ernte sehr wohl ausführbar. Die Kultur von Balatabäumen würde wegen ihres langsamen Wachstums mit grofsen Schwierigkeiten verbunden sein. Ein Ver- such, ob durch natürliche Verjüngung die Bestände vom Untergang gerettet werden könnten, wäre immerhin zu empfehlen. Die Kolonialverwaltung in Surinam hat die Absicht, ein geord- netes Forstwesen ebendaselbst einzuführen, und hatte ich von der niederländischen Regierung den Auftrag erhalten, diese Angelegenheit zu untersuchen und vorzubereiten. 6* — 80 — Sansibar -Plantagen. Von Kurt Toeppen. Zu Anfang der kolonialen Bewegung, Mitte dt^r achtziger Jahre, war das Interesse für die Insel Sansibar natürlicherweise bedeutend gröfser als es heutzutage ist. Allerdings hat die gleichnamige Stadt als Handelszentrum unverändert ihre Stellung behauptet und wird es wohl auch für die nächsten Jahrzehnte tun. Aufserdem kommen noch zwei Vorzüge der Insel vor der Küste in Betracht: Erstens ist Sansibar der einzige Platz an der ganzen tropischen Ostküste, wo wirklich gutes Trinkwasser in genügender Quantität vorhanden ist, was übrigens ein gewichtiger Grund dafür war, dafs England Sansibar in Anbetracht der Wasserversorgung der Kriegsschifle gehalten hat. Zweitens sind die beiden so reich gesegneten Inseln Sansibar und das benachbarte Pemba die Hauptlieferanten des Weltmarktes in Gewürznelken. Schon zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde der Nelken- baum von den Maskarenen eingeführt. Man nennt als den ersten Nelkenpflanzer einen Araber namens Saleh bin Hamed. Das Klima der Inseln eignete sich ganz vorzüglich für den Baum, der namentlich gegen lange Dürre und Trockenheit sehr empfindlich zu sein scheint. Auf den beiden Inseln gibt es nun kaum einen Monat im ganzen Jahr, in welchem gar kein Regen fällt. Die Beobachtungen von Dunga (fast genau im Mittelpunkt der Insel Sansibar gelegen) zeigen als trockensten Monat (1902) den Januar mit 0,23 Inches ])ei 6 Regentagen und dann den August mit 0,87 Inches bei 1 1 Regen- tagen. Der Gesamtregenfall in den letzten 4 Jahren war (in Inches) folgender: Sansibar (Stadt) Dunga Banani (Insel Pemba) 1899 66,69 97.94 105.24 1900 74,0.5 79,09 90,35 1901 73,65 87,60 92,78 1902 66,30 8.5,61 6H,72 Ferner kamen für das Aufblühen der Kultur die billige Sklaven- arbeit in Betracht und der hohe Preis des Produkts; diese beiden Faktoi-en sind verschwunden und deshalb wird die Nelkenkultur selbst von Leuten, die Sansibar nicht nur vom Hotel oder vom Klubhaus aus kennen, als unrentabel bezeichnet. Die in Sansibar an- sässigen Kaufleute haben sich niemals um die Kulturen der Insel gekümmert, und es ist erstaunlich, wie wenig man in der Stadt ge- wöhnlich selbst über die Ernteaussichten informiert ist. Ich halte die Anlage einer Nelkenplautage, d. li. die Neu- anpflanzung einer solchen auch für unrentabel, zumal man vor dem — 81 — zehnten Jahr kaum auf eine reguläre Ernte rechnen kann, und es gibt soviel käufliche Plantagen auf der Insel, dafs eine Neupflanzung, für welche auch kaum genügend Material zu einer gewissenhaften Kalkulation vorhanden ist, als wenigstens riskant erscheinen mufs. Als in Sansibar noch nach alter Art mit Sklaven gearbeitet wurde und Nelken am Zollhaus mit 8 bis 9 Doli. perFrasilah (Doli, damals etwa 3,75Mk., lFrasilah = 35Pfd. engl.) bezahlt wurden, Preise, deren ich mich von Anfang der 80er Jahre noch erinnere, konnte der arabische Pflanzer den indischen Halsabschneidern gern 25 pCt. Zinsen bezahlen, nachdem aber Nelken billiger wurden und Sklaven- arbeit fast ganz aufgehört hat, sieht die Sache anders aus. Der hohe Zinsfufs hat die leichtsinnigen Pflanzer, die alle nicht kauf- männisch rechnen können, ins Verderben gestürzt. Viele Pflan- zungen sind in Händen indischer Händler, welche das Pfandobjekt mangels Zahlung übernehmen mufsten und nun nicht wissen, was sie damit machen sollen, denn zum Plantagendirektor eignet sich der Sansibar-Inder am allerwenigsten. Wenn nun trotz des niedrigen Marktpreises der Nelken auf dem Weltmarkt und der mangelnden Sklavenarbeit in Sansibar und Pemba der schon seit einem Jahrzehnt (oder länger) vorausgesagte Ruin der Nelkenkultur immer noch nicht eingetroffen ist, so kann es damit doch nicht so ganz schlecht bestellt sein. Allerdings leben die Araber heutzutage nur noch, sozusagen von der Hand in den Mund, da ihnen das Betriebskapital fehlt; namentlich fühlbar ist dies zur Zeit der Ernte, wenn wegen Geld- mangel ein Teil der Frucht auf den Bäumen verfault; und trotzdem sind die Gesamtresultate nicht kleiner als zur guten alten Zeit, und trotzdem ist der Nelkenpflanzer der nützlichste Untertan seines Sultans, denn sein Produkt ist das einzige, das 25 pCt. Zoll trägt, während von andern Produkten nur 5 pCt. Zoll erhoben werden. Der Araber jammert natürlich, dafs es ihm schlechter geht als früher, als er von seinem getreuen Verwalter, der sich bei einem Monatsgehalt von 15 Rupien etwa 1000 bis 2000 Rupien im Jahr sparen konnte, nur den Reinertrag ausgezahlt bekam und sonst in Ermangelung einer Bärenhaut auf seineoi persischen Teppich liegen blieb. Der Inder jammert auch, da seine 25 pCt. nicht mehr so glatt eingehen und da er, wie gesagt, manchmal eine von den Pflan- zungen an Zahlungsstatt übernehmen mufs und nicht weifs, was er damit machen soll. Wenn sich jemand fände, der den Pflanzern Geld zu billigen Zinsen, sagen wir 8 bis 9 pCt., leihen würde und den Verkauf so organisierte, dafs der Pflanzer aus Geldnot nicht zu Schleuderpreisen — 82 — — oft zur Hälfte des Wertes im Vorschufs — sein Produkt los- schlägt, so würde die Nelkenkultur wieder aui' eine gesuude Basis gestellt werden. Natürlich müfste der Geldmann gewärtig sein, dafs ihm, namentlich zu Anfang, eine ganze Anzahl schwer verschuldeter Plantagen zufallen würde; das ist aber kein Schaden, im Gegenteil! Ich will in den folgenden Zeilen versuchen an der Hand von Zahlen, die sich auf langjährige Versuche und Erfahrungen von Fachleuten stützen, zu zeigen, dafs eine Nelkeuplantage ein paying business ist, und da auf Sansibar die Pflanzungen gewöhnlich gemischt sind, so will ich eine solche als Beispiel annehmen, die zur Hälfte aus Nelken und zur Hälfte aus Kokospalmen besteht. Alle Arbeit wird nach bestehenden Sätzen in Akkord gegeben. Überhaupt wäre es ein Segen, wenn man in den Kolonien mehr als bisher die Akkordarbeit einführte. Unsere schwarzen Landsleute befinden sich ja ganz gut bei einem Monatsgehalt von so und so viel Rupien und dem üb- lichen Verpflegungsgroschen, aber die Aktionäre würden viel besser daran sein, wenn mehr Akkordarbeit eingeführt würde, wo dieses angeht. Die Unkosten bei einer fertig angekauften Nelken- und Kokos- plantage bestehen erstens aus dem Reinhalten der Plantagen von Unkraut, also dem Umgraben oder Umackern des Bodens; dies ge- schah in früheren Zeiten, als Sklavenarbeit nichts kostete, drei- bis viermal im Jahr. Jetzt beschränkt man sich auf zweimal, was zur Not auch genügt, wenn es radikal geschieht; aber viele Pflanzer ackern nur um jeden Baum im Umkreis von etwa 2 m, das genügt für Palmen, ist aber für Nelken zu wenig. Zweitens kommen die Unkosten der Ernte in Betracht; bei Palmen zahlt man 1 Pesa für das Erklettern und das Abernten jedes Baumes, aufserdem sind noch gewisse Abgaben an die Aufseher zu machen und die Kosten des Transportes der Nüsse bis zum Schuppen in Betracht zu ziehen. Man erntet im Jahr drei- auch viermal. Der Durchschnittsertrag eines Baumes darf aui 30 Nüsse für das Jahr geschätzt werden; ge- wöhnlich erhält man auf Befragen Angaben von 100 Stück und noch mehr, das trifi"t bei besonders guten Bäumen, namentlich, wenn sie womöglich noch gedüngt werden, zu, aber der Durchschnitt kommt nie so hoch. Aufserdem soll folgender Aufstellung nicht ein günstiger Ausfall, sondern ein möglichst schlechter Durchschnitt zugrunde gelegt werden. Es ist sehr leicht, auf dem Papier 50 pCt. Nutzen auszurechnen und nachher das Kapital in wenigen Jahren aufzuwenden. Die Nelkenernte besteht im Pflücken, Trocknen der Nelken (nebst Anschauung der dazu gehörigen Matten) und Transport bis zum Zollhaus, während mau Nüsse stets zum angenommenen oder — 83 — höheren Preis loco verkaufen kann. Bei der Aufstellung ist auch nicht in Betracht gezogen, dafs man durch die sehr einfache Kopra- bereitung den Ertrag noch bedeutend erhöhen kann, auch ist die Verwertung des Bastes nicht gerechnet. Ferner könnte man auf einer Plantage sehr schöne Verdienste durch folgende Neben- beschäftigungen erzielen: 1. Anbau europäischer Gemüse mit zwei Arbeitern. Den Ertrag kann man gut auf 400 bis 500 Rupien oder mehr für das Jahr schätzen, denn frische Gemüse gibt es in Sansibar fast gar nicht, und es werden deswegen dafür sehr gute Preise bezahlt. 2. Eier kosten in Sansibar gewöhnlich 7 bis 8 Pf. per Stück nach unserem Geld, die Hühner erhalten sich selbst, Unkosten sind keine vorhanden, der Vorteil liegt also auf der Hand. 3. Eine kleine Schaf- und Ziegenherde kostet auch keinen Unterhalt, und wenn man auch nicht gerade auf grofse bare Erträge rechnen kann, so würde man doch wöchentlich ein Stück fürs Haus schlachten können, was das Unkostenkonto erleichtern würde. 4. Das Halten von etwa 1 Dutzend Kühen wäre dringend zu empfehlen. Frische Butter gibt es in Sansibar nicht und würde solche reifsenden Absatz finden. Kühe müssen natürlich gefüttert werden, w^enn sie ordentlich Milch geben sollen, am meisten wird dazu Maniok verwendet, den man mit einem oder zwei Arbeitern leicht auf der Pflanzung ziehen könnte. Die Inder in der Stadt sagen, dafs eine Kuh eine Rupie für den Tag Nutzen bringt. Wenn man nur die Hälfte oder noch weniger annimmt, so würden die Nebenbeschäftigungen schon den Haushalt des Europäers bezahlen. In der Aufstellung wollen wir jedoch davon absehen, auch von dem Ertrag der Fruchtbäume usw., die sich auf jeder Pflanzung be- finden. Wir kommen nun zur Rentabilitätsberechnung einer Plantage auf der Insel Sansibar, bestehend aus 15 000 Nelkenbäumen und 15 000 Kokospalmen. Es wird angenommen, dafs sich ein halbwegs bewohnbares Haus ("wahrscheinlich mehrere) vorfindet. 1. Anschaffung der Plantage 45 000 Rupien . . . 60 000Mk. 2. Herrichtung des Hauses 1 000 „ 3. Anschaffung von Vieh 1 500 „ 4. „ „ Inventar, Werkzeugen und Möbeln 1 000 „ 5. Reisekosten 1 000 6. Unkosten bis zur Anschaffung der Pflanzung . 1 000 7. Reserve 1500 r) V 67 OUO Mk. — 84 — Unkosten. Umackern 15 000 Palmen a 4 Pesa für das Jahr 860 Rupien 1 075 Mk. 450 000 Nüsse Ernteunkosten 2'V.i Rupie für lOüO 1240 Rupien 1 655 ,, 15 000 Nelkenbäume umackern ä 6 Pesa pro Jahr 1300 Rupien 1 735 „ 1500 Frasilah (zu 35 Pfd. engl.) Nelken ernten, trocknen und transportieren zu 1 Ru])ie per Frasilah 1500 Rupien 2 000 „ Gehälter für Eingeborene 1 600 „ Diversa 935 „ Unterhalt des Europäers einschl. Dienerschaft u. s. w. 4 000 „ Total . . 13 000 Mk. dazu einmalige Ausgabe . . 67 000 „ Anlagekapital. . 80 000 Mk. Dagegen Ertrag. 1500 Frasilah Nelken (372 Pfd. engl, per Baum) zu 8 Rupien 12 000 Rp. 25 pCt. Zoll . . 3 000 ,, 9 000 „ 12 000Mk. 450 000 Nüsse zu 20 Rupien . . . . . . 9 000 Rp. 12 000 „ 24 000 Mk. ab Unkosten 13 000 „ 133/4 pCt. Reinertrag 11 000 Mk. 15 Rupien sind = 20 Mk. gerechnet, 1 Rupie = 70 Pesa. Der Ertrag der Nelkenbäume zu 372 Pfd. engl, ist sehr niedrig; in Dunga trugen die Bäume, welche ordentlich gepflegt worden sind, im letzten Jahr 6,03 Pfd. und es wurde der Reinertrag für den Baum auf 1472 Annas = 1,20 Mk. berechnet (ungerechnet Unkosten des Euro- päersj. Man kann bei Nelken bis zu einer gewissen Grenze sagen: „Je mehr man für Pflege anlegt, desto besser verzinst sich das Kapital." Obiger Aufstellung zufolge geben Nelken bei viel höheren Un- kosten nur ebensoviel Ertrag als Kokosnüsse, das kommt daher, dafs der Preis von 8 Rupien für den Frasilah ein sehr niedriger, kaum zu erwartender ist, man könnte mit gutem Gewissen 9 Rupien an- geben; aufserdem können in einem besonders guten Jahre 2000 und mehr Frasilah geerntet werden, aber es können auch schlechte Ernten vorkommen. Palmen versagen niemals gänzlich, so dafs selbst bei — 85 — einer Mifsernte von Nelken eine gemischte Plantage sich selbst erhalten könnte. Zum Schlufs möchte ich noch bemerken, dafs zu dem be- sprochenen Unternehmen Kenntnis des Suaheli, Talent in der Be- handlung der Eingeborenen, namentlich in bezug auf Akkord- arbeit, Geduld und Lust und Liebe zur Sache gehört. Schlecht ist die ganze Sache auch selbst dann nicht, wenn man dem leitenden Europäer ein Gehalt von 5000 Mk. neben seinem Unterhalt gibt, man kann dann immer noch auf lOpCt. Verzinsung des Kapitals rechnen. Das Eisiko ist fast gleich Null, da die Plantage stets ihren Wert behält, d, h. wenn sie von jemandem gekauft ist, der unabhängig von Eingeborenen selbständig zu handeln versteht. > ?>^:^^>^»>^> jv/ v Koloniale Gesellschaften. _ <<«< AI Otavi-Minen- und Eisenbahn-Gesellschaft, Hamburg*. Die Gesellschaft hielt am 19. Dezember ihre Generalversammlung ab, in welcher an Stelle des verstorbenen Herrn v. Hansemann Herr A. Schoeller, Berlin, in den Verwaltungsrat gewählt wurde. Die satzungsgemäfs ausscheiden- den zwei Mitglieder des Verwaltungsrats, die Herren Edmund Davis, London, und Direktor Paul Boettger, Berlin, wurden wiedergewählt. Dem Jahres- bericht für das Geschäftsjahr 1902/03 entnehmen wir folgendes: Über die Kupferminen spricht sich der in Gouvernementsdiensten stehende Bergingenieur Gathmann wie folgt aus: „Von dem Mineralvorkommen ist das- jenige von Tsumeb bei der Bewertung des ganzen Minenbesitzes der Otavi-Ge- sellschaft vorläufig ausschlaggebend; die übrigen können im Anschlufs an das für Grofsbetrieb geeignete Tsumeb eventuell eine gewisse Bedeutung im Klein- betrieb erlangen, wie zweifellos Guehab, wo bei der Nähe einer Bahn die Aus- beute der reichen Kupfererze sehr lohnend sein wird. Auch Grofs- und Klein- Ütavi werden dann immerhin mit Vorteil bearbeitet werden können, wenn auch die Ausbeute in Klein-Otavi nur noch gering ausfallen dürfte. Bei der Art des Vorkommens darf man sich über die Tiefenerstreckung nicht allzu grofsen Illusionen hingeben, da auch ein ziemlich plötzliches Abschneiden der Lagerstätte nicht ausgeschlossen erscheint. Bezüglich der Qualität der Erze ist im Osten eine Zunahme des Bleigehaltes nach der Tiefe auf Kosten des Kupfers wohl nicht zu bezweifeln; auch deswegen darf man über die tatsächlich vorliegenden Auf- schlüsse hinaus nicht zu weit gehen in seinen Vermutungen, da die Qualität bei der Bewertung neben der Quantität gleiche Wichtigkeit besitzt und noch weniger sich voraus bestimmen läfst." Bei der zu bauenden Bahn nach den Minen wurde, nachdem das Projekt von Port Alexandre durch portugiesisches Gebiet fallen gelassen war, die Ver- bindung von Karibib nach dem Otavigebiet im Anschlufs an die Regierungs- bahn Swakopmund — Windhuk in Erwägung gezogen. Es ergab sich aber, dafs der Verkehr der Otavibahn, der, um auf geringe Betriebskosten zu kommen, die — 86 — Yerwenduiig; von Schienen zu 15 kg auf das Meter erforderte, nicht auf die Staatsbahn mit ihren leichten Schienen von 9 kg auf das Meter übergehen kann, und dafs überhaupt die Staatsbahn von Swakopinund nach Karibib mit ihren ungünstigen Gefällen auf dem linken Khanufer für die Entwicklung eines gröfseren Verkehrs nicht geeignet ist. Daher wurde das Projekt, die unmittel- bare Verbindung von Swakopmund nach dem Otavigebiet mittels einer Bahn auf dem rechten Khanufer von etwa 570 km angenommen. Die Ausführung ist der bekannten Baufirma für tropische Eisenbahnen, Arthur Koppel, übertragen, und zwar zu dem festgesetzten Preise von 14 725 000 Mk. gleich 25 840Mk. per Kilometer. Die Bauzeit ist auf 2^/» Jahre festgesetzt, die Arbeiten sind bereits seit einigen Monaten im Gange, so dafs im Jahre 1006 mit der Fertigstellung der Bahn gerechnet wird. Es wird beabsichtigt, soweit das Vorschreiten des Bahnbaues es gestattet, schon jetzt mit der Organisation des Bergbaues vorzugehen, einerseits um die bereits ausgeführten Bergarbeiten vor dem Verfall zu schützen und die bereits bewährten Arbeitskräfte nic-ht wieder zu verlieren, anderseits um die unter- brochenen Untersuchungsarbeiten in den bekannten Minen fortzusetzen und andere Punkte im Otavigebiet, an welchem neuerdings Kupfervorkommen fest- gestellt wurde, in den Kreis der Untersuchungen zu ziehen. Der Bericht kommt zu dem Schlufs, dafs die bei'eits festgestellten Erzlager hinreichen würden, das gesamte Kapital zu amortisieren und aufserdem eine befriedigende Dividende zu verteilen. Zur Verfügung standen für den Bahnbau und den Minenbetrieb nach der Bilanz vom 29. Mai 1903 noch 18 446 477 Mk. und zwar noch nicht eingeforderte 75 pCt. von 19 Mill. Mk. und 4196 477 Mk. Bankguthaben. Das Bergbaukonto steht mit 1 553 523 Mk. für Vorarbeiten, bisherigen Anlasen usw. zu Buch. Guatemala-Kaffeebau-Gesellschaften. Neuerdings haben die bedeutenderen, Kafifeebau treibenden deutschen Ge- sellschaften in Guatemala ihre Berichte für das verflossene Geschäftsjahr heraus- gegeben. Aus den Berichten geht hervor, dafs diese mit recht erheblichen Kapitalien arbeitenden Gesellschaften, hauptsächlich durch die Folgen der Erd- beben im Jahre 1902, dann aber auch durch die niedrigen Kaffeepreise im letzten Jahr recht ungünstig abschliefsen. Am besten hat die Plantagen-Gesellschaft Concepcion in Hamburg abgeschlossen. Das Kapital dieser Gesellschaft beträgt 2 000 000 Mk. Aktien- kapital, 1417 500 Mk. Prioritäten. Nach Deckung aller Kosten, darunter 17 908 Mk. für den Neubau des durch das Erdbeben zerstörten Wohnhauses und reichlichen Abschreibungen und Zahlung der Prioritätszinsen von 5pCt., kommen 4 pCt. Dividende auf das Akticnkiipitttl zur Auszahlung. Der verhältnismäfsig noch günstige Abschlufs ist der guten Zuckerernte zuzuschreiben, für welche auch gute Preise erzielt wurden- Die Aussichten für die neue Kaffeeernte lauten recht günstig, auch die Qualität hat sich nach den eingesandten ersten Proben wieder gebessert. Der Guatemala-Plantagen-Gesellscliaft in Hamburg sind durch das Wiederinstandsetzen der Pflanzungen und Geliäude, Fortschaffung des nieder- gefallenen Sandes bezw. Asche usw. gi-öfsere Ausgaben erwachsen als wie seiner Zeit angenommen wurde, und haben die aus dem vorjährigen Gewinn zurück- gestellten 130 000 Mk. nicht ausgereicht. Da auch die Ernte von Zucker - 800 Quintales gegen geschätzte 3200 Quintales — weit gegenüber den Er- — 87 — Wartungen zurück blieb und nur 9814 Quiutales Kaffee geerntet wurden, schliefst das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 35 326 Mk. ab, während für das Vor- jahr noch 4 pCt. Dividende verteilt werden konnten. Das Aktienkapital beträgt 2 000000 Mk. und 840 000 Mk. Prioritäten. Die Aussichten für die neue Kam- pagne lauten befriedigend, nach den vorliegenden Berichten darf auf eine qualitativ und quantitativ bessere Kaffeeernte sowie auch auf eine gröfsere Zuckerproduktion gerechnet werden. Die Osuna-Eochela-Plantagen-Gesellschaft in Hamburg hat trotz geringer Ernte und geringen Erlöses infolge der schlechten Marktpreise einen kleinen Gewinn von 40 903 Mk. zu verzeichnen, der von dem zu Buch stehenden Verlustsaldo von 874 182 Mk. abgeschrieben wird. Die Ernte erbrachte 16 319 Quintales Kaffee, für welche 594342 Mk. erzielt wurden. Die neu herein- kommende Ernte wird auf 19 000 bis 20000 Quintales Kaffee geschätzt. Die Gesellschaft arbeitet mit einem Aktienkapital von 3 000 000 Mk. und 1 395 450 Mk. Prioritäten, aufserdem stehen aber noch über 1 Million Kreditoren zu Buch. Wenn die Kaffeepreise, wie es jetzt allen Anschein hat, wieder von dem jahrelangen niedrigen Niveau heraufsteigen, dürften diese Gesellschaften, wie auch unsere ostafrikanischen, Kaffee produzierenden Gesellschaften bessere Ab- schlüsse erzielen. Der ostafrikanische Kaffee ist dem Guatemalakaffee ziemlich gleichwertig und auch ähnlich im Geschmack. Zu wünschen wäre, dafs die jetzt sich bessernde Marktlasre für Kaffse von Dauer ist. • >?>».-->^>^>» ff* —^ VI Aus (leutsehen Kolonien. :^ ^ C«'^Ci«««^ - Verhütung von Viehkranklieiten in Togo. Wir erhalten von Herrn Dr. Schilling aus Kleinpopo folgende Mit- teilungen: An die Küste zurückgekehrt, erlaube ich mir, dem Kolonial-Wirtschaft- lichen Komitee einige Mitteilungen über meine Studien zur Verhütung von Viehkrankheiten in Togo zu machen. Im Mai und Juni war in Mangu innerhalb der Stationsherde eine sehr gefährliche Seuche ausgebrochen, welche die Leute als „maruru" bezeichneten. Dank den energischen, zielbewufsten und geschickten Anordnungen des Stations- leiters von Sansanne Mangu, Herrn Oberleutnants Mellin, ist es gelungen, die Seuche auf die einmal infizierte Herde zu beschränken und innerhalb dieser in wenigen Wochen zum Erlöschen zu bringen. Aus Präparaten von Blut und Organen der erkrankten Tiere liefs sich nachträglich feststellen, dafs es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit handle, welche dem Milzbrand einerseits, dem malignen Odem anderseits sehr nahe steht, aber doch mit beiden Krank- heiten nicht identisch ist. Ich erhielt die Nachricht von dem Ausbruch der Seuche drei Wochen nach Absendung des betreffenden Briefes; trotzdem eilte ich so schnell als möglich nach Mangu. Auf dem Wege kam mir Mitteilung zu, dafs die Krankheit er- loschen sei. Um nicht noch weitere Zeit zu verlieren, ging ich nach Sokod6 zurück und begann — mein ursprünglicher Plan war gewesen, zuerst noch an der Küste Versuche anzustellen — dort neue Experimente über Tsetsekrankheit. Zuerst stellte sich heraus, dafs von den im Juli 1902 in Sokode vor- behandelten Tieren ein Teil die Infektion überstanden hatte. Bei etwa 44 pCt. — 88 — fanden sich noch Parasiten im Blute vor. Dies ist für die Beurteilung des Wesens der Krankheit von grofser Bedeutung. Wichtiger nocli vom praktischen Standpunkte aus: auch nach einem Jahre kann man noch nicht mit BcHtimintheit darauf rechnen, dafs vorbehandelte Tiere die künstliche Infektion überstanden haben. 22 vorbehandelte Tiere wurden nun im Oktober von Sokode nach dem Süden geschickt. Das Ende der Regenzeit ist für solche Transpoi'te die un- günstigste Zeit, denn es gibt dann Tsetsefliegen in grofsen Mengen, und es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, dafs sämtliche Tiere mehrmals gestochen worden sind. Dies aber ist gerade der Zweck des Versuches: die Tiere wurden mit Absicht der natürlichen Infektion durch die Fliege ausgesetzt, damit sich zeigen kam), ob meine Methode der Immunisierung gegen diese Art der Übertragung der Krankheit schützt. Ich bin mir zwar wohl bewufst, dafs ich mit Verlusten zu rechnen haben werde, allein ich erwarte doch eine beträchtliche Herab- minderung der Verlustprozente. In etwa sechs Monaten wird es bereits möglich sein, annähernd das Resultat dieses wichtigen Versuches zu bestimmen. Dafs aber die von mir geübte Methode schon einen wesentlichen Fort- schritt bedeutet, beweist der Versuch, welcher in Atakpame mit vorbehandelten Rindern angestellt wurde. Neun Rinder wurden kurz nach beendeter Behandlung von Sokode nach Atakpame geschickt, wo bisher alle aus dem Norden ein- geführten Rinder ausnahmslos zugrunde gegangen waren. Von diesen sind vier ohne jede Krankheitserscheinungen geblieben, fünf an nicht näher bezeichneten Krankheiten eingegangen, und zwar sämtlich innerhalb drei Monaten nach ihrem Eintreffen in Atakpame. Später kamen keine Fälle mehr vor. Innerhalb des- selben Zeitraums gingen von sechs Kontrolltieren fünf ein. Die Verluste an immunisierten Tieren führe ich darauf zurück, dafs diese zu kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung der natürlichen Infektion ausgesetzt wurden, also noch ehe ein wirksamer Schutz gegen letztere erreicht war. Das gleiche trifft für die in Tove und Misahöhe stationierten Tiere zu. Diese sind sämtlich innerhalb des letzten Jahres zugrunde gegangen. Den Unter- schied gegenüber dem Versuch in Atakpame führe ich darauf zurück, dafa erstens die Tiere dort ohne Arbeit gehalten wurden, hier, wenn auch in leichtem Grade, zu der ihnen vollkommen ungewohnten Arbeit verwendet wurden; zweitens die Tiere auf den Transporten nach Lome Trinkwasser von ganz aufserordeutlich schlechter Beschafi'enheit zu sich nehmen mufsten. In meinem letzten Bericht an das Kaiserliche Gouvernement habe ich erklärt, dafs es gar keinen Sinn habe, Vieh auf dieser Strafse zu transportieren oder zum Zug zu verwenden, bevor nicht für gutes Trinkwasser gesorgt sei. Ich bitte das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee, seinen Einflufs dahin geltend zu machen, dafs die Trinkwasserfrage für die Strafse Lome— Agome neuerdings und mit besseren Mitteln und Kräften als bisher in Angriif genommen werde. Die A'ersuche an Pferden sind noch niciit weit genug gediehen, um eine Mitteilung über bestimmte Resultate zu gestatten. Ich habe bei Schafen in Sokode ein neues Trypanosoma nachgewiesen, das aber auch beim Rinde vorzukommen scheint. Sollte sich das letztere bestätigen, so würde dies allerdings meine Aufgabe ganz aufserordeutlich komplizieren. Versuche sind im Gange. Ebenso habe ich Untersuchungen darüber begonnen, ob das Texasfieher in Togo existiert. Auf ein Schreiben des Kaiserlichen Gouverneurs vom 11. August hin, welches besagt, dafs „Mr. Robinson weiteres A'ieh aus Tchautsho zur Zeit — 89 — nicht erwünscht sei", habe ich es unterlassen, solches zu schicken. Mitte Ok- tober jedoch habe ich, im Einverständnis mit Herrn Oberleutnant Meilin, zwei Maultiere, welche ich als tsetsefi-ei befunden hatte, nach Tove geschickt. Es stellt sich mehr und mehr bei meinen Untersuchungen heraus, dafs es eine Eigentümlichkeit der Tsetsekrankheit ist, lange im Körper versteckt zu bleiben, um dann entweder ganz zu verschwinden oder neuerdings aufzuflackern und den Tod des befallenen Tieres zu veranlassen. Aus diesem Grunde sind Eesultate, welche nicht mindestens ein Jahr kontrolliert wurden, mit grofser Yorsicht aufzunehmen. Leider schiebt sich damit auch ein endgültiger Abschlufs der auf eine Immunisierung abzielenden Studien bedeutend hinaus. Immerhin kann ich schon jetzt folgendes als feststehend angeben: 1. Die von mir geübte Methode ist unschädlich. 2. Nahezu 50 pCt. der vorbehandelten Rinder sind in Tsetsegebieten, trotz ungünstiger Bedingungen, gesund geblieben. 3. Die Versuche sind in der bis jetzt eingeschlagenen Richtung weiter fortzusetzen. Chemische Untersuchung der Samen des Lichtnufsbaumes, Aleurites moluccana, aus der Südsee. Von Dr. C. Fendler. Die Untersuchung der uns am 17. Juni v. Js. zugegangenen Aleurites- 3 amen hat folgendes ergeben: Die Samen besitzen graugelbliche Farbe, sie sind annähernd herzföi'mig. Die Gröfsenverhältnisse sind im Durchschnitt 2,6 : 2,5 : 3,0 cm. Die sehr starke Schale ist 25 mm dick; der derselben eng anliegende Samen ist äufserlich kreideweifs, im Innern hellgelblich und schmeckt nufsartig. Ein Samen wiegt im Durchschnitt 8,15 g, davon entfallen auf die Schalen 5,22 g, die Kerne 2,93 g. Die Kerne enthalten Wasser 36,5 pCt., Fett 64,40 pCt. Die Wasser- und fettreichen Kerne enthalten 60,62 pCt. Biweifsstoffe ^9,70 pCt. Stickstoff). Das mit Äther extrahierte Ol ist hellgelb, von schwach tranartigem Geruch und kratzendem Geschmack. Erstarrungspunkt des Öles 15,0 ° Spez. Gewicht bei 15 ° 0,9254 Säurezahl 0,97 Verseifungszahl 194,8 Reichert Meifsl'sche Zahl 1,2 Jodzahl 114,2 Schmelzpunkt der Fettsäuren 18 ° Erstarrungspunkt der Fettsäuren 15,5 ° Das Öl ist schwer löslich in absolutem Alkohol, Glycerin wurde darin nachgewiesen. Es trocknet in dünner Schicht an der Luft aufserordent- lich raseh. Ob das Öl als Speiseöl brauchbar ist, müfste erst mit grösseren Material- mengen festgestellt werden. Für technische Zwecke dürfte es voraussichtlich einen guten Ersatz des Leinöles bilden, dem es in seiner Znsammensetzung sehr ähnlich ist. «•^^:-<- 90 . y^ . -^^i±^ Aus fremden rroduktioiisgebieteii. . Die Besiedlung'sfähigkeit des mexikanischen Hochlandes. Zu dieser Frage schreibt uns Herr Dr. ß. J'^ndlich aus Coatzacoalcos (Mexiko) folgendes: Leider bietet Mexiko noch keine Beispiele für die Akkliinatisationsi'ähigkeit der Europäer. Die europäischen Landwirte des Hochlandes sind mit Mexi- kanerinnen verheiratet. Zwei deutsche Familien, die sich seit drei Generationen mit Landwirtschaft beschäftigen, wohnen etwa 1000 m über dem Meere (zwischen Jalapa und Cordobai. Auch sie bieten kein Beispiel für die Akklimatisations- fähigkeit in diesen Breiten und Höhenlagen, da die Frauen der ersten und zweiten Generation in Deutschland geboren sind. Ihre Nachkommen sind tadel- los entwickelt. Mit Feldarbeit beschäftigt sich in Mexiko kein Eui-opäer; es ist dies Sache der Einheimischen, während die Ausländer die Leitung und Be- aufsichtigung übernehmen. Die Europäer fühlen sich im allgemeinen auf dem Hochlande wohl, doch sind dort Herzkrankheiten häufiger als in den tieferen Lagen. Ob das Hochlandsklima nervös macht, wie vielfach behauptet wird, entzieht sich meiner Beurteilung. Vielleicht ist in der Hauptsache der in grofsen Quantitäten genossene Alkohol daran Schuld? Die dünne Gebirgsluft ist scheinbar die Ursache eines gröfsereu Schlafbedürfnisses. Die Wirkung der Sonnenstrahlen ist ganz erträglich, da im Sommer ihre Kraft durch die Be- wölkung (und dementsprechend die Hitze durch den Regeni wesentlich gemildert wird. Überhaupt ist die Schweifssekretion auf dem Hochlande gering; auch ist der Sonnenstich dort unbekannt. Auf dem mexikanischen Hochlande lohnt der Getreidebau (Mais- und Weizenbau I sehr gut, und zwar weniger wegen der guten Erträge als infolge der hohen Marktpreise. Die Feldfrüchte des Hochlandes werden zum grofsen Teil bewässert. Aufser im Tal von Anahuac gibt die wichtigste Körnerfrucht, der Mais, auch in einigen anderen Gegenden, wie im Staate Durango usw., leidliche. Erträge. Die Ertragsangaben von Prof. Kärger sind natürlich ebenso über- trieben wie die für Anatolien; z. B. soll bewässerte Gerste im Staate Puebla 50 bis 70 fachen Ertrag geben usw. Luzernebau mit Bewässerung ist sehr lohnend. Unter Frösten haben eigentlich nur die Umgebungen von Schneebergen zu leiden, wie ich dies an der Nevada von Toluca gesehen habe. Vereinzelt kommt es auch vor, dafs in Lagen über 2400 m der zeitig bestellte Mais erfriert. Die Hagelgefahr scheint nicht gröfser zu sein als in tieferen Gegenden. Die Hauptwachstumszeit des Getreides ist natürlich der Sommer; doch werden Körnerfrüchte, namentlich Weizen, vielfach auch im Herbst oder Winter gesät und im Frühjahr geerntet. In einigen Gegenden so bei Mexicapai bauen die Indianer Sommer und Winter Mais auf demselben Felde; natürlicherweise ist der Stand solcher Kulturen (da man nicht düngt! kläglich zu nennen. Bei der Aufschliefsung der afrikanischen Hochländer durch Eisenbahnen erscheint es mir aufserordentlich wichtig, der Verschleppung der Moskitos durch die Eisenbahnwagen vorzubeugen, sei es durch Wagenwechsel in bestimmten Stationen oder durch Ausräucherung der betreffenden Waggons, namentlich im Sommer usw. i In Mexiko werden häufig die Zimmer mit Insektenpulverpastillen mit Erfolg ausgeräuchert. "i Nach Plehn gelten in Afrika Höhenlagen über 1000 m über dem Meeresspiegel als fieberfrei. Beim mexikanischen Hochlande — 91 — war dies früher aucli der Fall. Jetzt gibt es Malariafieber (wie dies deutsche Ärzte nachgewiesen haben) sogar über 2000 m hinaus. Vor Eröffnung der Eisenbahnen soll man diese Krankheit in der Hauptstadt und in anderen Städten nicht gekannt haben. Am besten läfst sich dies bei Städten nachweisen, die erst kurze Zeit von den Eisenbahnen aufgeschlossen sind, wie Durango. In Höhen über 2400 in scheinen sich keine Moskitos halten zu können, wenigstens habe ich Toluca (2671 m) und Zacatecas (2442 m i davon frei gefunden. Nordinexiko ist entschieden für Kolonisation geeignet, wie dies die Mormonenkolonien beweisen. Doch ist das Kolonisationsterrain, das sich nur auf die Flufstäler und Lagunen beschränkt, verhältnismäfsig knapp und teuer. Von den Buren, die sich für Mexiko entschlossen haben, sollen nur 19 Familien in Chihuahua angesiedelt sein; die übrigen werden sich im Nordosten, in den heifsen, aber fruchtbaren Niederungen des Staates Tamanlipas (bei Sotola marinal niederlassen. Kürzlich wurde ich überrascht, in Dos Rios eine Kaffeehazienda (mit 2 400 000 Kaffeebäumen I zu finden, deren Meereshöhe nur 300 bis 900 Fufs be- trägt. Die Bäume tragen wenigstens ebensogut wie in Cordoba. Die Maschinen zur Präparierung des Kaffees dürften kaum ihresgleichen finden. Nach dem Urteil der Ausstellungskommission in Buffalo soll die Qualität des Dos Rios- Kaffees noch besser sein als die des Staates Oaxaca. Seide und Baumwolle in Russisch-Turkestan. Ein Mitarbeiter des Mailänder „Corriere della Serra**, Ugo Ojetti, gibt folgende aufserordentlich interessante Angaben über die Seiden- und Baumwoll- produktion dieses Gebietes. Russisch-Turkestan hat in seiner Gesamtheit in diesem Jahre etwa 1 Mill. Kilo trockner Seideukokons, d. h. im Durchschnitt 3 Mill. Kilo frischer Seidenkokons hervorgebracht. Von dieser Million kommen 825000 Kilo aus der Provinz Saraarkand, 175 000 aber aus Fei'gana. Die trocknen Kokons werden um 60 Rubel das Pud, d. h. 16 Kilo 380 Gramm, verkauft und da der Rubel in Kokan 2,67 Frcs. gilt, so kauft man demzufolge hier ein Kilo trockner Kokons um wenig mehr als 9 Frcs. Wenn französische Häuser das Kilo um 11^/2 und 12 Frcs. anbieten, könnte der Gewinnst, trotz des Risikos und der Transport- spesen, inmierhin viele noch anziehen und den Einkauf in Kokan lohnend er- scheinen lassen. Vor wenigen Jahren noch wurde in Persien und Kokan die weifsesten und an Fibroin reichsten Kokons mit 1 Frcs. das Kilo frischer Ware und mit 3 Frcs. das Kilo getrockneter bezahlt, so dafs der Reingewinn trotz aller Transportspesen nach Europa 60 bis 70 und mehr Prozent betrug. Ebenso günstig gestaltet sich die Baumwollkultur. Das laufende Jahr ist nach den Angaben der russisch-chinesischen Bank wirklich aufserordentlich in dieser Richtung gewesen: in Turkestan werden etwa 10 Millionen Pud „araeri- kanischer"- Baumwolle geerntet, d. h. 163 Millionen und 800 000 Kilo, während in den verflossenen Jahren kaum 100 Millionen erreicht wurden. Amerika hat seinen Baumwolleusamen geliefert, um die Baumwollkultur in ganz Turkestan zu erneuern und bald wird dem ersteren der Markt dahier entzogen sein. Die russischen Baumwollspinnereien brauchen wenigstens 20 Millionen Pud im Jahre, d. h. 327 Millionen und 600000 Kilo. Aber in einigen Jahren hofft Rufsland seinen Baumwollbedarf auf den zentralasiatischeu Märkten zu decken. — 92 — Die Ausfuhr Madagaskars 1902. Die Ausfuhr der lusel sties;; von i) '6i)0 i]i)b Pfund im Werte von 8 975 473 Frcs. im Jahre 1901 auf 22 150 391 Pfund im Werte von 13 144 440 Frcs. im Jahre 1902. Es ergibt sich also eine Steigerunj? der Ausfuhr von 12 805 739 Pfund und 4168 967 Frcs. Die nachstehende Tabelle führt die Schwankungen einzelner Artikel in der Ausfuhr der Jahre 1901 und 1902 in Francs vor: 1901 1902 Rindvieh 812 135 4 401250 Goldstaub 3 060 958 3 880 695 Raphia 1955 706 1039150 Wachs 649 730 789 519 Häute 788 697 734 890 Schildpatt 55 497 70 955 Kautschuk 667 480 545 630 Hülsenfrüchte, trocken. . . . 197 955 374 770 Vanille 160 015 302108 Ebenholz 111544 263 058 Gold 238 718 242 917 Kakao 23 021 43 787 6 ./^. TA- Yermisclites. -\z/- <.iC«-'.C«iCi - Das Deutsche Kolonialhaus (Bruno Antelmann) in Berlin. Schon Ende 1902 machten wir unsere Leser auf dieses sich schnell ent- wickelnde Unternehmen aufmerksam. Jetzt ist es dem Deutschen Kolonialhaus beschieden worden, ein eigenes Heim zu beziehen, welches sich würdig den gröfseren Yerkaufshäusern Berlins anreiht. In einer der verkehrsreichsten Strafsen Berlins gelegen, bringt die im indisch-maurischen Stil gehaltene mit reicher Bildhauerarbeit verzierte Fassade des Vorderhauses den kolonialen Gedanken zum Ausdruck (siehe die beifolgende Abbildung I). Die stattliche Front ist nach einem p]ntwurf des Kunstmalers R. Hellgrewe ausgeführt und macht einen vor- nehmen künstlerischen Eindruck. Im Vorderhause befindet sich das Haupt- Detailgeschäft des Hauses, welches mit vier, in verschiedenen Teilen der Haupt- stadt gelegenen Filialen die Bedienung der Stadtkundschaft besorgt. Der zweite Hof enthält die Zentrale des Deutschen Kolonialhauses. In dem Gebäude sind untergebracht: im Keller das P>dnufsspeise(')l, die Palästinaweine, die Kolonial- liköre und andere Erzeugnisse, die eine kühle l'emperatur erfordern, im Erd- geschofs die Versandräumlichkeiten, sowie die Lagerräume für Zigarren, Kon- fitüren, Schokoladen, Kakao, Rohkaffee und im ersten Stockwerk die sehr bedeutenden Bureauräuine. Die weiteren Räumlichkeiten sind, aufser der Woh- nung, ebenfalls für Lagerräumlichkeiten eingerichtet. Der Versand der Waren erfolgt ausschliefslich aus der Zentrale. Wir wenden uns nunmehr den vom Kolonialhaus vertriebenen Produkten zu und müssen hierbei bemerken, dafs es mit der Entwicklung der Kolonien, was den Absatz von Genufsmitteln betrifft, gleichen Schritt gehalten hat. Das Haus hat sich zur Aufgabe gemacht, die Erzengnisse der deutschen Schutz- gebiete unter zuverlässiger Kontrolle ihrer Echtheit dem deutschen Publikum — 93 — nahe zu bringen. Leider ist aber zur Zeit die Produktion der Scliutzgebiete noch so gering, dafs sie gegen die Einfuhr aus fremden Produktionsgebieten nur wenig ins Gewicht fällt. Die Zahl der Artikel, die das Kolonialhaus ver- treibt, ist demnach gering: Usambara-Kaffee aus Deutsch-Ostafrika, Kakao aus Kamerun und Sumoa, Erdnulsspeiseöl, Kokosnufsfett und endlich Zigarren aus Neuguinea und Kamerun. Besonders gut hat sich das Erdnufsöl einführen Abbild. I. Vorderansicht des Deutschen Kolonialhauses zu Berlin. lassen und die Nachfrage nach ihm nimmt stetig zu. Ton Erzeugnissen der Deutscheu in fremden Produktionsgebieten seien hier brasilianischer Honig und Palästina- Weine angeführt. Schliefslich mag noch die „Abteilung für Völker- kunde" erwähnt 'werden, die verschiedene Waffen und Jagdausrüstungsgegen- atände der Eingeborenenstämme der Schutzgebiete als Wandschmuck dem deutschen Publikum vorführt. Tropenpflauzer 1904, Heft 2. 7 — 94 — Wie vor 2 Jahren, so auch jetzt, kiHiiieii wir nicht umhin, dem Deutschen Kolonialhaus das A^erdienst zuzuschreiben, die Produkte deutscher Kolonien zuerst dem Publikum zugänglich gemacht und ihnen einen dauernden Absatz verschafft zu haben. Das Deutsche Kolonialhaus wirkt auf diese AVeise ent- schieden fördernd auf die deutschen kolonialen Bestrebungen ein und gehört somit, obgleich es ein Privatunternehmen ist, zu den gemeinnützigen, die Hebung und Entwicklung: der deutschen Kolonien anstrebenden Gründungen. Sn. Abbild. IJ. Ein Kellerraum im Deutschen ivolonialhaus zu Berlin. Über die Gewinnung- von Papain. Herr 0. Laudien von der Deli-Maatschappij richtete an uns die Anfrage über Gewinnung von Papai'n. Die diesbezügliche Auskunft der Firma J. D. Riedel, Fabriken chemisch-pharmazeutischer Präparate, Drogen-Grofshandlung, Berlin und Grünau, lautet wie folgt: Zur Gewinnung von Papain scheidet man (nach Hager) aus dem^frischen oder aus dem mit Äther oder Chloroform versetzten Saft das rohe Ferment mit Alkohol ab oder extrahiert aus den in Glyzerin konservierten Blättern das Ferment oder konzentriert einfach den frischen Milch.saft. Neuerdings gewinnt man das rohe Ferment, indem man den frischen Saft zur Abscheidung harziger Körper mit Wasser verdünnt und dann mit Alkohol bis zum Beginn einer Fällung versetzt. Der liltrierten Flüssigkeit wird dann 90 ])roz. Alkohol zu- gegossen, der sich abscheidende Körper wird gesammelt, abgeprefst, getrocknet — 95 — and durch Behandeln mit Knochenkohle gereinigt. Das so gewonnene Ferment enthält noch Eiweifskörper. Oder man fällt das Ferment mit Alkohol aus, sammelt den Niederschlag und löst ihn wieder bei einer Temperatur von 36 bis 40° C. Im allgemeinen hat sich der Gebrauch eingebürgert, mit dem Namen Papain den mehr oder weniger rohen Milchsaft der Pflanze (Saccus Papayae) und mit Papayotin das möglichst rein dargestellte Ferment zu bezeichnen, doch wird, wie scho]i angedeutet, von den Fabriken, die im übrigen über die Dar- stellung ihrer Präparate im allgemeinen naturgemäfs nichts verlauten lassen, gegen diese Regel häutig verstofsen, wozu noch kommt, dafs solche Präparate häufig noch Pepsin enthalten. Die Form, in welcher das Papain in den Handel kommt, ist verschieden; bisweilen sind es klumpige Stücke, die erst hier pulverisiert werden müssen, bisweilen ist es ein feines Pulver. Zum medizinischen Gebrauch ist nur das Pulver geeignet. Der Artikel hat übrigens die auf ihn gesetzte Hoffnung nicht erfüllt und ist durch wirksamere Arzneimittel überflügelt worden, so dafs der Bedarf zur Zeit ein so geringer ist, dafs man von einer gröfseren Produktion nur dringend abraten kann. ■>^>^>::^ /^ ^ Auszüge und Mitteilungen. ^c:<:< - Anbau von Baumwolle im Kongostaate. Kürzlich hat sich in Brüssel eine Gesellschaft gebildet, welche wegen Anlage von Baumwollkulturen mit der Verwaltung des Kongostaates in Verbindung getreten ist. Nach den der Gesellschaft seitens der Regierung gemachten Zusicherungen soll mit den entsprechenden Anbauversuchen sogleich und in möglichst ausgedehntem Um- fange begonnen werden. Die Baumwollerträge im Cambodgegebiet werden zu durchschnittlich 130 kg entkernte Baumwolle per Hektar angenommen. In Britisch-Indien liefern die Eiugebornenkulturen 160 kg per Hektar. In den Vereinigten Staaten, speziell auf den Alluvialböden von Louisiana werden durchschnittlich 220 kg Baumwolle per Hektar erzielt, und dürften die Erträge die Höhe von 280 kg entkernte Baumwolle per Hektar erreichen. Der Ertrag der diesjährigen Baumwollernte im Ferganagebiet wird, wie aus Petersburg berichtet wird, nach den amtlichen Ermittlungen auf zwölf Millionen Pud Rohbaumwolle geschätzt. Hiermit wäre der Ertrag des Jahres 1901, der für relativ hoch galt, um eine halbe Million Pud über- troffen. Das günstige Ergebnis der diesjährigen Ernte tritt noch mehr hervor, wenn man die Anbauflächen der Jahre 1901 und 1903 vergleicht. Im Jahre 1901 waren etwa 240000 Defsjatin und im Jahre 1903 nur 149 000 Defsjatin Baum- wollplantageu bebaut worden. Die Steigerung des Ernteertrages bei bedeutend verringerter Anbaufläche ist unter anderm durch die stark zunehmende Ver- wendung amerikanischen Baumwollsamens zu erklären. In diesem Jahre waren nur noch 13 000 Defsjatin mit einheimischer Baumwolle bebaut. Über die Seidenindustrie in Bengalen erfahren wir aus einer illustrierten Monographie von M. Mukerjit, dafs sie seit der englischen Okku- pation, entgegengesetzt den Behauptungen, an Ausdehnung gewonnen hat. Es 7* — 96 — sind 1901 100 000 Personen von der Seidenindustrie be9chäfti<,'t worden. Das Erzeugnis der Seidenindustrie hat einen jährlichen Wert von 70ÜÜ0Ü l'ld. Sterl. während die Ausfuhr von Rohseide aus Bengalen kaum die Hälfte des Betrages erreicht. TTanfspinnerei in Japan. Diese wird hier teils als Hansindusirie lin den nördlichen üistrikten\ teils von vier Spinnfabrik-Aktiengesellschaften be- trifben. Erzeugt werden alle Sorten, mit Ausnahme von gebleichtem Hanfgarn, dessen Herstellung die dortigen Fabrikanten noch nicht bewältigen können. Die Produktion befriedigt den Inlandbedarf vollständig. Das Garn wird zu den verschiedensten Zwecken verwoben, namentlich aber in Fischernetze. Neulich sollen für Alaska Netze im Werte von 20Ü00 Mk. auf Bestellung ausgeführt worden sein. Auch wurde ein Vertrauensmann nach Kanada geschickt, um den dortigen Markt auf seine Aufnahmefähigkeit zu studieren. Der Kolonial-Wollmarkt wies im verflossenen Jahre 1903 infolge starker Dürren in Australien einen erheblichen Rückgang auf. Es wurde für 1903 für Australien ein Bestand von 54 Millionen Schafen ermittelt, gegen 72 210 000 Stück in 1902 und 100 940000 in 1895. Seit dem letztgenannten Jahre der höchsten Blüte ist er also fast auf die Hälfte zusammengeschrumpft. In Neuseeland blieb der Schaf bestand einigermafsen stetig, aber mit 19 Millionen Stück auch der niedrigste seit 1892. Die Zufuhr von australischer Wolle war 1903 1 451 000 Ballen gegen 1699 000 in 1902 und 2 001000 in 1895, und da die Zufuhr von Kapwollen in den beiden letzten Jahren die gleiche, nämlich 234000 Ballen war, so ist ein Ausfall von 248000 Ballen Kolonialwolle zu verzeichnen. Die Kaffeedistrikte Kolombiens sind hauptsächlich in den Departe- ments Cundinamarca, Santander, Tolima sowie in der Nähe der Städte ücafia, Cucuta und Bucaramanga gelegen. Vom erstereu stammt der berühmte Kaffee von Bogota her. Die Pflanzungen trifft man hauptsächlich in den kleinen von den Anden eingeschlossenen Tälern. Man unterscheidet in Kolombien drei Sorten von Kaffee: den cafe trillado, den billigsten, der in der Kirsche an der Sonne getrocknet und erst nachher gereinigt wird, den besseren cafe lavado, bei dem das Kirschfleisch früher entfernt wird und der nachher ge- trocknet und maschinell gereinigt wird, schliefslich den cafe en pergamino, den besten, der zuerst gewaschen wird, und dessen Bohne in der Schote ge- trocknet wurde. Der Kautschukhandel Sansibars hatte, wie bereits im Vorjahre, so auch 1902 eine weitere Zunahme aufzuweisen. Es wurden in den letzten drei Jahren an Kautschuk eingeführt aus: 1900 1901 1902 Pfund Rupien Pfund Rupien Pfund Rupien Deutsch-Ostafrika 157 821 303 940 198128 355 356 252 517 420 805 Britisch Ostafrika 26 670 45 644 11871 16 004 8198 10 059 Portugiesisch-Ost afrika . 6 029 11135 13 475 22 577 26 438 34 510 Im ganzen .. . 190 520 360 719 223 474 393 737 287 007 465 374 Ausgeführt wurden nach: Hamburg 90 703 179 275 176 589 276 706 218 888 352 614 London 99 608 200021 42 899 79 334 75 997 125 636 Dt-r beste Kautschuk ist der Donde-Kautschuk Hinterland von Kilwa), er wird mit 29 bis 30 $ bezahlt. Ihm zunächst kommt der Nguru-Kautschuk bei Bagamoyo mit 26^4 bis 27'/2 $, dann Usaramu bei Daressalam mit 27 bis 28i/2 $, * ) 1 Frasilah = 35 engl. Pfund. — 97 — der von Lindi mit 25V2 bis 26 $, von Tanga mit 2OV4 bis 23 $ und der aus dem britischen Gebiet mit 20 bis 25 $ für das Frasilah.*^ Im Jahre 1903 haben die Preise stetig angezogen, namentlich für den Kautschuk von Tanga, für welchen bis 30 $ erzielt wurden. Der Koprahandel Sansibars im Jahre 1902. Die Einfuhr von Kopra nach Sansibar belief sich im Jahre 1902 auf (5 344 842 Pfund im Werte von 560 362 Rupien gegen 5 717 253 Pfund im Werte von 424 910 Rupien im Vor- jahre. Hiervon gingen ein (die Ziffern für 1901 sind in Klammern beigefügt) aus Deutsch-Ostafrika 5 968 563 (5 479 196) Pfund im Werte >^on 527 470 (408 912) Rupien und aus Britisch-Ostafrika 369 874 (232 924) Pfund im Wei-te von 32 362 (15 7961 Rupien. Auf Sansibar und Pemba wurden in den letzten Jahren erzeugt: 1900 4050695 Pfund im Werte von 270 597 Rupien, 1901 10717235 Pfund im Werte von 712427 Rupien, 1902 9 871 327 Pfund im Werte von 750395 Rupien. Die Ernte ist also wie im Vorjahre auch in diesem sehr günstig gewesen. Das zeigt sich auch in der Ausfuhr, die 1900 8 277 704 Pfund im Werte von 646 385 Rupien, 1901 23 346171 Pfund im Werte von 1801520 Rupien, 1902 20 136 839 Pfund im Werte von 1 876 785 Rupien betrug. Fast die gesamte Kopraausfuhr geht von Sansibar nach Marseille. Ein- und Ausfuhr von Farbhölzern. Die Hamburger statistischen Aufzeichnungen ergaben für 1902 und 1903 folgenden Umsatz in Farbhölzern für den Hamburger Platz: 1902 Campeche-Blauholz 12 200 Tons Domingo- und Jamaica-Blauholz 6 200 Gelbholz 2150 Lima-Rotholz . . . 375 Japan-Rotholz . . . 210 Blauholzestrakt . . 26 900 Kisten 17 000 Kisten 26 550 Kisten 17 100 Kisten In den amerikanischen Staaten Virginia und Carolina, wo die Erdnufs- kultur besonders an Ausdehnung gewonnen hat, wird zwecks Erzielung besserer Erträge die folgende Fruchtfolge empfohlen: Cow-pea (Vigna catjang) oder Soja, dann Erdnufs, dann Süfskartofifeln. Vor der Erdimfs müfste entsprechend ge- düngt werden. Besiedlung der Marianen. Deutsche Ansiedler sollen nach der „Deutschen Japanpost* gute Aussichten auf den Marianen haben. Die Inseln seien gesund, malaria- und tuberkulosefrei, und das Klima gestatte körperliche Arbeit. Für arbeitsame deutsche Landwirte sei auf den Marianen, wo man ihnen die Niederlassung nach Möglichkeit erleichtern werde, sehr viel los, vorausgesetzt, dafs sie, wie die Mitteilungen der Deutschen Kolonialgesellschaft hinzufügen, abgesehen von den hohen Reisekosten über ein Kapital von min- destens 10 000 Mk. verfügen. Mittellosen kann Landen und Aufenthalt ver- boten werden. Über die Lage der Philippinen berichtet das österreichische Konsulat von Manila in folgender Weise: In bezug auf die agrikulturelle Entwicklung des Landes sind sichtbare Fortschritte auch heute nicht zu verzeichnen. Die Regierung widmet den einschlägigen Verhältnissen zwar alle Aufmerksamkeit und Energie, doch ist eben mit Umständen zu rechnen, welche nur eine sehr langsame Besserung der Lage zulassen. Solange die Arbeiterfrage nicht gelöst ist — und dies dürfte nur durch eine Modifikation des Einwanderungsgesetzes Einfuhr Aus fuhr 1903 1902 1903 'ons 13 350 Tons 13 800 Tons 12 450 Tons 12 000 „ 8000 „ 10 550 , 3 300 . 2 050 . 2800 - 1 000 „ 475 „ 600 „ 225 „ 310 , 200 , - 98 - im Sinne der Zulassung von chinesischen Kulis möglich sein — wird der zur Bequemlichkeit neigende Charakter der Eingeborenen einem Aufschwünge fast unüberwindliche Hindernisse entgegenstellen. Das Hauptprodukt der Philippinen, Hanf, wird noch immer durch Handarbeit gewonnen. Verschiedene Versuche, Maschinen an deren Stelle treten zu lassen, sind fehlgeschlagen. Die Be- teiligung deutscher Schiffe am Handelsverkehr mit dem Archipel ist ihrer stetigen Zunahme wegen bemerkenswert. Die deutsche Flagge steht, wie aus den bezüglichen amtlichen statistischen Angaben hervorgeht, in bezug auf die Frequenz in Manila nur noch hinter England und Japan. An der Reiszufuhr aus Cochinchina und Rangoon beteiligen sich deutsche Schiße zumeist. Über das britische Schutzgebiet Uganda meldet der deutsche V^ize- konsul in Entebbe, dafs es fruchtbar sei und sich sowohl zur Viehzucht als auch zum Anbau von Handelsgewächsen eigne, von denen Erdnüsse, Hülsenfrüchte, Tabak, Kafifee, Baumwolle und europäische Kai'toffeln bereits angebaut werden. Ungefähr ein Fünftel des Landes soll mit Landolphialianen bewachsen sein, deren Gummi in Europa bis 7 Mk. per Kilo bewertet wurde. Die Gummiausfuhr betrug 1902 etwa 70 000 Pfund und dürfte 1903 eine bedeutende Zunahme er- fahren haben. Andere Exportartikel, wie Nutzholz, Kaffee, Baumwolle, Fasern und Rohr sind erst in der Entwicklung begriffen. Am 3. Dezember 1903 begann in Bloemfontein eine Rinderpest- konferenz, durch welche der Grenzverkehr, soweit er die Aus- und Einfuhr von Haustieren betrifft, allgemein geregelt werden soll. Der dazu abgeordnete Veterinärrat Rick mann hat auch die Aufgabe erhalten, eine Vereinbarung über Wiedereröffnung der Grenze herbeizuführen und in gemeinsamer Beratung mit den zuständigen britischen Verwaltungsstellen die Mittel ausfindig zu machen, um eine dauernde Aufrechterhaltung des Verkehrs zwischen der Kap- kolonie und dem Schutzgebiet zu ermöglichen. In New York fand am 16. Dezember 1903 eine erste allgemeine Ver- sammlung zur Behandlung der Frage der Vernichtung von Moskitos statt. Die Versammlung wurde vom Board of Trade and Transportation ein- berufen und von Franklin Murphy, dem Gouverneur von New Jersey, geleitet. ./^. <':«C ' ^<:C ' ^<> V VI >eue Literatur. , , lA ^ ^ AI 9 Adolf Schmidt: Die Zeckenkrankheit der Rinder — Haemoglobinaemia ixodio- plasmatica boum — in Deutsch-, Englisch-Ostafrika und Uganda. Inaugural- dissertation der Universität Giefsen. Berlin 1904. G2 Seiten. 8°. Die Zeckenkrankheit oder das Texasfieber, das soviel Unheil in Amerika und neuerdings auch in Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika angerichtet hat und seine verheerenden Wirkungen noch fortsetzt, hat schon seit langer Zeit die Aufmerksamkeit von Gelehrten auf sich gelenkt. Die Krankheit, welche unter den verschiedensten Namen in ganz Europa heimisch war, wurde von ver- schiedenen Fachleuten auf ganz weit voneinanderstehende Ursachen zurück- geführt, auch kannte man bis 1843 ihre Natur als Blut- (und nicht als Nieren- erkrankung nicht. Mayersburg war der er.ste, der das richtige Wesen der Krankheit aussprach. Die Erkenntnis der wahren Ursache als Zeckenkrankheit, — 99 — die sich mit dem 1850 in Amerika aufgetauchten Texasfieber als identisch heraus- stellte, gewann durch die seitens Smiths und Kilbornes erfolgte Feststellung- der Ursache der Krankheit in einem tierischen Mikroorganismus, der durch die Zecken übertragen wird. Verfasser, der im Auftrage des Deutschen Kolonialamtes als Gouvernements- Tierarzt von 1899 bis 1901 in Ostafrika die Viehseuchen erforschte, liefert uns in der vorliegenden Arbeit eine erschöpfende Behandlung der Frage nach eigens in Deutsch-, Englisch-Ostafrika und Uganda angestellten Untersuchungen. Seine Geschichte der Zeckenkrankheit (S. 4 bis 9) fallt eine Lücke in der deutschen Fachliteratur aus, da bisher keine zusammenfassende Darstellung über die Zecken- krankheit in deutscher Sprache existiert. In den Kapiteln Symptome, Sektions- ergebnisse, Symptomatologie und Pathogenese (S. 9 bis 20) schildert Verfasser seine Beobachtungen in Ostafrika. Sehr wichtig sind die Kapitel über die Ätiologie der Krankheit, den Entwicklungsgang des Parasiten i'a. Entwicklungs- gang im Blute, b. Entwicklungsgang in der Zecke) und die Naturgeschichte der Zecke (S. 20 bis 25). Bei der Diagnose und Differentialdiagnose (S. 25 bis 31) berücksichtigt Verf speziell die afrikanischen Verhältnisse. Im Kapitel „Benennung der Krankheit" empfiehlt Verf. die Einführung des Namens „Zeckenkrankheit der Rinder* für die allgemein unter dem Namen Texasfieber bekannte Seuche, da diese Krankheit nicht auf Texas allein beschränkt ist, sondern in der ganzen Welt verbreitet ist. Der Parasit bekäme nach Verfs. Ansicht am zweck- mäfsigsten die Bezeichnung Ixodioplasma (Ixodes = Zecke und Plasma = Körper), womit das in der Zecke befindliche oder durch die Zecke übertragene Plas- modium, das Zeckenplasmodium, ausgedrückt würde. Da bis jetzt dieses Plas- modium für die Rinder spezifisch ist, so müfste der Parasit Ixodioplasma specificum bonm und die Zeckenkrankheit, zum Ausdruck des wichtigsten Symp- toms der Krankheit, der Blutarmut, Haemoglobinaemia ixodioplasmatica boum bezeichnet werden. S. 35 bis 37 behandeln die Dauer und den Verlauf der Krankheit und die Übertragungsversuche. Alsdann folgt die eingehende Be- handlung des Seuchen Verlaufes, speziell in Ostafrika iS. 35 bis 45.1 Während die Behandlung der Krankheit sich vorerst nicht durchführen läfst, erscheinen die Vorbeugungsmafsregeln vorläufig als die einzige Schutz- mafsregel. Als Vorbeugungsmafsregel empfiehlt Verf als wirkungsvoll nur das Verbot der Viehausfuhr aus verseuchten Gegenden, während die Revision sämt- lichen Rindviehes keine Aussicht auf Erfolg hat, da die noch nicht ausge- wachsenen Zeckenlarven klein und schwer zu finden sind. Ebenso aussichtslos erscheint die Vernichtung der erwachsenen Zecken. Für die Beseitigung der Endemie kommen nachstehende Mafsi'egeln in Betracht: 1. Die Verhinderung der Aufnahme von Zecken; 2. Die Vernichtung- der Zeckenlarven; 3. Die Vernichtung des Parasiten in der Zecke; 4. Die künst- liche Immunisierung. Verf. äufsert sich über die Durchführbarkeit dieser Mafsregeln und gibt im Kapitel Immunisierung nach der Darstellung der Immunisierungsverfahren anderer Forscher ein eigenes an, welches sich auf der Dauer der ungeschlecht- lichen Teilung des Parasiten im Blute aufbaut. Eine vollständige Zusammen- stellung der Literatur, die in den verschiedensten Zeitschriften aller Länder verstreut und schwer zugänglich ist, beschliefst die interessante und nützliche Arbeit. Sn. — 100 — F. Wohltniaiin: 120 Kultur- und Vegetationsbilder aus unseren deutschen Kolonien. Berlin 1904, Wilhelm Siisserott. 40. Preis IG Mk. Geheimer Regierungsrat AVohltmann bietet uns in dem vorliegenden Werk eine neue Leistung, welche sich seinen zahlreichen vorhergehenden Werken würdig anreiht. Auf seinen Reisen in den Kolonien : Kamerun 1888, 1896 und 1900, Togo 1899, Deutsch -Ostafrika 1897/1898 und Samoa 1903 hat Wohltmann eine grofse Anzahl pliotographischer Aufnahmen gemacht, etwa 400 insgesamt. Die vorliegende Sammlung enthält eine Auswahl von 120 bester Aufnahmen. Aus einem Teil der prachtvoll gelungenen Bilder spricht zu uns ein Stück moderner deutscher Kolonialgeschichte. Andere Bilder führen uns die verschiedenen Kulturen der Kolonien vor. Jedes Bild erhält nur eine kurze Erklärung, die aber vollständig genügt. Der von dem Verfasser verfolgte Zweck, die Entwicklung der Kulturen aus ihren ersten Anfangsstadien bis zum Ertrage zu zeigen, ist in vollem Mal'se erreicht worden. So führen uns die Bilder 13 bis 20 und 34 35 die Kultur und die Erntebereituug des Kakaos in Kamerun vor, und zwar auf mehreren Blättern verschiedeualtrige Kakaobäume und auch ganze Pflanzungs- anlagen. Der Tabak und seine Kultur in Kamerun gelangt in fünf Bildern vor unsere Augen. Alsdann folgen Pfeffer, Vanille, Muskate. Nufsbaum, arabischer Kaffee, Kardamom und Banane, sämtlich aus dem Versuchsgarten zu Victoria, Kamerun. Aus Togo wird der Kaffee in mehreren Bildern vorgeführt, besonders in seiner Kulturform aus dem Kulturgarten zu Misahöhe, die (Jlpalme, welche noch bis jetzt die wichtigsten Produkte des Schutzgebietes, Palmkerne und Palmöl, liefert, Kolabäume, Bananen (Pisang). Die Bedeutung der Baumwolle als Ein- geborenenkultur wird durch mehrere Bilder veranschaulicht, wo die Spinnerei als Hausindustrie und die von ihr erzeugten Stoffe dargestellt sind. Deutsch Ostafrika ist mit 25 Bildern vertreten, von denen der gröfste Teil der Kafifeekultur gewidmet ist, der Kultur, die vorläufig die wichtigste für die Plantagen speziell im Usambaragebirge ist. Beginnend mit dem Urwaldschlag und dem Niederbrennen desselben, können wir die Kultur des Kaffees bis in sein sechsjähriges Alter hinein verfolgen. Mehrere Blätter haben die jetzt auf- gegebene Kaiserliche Kulturstation Kwai im Westusambara-Gebirge zum Gegen- stand. Die Sisalagave und der Mauritiushanf, die Vanille und die Kokospalme, die Dumpalme usw. sind noch in einzelnen Blättern aufgeführt. Von den 25 Bildern aus Samoa sind fünf der für Samoa so viel ver- sprechenden Kakaokultur gewidmet, auf weiteren Blättern sehen wir die Kokos- palmen, die unter allen Bäumen des Küstenstrichs in Samoa die erste Stelle in bezug auf Verbreitung und Ikdeutung einnehmen. Liberiakafl'e, die Banane, Taro, Brotfruchtbaum, der Banyanbaum usw. bilden den Gegenstand weiterer Blätter. Neben deu Kulturbildern bringen die Vegetationsbilder der vier Kolonien die Vegetationsformationen zur Anschauung^ was dem Verfasser besonders durch die ausgezeichnet gelungenen, häufig direkt künstlerischen Aufnahmen gelungen ist. Das vorliegende Werk verdient in jeglicher Beziehung die vollste An- erkennung und verdient eine allgemeine Verbreitung. Sn. — 101 — Dr. Georg Hartmanii: Die Zukunft Deutsch-Südwestafrikas. Beitrag zur Be- siedlungs- und Eiiigeborenenfrage. Berlin 1904, Ernst Siegfried Mittler und Sohn. 31 Seiten. Diese kleine Schrift eines unserer allerbesten Kenner Deutsch-Südwest- afrikas, die eben jetzt, wenige Tage vor dem Ausbrechen des Herero-Aufstandes» erschienen ist, sei allen, denen eine schnellere und gedeihliche Entwicklung unserer wichtigsten Kolonie am Herzen liegt, aufs wärmste empfohlen. Durch Vergleiche mit der Kapkolonie, Australien, Argentinien und anderen unserer südwestafrikanischea Kolonie ähnlichen Steppengebieten sucht der Verfasser den hohen Wert Deutsch-Südwestafrikas darzutun, und er stellt dann unter vor- trefiflicher Begründung die schon so oft ausgesprochene Forderung, dafs die Ansiedlung von deutschen Bauern und Viehzüchtern schnell und mit grofsen Mitteln seitens der Regierung ins Werk gesetzt werde. Die Schaflung einer zahlreichen sefshaften Bauernbevölkerung, auf die wir uns verlassen können, ist um so dringlicher, als wir ihrer zur Beherrschung der Eingeborenen als auch als Gegengewicht gegen die beweglichere und wenig zuverlässige Minen- bevölkerung bedürfen, die jetzt, wo mit dem Abbau der wertvolleren Minen der Anfang gemacht wird, rasch in internationalem Gemisch zusammenströmen wird. Ob die schnelle Heranziehung einer zahlreichen Bauei'nbevölkerung in der Hauptsache auf dem von Dr. Hartmann empfohlenen Wege oder zugleich auch auf anderen Wegen zu bewirken ist, und ferner, ob der Reichstag die von Dr. Hartmann verlangte Mindestausgabe von 5 Millionen Mk. jährlich für Besiedlungszwecke auf eine Reihe von Jahren bewilligen wird, das braucht hier nicht erörtert zu werden. Dr. Hartnianns Schrift führt uns die unab- weisbare und dringende Pflicht vor Augen, planmäfsig und mit grofsen Mitteln die Besiedlung Deutsch-Südwestafrikas mit einer deutschen Bauerubevölkerung ins Werk zu setzen. Gerade jetzt, wo der Aufstand in Deutsch-Südwestafrika lobt, fallen seine Worte wohl auch bei solchen auf guten Boden, die bisher von der Aufwendung gröfserer Mittel für die Besiedlung Deutsch-Südwestafrikas nichts wissen wollten. Wir wünschen der kleinen Schrift daher die weiteste Verbreitung. Dr. Hindorf. Hubert J. Boeken: Um und in Afrika, Reisebilder. Mit vielen Illustrationen nach Originalaufnahmen. Köln 1903, Verlag und Druck von J. V. Bacher. 242 Seiten. 40. Eine Reiseschilderung, die durch ihre direkt luxuriöse Ausstattung einen ausgezeichneten Eindruck macht! Die unendliche Fülle von Illustrationen, die den Text erläutern, weisen dem Werke eine besondere Stellung in der Reise- literatur an: das Buch spricht gleichsam durch seine Bilder. Aber auch in- haltlich bietet das Werk vieles Lesenswerte. Es führt uns den schwarzen Erd- teil in einer schlichten ungeschminkten Weise vor. Nach den ersten drei Kapiteln über die Reise von Köln bis Port Said und von da nach Deutsch- Ostafrika enthält das 4. Kapitel eine eingehende Schilderung Deutsch-Ostafrikas: seiner Geschichte, seines wirtschaftlichen Wertes, seiner Bevölkerung usw. Im 5. Kapitel führt uns Verfasser die Insel Sansibar mit ihrem eigenartigen Völker- gemisch, ihrer reichen Natur, den wirtschaftlichen Zuständen vor. Das 6. Kapitel macht uns mit Mozambique, Beira und Lourengo Marquez bekannt, das 7. be- handelt die britische Kronkolonie Natal und beschäftigt sich noch speziell mit den Kaffern. Der Tätigkeit der Trappistenmission ist das 8. Kapitel gewidmet. 64 Seiten (ein Viertel des Werkes) füllt die Beschreibung von Marianhill, einer Trappistenabtei in Südafrika aus. Überhaupt würdigt Verfasser auch sonst im — 102 — ganzen AVerke gan besonders die Arbeit verschiedener katholischer Missionen. Aus dem 9. Kapitel werden wir mit Cape Town und der Cape Colony bekannt. Die letzten zwei Kapitel 10 und 11 schildern den Schlufs der Reise nach Deutschland. In einem Sclilufswort äulsert Verfasser seinen Standpunkt in beziig auf deutsche Kolonialpolitik und stellt die Engländer als von den Deutschen nachzuahmendes Muster einer wohlverstandenen und energisch durchgeführten Kolouialpolitik hin. ►l-f Marktbericht. +■ Die Preise verstehen sich pro 100 kg unverzollt. AloB Capensis 115—120 Mk. Arrowroot 65-90 Mk. Balsam. Copaivae 280—390, Peru 950—1050, ToluUnus 225—260 Mk. Baumwolle. Nordamerik. middling fair 168,50 bis 169,00, goodmiddling 164,50— 165,00, middling 162 bis 162,50, low middling 159,50—160 Mk. Oetindische, Bengal snperflne 103,00, fine 100,00, fuUy good 96,00 Mk. Peru, mod roogh 164—200 Mk. Venezuela 152—156 Mk Westindische 128-136 Mk. Calaharbohnen 135 Mk. Catechu 40—72 Mk. Chinin, sulphnric. 35—44 Mk. per Kilo. Cochenille. Ten. gr. 380-400, Zacatilla 340 bis 360 Mk. Copra. Ostafrikanische 29—32, westafrikanische 24-30 Mk. C ort ex. Cascarillae 95—155, Quillay. 39,50—49 Mk. Cubeben 65-120 Mk. Cnrcuma. Bengal 20—22, Madras 20—36, ge- mahlen 28-32 Mk. Dividivi 18-26 Mk. Hamburg, 30. Januar 1904. Lagos Elfenbein 8,05 Mk. für 1/2 kg, für Kamerun- Zähne von 15 bis 16 Pfd. Erdnufs. Geschälte Mozambique 23,00-24,00 Mk. Farbhölzer. Blau, Lag. Camp. 10—20, Rot, Bahia 11,50-12,00, Westafrika 5,50-6, Sandel 6,25 bis 7,00, Camwood 12—16 Mk. Folia Coca 270—370, Matico 110-125, Sennae 50 bis 140, Ostindische 30—100 Mk. Gerb holz. Quebraclioholz, in Stücken 6,90- 7,10, pulv. 9,90—10,30, Mimosenrinde, gem. austral., 23 bis 24, Natal in Stücken 19,50-20,50 Mk. Gummi. Arabicum Lev. elect. 100—350, do. nat. 70-90, Senegal 70—250, Damar. elect. 140—155, Gntli 725—775 Mk. Guttapercha. 1.800—1500, IL 300— 600, Neu- Guinea 750 Mk. Hanf. AloöMaur. 70-74, Manila 72-110, Sisal70 - bis 74, Mexik. Palma51— 54, Zacaton 72— 180Mk. Holz. Eben-, Ceylon 18—30, Gaboon 9—16, Jaca- randa brasil. 17—50, ostind. 16—40, Mahagoni (per Vioo cbm), Mexik. 2,00-3,00, Westindisches 1,6C bis 2,25, Afrikanisches 1,00—2,20, Teak Bangkok 1,70-2,25 Mk. Honig. Havana 34— 34,50, Californischer 64— 72 Mk. Indigo. Guatemala 450—950, Bengal., f. blau u. viel. 1300—1350, gut viol. 1050—1100, ord. gef. n. viol. 700-800, Madras 400-800, Java lOOO bis 1400 Mk. Ingber. Afrikaniscli. 42, Bengal 64— 6G, Cochin 94-104 Mk. Jute. Ostindische 30-36 Mk. Kaffee. Kio ord. 66—74, fein ord. 82—90, Santos ord. 63-74, regulär 74-80, prima 82-90, Bahia 60-92, Guatemala 92—176, Mocca 132—164, Afrikan. (Lib. native) 74, Java 128-228 Mk. Kakao. Caracas 1.34-240, Guayaqnil 136—160, Domingo 86—100, Trinidad 136—140, Bahia 116 bis 120, St. Thom6 88-110, Kamerun 104 - 1 10, Victoria 96-98, Lagos und Accra 96—9 und Liberia 96—100 Mk. Kampfer, raffiniert 590-625 Mk. Kaneel. Ceylon 130—400, Chips t4— 46 Mk. Kardamom. Malabar, rund 280—520, Ceylon 280 bis 700 Mk. Kassia lignea 107—114, flores 136-140 Mk. Kautschuk. Para, fine upriver 865—875, Manaos Scrappy 710-715, Ecuador Scrap- 660—670, I Bahia Manicoba 540-550, Massai Niggers 575—580, Congo Thimbles in Ballen 410-415, Kamerun 360—540, gemischte SUdkamerun-ßälle 600—605, Batanga 580, Donde Mozamb. Bälle 825 bis 830, Mahenge Bälle 810—815, Mozambique Spindeln 800-810 Mk. Kolanüsse, getrocknete 40—115 Mk. Kopal. Afrikanischer, roh 90—360, gereinigt 250 bis 500, Sansibar 475-750, Manila 45— 120Mk. Lignum. Quass. Jam. 15—30 Mk. Macis. Blute 500-600, Nüsse 190—440 Mk. Myrobalanen 8,00—12,50. gemahlene 11—15 Mk. Nelken. Amboina 180— 200, Sansibar 170 -172 Mk. Nelkenstengel 50—54 Mk. Nuces vomicae 27—29 Mk. öl. Baumwollsaat 40 — 41, Kokosnufs Cochin 56 bis 58, sup. Ceylon 52-53 Mk. Palmöl, Lagos .55—56, Accra, Togo 53,50—54, Kamerun 53,50 Mk. Ricinus, med. 40—55 Mk. Ölkuchen per 1000 kg. Palm 100-102, BaumwoII- saat 128-138, Erdnufs 114—135 Mk. Opium 1800—2200 Mk. Orlean. Guadeloupe 85—90 Mk. Orseille-Moos. Sansib. 20—30 Mk. Palmkerne. Kamerun, Lagos 24,30-24,40, 23,90 -24,00 Mk. Perlmntterschalen. Ostind. Macassar 500 bis 600, Manila 250—400, Bombay 160-240, Südsee 140— 18U Mk. Pfeffer. Singapore, schwarzer 123—125, weif8erl90 bis 230, Chillies (roter Pfeifer) 60—90 Mk. Piassava. Bahia 72—116, Liberia 20-44 Mk. Piment. Jamaika 80-90 Mk. Kadix. Chinae 38-50, Ipecacuanhae 1075—1700, Senegae 750—800 Mk. Reis. Karoliner 38— 39, Rangoon geschält 17-22,50, Java 24-28 Mk. Sago. Perl- 29—31, Tapioca, Perl- 25-27 Mk. Sesam saat. Bunte Mozambique und helle Zan- zibir 20— 20,50, Westafrikanische 18,00— 20,00 Mk Tabak. Havana-Deckblatt 1200—2400, Brasil 80 bis 400, Java und Sumatra 60-700 Mk. Tamarinden. Calcutta 21 — 23 Mk. Thee. Congos, Hankow- und Shanghai-Sorten ord. bis extrafein per '/j kg 0,55—2,50, Souchongs 0,55 bis 2,50, Flowery Pekoes ord. und extrafein 1,20 bis 6,50, Ceylon 0,50—2,50, Java 0,50-1,50 Mk. Tonkabohnen 300—650 Mk. Vanille. Bonrbonperl kg 22— 42 Mk. Wach s. Carananba (Pflanzenwachs) 200—220, Japan in Kuchen 146-147, Domingo 268—270 Mk. Togo Für eine KokO!iiplRlltSl|i(e, vor etwa 8 Jahren begonnen, Ende 1903 mit Ca. 32 000 Bäumen fertig abgepflanzt, in politischer und sanitärer Hin- sicht einwandfreier, ungefährlicher Gegend, wird ein dritter, am liebsten tätiger Teilhaber oder Syndikat gesuclit. Adr. zu erfahren: Expedition diese.^ Blattes. — 103 — Anzeigen. Anzeigen werden vom Sekretär des Komitees, Th. Wilckens, Berlin, Unter den Linden 40, sowie von jedem Ännoncenbnrean entgegengenommen. Präcisionsinstrumente und -Apparate für einzurichtende meteorologisclie Stationen empfiehlt in exakter IVIechanikerarbeit preiswert die Präcisionsanstalt von F. O. Afsmann, Lüdenscheid u. 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Wilckens, Sekretär des Kolonial-V?irtschaftl. Komitees, Berlin. Verlsg und Eigentum de> Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees, Berlin, Unter den Linden 40. Gedruckt und in Vertrieb bei E. S. Mittler & Sohn in lierlin SWii, Kochstr. 68—71. Druckfehlerberichtigung für Kolonial -Handels -Adressbuch 1904. Seite 159: Münzen. Schweden und Norwegen 1 Krone = 100 Öre = 1 Jl 12,5 ^ Schweiz . . . . J Franc = 100 Centimes = — ^^ 80 ^ Türkei 1 Silber -Piaster = — JL 17^ 1 türk. Pfund (Lira) = 100 Gold-Piaster = \^ Jt 64 ^ DER TKOPENPFLANZEE. ZEITSCHRIFT FÜE TROPISCHE LANDWIRTSCHAFT. 8. Jahrgang. Berlin, März 1904. Nr. 3. Über den Anbau der ostafrikanisehen Bastbanane. Von Fritz Moritz-Erniu. Der Anbau dieser neuen, wichtigen Nutzpflanze, die voraus- sichtlich dazu berufen ist, die durch Hemileia verseuchten Kaffee- kulturen unserer ostafrikanischen Bergpflanzungen zu ersetzen und das Monopol auf die Gewinnung dieser wichtigen Textilfaser, das die Philippinen bis heute besitzen, zu brechen, ist verhältnismäfsig leicht und billig, jedenfalls aber sehr lohnend. Die Gewähr für ein gutes Gedeihen der Bastbanane ist sowohl in Usaml)ara, als auch in noch erhöhtem Mafse in üluguru, ihrer eigentlichen Heimat, gegeben. Ihre Ansprüche an Boden und Klima sind keine hohen. Man kann sie überall in geschützt liegenden Klärungen in einer Höhe über dem Meere von etwa 800 — 1600 m anpflanzen. Eine Mindestniederschlagsmenge von etwa 2000 — 2500 mm jährlich ist allerdings erforderlich. Ist das zu bepflanzende Gebiet von zahlreichen kleinen Wasseradern durchzogen, so ist das ein grofser Vorteil. Von Wichtigkeit ist ferner, dafs die Bergrücken oberhalb der anzulegenden Felder, für die man ja doch meist abschüssiges Terrain, nicht zu steile Berglehnen usw. wird wählen müssen, nicht abgeholzt sind. Denn die Bastbanane liebt schattige, kühle und vor Wind geschützte Standorte. Das Vorbereiten der zu bepflanzenden Felder ist leicht. Schweren Urwald wird man wohl nur in den seltensten Fällen niederzulegen haben. Man wird sich darauf beschränken, die in früheren Zeiten von den Eingeborenen und europäischen Pflanzern abgeholzten und nicht bebauten bezw. verlassenen Ländereien in Kultur zu nehmen. Ganz besonders möchte ich einer Mischkultur mit Kafiee das Wort reden, namentlich auf solchen Feldern, deren Ertrag an Kaffee zwar gering, aber immer noch ausreichend ist, um das Tropenpflanzer 1904, Heft 3. g — 110 — pflücken zu lohnen. Bei der Wahl des Landes ist ein mit Steinen durchsetzter, durchlässiger Boden einem solchen, dem aus Mangel an Steinen die natürliche Drainage fohlt, vorzuziehen. Denn der erstere nimmt während der Regenzeit viel gröfsere Mengen Wasser auf und bleibt feucht und locker, während bei letzterem, der meist aus steifem, festem Lehm oder Ton besteht, die in der Regenzeit fallenden, gewaltigen Wassermengen oberirdisch ablaufen, die Felder verwüsten und den Boden verhärten und verkälten. Aus diesem Grunde ist auch eine mäfsige Humusdecke von grofser Wichtigkeit. Man schlägt zunächst den Busch und das Hochgras in der üblichen Weise mit dem Cutlafs nieder, läfst aber etwa vorhandene grofse Bäume, namentlich wenn sie sich an den Ulern der die Plantage durchziehenden Wasserläufe befinden, stehen. Nachdem das Ganze genügend getrocknet ist, zündet man es an. Ein zweites Auf- räumen und Brennen findet, wenn der erste Brand nicht total ver- unglückt sein sollte, nicht statt. Nun werden die Pflauzreiheu, die der Bequemlichkeit und besseren Kontrolle halber immer in einer Richtung, am besten Ost- West, bergaufwärts laufen sollten, ab- gesteckt. Man setzt die Markierpfähle auf 6 Fufs Entfernung in und zwischen den Reihen. Der sich inzwischen zeigende Graswuchs wird sofort unterdrückt. Hierzu genügt ein einmaliges Reinigen, vorausgesetzt, dafs man nicht zu lange nach dem Brennen damit wartet. Dann wird unterhalb jedes einzelnen Markierpfahles mit etwa acht Hackenschlägen der Boden gelockert und geebnet, also eine kleine Blöfse von etwa 2 Fufs Durchmesser hergestellt. In diese steckt man nun in gehöriger Entfernung voneinander 6 Samen- kerne. Zu beachten ist, dafs man dieselben nicht zu tief steckt. Zwei Zoll genügen in der trockenen, vier Zoll in der nassen Jahres- zeit, wenn ein Herausspülen der Samen durch Regen zu befürchten ist. Dieselben keimen rasch, falls sie reif und frisch waren, und wachsen bei günstiger Witterung l)ald heran. Die tütenförmig zusammengerollte Spitze des ersten Blattes zeigt sich schon am 35. Tage. Solange die Pflanzen noch klein sind, etwa bis zum sechsten Monat, müssen die Felder öfter — alle zwei Monate — gereinigt werden, dann nur noch zweimal jährlich. Von den gesteckten 6 Samen entwickeln sich in der Regel 3 bis 4 gut, während die übrigen zwei bei fortschreitendem Wachstum von den stärkeren Pflanzen unterdrückt werden. Die weiteren Arbeiten beschränken sich auf das Reinigen der Felder und die Herstellung von Pflanzwegen, um später einen raschen und mühelosen Transport der Bananenstämme zu ermög- lichen. Drainierung ist in dem gefalteten und von Schluchten — 111 — durchzogenen, gebirgigen Terrain, das allein die Vorbedingungen für den Anbau der Bastbananen in Ostafrika erfüllt, nicht nötig. Man reinige nur die Betten der Wasserläufe, sowohl der immer- fliefsenden als auch der periodischen, von Baumstämmen und dem Busch- und Astgewirr, das sich so oft darin festsetzt, und vergesse nicht, seine Pflanzwege an allen Punkten, wo sie solche Wasser- läufe und -abflüsse schneiden, mit Durchlässen zu versehen, um nicht eines schönen Morgens anstatt Wegen die tief eingeschnittenen Betten von Wildbächen zu finden, in denen sich das vom Abflufs abgeschnittene Regenwasser einen Weg gebahnt hat. Das sollte eigentlich kaum zu erwähnen sein, doch kommt diese Unterlassungs- sünde öfter vor, als man denkt. Am Ende des zweiten oder Anfang des dritten Jahres nach dem Stecken der Samenkerne beginnt die Blüte zu erscheinen. Jetzt sind die Bananenstämme schnittreif. Sie werden mit dem schon erwähnten Cutlafs, dem üniversalinstrument, dicht über der Erde abgeschnitten, von den Blättern be'reit und zur Fabrik trans- portiert, um dort so schnell als möglich verarbeitet zu werden, denn langes Liegen der Stämme erzeugt eine rötliche Faser. In der Fabrik löst man zuerst die zusammengerollten Blattstiele einzeln mit der Hand ab, schneidet sie in Streifen und zieht sie (bei der Bereitung mit der Hand) unter einem mit der Schneide gegen das Wadenbein gestemmten Messer durch, wobei die fleischigen und wässerigen Teile von der Faser getrennt werden. Dieses Durchziehen wiederholt man so oft, bis in der linken Hand die Faser rein und seidenglänzeud zurückbleibt. Bemerken will ich hier noch, dafs sich diese Manipula^^ion mit der Bastbanane viel leichter, rascher und sauberer vornehmen läfst, als mit allen anderen mir bekannten Faserpflanzen. Dann wird die Faser einfach über ein Gerüst aus Bambus- stäben zum Trocknen gehängt und ist, sobald sie getrocknet ist, fertig zum Versand. Unbedingtes Erfordernis ist schnelles Trocknen an der Sonne oder, wenn diese fehlt, unter einem allseitig freien Luftzutritt habenden Schuppen. Trocknet der Bananenbast nicht rasch, so bekommt er eine stumpfe Farbe und verliert den eigen- artigen, seidenähnlichen Glanz, der für ihn so charakteristisch ist. Dasselbe ist der Fall, wenn der Bast nach dem Trocknen in einem dumpfen, feuchten Räume ohne Luftdurchzug gelagert wird. Das Vorratsmagazin mufs unbedingt trocken und luftig sein. Die Verpackung ist die übliche in Ballen, wozu man mit Vorteil eine Presse benutzt. Man näht den in der Presse zusammen- gedrückten Bast zuerst in Sacktuch (Jute) ein und verpackt ihn dann in eine Matte. 8* -- 112 — Natürlich empfiehlt es sich auch da, wo die Löhne so billig sind wie in Uluguru (z. Zt. 6—8 Pesas pro Manu und Tag), nicht, die Fabrikation im grofsen Stile mit der Hand zu betreiben. Man wird vielmehr Entfaserungsmaschiueu aufätellen müssen, welche unter anderm von Hubert ßoeken & Co., G. m. b. H., in Düren im Rheinland und Ernest Lehmann in Manchester in England, 8, Chatham Buildings, Chatham St., geliefert werden. — Sonstige maschinelle Anlagen sind nicht nötig. — Von grofsem Vorteil ist es, wenn man beizeiten an geeigneten Orten für die Herstellung von hölzernen Rutschbahnen oder Gleitbahnen Sorge trägt, die den Transport zu der an der tiefsten Stelle der Pflanzung gelegenen Fabrik ungemein erleichtern. Auch einfache Drahtseilbahnen (whireshoots) sind hier sehr am Platze. Das Nachpflanzen erfolgt auf den in Kultur genommenen Feldern in der Weise, dafs man im Feld nach der ersten Aus- pflanzung eine Zwischenpflanzung vornimmt, indem zwischen je zwei Pflanzstellen in den Reihen neue Blöfsen gemacht und Samen aus- gelegt werden, die dann nach Aberntung der zuerst gepflanzten Bananen im nächsten Jahre deren Platz einnehmen. Auf diese Weise kann man ein Feld ruhig 8 — 10 Jahre in Betrieb halten, ohne eine zu grofse Aussauguug des Bodens befürchten zu müssen. Denn einmal bleiben ja die abgeschnittenen Blätter an Ort und Stelle liegen und verrotten, dann reichern die verfaulenden Bananen- stumpfe, die im Boden bleiben, denselben wieder an, und schliefslich meine ich, dafs man ein Feld, auf dem die Eingeborenen 8 Jahre hindurch zweimal jährlich ununterbrochen Mais und Mtama pflanzen können, ehe sie das bebaute Stück Land einige Jahre (in Uluguru in der Regel zwei) ruhen lassen, ebensogut 8 Jahre mit Bast- bananen bepflanzen kann, zumal durch die geringe Bodenbearbeitung nennenswerte Abspülungen nicht vorkommen. Was die Rentabilität einer solchen Unternehmung betrifft, so ist es selbstverständlich, dafs für den Europaer nur der Grofs- betrieb lohnend sein kann. Ich gebe hier eine Rentabilitäts- berechnung für die Anlage einer Manilahanfpflanzung von 600 ha bebauter Fläche für Uluguru (Deutsch -Ostafrika) auf Grund der durch vierjährige praktische Versuche auf der Pflanzung Emin ermittelten Zahlen, die absolut zuverlässig sind.*) *) Die Löhne sind nach der Höhe der zur Zeit an der Küste gezahlten Monatslöhne berechnet worden, während die Lohnsätze in Ulu<^uru tatsächlich viel niedriger sind; dort erhält der Arbeiter i Tagelöhner) nämlich nur 6 Pesas pro Tag. — 113 — 1. Klären des Landes von Busch und Gras; Brennen .... 16 Rp. pro lia= 9600,00 Rp. 2. Erstes gründliches Reinigen mit der Hacke (nur für Grasland) 8 „ „ „ = 4 800,00 „ 3. Schneiden der Markierpflöcke, Transport ins Feld, Abstecken der Pflanzstellen (Pflanzreihen) = 3000 pro ha 12 „ „ „ = 7 200,00 ., 4. Herstellen der Terrassen . . 6 „ „ „ = 3 600,00 „ 5. Auslegen der Samen und zwei- maliges Übergehen des Landes behufs Nachpflanzen .... 12 „ „ ,, ^ 7 200,00 „ 6. Sechsmaliges Reinigen bis zur Ernte, mit dem Cutlafs, äl= 6„ „ „= 3 600.00 „ 7. Schneiden der Bananenstämme, Transport derselben zur Fabrik, vorausgesetzt, dafs nur einge- borene Träger als Transport- mittel zur Verfügung stehen und noch keine, den Betrieb verbilligenden, modernenTrans- portmittel vorhanden sind . 24 „ „ „ = 14 400,00 ,, 8. Bereitung des Hanfes, Trocknen und Packen einschl. Kosten des Packmaterials*) für 2272 Ztr. pro ha 24 „ „ „ = 14 400,00 „ 9. Transport zur Küste von 13500 Ztr. fertigen Hanfes = 19 285^4 Lasten ä netto 77 Pfd. engl. = netto 35 Kilo = S'/s Rp. pro Last einschl. Aufseher**) 60 267,15,2 ,. 125 067,15,2 Rp. *) Die Verpackung erfolgt in Matten und wird schon auf der Pflanzung vorgenommen. **) Wenn es von Daressalam eine Rücklast gibt, so sind 2 Rp. für den Transport zur Küste und ebensoviel für die Rückfracht zu zahlen ; billiger macht es keine Bahnverwaltung. Auch steht den gröfsten Teil des Jahres die Ver- frachtung auf dem Wasserwege frei, denn der Ruwu (Kiiiganii, der auf dem Gebiet der Pflanzung Emin entspringt, ist per Flachboot von Tinsugro bis zur Mündung schiS'bar. Ein Ausfuhrzoll für Hanf existiert in Deutsch-Ostafrika nicht. Die Seefracht bis Hamburg beträgt für Hanf 35 Mark per Kubikmeter oder 3 Mark 50 Pf. per Zentner in hydraulisch geprefsten Ballen. Mit der hydraulischen Presse kann man 10 Zentner Hanf auf den Kubikmeter pressen, mit der Zylinderpresse (Schraubenpresse) hingegen nur 5 Vi Zentner. Diese Angaben decken sich mit den von dem früheren Plantagenbesitzer von Kura- sini, Herrn v. Geibler, gütigst zur Verfügung gestellten Notizen. — 114 — Übertrag. . . 125 067,15,2 Rp. 10. Gebäude: 1 Bungalow für den Administrator 6 000.00 Rp. 3 Assistent.-Bungalows 10U00,00 „ Arbeiterhäuser . . . 4 500,0U „ Mascbinenhalle,Trocken- scbuppen u. Mag azin 6 000,00 ,, 26 500,00 .. 11. Maschinen u. Geräte einschl. Transport- kosten bis an Ort und Stelle .... 18000,00 ,, 12. Wege. 15 km Pflanzwege ä 500 Rp. pro Kilometer einschl. Kosten für Spreng- material T 500,00 „ 13. Gehälter: 1 Admini- strator 12 000,00 Rp. 1 erster Assistent . 3 Assistenten . . . 1 Techniker (Maschinen Schlosser) . . . 1 Buchhalter . . 6 000,00 12 000,00 3 000,00 4 00(»,00 37 000,00 Rp. = 2'/2J. 92 500,00 ^ Gesamtsumme der Ausgaben für die Anlage und erste Kampagne . . . 269 567,15,2 Rp. Die erste Ernte ist auf 13 500 Zentner fertigen Hanfes veran- schlagt, ein Ertrag, dem eine durchaus vorsichtige Schätzung zu- grunde liegt. Ein Bananenstamm liefert zwischen 150 und 250 Gramm reinen Hanf, im Mittel 2u0 Gramm. An jeder Pflanzstelle sind 6 Samenkerne ausgelegt, von denen ich von vornherein an- nehme, dafs die Hälfte nicht recht kommt. Es bleiben also auf jeder Stelle 3 brauclibare Stämme übrig. Für diese habe ich einen Durchschnittsertrag von 125 Gramm pro Stamm oder 375 Gramm pro Pflanzstelle angesetzt, also gewifs eine vorsichtige Veran- schlagung. Bei einer Pflanzweite von 6x6 Fufs, die vollkommen ausreichend ist, denn man vergesse nicht, dafs die Bastbanane keine Schöfslinge treibt, stehen auf dem Hektar 3000 mal 3 = 9000 Stämme, welcher jeder 125 Gramm Bast liefert. Das Exempel stellt sich also folgendermafsen: 3000 Pflanzstellen pro Hektar mal 3 brauch- bare Stämme = 9000 Stämme ä 125 Gramm Bast liefern zusammen 22 ^'2 Zentner Bast mal 600 Hektar = 13 500 Zentner Manila- hanf zum angenommenen Preise von 18 Rp. = 25,20 Mk. loko Daressalam ergeben . 243 000,00 Rj.. — 115 — Übertrag . . 243 000,00 Rp. hiervon siod für die nächste Kampagne, für die ja bereits IV2 jährige Bananen vor- handen sind, zur Verfügung zu halten die Hälfte der Summe der bisherigen Gesamt- ausgaben 269 567,15,2 Rp. mit . . . . 134 783,15,3 . so dafs für Abschreibungen auf Kapitalanlage- kouto, Landkauf, Zinsen und Dividenden verbleiben 108 216,00,1 Rp. Bedenkt man nun noch, dafs der Preis des Manilahanfes mit 25,20 Mk. frei Daressalam auf das vorsichtigste eingeschätzt ist, und somit gleich von Anfang an einem etwaigen Sinken der jetzigen Preise, 55 — 65 Mk. pro Doppelzentner frei Bremen, Rechnung getragen wird, so kann man dieser neuen Kultur wohl eine schöne Zukunft prophezeien, und ist nur zu wünschen, dafs unser Grofs- kapital aus seiner durch die Mifserfolge der ostafrikanischen Kaflfee- kulturen veranlafsten Reserve heraustreten und sich lel)haft an der demnächst beabsichtigten Gründung einer deutschen Kolonialgesell- schaft zur Kultur dieser Bananen beteiligen möge. Im Anschlufs an die obigen Ausführungen führe ich folgende Gutachten über den Bananenhanf an: Gutachten üher Bananenhaiif aus Uliigurii, veröffentlicht in den „Yerhandlungen des Arbeitsausschusses des Kolonial- Wirtschaftlichen Komitees vom 20. Oktober 1902": Bauanenhanf. Ein scheinbar aus der Masa textilis in Uluguru von dem Pflanzer Moritz gewonnener Hanf wird wie folgt begutachtet: Bremer Tauwerk-Fabrik A.-G. vorm. C. H. Michelsen, Groha-Vegesack: Wir schätzen die Probe I auf 65 Mk. pro Doppelzentner franko hier und die Probe II auf 55 Mk. pro Doppelzentner franko hier, welche Ta^xate wir ohne Verbindlichkeit abgeben. Es würde uns lieb sein, wenn Sie uns einmal einen gröfseren Posten Ihrer Hanfproduktiouen zustellen bezw. überlassen würden, die Bewertung der Fasern läfst sich dann auch genauer bestimmen. Feiten & Guilleaume, Köln a. Rh. : Wir empfingen Ihr Geehrtes vom 25. ds. und die Probe Bananenhanf, und gleicht dieser Hanf schon mehr einem feinen Manilahanf, etwa Good Current. Auf Manila würde der heutige Preis etwa 40 bis 45 Pfd. Sterl. pro Tonne sein. Es würde von grofsem Interesse sein, wenn ein derartiger Hanf, für den bis jetzt die Philippinen das Monopol besitzen, von Deutsch-Ostafrika geliefert werden könnte. Herr Geh. Regierungsrat Federrath, Olsberg, teilt dem Komitee mit, duls er auf den Eisenbahnkonferenzen in Köln und Frankfurt a. M. Frachtvergünsti- gungen für Hanf zu beantragen beabsichtige. Herr Geheimrat Federrath beton besonders die grofse Bedeutung der Gewinnung eines dem Manilahanf gleich wertigen Hanfes in deutscheu Kolonien für den heimischen Markt. — 116 - Gutaclileii des Konunaiulos der Kaiserlichen Flottille in Daressalam vom 22. Juni 1903: Herrn F. Moritz hier. Unter Bezug:nahTne auf Ihr sehr gefl. Schreiben vom 18. Juni er. teile ich Ihnen ergebenst mit, dafs ich Ihrem Wunsche gemäfs den der Kaiserlichen Flottille zur Prüfung übersandten Hanf gern einer Untersuchung auf Haltbar- keit und Zugfestigkeit habe unterzielien lassen. Es freut mich, Ihnen sagen zu können, dafs das Resultat unserer Untersuchungen als ein äufserst gutes be- zeichnet werden mufs. U. a. wurde folgender Versuch gemacht: Die mir eingesandte Hanfprobe wurde mit der Hand leicht zusammengedreht. An dem einen Ende wurde eine neue, von Europa bezogene, 6,5 cm Umfang starke Manilatrosse eingebunden; das andere Ende wurde fest belegt. Auf die Manilatrosse wurde eine Talje mit zweischeibigen Blöcken gesetzt und die Talje auf Kraft geholt. Das 6,5 cm starke, durchaus gute und gesunde Tau, wie es fortwährend an Bord der Gouvernementsdampfer Verwendung findet, zerrifs, während an den lose ver- schlungenen Hanffäden Ihrer Probesendung nichts zu bemerken war. Auch die einzelnen Hanffäden wurden auf Haltbarkeit untersucht und dabei festgestellt, dafs dieselben im Verhältnis zu ihrer Stärke eine ganz aufserordentlich grofse Festigkeit haben. Den Probehanf nebst der zerrissenen Manilatrosse sende ich Ihnen anbei zurück. Auf Grund der angestellten Untersuchungen und Prüfungen läfst sich mit Zuversicht erwarten, dafs Hanf von der mir vorgelegten Qualität ein ganz vorzügliches Tauwerk abgeben wird. Hoffentlich sind Sie in der Lage, von dieser Qualität genügende Quantitäten auf den Markt zu werfen und den hanf- interessierten kaufmännischen Kreisen zuzuführen. Ich glaube, dafs derselbe einen recht guten Preis erzielt. Ergebenst Kommando der Flottille. gez. Chrapkowski. Beselircibuiig der ostafrikaiiiseheii Bastbanane. Von Prof. Dr. O. War bürg. (Mit zwei Abbildungen.) Die im „Tropenpflanzer" 1903 S. 550 besprochene ostafrika- nische Bastbanäne hat sich nach dem von Herrn F. Moritz ein- gesandten Spiritusmaterial und nach den von Herrn Leutnant G. Lade mann in Kisaki angefertigten Photographien als neu er- wiesen und soll deshalb hier als Musa ulugurensis Warb, et Mor. beschrieben werden. Planta ca. 7 metralis, culrao usque primum folii limbum 3 metrali, ca. 40 cm lato, basi iufima inflata ca. 160 cm in circuitu; foliis usque 5 m longis et 1 m latis subtenuibus subtu.s pallidioribus costa pallide vel subilavido-viiidi crassa. luflorescentiae bracteis ovatis ad apicem obtuse lanceolatis, 54 cm longis extus submaculate viridibus, intus al- bidis late viridi-marginatis. Floribus in bractearum axillis ante anthesin 117 — Musa ulugurensis Warb, et Mor. A Weibliche Blüte, noch nicht offen, B oberer Teil derselben nach Entfernung der Blutenhülle, zeigt den Griffel, Staminodien und das Tepalum, C dasselbe von der anderen Seite, D Blütenhülle (Perigonium) der jungen Frucht, E Tepalum, vergröfsert, F ein Staminodium, vergröfsert, G Durchschnitt des Fruchtknotens, H Frucht nach Entfernung eines Teiles der Schale, J Basis des Fruchtknotens, K Samen, L Same im Längsschnitt. — 118 compressis sordide albidis, femineis 15 — 17 cm longis fere sessilibus. ovario 3 — 4 angulato ca. 10 cm longo 2 cm lato basi sensim angustato, perigonio nondum aperto 5— 6 cm longo 8 mm lato in situ stigmatis inflato 1 cm lato, supra in calyptram conipressam apice tiuncatam 1 cm longam '/a cm latam elongato in anthesi fisso et apice breviter et obtuse trilobato, intus plicis 2 longitudinalibus dorso tantum adnatis instructo, tepalo parvo 1 — l'/z cm longo alis membranaceis dilatato ca. IV2 cm lato apice eroso, dente media longe cuspidata; Musa uluf^urensiH Warb, et Mor. (Nach einer Photographie.) stylo crasso 372 cm longo 4 mm lato glabro longitudinaliter paullo 3 — 4 sulcato. stigmate capitato 8 mm lato 7 mm longo apice 6 lobato, lobis rotundatis ante antliesim papillis obtectis, staminodiis 5 — 7 valde inaeqalibus vulgo subuliformibus ca. 1 cm longis 1 — 1 '/2 mm latis apice subcuspidatis, 1 — 2 interdum majoiibus dilatatis et longe cuspidatis, ovario triloculari multi-ovulato. — 119 — Fructibus ca. 100 — 150 in fructificationem fere orbicularem compressis, 8 — 10 cm longis, 4 — 5 cm latis subauguloso-obellipsoideis basi sensim angustatis apice rotundatis, cicatrice ca. 12 mm lata coronatis; seminibus maximis 10 — 20 in fructu pulpa obtectis et separatis itaque haud valde angulosis, ca. 2 cm longis, IY2 cm latis, exospeimio durissimo lucido uigro haud costato vix sulcato, hilo lato et ca. 1 cm longo distincte immerso, embryone parvo endospermo insidente, parte masculina inflorescentiae longa crassa parte inferiore bractearum cicatricibus obtecta, apice bracteis lanceolatis flores masculinos involventibus circumdata. Uluguru, im ürwaldgebiet in feuchten schattigen Schluchten, besonders auf Windbruchstellen und abgeholzten Plätzen. Blüten und Früchte das ganze Jahr hindurch, am häufigsten im April. Die Samen keimen schnell, die Blüte tritt Ende des zweiten Jahres ein, die Früchte entwickeln sich schneller als bei M. paradisiaca. Die den Stamm bildenden ßlattscheiden liefern 150 bis 250 g reinen Hanfes. Von M, proboscidea Oliv, aus ükami unterscheidet sich die Art durch die grofsen Samen, den dickeren und kürzeren männlichen Teil des Blütenstandes, den längeren Scheinstamm usw., von M. Holstii K. Schum. aus Usambara durch den längeren und viel (um mehr als das Doppelte) dünneren Scheinstamm und die längeren Blütenstände, während die Samen dieser Art sehr ähnlich sind. Etwaige Differenzen in den Blüten lassen sich noch nicht fest- stellen, da von M. proboscidea und Holstii nur männliche, von M. ulugurensis nur weibliche Blüten vorliegen. In der brasilianisehen Kaffeeregion. Von Friedrich v. Känel. J. Die trockene Jahreszeit nahte ihrem Ende, als ich an einem schwülen Augustmorgen meine erste Reise von der Hauptstadt San Paulos nach dem Innern des Landes im Nordwesten antrat. Meine höchst gespannten Erwartungen von den Wundern der tropischen Natur machten bald einem Gefühl der Enttäuschung Platz, das zu- nahm, je weiter ich fuhr. Statt der erw^arteten majestätischen Ur- wälder sah ich dürre, struppige Walddschungeln voller Dornen und dünner Schlingpflanzen, statt weiter, blumiger Felder nur triviale Weiden, wo rauhes Gras und welkes Farnkraut den Boden zwischen den wenigen verschonten Bäumen bedeckten. Der freundliche An- blick aufblühender Städte und bahnumgebener Landhöfe, an denen — 120 — der Zug vor überkam, konnte den niederschlagenden Eindruck niclit au.slöschen, den die grofsen Einöden mit den verkohlten Baum- striinken und leblosen Bäumen ausübten, die von den planlosen Zerstörungen durch die Menschen ohne eine Spur von nach- folgender Kultur erzählten. Aber dafs alle diese Verheerungen ihr Ende noch nicht erreicht hatten, dies bewiesen die mächtigen Säulen eines dichten, gelbgrauen Rauches, der sich an verschiedenen Stellen in die Luft erhob, sie mit Brandgeruch schwängerte und die Gegend in einen trüben Schleier hüllte. Je weiter der Zug gegen Norden vorrückte, desto häufiger trat eine besondere Erscheinung in der Landschaft auf: Hügel und Höhen- züge waren nämlich mit etwas bedeckt, das von weitem riesen- grofsen Kartoffeläckern täuschend ähnlich war, in der Nähe aber an eine ungeheure Baumschule gemahnte, mit Hunderttausenden von Exemplaren eines glänzenden, dunkelgrünen Strauches in schnur- geraden Reihen. Es war eine Kaffeepflanzung. Wir befinden uns im gröfsten Kaffeedistrikt der Welt. Dies gab sich auch auf eine andere, nicht sehr augenehme Weise zu erkennen: von der in- tensiv ziegelroten Erde in den Kaffeepflanzungen wirbelte nämlich der Zug einen feinen Staub auf, der überall eindrang und die weifsen Reisenden in veritable Rothäute verwandelte. Die Landschaft, deren Physiognomie in vorstehendem skizziert worden ist, bildet einen Teil des gewaltigen brasilianischen Hoch- landes. Von dem 1000 m hohen Küstengebirge Serrao do Max senkt sich das Innere von San Paulo allmählich nach dem Flufs Paranä im Westen und Nordwesten. Zahllose Wasserzüge, die alle in den Paranä münden, haben im Laufe von Jahrtausenden eine Menge tiefer und oft sehr breiter Täler eingeschnitten. Zwischen denselben erheben sich Reste des ursprünglichen Plateaus als steile Hügel oder abgeflachte, langgestreckte Höhenzüge mit weichen, ab- geschliflenen Formen. Der Berggrund ist nämlich überall verwittert, oft bis in grofser Tiefe. Nirgendwo, aufser in Wasserfällen und auf dem Grunde gewisser Bäche, kann der blofse Fels beobachtet werden. In diesem zerschnittenen und verwitterten Plateaulande in nördlicher und nordwestlicher Richtung von der Hauptstadt und in einer Höhe von 600 bis 800 m über dem Meere sind die grofsen Kaffeedistrikte gelegen. Wer einige Zeit in diesen Gegenden zubringt, wird bald mit oder gegen seinen Willen in die Einzelheiten des Kaffeebaues ein- geweiht. Der Kaffee ist hier das grofse, alles beherrschende Inter- esse. Bin Ritt in die Pflanzungen ist das gewöhnliciiste Vergnügen, das hier dem Fremden geboten wird; dem Kaffee widmen die Zeitungen täglich lange Artikel, von Kaffee sprechen die Freunde, — 121 — wenn sie einander treffen; an den Kaffee denkt der „Fazendeiro", wenn *er zu Hause sitzt, wenn er ausreitet (zu Fufse zu geben, fällt ihm nie ein), wenn er sich zu Bette legt oder aufsteht. Und dies ist auch kein Wunder! Denn vom Kaffee hängt nicht blofs das Wohl und Wehe San Paulos, sondern die ganze ökonomische Lage Brasiliens ab. Ein Schilderer des brasilianischen Lebens hat gesagt: „Rio de Janeiro ist Brasilien und Rua do Quoidor ist Rio de Janeiro". Dies mag in gewisser Hinsicht wahr sein. Aber öko- nomisch betrachtet, kann man mit noch gröfserem Recht behaupten, dafs San Paulo Brasilien und der Kaffee San Paulo ist. Aber ehe wir die Verhältnisse in San Paulo betrachten, ist es vielleicht am Platz, einige Worte über den Kaffee selbst und seine Geschichte zu sagen. Es ist eine fast allgemein verbreitete Annahme, dafs der Kaffee aus Arabien herstammen soll, eine Auffassung, die ihre Bestätigung in dem Namen finden soll, den Linnd demselben gab, nämlich Coffea arabica. Doch ist der Kaffee nirgendwo in Arabien in wildem Zustande getroffen worden, dagegen in verschiedenen, dem tropischen Afrika angehörenden Gegenden. Von diesen Ländern verdient Abessinien mehr als irgend ein anderes als die Heimat des Kaffees bezeichnet zu werden, denn wahrscheinlich ist die Sitte des Anbaues und des Genusses von Kaffee von dort nach Arabien und dann von hier aus weiter verbreitet worden. Jetzt wird Kaffee in gröfserem oder kleinerem Mafsstabe in mehreren tropischen Ländern angebaut. Aber obwohl er eine ausgeprägt tropische Kulturpflanze ist, so gedeiht er doch nicht so gut in den beständig feuchtwarmen Tiefebenen und Küstenstrecken wie auf den Hochebenen mit kühler Temperatur und bestimmtem Unterschied zwischen Trocken- und Regenzeit. Eine jährliche mittlere Temperatur von ungefähr -[- 20° C. scheint die günstigste zu sein, Dafs diese Ziffern gleichwohl ein sehr heifses Klima bedeuten, beweist augenscheinlich ein Ver- gleich mit den mittleren Temperaturen in Europa. Wir können bei- fügen, dafs kein Punkt in Europa + 20 '^ jährlicher Mitteltemperatur erreicht. Tief und hinreichend bewässerter, aber nicht sumpfiger Boden ist eine zweite Hauptbedingung für das Gedeihen dieser Pflanze. Das erste Exemplar kam 1727 nach Brasilien. Es wurde von Cayenne nach Para eingeführt. In unsern Tagen trifft man Kafiee- pflanzungen in allen Staaten Brasiliens vom Amazonas und Para bis hinab nach Rio Grande do Sul. Von den Nordstaaten können aber nur Cearä und Bahia von einem Export sprechen. Die eigentliche Kaffeezone ist LÜdlicher gelegen, in den Staaten Espirito Santo, — 122 - Minas Geraes, Rio de Janeiro und Sau Paulo. Von diesen sind die beiden letzterwähnten am wichtigsten, vor allem San Paulo. Wie sieht die Pflanze aus, die „das beste aller irdischen Ge- tränke" liefert? Es ist ein immergrüner, reich verzweigter kleiner J>aum — oder kultiviert, gewöhnlich ein Strauch — , der eine Höhe von 3 bis 6 m erreicht. Er gehört der grofsen PflauzHufamilie der Rubiaceen an. Die Blätter sind dunkel und glänzend wie diejenigen einer Kamelie und sitzen paarweise einander gegenüber. Sie sind an beiden Enden gespitzt und haben eine Länge von 10 bis 15 cm. Während der strengsten Trockenzeit, d. h. in San Paulo in den Monaten Juni bis August, nehmen die Kaffeepflanzen nach und nach ein graues und struppiges Aussehen an, denn die älteren Blätter fallen ab und die Zweige bleiben fast kahl zurück. Einen um so prachtvolleren Anblick bieten sie mit Eintritt der Blütezeit Ende August oder Anfang September, wenn alle Sträucher auf einmal sich mit dichten Kränzen von schneevveifsen, zierlichen Blüten schmücken, deren lieblicher Duft an denjenigen des Jasmins erinnert. Aber diese Heirlichkeit dauert nur zwei bis drei Tage. Ebenso schnell wie sie gekommen, ist sie wieder verschwunden, das prächtige Schauspiel wiederholt sich aber noch zweimal mit einigen Wochen Pause zwischen jeder Vorstellung. Von April bis Mai beginnen die Früchte zu reifen. Gleich den Blüten erscheinen sie in zahlreichen Kränzen an den langen, bieg- samen Zweigen. Ihre Farbe ist im Anfang grün, dann dunkelkirsch- rot und endlich schwarz. Nach Form und Gröfse können sie am ehesten mit einer ovalen Kirsche verglichen werden. Untersucht man eine reife Frucht, so trifft man zu äufserst eine zähe, leder- artige Schale und unter derselben schleimiges Fruchtfleisch von süfs- lichem Geschmack. Im Innern liegen zwei pergamentähnliche Hülsen, von denen jede einen Samen, die Kaffeebohne, umschliefst. Die beiden Hülsen, die die gleiche Form haben wie die Bohnen, decken einander mit den flachen Seiten, sind aber nicht zusammengewachsen. Die eigentliche Fläche der Bohnen i^t mit einer sehr dünnen Haut bedeckt, die Seideupapier gleicht und Seidenhaut oder Silberhaut genannt wird. Reste dieses „Seidenpapiers" können oft an der im Handel vorkommenden Ware beobachtet werden, weil sie ziemlich schwer zu entfernen sind. Die eben gelieferte Beschreibung bezieht sich speziell auf die in Brasilien allgemein gepflanzte Kaffeesorte „cafe commun" (ge- wöhnlicher Kaffee), auch „cafd nacional" (Nationalkaffee). Eine andere Art, die häufig gepflanzt wird, heilst „cafe bourbon", weil sie von der Insel Bourbon (R(iunion) herstammt. Sie soll frühere und reichere Ernten liefern als „commun", aber auch eher den Boden — 123 — erschöpfen und selbst an Produktionskraft abnehmen. Ein anderer Übelstand, der ihr anhaftet, besteht darin, dafs sie beim Dreschen einen grofsen Prozentsatz beschädigter Bohnen liefert. Dieselben sollen jedoch den ganzgebliebenen an Aroma nichts nachgeben, weshalb der Bourbonkaflfee gern von den praktischen Yankees gekauft wird, die, klug genug, mehr Wert auf den Geschmack als auf das Aus- sehen legen. Bei typischen Individuen ist es ganz leicht, an der Art des Wachstums, der Verzweigung usw. den Unterschied zwischen „bourbon" und „commuu" zu beobachten, in anderen Fällen aber nahezu unmöglich. Vornehmer sind ein paar andere Varietäten. Die eine wird „maragogipe" genannt nach ihrer Heimat in Bahia. Ihr Kennzeichen ist dafs Blätter, Friichte usw. olt doppelt so grofs sind als bei den übrigen. Sie wii-d jedoch selten mehr gepflanzt, weil der Fruchtansatz ziemlich sparsam ist. Die andere stammt aus dem Distrikt Botocatü in San Paulo und wird darum „caf^ botocatü" geheifsen. Noch häufiger wird die Bezeichnung „cafe amarello" ge- braucht, d. h gelber Kaffee, weil die Früchte im Zwischenstadium gelb statt rot werden. I»iese Art wird in immer gröfserer Aus- dehnung gepflanzt, weil sie sehr ergiebig und an dem stimulierenden Bestandteil des Kafi"ees, an Cofl'eio, i-eieher ist als eine andere Sorte. Alle diese vier Sorten sind nur Formen der gleichen Art Cofl^ea arabica. Eine in botanischer Hinsicht sehr verschiedene Sorte ist dagegen der sogenannte Liberiakaflee, Coffea liberica. Sie wird in Brasilien nur als Kuriosität gebaut, denn dort existiert glück- licherweise der furchtbare Rostpilz (Hemileia vastatrix) nicht, der die Kafi"eepflanzungen auf Ceylon und den Sundainseln zerstörte und die Pflanzer zwang, Cofifea arabica mit der widerstandskräftigeren Coffea liberica zu vertauschen oder den Anbau ganz aufzugeben. IL Ein brasilianisches Landgut gröfseren Umfanges wird „Pazenda" genannt und der Besitzer „Fazendeiro", ein kleiues Gut „Sitio" und der Eigentümer „Sitiante*^. Es gibt verschiedene Arten von Fa- zenden: zur Viehzucht, zum Zuckerrohrliau in Verbindung mit Zuckersiedereien und Branntweinbrennereien usw. In S. Paulo ist die Mehrzahl der Fazenden hauptsächlich, ja fast ausschliefslich für Kaffeepflanzungen bestimmt. Wir wollen uns hier nur mit den letzteren beschäftigen. Bei der Anlage einer Kafifeefazenda müssen verschiedene Um- stände in Betracht gezogen werden: die Höhe über dem Meer, die Höhe im Verhältnis zu dem umgebenden Gebiet, die Wasserverhält- nisse und die Beschafi"enheit des Bodens. — 124 — Die Höbe über dem Meer darf nicht zu grofs sein, denn sonst wird die Wintertemperatur zu niedrig. Wie erwähnt, liegen die gröisten Kaüeepflanzungeu S. Paulos GOO bis 800 m über dem Meer. Aber die Kultur gelingt doch bis hinauf zu lOOO m in den nörd- lichen Distrikten auf der Grenze von Minas Geraes, z. B. in Franca. In jeuer Gegend wieder pflanzt man den Kaffee auf Hügeln und Bergen, nie in den Tälern: denn im Fall von Frost, „geada"^ — der zuweilen vorkommt — sammelt sich die kalte schwere Luft auf dem Talgrund und richtet dort grofsen Schaden au den empfind- lichen Pflanzen an. Eine Kaffeepflanzung, die dem Frost aus- gesetzt gewesen ist, liefert eine schlechte Ernte während mehrerer Jahre oder kann sogar völlig eingehen. Wasser kommt fast überall reichlich vor. Die Schwierigkeit dabei wie bei Eigentumserwerbungen im allgemeinen besteht blofs darin, Gewifsheit von dem Eigentumsrecht zu erhalten. Dasselbe ruht in Brasilien auf sehr unsicheren Gründen. Oft entstehen daraus langwierige und kostspielige Prozesse, die zuweilen in wirk- liche Familienfehden ausarten, in denen die beiden Antagonisten durch gedungene Berufsmörder einander nach dem Leben trachten. In einem solchen Streit sollen vor einigen Jahren in S. Paulo 18 Personen ihr Leben verloren haben. Hinsichtlich des Bodens unterscheidet ein „Paulista" (Be- wohner von S. Paulo) mehrere Arten. Am schlechtesten ist „areia branca", weifser Sand. Er bedeckt grofse Strecken von S. Paulo und macht eine Fahrt in dieser Gegend sehr beschwerlich und zeit- raubend, weil Menschen und Tiere auf den sogenannten Wegen bei jedem Schritt tief in die weiche Masse einsinken. Der beste Kaffee- boden ist „terra roxa", eine dunkle, ziegelrote, fast violette Tonerde mit etwas feinem Sand. Sie ist durch eine verwitterte Gesteinsart, die die Geologen Diorit nennen, entstanden und bildet die Grund- lage der vornehmsten „Berge", „Serras" in der Kafl'eeregion von S. Paulo. Die rote Farbe rührt von dem Vorhandensein grofser Mengen von Eisenoxyden her. Zwischen diesen beiden Extremen werden mehrere andere Arten von Erde uuterschieden, dunkler oder heller rot, mehr oder weniger mit Sand gemischt usw. Die ge- wöhnlichsten Namen dieser Zwischenarten sind „massape" und „terra vermelha". Bei der Beurteilung der Beschaffenheit des Bodens nach Farbe und Sandgehalt kann man sich jedoch leicht irren. Der Brasilianer legt darum groFses Gewicht auf die natürliche Vegetation des Bodens. Die Erfahrung hat ihn gelehrt, dafs manche Pflanzen „terra boa" (guten Boden) verraten, andere weniger guten oder schlechten. Der beste Boden ist immer mit hohem Wald bewachsen. * * ^ 125 — Der Anblick einer KaÖeefazenda ist kein froher und einladender. Die Wohnung des Besitzers ist ein einfaches, weifs angestrichenes, hölzernes Haus mit rotem Ziegeldach. Über einem Erdgeschofs mit Küche usw. befindet sich die Wohnung, auf der einen Langseite mit Veranda versehen. Die nächste Umgebung ist trostlos kahl; nicht ein Baum ist übrig gelassen worden. Unmittelbar an das Wohnhaus stofsen die grofsen Trockenplätze für den Kaffee mit zugehörigem Maschinenhaus, so dafs der Fazendeiro bequem die Arbeit überwachen kann. Etwas weiter entfernt liegen ein Obstbaum- garten, Stall, Scheune und Arbeiterwohnungen. Die letzteren stehen entweder alle in langen Reihen neben dem Haupthofe oder in Gruppen da und dort auf dem Gut zerstreut. In der Nähe der Scheune sieht man ferner ein Zuckerrohrfeld und einige Weide- strecken mit einzelnen Bäumen. Die Hauptgebäude der Fazenda liegen immer verhältnismäfsig tief, damit man die Wasserläufe be- nutzen kann, die auf dem Grunde eines jeden Tales sich befinden. Betrachtet mau die umliegenden Höhen, so ist die Aussicht auch dort nicht besonders ermunternd. Überall dominieren die ein- förmigen Reihen der Kaffeesträucher, zwischen denen tote Baum- stämme sich erheben. Nur selten ist ein kleines Waldstück au irgend einem Hügel oder steilen Abhang übrig gelassen worden. Der wenig ansprechende Eindruck einer solchen Fazenda, den sie auf den ersten Anblick ausübt, mildert sich keineswegs bei einer näheren Bekanntschaft. Im Gegenteil! Die Wohnzimmer wett- eifern an Kahlheit mit der Umgebung, und das Leben, das inner- halb der nackten Wände geführt wird, ist in hohem Grade einförmig, geistesarm und tödlich langweilig. Schon das ewige Einerlei des materiellen Daseins von „carne secca" (getrocknetem gesalzenen Fleisch), „feijao" (braune Bohnen) und „farinha" (Mandiokaraehl) kann einen Nichtbrasilianer hypochondrisch machen. Um gerecht zu sein, mufs- man jedoch gestehen, dafs es Fazenden gibt, die nicht blofs gut gebaut, komfortabel eingerichtet und von schönen Gärten umgeben sind, sondern dals dort auch geistige Interessen gepflegt werden. Aber auch der reiche und gebildete Fazendeiro baut sich lieber eine Villa in der Hauptstadt und verlebt dort den gröfsten Teil des Jahres. Auf der Fazenda hält er sich nur während der Erntemonate auf und widmet sich dabei gar nicht der Verschöne- rung dieses seines vorübergehenden Aufenthaltsortes. * Auf jeder gröfseren Fazenda befindet sich immer ein Verwalter, „admiuistrador", der das Ganze überwacht. Ihm sind mehrere Auf- seher untergeordnet. Ein solcher wird „fiscal** genannt. Die Fiskale tun als solche gewöhnlich nur während der Ernte Dienst, wobei sie Tropenpflanzer 1904, Heft 3. 9 — 126 — das Pflücken zu kuntrollieren haben. Zu anderen Zeiten des Jahres verrichten sie irgend eine andere Arbeit. Die eigentlichen Arbeiter gehören drei verschiedenen Kategorien au. Am wichtigsten sind die sogenannten „colonos" (Kolonisten), die aus eingewanderten ganzen Familien, -meist Italienern, bestehen. Sie wohnen in den oben erwähnten Arbeiterhäuschen oder Dörfern, die deshalb auch „colonias" (Kolonien) genannt werden. Die Kolonisten haben die Aufgabe, eine gewisse Anzahl Kaflfee- sträucher zu pflegen, stets je nach der Gröfse der Familie, und ferner zur Erntezeit die Früchte zu pflücken. Als Entschädigung dafür erhalten die Familien freie Wohnung in einer Kolonie, Pflanz- land, das Recht, einige Haustiere zu halten und zwischen den jüngeren Kafl"eebäumen Mais und braune Bohnen zu pflanzen und den Ertrag zu verkaufen. Überdies bezahlt der Fazendeiro einen bestimmten Lohn per Jahr für jedes Tausend Kaffeebäume, das die Familie besorgt, und zur Erntezeit für jedes „alqueire" Früchte. Ein Alqueire ist ein altes Mafs, das etwa 50 Liter beträgt. Die andere Arbeitergruppe ist die sogenannte „turma". Eine Turma war ursprünglich eine Schar Sklaven, die unter dem gleichen Aufseher arbeiteten. Jetzt ist es eine Gruppe freier Arbeiter, ledig oder verheiratet, die ihre Angehörigen in der Heimat zurückgelassen haben. Sie verbinden sich unter einem gemeinsamen Chef, der die Befehle und die Bezahlung vom Fazendeiro empfängt. Die Aufgabe der Turma ist die Besorgung von allerhand gröberer Arbeit, die gröfsere Arbeitskräfte erfordert, vor allem das Präparieren des Kaffees neben dem Hofe. Der Fazendeiro überläfst den Mitgliedern der Turma frei eine gemeinsame Wohnung und bezahlt durch den Chef jedem Mann monatlich eine gewisse Summe bar. Man hört oft den Namen „Calabrezes" auf die Turma anwenden, weil die meisten Glieder desselben Süditaliener sind. Auch der Name „camaradas" wird der Turma gleich der nächsten Gruppe beigelegt. Endlich haben wir die sogenannten „camaradas" oder „Kame- raden". Dieser demokratische Titel bezeichnete früher einen freien Arbeiter zum Unterschied von einem Sklaven. Jetzt wird darunter ein Arbeiter verstanden, der mit seiner Familie entweder in einem dem Fazendeiro gehörigen Hause oder in einer Lehmhütte in der Nähe wohnt und gegen Taglohn gewisse Dienste verrichtet, z. B. als Stallknecht, Vorarbeiter, Schmied, Schreiner oder dergleichen. Unter dieser Gruppe trifft man brasilianische Arbeiter, darunter einen bedeutenden Prozentsatz Neger. Unter den Scharen der Turma oder Colonos dürfte jedoch kaum ein einziger Brasilianer zu finden sein. Die Fiskale pflegt man meist unter den Kameraden zu wählen. 127 HI. Nachdem man einen zur Anlage einer KaÖeepflanzung oder „cafesal" geeigneten Platz ausgewählt hat, beginnt die Arbeit mit dem Niederhauen aller Lianen und Sträucher, Darauf werden die Bäume gefällt, mit Ausnahme der gröfsten. Dies geschieht ge- wöhnlich gegen das Ende der Regenzeit im April bis Mai, worauf man den „derrubada" (das gefällte Holz) dorren läfst. Im August und September wird dasselbe verbrannt und der Boden damit in „queimada" (Schwendeland) verwandelt. Zu dieser Zeit ist das ganze Land wochenlang von Brandrauch verpestet und der Himmel jeden Abend in allen Richtungen von Feuerschein gerötet, denn man brennt auch auf den Weidestrecken, um dem jungen Gras, das mit dem Regen hervorschiefst, besser Platz zu machen. Nach dem Abbrennen rodet man das Schwendeland ein wenig, läfst aber die grofsen Stämme, die das Feuer nicht zerstört hat, liegen und pflanzt Kaffee dazwischen. Das Pflanzen wird zu Beginn der Regen- zeit vorgenommen und geschieht in der Weise, dafs man lange Reihen von Gruben macht, mit einem Zwischenraum von 3 bis 37-' m zwischen jeder Grube wie zwischen den Reihen. In jede Grube werden drei bis vier ganze Kaffeefrüchte gelegt, die zu diesem Zweck im Schatten besonders getrocknet worden sind. Über die Gruben werden kreuzweise einige Holzstücke oder Maisstengel ge- legt, um die junge Pflanze gegen die Sonnenstrahlen zu schützen. Dagegen macht das relativ temperierte Klima besondere Schatten- bäume unnötig. Dazu hat man genügend Mais, um ihn in einfachen Reihen zwischen die Kaffeesträucher zu pflanzen. Die Individuen, die eingehen, werden durch andere ersetzt, die man aus besonderen Pflanzschulen nimmt, die im Schatten auf einem Stück gerodeten Waldboden angelegt werden. Die Anlage eines „cafösal" wird ge- wöhnlich verakkordiert und liegt nicht den Leuten der Fazenda ob. Fünfmal jährlich müssen sowohl die jungen wie die schon aus- gebildeten Kaffeepflanzen von Unkraut befreit werden. Diese Arbeit haben die Kolonisten zu besorgen, was mittels einer langstieligen Hacke geschieht, die „euxada" heifst. Andere Werkzeuge für die Bearbeitung des Bodens werden nicht verwendet. Man kann darum sagen, dafs der Kaffeebau eine ausschliefslich mit der Hand ausgeführte Gartenarbeit in riesigem Stil ist. In einem Alter von 4 Jahren beginnt die Ertragsfähigkeit des Kafteestrauches und dauert je nach Umständen 20 bis 30 Jahre. Ich habe sogar eine Kafleepflanzung von fast 60 Jahren gesehen, deren Unterhaltung sich noch immer lohnte. Im kräftigsten Alter gibt der Strauch Jahr um Jahr gute Ernten, dann zeigt sich eine Ver- 9* — 128 — äuderung, uacli eiuem 3ebr gutnn Jahr folgen ein oder zwei weniger gute. — Von Krankheiten bleibt der Kaffee S. Paulos ziemlich verschont, dagegen richtet, wie schon bemerkt, der Frost zuweilen Schaden au. Was der Fazendeiro vor allem fürchtet, das ist der „chuva de pedra" (wörtlich: „Steinregen"), il. h. gewaltige Hagel- stürme, die zuweilen losbicciien und in einem kurzen Augenblick die ganze Ernte oder sogar die Pflanzung selbst vernichten können. Die Ernte beginnt im Mai und dauert gewöhnlich bis zum September, also während der trockenen Jahreszeit, nachdem die Frucht sich während der Regeumonate Oktober bis April hat entwickeln können. Weil das Jilühen während drei Perioden stattfindet, so werden auch die Früchte zu verschiedenen Zeiten reif. Darauf nimmt man indessen in S. Paulo keine Rücksicht, sondern pflückt die Früchte alle auf einmal vom Strauch. Dies geschieht einfach in der Art, dafs man auf dem Boden unter dem Strauch ein Tuch ausbreitet, auf das man die abgepflückten Früchte fallen läfst, die höheren Zweige des Strauches werden vorsichtig mit einem hakenförmigen Stock gebogen oder man schlägt mit demselben die obersten Früchte herunter. Ist der Strauch aller Früchte entledigt, so wird das Tuch aufgenommen, Blätter und Zweige werden sorgfältig aus dem Inhalt entfernt und der letztere dann gesiebt, um ihn von Sand und Gestein zu befreien. Darauf wird er in einen Sack geschüttet. Ist derselbe gelullt, so eilt der Kolonist zu einer der grofsen Karren, die auf einem der Wege halten, die in allen Richtungen die Pflanzung durchkreuzen. Neben der Karre steht aufser dem Vormanu der Fiskal, der das Pflücken dieser Abteilung überwacht. Der Fiskal mifst den abge- lieferten Kaffee und übergibt für jedes „alqueire" dem Pflückenden eine Marke,* die zur Bezahlung berechtigt. Ist die Karre voll- geladen, so wird dieselbe durch Maulesel nach der Fazenda ge- fahren und eine andere nimmt ihren Platz ein. Auf sehr grofsen Fazenden hat man zum Transport des Kaffees kleine Feldbahnen. Auf der Fazenda wird dann der Kaffee zuerst in ein grofses Waschbassin, ,.lavador" oder „tauque", geschüttet, das von fliefsendem Wasser durchzogen ist. Dadurch wird nicht blofs der etwa noch anhaftende Sand entfernt, sondern man teilt auch den Kaffee selbst in zwei Qualitäten. Der gute, vollwertige Kaffee, „Cafe cereja" (= Kirschkaffee), sinkt zu Boden (wird darum oft „fundo de tanque" genannt, d. h. „Boden des Bassins'^), während der schlech- tere, „Coiante"(= Schwimmende >, sich flott erhält und mit dem Wasser nach einem anderen Platz geleitet wird. Das Waschbassin ist immer auf der oberen Seite der ,,terreiros'' oder Trockenplätze gelegen. Es ist dies ein System von sanft ge- neigten, sehr breiten Terrassen, in grofse Quadrate geteilt, die mit ^ 129 — gestampfter „terra roxa'", Ziegelu oder am besten mit Zement be- legt sind. In Kanälen, die von dem Bassin fortführen, kann der KaflFee mit Hilfe des fliefsenden Wassers nach jedem beliebigen Quadrat befördert werden, um dort in einer Art Brunnen gesammelt und darauf zum Trocknen ausgebreitet zu werden. Der gewaschene Kaflee wird nach zwei verschiedenen Methoden behandelt. Nach der älteren Methode wird er, wie er ist, auf den „terreiros" zur vollständigen Trocknung ausgebreitet. Dies erfordert eine Zeit von zehn bis vierzehn Tagen, je nach der Witterung. Der zum Trocknen ausgebreitete Kaflfee mufs täglich mit grofsen höl- zernen Harken umgerührt und bei drohendem Unwetter zusammen- geschaufelt und mit Blähen bedeckt werden. Dank dem für die Kaffeekultur fast idealen Klima, das das Hochland von S. Paulo auszeichnet, findet letzteres nur selten statt. — Es sind eine Menge A'^ersuche angestellt worden, um rationelle Trockenmaschinen zu erfinden, die die langwierige und beschwerliche Prozedur im Freien überflüssig machen sollten, doch ist bisher kein wirklich praktischer Apparat konstruiert worden. Nachdem der Kaffee vollständig getrocknet ist, wird er zum Dreschen ins Maschinenbaus gebracht. Das Dreschwerk ist eine Kombination von verschiedenen Maschinen. Durch Elevatoren, wie die Schöpfeimer eines Baggerwerks konstruiert, wird der Kaffee mechanisch von der einen Maschine zur anderen befördert. Zuerst werden noch allfällig vorhandene fremde Stoffe entfernt, darauf wird die Frucbtschale zermalmt und von den Bohnen getrennt, und endlich poliert man die letzteren und sortiert sie nach Form und Gröfse. Die besten Sorten werden nochmals mit der Hand gereinigt. Doch sieht man im Handel diese Fazendasorten nicht, M'eil die Geschäfts- leute durch Mischungen ihre artifiziellen Typen herstellen, nach denen der Preis festgesetzt wird. Nur eine einzige Sorte, der so- genannte „Mokka", wird dem Namen nach beibehalten, obwohl auch sie mit anderem „Mokka" vermischt ist. „Mokka" besteht aus nichts anderem als aus kleinen, stark gerundeten Bohnen, die Zu- weilen an der Spitze der fruchttragenden Zweige erscheinen. Die andere und neuere Methode wird die nasse genannt. Nach derselben wird der Kaffee von dem Waschbassin sofort oder nach zweitägigem Einweichen in einen sogenannten „despolpador" geführt, wo das Fruchtfleisch, aber nicht die Pergamenthülse entfernt und fortgeführt wird. Die so geschälten Früchte läfst man in einem besonderen Bassin gären, um übriggebliebene Reste des Frucht- fleisches aufzulösen. Darauf wird der Pergamentkaffee zum Trocknen auf die Terreiros befördert. Jetzt aber wird er in vier bis fünf Tagen getrocknet. Dann kann man den Kaffee in diesem Zustande — 130 — verkaufen oder die IJehaDdluug nach der trockenen Methode fort, setzen. Die Vorteile der nassen bestehen in einer bedeutenden Ersparnis an Zeit und Arbeitskräften und in einem höheren Preis des so behandelten Kaffees. Der letztere Vorteil rührt von dem schöneren und gleichmäfsigeren Aussehen her, denn nach Aussagen von Kennern hat der trocken präparierte Kaffee ein besseres Aroma. Gegen das Ende der Erntezeit, wenn der Kaffee schon beim Pflücken sehr trocken ist, wird in jeder Beziehung die alte Methode vorgezogen. Fertig behandelt, wird der Kaffee in Säcke eingenäht und au die Kommissionäre in Santos oder Rio abgesandt. Früher geschah der Transport auf den Rücken von Mauleseln, und es wird ei-zählt, dafs man zur Zeit der Kaffeeversendungen täglich bis 22 000 Maul- esel auf dem Wege zwischen S. Paulo und Santos sehen konnte. Jetzt besitzt S. Paulo ein weitverzweigtes ßahnuetz, so dafs der Transport durch Tiere sich gewöhnlich auf einige wenige Kilometer bis zur nächsten Bahnstation beschränkt. Aber auch jetzt bietet dies ein charakteristisches Schauspiel. Die Säcke werden auf plumpe Karren geladen, die zwei riesengrofse, massive Plankenräder haben, während die Achse aus einem dicken Sparren besteht. Durch die Reibung zwischen den ungeschmierten Holzteilen entsteht ein durchdringendes Gekreisch, das auf weite Entfernung die Ankunft eines solchen „Carro de boi" (Ochseukarren) verkündet. Das monströse Fuhrwerk wird in langsamem Trott von 5 bis 8 Paar Ochsen vorwärts geschleppt. An der Spitze der ganzen Karawane schreitet gravitätisch ein Neger der mit lauter Stimme seinen Trupp kommandiert und dann und wann die Zugtiere mit einem langen, eisenbeschlagenen Stock antreibt. Aber bald ist auch diese sonderbare Gestalt nur noch eine Sage und sein Carro eine Antiquität. Der Umfang einer Fazeuda wird immer danach geschätzt, wie- viel Tausend Kaffeebäume sie besitzt, und der Ertrag wird in „arrobas", einem alten portugiesischen Gewicht, berechnet, das nun auf 15 kg abgerundet ist. Auf einen Sack kommen 4 Arrobas, also 60 kg. Eine gröfsere Fazenda zählt 400 000 bis 800 000 Kaffeesträucher oder -bäume. Aber es gibt noch bedeutendere Plantagen. Die gröfste von allen dürfte die berühmte Fazenda Dumont sein, die einer englischen Gesellschaft gehört. Sie ist durch ^Bereinigung mehrerer kleinerer Fazenden gebildet worden, zählt 6 Millionen Bäume und hat in guten Jahren einen Ertrag bis zu 100 000 Säcken Kaffee und beschäftigt 4000 bis 5000 Arbeiter. -^ 131 — Auf eine Arroba fertig präparierten Kaffees gehen im Durch- schnitt 80 bis 90 Liter Früchte, je nach dem Grad der Trockenheit der Früchte beim Pflücken. Zwei Alqueires gepflückten Kaffees ergeben also im Durchschnitt etwas über eine Arroba. Auf Pflanzungen in gutem Zustande berechnet man in S. Paulo im Durchschnitt V^ kg fertigen Kaffee per Baum und Jahr (in Rio ist der Ertrag bedeutend geringer). Diese Zahl gilt aber nur für nach altem Schlendrian bewirtschaftete Pflanzungen ohne Zufuhr von Düngstoffen. Mehrere Versuche bewiesen, dafs mit rationelleren Methoden, besonders bei Anwendung von passenden Düngstoffen, die Produktion mit Vorteil verdoppelt werden kann. Doch sind solche erst in der letzten Zeit auf der einen und andern Fazenda zur Anwendung gekommen. Die Anregung dazu ist von dem agro- nomischen Institut io Campinas ausgegangen. Dafs die Befolgung wissenschaftlicher Methoden für intensive Kaffeekultur bald eine zwingende Notwendigkeit wird, unterliegt keinem Zweifel. In der alten guten Zeit gab man ruhig seine Kaffeepflanzung auf, wenn ihre Erträgnisse abzunehmen begannen, und legte eine neue an. Der Landbau war gleichsam nomadisierend. Dies geht nicht länger an. Der gute Boden in den heutigen Kaffee- distrikten ist schon besetzt und die Kultur so weit gegen „the far West" vorgeschritten, dafs man bald die Grenze der Exportmöglich- keit erreicht haben wird, wenigstens unter den jetzigen Verhältnissen. Man mufs deshalb seine Aufmerksamkeit dem Problem zuwenden, die Ertragsfähigkeit des Bodens zu erhalten und das produktive Alter des Kaffeestrauches zu verlängern und zugleich auf den Feldern die absterbenden Pflanzungen durch neue zu ersetzen. IV. Der Kaffee wurde, wie gesagt, zu Anfang des achtzehnten Jahr- hunderts nach Brasilien eingeführt. Während der ersten Zeit seines Vorkommens im neuen Lande spielte er indessen eine sehr be- scheidene Rolle. Noch im Jahre 1810 soll die Totalausfuhr 12 Säcke betragen haben. Aber schon 1820 beträgt der Export fast 100 000 Säcke. Im Jahre 1840 waren es mehr als 1 Million und 1851 über 2 Millionen. Mit zeitweisen Fluktuationen stieg die Zahl auf 5 bis 7 Millionen, bis in den letzten drei bis vier Jahren eine gewaltige Steigerung eintrat. Im Jahre 1897 wurden von den vier wichtigsten Häfen Santos, Rio de Janeiro, Victoria i Espirito, Santo und Bahia insgesamt 10 855 750 Säcke, von Santos allein 5 665 278 spediert. Die oben mitgeteilten Ziffern sind einer Tabelle entnommen, die in der gröfsten und angesehensten Zeitung Brasiliens, im „Journal do Commercio" (Handelszeitung) in Rio, — 132 — vom Chef der dortigeu Docks veröüentliclit wurde. In runder Zahl kann man die Kall'eeproduktiou Brasiliens gegenwärtig auf über 11 Millionen Säcke veranschlagen, während die Weltproduktion im gleichen Zeitraum etwa 15 bis 16 Millionen Säcke betrug. Brasilien liefert also mehr als zwei Drittel allen Kaflees, der auf der Erde gepflanzt wurde, und S. Paulo mehr als die Hälfte von allem brasilianischen Kailee. Man darf hierbei nicht vergessen, dafs aller KaÜee, der über Sautos ausgeführt wird, von S. Paulo kommt, während überdies ein bedeutendes Kontingent S. Paulo- Kaflee über Rio ausgeschiü't wird. Zu Zeiten mit hohen Kaflee- preisen kommen vier Fünftel und mehr von dem Totalwert des brasilianischen Exports auf KaÜee. Gleichzeitig mit dem kolossalen Aufschwung in der Produktion werden gleichwohl die Kafl'eestaaten von einer furchtbaren öko- nomischen Krise heimgesucht, die schon mehrere Fazeudeiros von Haus und Hof getrieben hat und noch weitere vertreiben wird. Um die ziemlich komplizierten Ursachen dieser Schwierigkeiten zu ver- stehen, ist es notwendig, einen Eückblick auf frühere Verhältnisse zu werfen. Früher wurde die Arbeit auf den Kaffeeplantagen fast aus- schliefslich von Sklaven ausgeführt. Als endlich die Sklavenarbeit 1888 gesetzlich aufgehoben wurde, da sagten viele voraus, dafs nun die letzte Stunde des brasilianischen Kaffeebaues geschlagen habe. Aber die Uuglückspropheten wurden zu Lügnern. Wohl w^urde eine Anzahl Pflanzer ruiniert, einige sogar zum Selbstmord ge- trieben. Aber die Neger zeigten sich nach wiedererlangter Freiheit für die Arbeit gar nicht so abgeneigt, wie die Pessimisten geglaubt hatten. In der Eigenschaft als freie Arbeiter blieben sie oft ganz ruhig bei den Herren zurück, die ihre Sklaven gut behandelt hatten. Dazu begann nun eine europäische Masseneinwanderuug, vorzugsweise von Italienern. Die hohen Kafleepreise in den Jahren 1889 bis 1891, als ein Sack gute Mittelsorte mit 100 Kronen be- zahlt wurde, lockten den Unternehumngsgeist. Hauptsächlich zog S. Paulo Nutzen aus diesen Umständen. In dieser Zeit begann S. Paulo liio zu überflügeln, das bisher die vornehmste Kaflee- provinz gewesen war. Teils waren die für den Kaffeebau passend- sten Gegenden von Rio schon besetzt, teils hatte man erfahren, dafs das Klima von S. Paulo mit seinem regelmäfsigen Wechsel von Trockenzeit und Regenzeit einen reicheren Fruchtansatz beförderte und die Erntearbeit erleichterte. Eine Menge Menschen aus allen Staaten Brasiliens strömte nach S. Paulo. Die Advokaten liefsen ihre Klienten selbst prozessieren, die Ärzte gaben ihre Patienten auf, um „a preciosa rubiacea" zu huldigen, und die Ingenieure - 133 - dachten nur an Terreiros und Waschbassins. Mau traf unter den Fazendeiros iu S. Paulo eine verblüffende Menge Vertreter der „gelehrten" Laufbahn. Dies hat wohl teilweise seinen Grund darin, dafs auch derjenige, der von Anfang an Laudmann (lavrador) zu werden beabsichtigt, sich gern einige Jahre laug nicht allzu schwierigen Studien unterzieht, um später mit dem höchstgeschätzteu Titel Doktor („doutor") prunken zu können. Eine aufserordeutlich kräftige Unterstützung erhielt die Ent- wicklung in dem schnell sich ausdehnenden Eisenbahnnetz, das seine Arme immer weiter nach dem unbekannten Innern ausstreckte und die Kultivierung grofser Strecken jungfräulichen Bodens ermöglichte. Im Anfang ging alles vortrefflich. Die Kaffeepreise hielten sich fortwährend auf der Höhe. Wer kein Geld zum Ankauf einer Fazenda hatte, konnte ohne Schwierigkeit Darlehen gegen Ver- pfändung des Gutes erhalten, das jährlich 30 -50— 100 pCt. abwarf. Ich kenne einen Fall, in dem der jährliche Nettogewinn 300 pCt. betrug. Grofsartige Vermögen wurden in kurzer Zeit erworben. Ein Mann, der vor 20 Jahren noch ein armer barfüfsiger Kolonist war, begann mit seinen kleinen Ersparnissen Kaffee aufzukaufen, den er wieder verkaufte. Als er auf diese Weise ein Kapital gesammelt hatte, betrieb er Geschäfte in Fazenden, Jetzt ist er Eigentümer mehrerer der gröfsten und besten Fazenden S. Paulos in einem Wert von wenigstens 20 Millionen, alles auf ehrliche Weise erworben, nur durch Unternehmungsgeist und geschäftlichen Scharfblick. Und als der Minister Deutschlands in Brasilien seinen Landsmann, den früheren Kolonisten, besuchte, wurde er in einem Prachtwagen auf der Bahnstation abgeholt. Aber dieser zwanzigfache Millionär kann — weder lesen noch schreiben! Andere haben ungeheure Landstrecken geerbt, die, nun in Kaffee- 'l)flanzungen verwandelt, auf Millionen bewertet werden, aber zu Anfang des Jahrhunderts von dem Grofsvater des jetzigen Eigen- tümers für eine alte Büchse oder einen ähnlichen Wertgegenstand gekauft wurden. Die meisten Fazendeiros sind aber nicht so klug gewesen wie der deutsche Kolonist oder der Erbe des Mannes mit dem Feuer- steingewehr. Sie haben ihre Fazenden für geliehenes Geld gekauft, aber statt das Darlehen mit den reichen Einkünften der guten Jahre zurückzuzahlen, haben sie ihre Kaffeepflanzungen beständig zu er- weitern gesucht, um mit jedem Jahr noch gröfsere Summen ein- heimsen zu können. Manche haben auch grofse Vermögen an • luxuriöse Paläste in S. Paulo verschwendet, au kostspielige euro- päische Reisen und endlich und nicht am wenigsten an das National- laster: das Hazardspiel in allen erdenklichen Formen. Und nicht — 134 - selten kann die Antwort auf die Frage: „oü est la ferame?" auch darüber Aufscblufs geben, wohin ein verschwundenes Vermögen seinen Weg genommen hat. Dann kam der Zeitpunkt, den jeder denkende Mensch voraus- sehen konnte, als die fortwährend vermehrten Kaffeepflanzungen mehrere Millionen Säcke mehr produzierten, als konsumiert wurde. Die Folge davon war natiirlich die, dafs der Kaffee im Preise enorm fiel. Die Behauptung gewisser ultrapatriotischer brasilianischer Zeitungen, dafs das Sinken der Kaffeepreise nur von listigen ßörsen- manövern grofser europäischer Importeure herrühre, ist Unwahrheit. Die Wurzel und Ursache des Übels liegt in der eigenen unklugen Haushaltung der Fazendeiros, die teils die Überproduktion erzeugt und damit das Sinken der Preise herbeigeführt, teils sie selbst daran verhindert hat, ihre ökonomische Lage zu kräftigen, um einer solchen Eventualität zu begegnen. Aber die jetzige schwierige Situation hat dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit auf eine Menge Ungelegenheiten und Mifsverhältnisse zu lenken, die in guten Tagen sich wenig fühlbar machten, jetzt aber um so schmerzlicher empfunden werden. Ein solches und dazu noch sehr wichtiges Mifsverhältnis ist blofs eine direkte Folge der gedankenlosen Habsucht der Fazendeiros. Ohne zu bedenken, dafs der Preis möglicherweise einmal sinken könnte und dafs der Kaffee durchaus kein unersetzlicher Bedarfs- artikel ist, hat man die Kultur anderer Nährpflanzen vernachlässigt. Man fand es einträglicher, ausschliefslich „a preciosa rubiacea" zu pflanzen und eigentliche Lebensmittel zu importieren. Im Jahre 1897 z. B. wurden einzig über Santos Fleisch, Speck, Kartoffeln, Mais, Weizenmehl und Zucker in einem Gesamtwert von über 5? Millionen Milreis importiert. Werden Konserven und Wein mitgerechnet, so steigt die Summe auf 80 Millionen Milreis. Dies ist eine ganz respektable Summe für eine Bevölkerung von 272 Millionen, wenn man bedenkt, dafs das Land den gröfsten Teil dieser Lebensmittel selbst hätte produzieren können neben einer rationellen Kaffeekultur. Damit die Bevölkerung nicht Hunger leidet, mufs der Import fort- dauern, obschon man nicht mehr weifs, woher das Geld zur Bezahlung genommen werden soll. Wie verkehrt die jetzige Monokultur ist, geht ferner daraus hervor, dafs die kleinen „Sitiantes", die sich nicht von dem Kafleefieber haben anstecken lassen, die Krise ganz gut überstehen. Sie haben neben Kaffee Bodenfrüchte kultiviert, so- wohl für den eigenen Bedarf wie für den Verkauf. Eine andere Schwierigkeit, die nun äufserst fühlbar geworden, sind die hohen Zinsen. Als Regel gelten 10 bis 12 pCt. selbst gegen gute Sicherheit. Wie ich schon erwähnt habe, sind die meisten — 135 — Fazendeiros den Banken und Kafi'eekommissionären grofse Summen schuldig. Dieser Umstand ist es, der sie nun direkt ins Ver- derben stürzt. Drückend wird in dieser schweren Zeit auch der hohe Ausfuhr- zoll, 11 pCt. des Wertes nebst den grofsen Transportkosten. Die Eisenbahnen befinden sich zum gröfsten Teil in den Händen von Privatgesellschaften, und dieselben haben keine Lust, den Fazendeiros durch Herabsetzung der gesetzlich gestatteten Frachttaxen unter die Arme zu greifen. Dafs eine grofse Anzahl Fazendeiros auch Eisen- bahnaktienbesitzer sind, ändert nichts an der Sache, denn was sie mit der einen Hand als Fazendeiros ausgeben, nehmen sie als Aktien- besitzer mit der andern vergnügt wieder ein. Wenige Dinge auf der W^elt vermögen einen Pflanzer so aufzu- regen wie der Gedanke an die Kommissionäre und ihr Verfahren. Besonders reizt ihn der „caldeacao" oder die Übung, aus den Remissen verschiedener Fazendas artifizielle Typen zu komponieren, nach denen der Preis angesetzt wird. Die Fazendeiros behaupten, dafs dies dem Belieben der Kommissionäre den weitesten Spielraum lasse, und dafs derjenige, der der Kultur und Behandlung seines Kaffees die meiste Sorgfalt gewidmet habe, gewöhnlich darunter leiden müsse. Inwiefern diese Klagen berechtigt sind oder nicht, kann der Unbeteiligte schwer entscheiden. Berechtigt ist dagegen gewifs die Klage über die Etiketten- fälschungen, denen der brasilianische Kaffee ausgesetzt ist, ehe er zu dem Konsumenten kommt. Es ist kein Geheimnis, dafs der „Mokka", „Java'' usw., die in Europa getrunken werden, in den meisten Fällen aus Brasilien stammen. Die Verantwortlichkeit für diese „unrichtige ürsprungsbezeichnung'^ tragen die grofsen Impor- teure in Europa. Wohl wird der Name ,. Mokka" bereits von den Fazen- deiros für Bohnen von einer gewissen Form benutzt, kann aber in Brasilien zu keinen Mifsverständnissen Anlafs geben. Der europäische „Java" ist in vielen Fällen entweder purer brasilianischer Kaffee oder eine Mischung von echtem „Java" und guten brasilianischen Sorten. Die brasilianischen Namen werden für die geringeren Qua- litäten reserviert, die Brasilien ja auch in bedeutender Menge pro- duziert. Auf diese Weise wird das Publikum in dem falschen Glauben erhalten, dafs brasilianischer Kaffee stets von geringerer Beschaffen- heit wäre. Früher lag eine gewisse Berechtigung in dieser Ansicht, weil die Behandlung des brasilianischen Kaffees weniger sorgfältig war. Jetzt aber kann eine solche Meinung nur als eingewurzeltes Vorurteil des europäischen Publikums bezeichnet werden, zu ebenso grofsem Schaden für dasselbe wie für die brasilianischen Produzenten selbst. Brasilianische Patrioten haben darum in der letzten Zeit — 136 — Austreuguugen gemacht, um mit den Konsumenten in direkte Ver- bindung zu treten und unter Übergebung jedes Zwischenhandels guten brasilianischen Kafl'ee unter echtem Namen zu verkaufen. Sie wollen damit dem brasilianischen Kaflee das Ansehen verscliafifen, das er wirklich verdient, und hoffen, durch direkten Verkauf dem Konsumenten eine gute Ware zu besserem Preise als früher liefern und doch dem Produzenten höheren Gewinn verschafften zu können. Agenturen für eine daherige Propaganda sind bereits in London und Paris usw. in Tätigkeit, und zwar, wie es heifst, mit gutem Erfolge. fiemiisepüanzen von Costarica. Von C. Wer ekle -San Jo.se. Blattgemüse. . Von einheimischen Pflanzen werden keine der Blätter wegen gepflanzt, da man die jungen Triebe und zarten Blätter (das „quellte", sprich kellte) von vielen Fruchtgemüsen und Heckenpflauzen ifst. Alle europäischen Gemüse werden in der Nähe der Städte in Menge geljaut und gedeihen vortrefl"lich. — Die Anzahl von Pflanzen, die den Indianern und Landleuten J^lattgemüse, quellte, liefern, ist sehr grofs; die zarten Spitzen und Blätter der Kürbisse (auch die über- flüssigen männlichen Blumen werden sorgfältig gesammelt und davon ein sehr gutes Gemüse und die beste Suppe des Landes bereitet), der Tomaten (ein sehr gutes Gemüse!), der Chayote (Sechium edule), des süfsen Maniok, der Carica pa])aya und der übrigen Arten dieser Gattung, des „is", einer bei Karthago wild wachsenden Cyclanthera; dann die jungen Blätter des „chicasquil'" (Jatropha multifida), der in allen Hecken wächst und ein ziem- licher Baum wird mit mannsdickem Stamm und sehr dichter, hemi- sphärischer, wie geschoren aussehender Krone, dann die ganz jungen Blätter der roten Varietät des „liquisque" (Taro, Colocasia escu- leuta), weiter die riesigen Blätter einer Baumnessel (Böhmeria sp.), in wärmeren Teilen und im Hochland die schweren, grofsen Blütenrispen einer anderen Spezies dieser Gattung: dann endlich die Blumen des „itabo" (Yucca elephantipes) und die „turunes", wie die Blüten- stände einer C omnielinacee, wahrscheinlich einer Tradescantia, die in wärmeren Teilen des Landes wächst, genannt werden, die ganz wohlschmeckend sind. Auch die „pitos" (Pfeifen) oder Blumen des „porro" (Erythriua rubrinervia) wurden früher zu Torten ge- backen; sonst sind sie ein gesunder Schlaftrunk. — 137 — Das interessauteste quellte ist wohl das quellte caribe (Dioscorea sp.) mit sehr grofsen Blättern; die mit aufserordent- licher Üppigkeit wachsende Pflanze bringt eine sehr grofse Menge von schönen Blättern hervor, die, solange sie noch zart sind, ein sehr feines Gemüse geben; die Pflanze wächst in heifsen Gegenden nach der pazifischen Küste zu, wo europäische Gemüse schlecht gedeihen; sie macht, wie die Yamsarten, kleine Luftknöllchen in den Blattachselu, welche zur Vermehrung dienen. Die noch eingerollten Wedel mehrerer Riesenfarren werden auf den Markt gebracht und sind ein sehr gutes Gemüse von aus- gesprochenem Spargelgeschmack; sie heifsen „rabo de mico", Aöen- schwänze. Palmkohl („palmito") wird von mehreren gröfseren Palmen gegessen und kommt in der Osterwoche sehr viel auf den Markt; sürtubas heifsen die efsbaren Geouoma-Arten und pacayas die efsbaren Chamoedorea- Arten; beide kommen ebenfalls auf den Markt zur gleichen Zeit wie die viel gröfseren palmitos. Fruchtgemüse. Tomaten, die Eierfrucht (Solanum melongena), spanischer PfeÖ'er (Capsicum annuum), Chayoten (Sechium edule), Tacacos (Sechium sp? oder Cyclanthera sp.?), die unreifen Früchte der Carica-Arten (C. papaya, C. peltata, C. dolichaula) und von Passiflora quadrau- gularis var. macrocarpa („granado real") sind die wichtigsten ein- heimischen Fruchtgemüse. Die Tomate gedeiht bis 1600 m, darüber blofs die ganz klein- früchtige „wilde". Die grofsfrüchtigeu Varietäten der Eierfrucht (Solanum melongena) gedeihen nur bis 1200m, die kleinsten, frühen Formen bis 1400 m. Ebenso der spanische Pfeffer, von dem die gröfstfrüchtigen Varietäten nur bis 1300 m gut gedeihen, während die kleinfrüchtigen Arten noch bis 1600 m wachsen. Der mehr- jährige scharfe Pfeiler gedeiht noch höher. Die Chayote ist das wichtigste Gemüse für die kalte und temperierte Zone des Landes. Sie liefert sehr grofse Mengen Früchte, die von V2 bis 1 kg wiegen und wie Kohlrabi und sonst auf viele Arten zubereitet sehr schmackhaft und gesund sind; auch in dünne Scheiben geschnitten und wie grüne Bohnen zubereitet, sind sie sehr gut. Sie gedeihen gut bis zur Frostgrenze. Es ist die tägliche Nahrung der Eingeborenen, und alle Tage im Jahr ist der Markt voll davon. Die Pflanze ist ausdauernd, trägt aber gegen Ende der Trockenzeit weniger. Tacaco ist die Frucht einer ähnlichen, ebenfalls ausdauernden Pflanze, ohne Mehlknollen. Der Kern ist nicht efsbar, sondern — I3S ^ bitter, wähieuci er bei der t'liavote sebr i-iit ist. Die THCacolViicbl wird ohne Gewürze in Salzwasser gekocht, dann geschält, ({uer durchgeschnitten, um den bitteren Kern zu entfernen, und ohne Zutat genossen; sie ist sehr schmackhaft. Jung wird sie auch in die Suppe getan, auch mit Zucker gekocht, wie die noch weichen Chayoten. Es gibt Tacacos mit und solche ohne „estopa" (Faser- netz); die ersteren werden gekaut und das mehlige Fleisch aus- gesogen. Die jungen Früchte der Papaya-Arten sind noch feinere Ge- müse als die Cucurbitaceen; besonders wertvoll in der heifsen Zone, wo die meisten anderen Gemüse nicht gut gedeihen (aufser den Solaneen). Carica dolichaula Donn. Sra. ist ein sehr interessanter, grofser Baum mit ganz dünnen Ästen, kleinen Blättern und so reichlicher Verzweigung wie andere Waldbäume; er erinnert an manche Sterculiaceen; die Früchte werden hauptsächlich unreif ge- kocht. Die Königsgranadille (Passiflora quadrangularis var. macrocarpa) ist eine bis 5kg schwere Frucht des heifsen Klimas, die auch unreif als Gemüse sehr gut ist. Oberhalb der Frostgrenze sollen die noch jungen Früchte der Papatiirra (Solandra grandi- flora) auf die gleiche Art benutzt werden; ebenso die der Rosen- granadille (Passiflora membranacea). Die Cucurbitaceen der östlichen Hemisphäre werden zum Teil viel angebaut; besonders die Cucurbita pepo und melopepo (oder C. melopepo und ihre var. maxima); die erstere heifst ..zapayos" (franz.: courges, engl.: squash), die letztere „ayotes" (franz.: potiron, engl.: pumpkin). Die ayotes gedeihen nur bis 1500 m Höhe, die zapayos viel höher. Sonst lindet man noch: Lagenaria edulis, Momordica charantia (nur bei den Chinesen), Benincasa sp. — Auch die Gurke wird angebaut; Melonen sind kaum bekannt; Wasser- melonen gedeihen in der wärmeren Zone. Erbsen Averden im Hochland gebaut und gedeihen sehr gut; Linsen selten; Lupinen sind erst kürzlich versucht worden. Di»; Bohnen sind ein Hau[)tnahruugsmittel und gedeihen ausgezeichnet. Von der einheimischen Bohne (Ph. lunatus) gibt es zwei Typen — die übrigens sehr wahrscheinlich zwei verschiedene Spezies sind — , die eine ist ähnlich der kleinen, dicken Form, die man in den Vereinigten Staaten „potato-Lima", aucli. „Dreer's Lima" heifst: nur ist sie hier niemals weifs, sondern kommt in sehr vielen Farben, meist gesprenkelt, vor; sie gedeiht nur in der kalten Region, von 120(> m aufwärts, bis über die Frostgrenze. Die andere Form ist — 139 — sehr grofs, ganz flach, karminrot mit schwarzen Flecken; sie gedeiht an der Küste und überhaupt nur in der heifsen Region. Beide Arten sind sehr feine Bohnen, schmackhafter als die Bohnen der östlichen Halbkugel und sehr ertragreich; sie können aber nur dort gepflanzt werden, wo die Wachstumsperiode lang genug ist. Vigna sinensis ist in der warmen Zone sehr wertvoll. Von anderen Fruchtgemüsen wird nur Hibiscus esculentus hier und da gepflanzt, hauptsächlich von den Negern, die ihn un- gemein lieben. Eine Asclepiadacee, Gonolobium edule, eine Schlingpflanze, trägt in grofser Menge schöne, bis kindskopfgrofse Früchte, die ganz jung als Gemüse beliebt sind. Eine Art ßrosiraum, nahe B. alicastrum, trägt in grofser Menge zoUgrofse, runde Samen, die gemahlen und zu Brottorten gebacken werden; sie findet sich in den wärmeren Teilen bis 900 m; sie heifst ,,ojoche". Eine sonderbare, ganz hohle Cyclantheracee wird auf die Märkte gebracht und gefüllt mit verschiedenen Sachen gekocht oder gebacken; sie heifst „caifa". Mehlknollen. Von ausländischen Mehlknollen werden nur Colocasia esculenta („tiquisque") und zwei Dioscorea-Arten kultiviert; von einheimischen Ipomea batatas, Solanum tuberosum, Sechium edule, Jatropha aipi (nur der süfse); sonst werden keine gebaut. Aber es gibt einige wilde, ausdauernde Ipomoea- Arten mit gewaltigen Knollen, die efsbar sind; darunter auch eine epiphytische Solanacee Metternichia Wercklei K. Seh., ein schöner, immergrüner, holziger Strauch, mit grofsen Corymben, sehr wohlriechenden, gloxinienartigen weifsen, später gelben Fracht- blumen, der bis mehrere Kilo schwere Knollen bildet, die auswendig an den Ästen des Standbaumes hängen und nicht holzig, sondern zart und efsbar sind, mit Kartoffelgeschmack; die Pflanze heifst: „Jasmin real" (= Königsjasmin) oder „mortano" und ist wahr- scheinlich bis jetzt noch nicht bekannt gewesen. Die sehr ähnlichen, ebenfalls frei an den Baumästen hängenden Wurzelknollen mancher epiphytischer Thibaudiaceen (der Satyria, Psammisia und besonders Cavendishia) scheinen hingegen nicht efsbar zu sein, während wiederum etliche der Arten dieser Gattungen efsbare Früchte tragen. Gemüsewurzelu: Alle östlichen Arten werden hier gepflanzt und gedeihen vorzüglich. Möhren, Rüben, Beete und Rettiche sind auf dem Markte gemein. Einheimische Arten kennt man nicht. 140 — Lauche und Gc \v ürzkräiiter: Alle gedeihen gut; gebaut werden hauptsächlich Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie und von den Negern: Thymian; die Indianer haben einheimische Gewürze: „apasote" (eine Amarantacee), der den Bohnen einen sehr guten Geschmjick gibt; „culautra de coyote", Wolfskerbel (eine Art Kryngium). A^anille wird hingegen nicht angebaut. VI Koloniale Gesellschaften. 'w Ein neues Kakaounternehmen in Kamerun. In eigenartiger Form für ein tropisches Pflauziuigsunternehnien ist zur Zeit ein „Deutscher Kanierim- Verein Essen"" in Gründung begrififeii, welcher den Kakaobau in Kamerun zum Zweck hat. Das Unternehmen soll genossenschaft- lich gebildet werden. Die Mitglieder werden auf der PHanzung beschäftigt, erhalten eine Entschädigung von 300 Mk. monatlich, davon aber nur 100 Mk. in bar, 200 Mk. in Anteilen. Die Ausgaben sind in dem Prospekt auf das geringste Mafs beschränkt, die Einnahmen recht hoch eingesetzt. Die Annahme, dafs in Kamerun der Kakaobaum im Durchschnitt vom 5. Jahre ab 1 Pfund, vom 6. Jahre ab 2 Pfand und vom 7. Jahre ab 3—5 Pfund Kakaobohnen gibt, dürfte sich kaum als feste Regel aufstellen lassen. Hieraus dann eine Einnahme von 140 000 Mk. per Jahr herauszurechnen, ist jedenfalls sehr optimistisch. Das ausgesetzte Kapital von 40 000 Mk. soll zur Bepflanzung von 150 Hektar mit rund 70000 Kakaobäumen ausreichen, was selbst bei der billigsten Wirtschaft jedoch wohl kaum möglich sein wird. Allerdings liifst sich billiger arbeiten als bei den Grofsuntei-nehmungen, die ihre Beamten gut bezahlen niüssiien, hier- für liefert die liebundscha- Pflanzung den Beweis, anderseits ist aber zu be- denken, dafs unmöglich alle Mitglieder des Vereins, welche sich mit 3000 bis 5000 Mk. beteiligten, beschäftigt werden können, da ein körperliches Arbeiten ausgeschlossen ist. 6 ^ V/1 Aus (leutsehen Kolonien. \y Die Untersuchung- von Kautschukproben aus Neuguinea. Bekanntlich besitzt die Neuguinea-Kompagnie schon bedeutende Kautschuk- pflanzungen namentlich in der Umgebung von Stephansort, wo besonders Castilloa und Ficus elastica gepflanzt werden, von denen jetzt namentlich die letztere lievorzugt wird, da man von ihr frühere Erträge erwartet. Die uns zur Unter- suchung eingesandten Kautschukproben von .Stephansort bestätigen diese An- nahme, wie folgender Bericht von Dr. G. Fendler beweist. Die Untersuchung der ihm zugegangenen Kautschukproben hat folgendes ergeben: 1. Kautschuk von öjähriger Ficus elastica. Gesamtgewicht der Probe 140 g; sie besteht aus ziemlich grofsen, gewickelten Bällen von hellbraun- — 141 — roter, iiiiieii zum Teil weifser Farbe, welche äufserlich in sehr geringem Mafse durch Rindenteile usw. verunreinigt sind. Ein sorgfältig hergestelltes Durchschnittsmuster ergab folgende Werte; Feuchtigkeit 23 pCt. In Chloroform unlöslicher Anteil 3,1 pCt. a Kaut- schuk 83,8 pCt., ß Kautschuk 2,5 pCt., Harze 7,8 pCt. Nach Aussehen und chemischem Befund zu urteilen, ist dieser Kautschuk als ein recht guter zu bezeichnen. 2. Kautschuk von 4jähriger Ficus elastica. Gesamtgewicht der Probe 26 g; sie besteht aus haseluufsgrofsen Stücken von hellbrauner Farbe und grofser Elastizität. Feuchtigkeit 3,5 pCt. In Chloroform unlöslicher Auteil 4,2 pCt. « Kaut- schuk 73,3 pCt, ß Kautschuk 8,6 pCt., Harze 9,1 pCt. Auch diese Probe kann als guter afrikanischer Kautschuk gelten, wenn sie auch der Probe 1 etwas nachsteht. 3. Kautschuk von 3jähriger Castilloa elastica. Gewicht der Probe 20 g, sie besteht aus uufsgrofsen Stücken von duukel- brauuer Farbe und zäh elastischer Beschaffenheit. Feuchtigkeit 1,6 pCt., « Kautschuk 72,0 pCt, ß Kautschuk 3,6 pCt., Harze 20,3 pCt. Die Lösung in Chloroform war stark schleimig. Der Harzgehalt ist ein ziemlich hoher. Der Kautschuk ist als recht mittelmäfsig zu bezeichnen. 4. Kautschuk von öjähriger Castilloa elastica. Gewicht der Probe 24 g ; sie gleicht in ihrem Ausseren der Probe 3, auch die chemische Analyse ergab annähernd die gleichen Werte: Feuchtigkeit 1,7 pCt., « Kautschuk 75,3 pCt., ß Kautschuk 2.5 pCt. Harze 19,7 pCt. Es gilt hier gleichfalls dag für Probe 3 Gesagte. 5. Kautschuk von 2jähriger Ficus elastica. Gewicht der Probe 2,2 g; sie war von hellbrauner Farbe und ziemlich elastisch. Da die verfügbare Menge für eine vollständige Analyse nicht aus- reicht, so mufs dieselbe auf die Bestimmung von Harzgehalt und Kautschuk beschränkt werden: Harz 23,0 pCt, a Kautschuk 62,0 pCt. Die Lösung in Chloroform war stark schleimig, der durch Alkohol gefällte Kautschuk flockig, nicht wie sonst zusammengeballt. Wenn man aus einer so kleinen Probe einen Schlufs ziehen darf, mufs dieser Kautschuk als minderwertig bezeichnet werden. 6. Kautschuk von 3jähriger Ficus elastica. Gewicht der Probe 5 g, Harz 32,0 pCt., r< Kautschuk 46,0 pCt. Die Probe gleicht äufserlich der Probe 5, alles für dieselbe Gesagte gilt auch hier. Der Kautschuk ist minderwertig. 7. Kautschuk von 2jähriger Castilloa elastica. Gewicht der Probe 2,8 g: sie gleicht äufserlich den Proben 3 und 4 derselben Stammpflanze, ist jedoch weniger elastisch. Harz 54,8 pCt , a Kaut- schuk 38,0 pCt. Wenn sich auch i. t ein definitives Urteil auf Grund der sehr kleinen Probe nicht fällen läfst, so darf man diesen Kautschuk wegen seines aufser- ordentlich hohen Harzgehaltes doch wohl als nahezu wertlos bezeichnen. Tropenpflauzer 1901, Heft 3 XQ — 142 — Zusammenfassung. Die übersandten 7 Proben enthalten an Kautschuk und Harz: Kautschuk Harz JVobe Nr. 1 Ficus elastica Sjührig 83,8 pCt. 7,8 pCt. .. 2 .. . 4 73,3 _ 9,1 . . G - . 3 46,0 - 32,0 .. . 5 .. .. 2 - 62,0 - 23,0 . „ 4 Castilloa elastica 5 ~ 75,3 - 19,7 ..3 .. .. 3 ,. 72,0 .. 20,3 .. ..7 - . 2 38,0 .. 54,8 . Nr. 1 und 2 sind als guter afrikanischer Kautschuk zu bezeichnen, Nr. 3 und 4 als recht mittelniäfsig, Nr. 5 und 6 als minderwertig, Nr. 7 als nahezu wertlos, soweit man auf Grund der zum Teil unzureichenden eingesandten Proben urteilen darf. Es hat den Anschein, als ob das Alter der Bäume einen ganz bedeutenden Einflufs auf die Qualität des Kautschuks ausübt, und als ob zu junge Bäume für die Kautschukgewinnung ungeeignet sind. Dattelkultur in Deutsch- Südwestafrika. Der dem Gouvernement von Deutsch - Südwestafrika in Windhuk bei- gegebene Forstbeamte Dr. Gerber hat einen in Nummer 2 des , Deutschen Kolonialblattes" veröifentlichten Bericht über Dattelkultur in der Kolonie und der Forststation Ukuib erstattet. Der Berichterstatter räumt ein, dafs ein Farmer und Ansiedler Dattelkultur nie als Hauptaufgabe treiben kann, da er dann ein grofses Kapital anlegen mufs, von dem er 8 bis 9 Jahre keine Rente erzielt, wohl aber als Nebenbeschäftigung. Die meisten Farmer haben kleine Flulsläufe mit Grundwasser. Diese Flufssandflächen sind kein Weideland und liegen zwecklos da, aufser dafs an der einen oder anderen Stelle Brunnen gemacht werden. Hier sollte, empfiehlt Dr. Gerber, der Farmer die Mühe nicht scheuen, durch Anpflanzen auch nur weniger Exemplare 2ur Erfüllung einer Kulturaufgabe beizutragen. Als berufen zu Dattelkulturen in gröfserem Umfange sieht er die Gesellschaften und die Regierung an. Letztere ist bereits mit Anlage einer gröfseren Dattelkulturstation in Ukuih am Swakop vorgegangen. Es besteht die Absicht, die hier angelegten Kulturen, sobald sie Aussicht auf die ersten Erträge liefern, mit Anrechnung der bisherigen Betriebskosten unter günstigen Bedingungen an Ansiedler abzugeben. Der Privatmann hat dann bei Anlage seines Kapitals auf eine sofortige sichere Verzinsung zu rechnen. Durch Einführung fünfjähriger Wurzelspröfslinge aus Algier ist die Forst- verwaltung in der Lage, bereits in drei bis vier Jahren die ersten Dattelkultur- stätten als vollendetes Werk der Privatunternehmung zugänglich zu machen. Dagegen verhalten sich die Gesellschaften, die gerade die für Dattelkultnren günstigsten Gebiete besitzen, bisher ablehnend. Dr. Gerber hebt hervor, dafs namentlich die Deutsche Kolonial- Gesellschaft für Südwestafrika durch Anl)au von Dattelpalmen in ihren Ländereien am Swakop sich ein unschätzbares Ver- dienst um den allgemeinen i^ufschwung und die Entwicklung der Kolonie erwerben könnte. » »»>^ — 143 - IV— ^/^— ^ . , Aus fremden Produktionsgebieten. . • lA ^ IZI AI 3 Der Nil, Voi) Dr. A. Preyer, Landwirtschaftlichem Sachverständigen bei dem Kaiser!. Generalkonsulat in Kairo. Die beiden geschichtlich ältesten Kulturreiche der Menschheit, Babylonien und Ägypten, lagen beide im Gebiete des heutigen arabischen Orients, dieses in dem fruchtbaren Niltal, jenes im reichen, von Euphrat und Tigris bewässerten Mesopotamien. Klima, Boden und landwirtschaftliche Produktion der beiden Alluvialebenen waren ähnlich, und viele Jahrhunderte hindurch blieben beide Kulturgebiete nebeneinander in reichster Ertragsfähigkeit. Später kamen für beide lange Perioden des wirtschaftlichen Niedergangs und Verfalls; beide Länder waren die Schauplätze blutiger Kriege, und unter der wechselnden Herrschaft fremder Eroberer und Despoten verarmte die einstmals so dichte, wohlhabende Bevölkerung. Ägypten hat sich in der Neuzeit wiederum zu reicher Produktivität und wirtschaftlicher Blüte erhoben, während Mesopotamien gegen- wärtig noch daniederliegt. In mehr als einer Beziehung waren sich Ägypten und Mesopotamien ähn- lich. Interessant ist es namentlich, zu beobachten, wie die menschliche Kultur, eng verknüpft mit der Bodenkultur, zuerst dort ihren Höhepunkt erreichte, wo in einem nahezu regenlosen subtropischen Klima ein reicher Schwemmboden eine regelmäfsige Bewässerung aus dem Wasser von mächtigen, nie versiegenden Strömen erhalten konnte. Eine der ersten und wichtigsten Aufgaben war und bleibt für die Macht- haber in Ägypten die Regulierung der Bewässerung, der regelmäfsigen Befeuch- tung des Kulturbodens. Gegenwärtig wird das kostbare Wasser des Nil durch ein kompliziertes System von Kanälen und Reservoirs auf eine weite Fläche verteilt, und bald wird die Kulturfläche des modernen Ägyptens diejenige der Pharaonenzeit an Ausdehnung übertrefifen. An immer gröfsere Aufgaben wagen sich die Ingenieure heran, ja, die jetzt vorgeschlagenen Entwürfe erstrecken sich weit über die Grenze Ägyptens und des Sudans hinaus, bis zu den noch vor wenigen Jahrzehnten unbekannten Quellen des Nil. Der Nil selbst ist in seinem ganzen Laufe und in seinen verschiedenen, alljährlich sich wiederholenden Phasen heute besser bekannt als je zuvor. Der Weifse Nil, der gröfste Arm des Stromes, entspringt südlich vom Yiktoria- Nyanza, unweit des Tanganyikasees, im nordwestlichen Teil von Deutsch-Ost- afrika. Er durchströmt den Viktoria-Nyanza und fliefst in nördlicher Richtung in einer Gesamtlänge von rund ()500 km in das Mittelländische Meer. 3000 km südlich von seiner Mündung vereinigt er sich bei Chartum mit dem vom abessy- nischen Hochland kommenden Blauen Nil. Der Viktoriasee bedeckt eine Fläche von 70 000 qkm und liegt auf dem Äquator. Der See befindet sich in einem sehr niederschlagsreichen Gebiet, und wird aufser von den häufigen tropischen Regengüssen auch von zahlreichen west- lichen Zuflüssen und von unterirdischen Quellen genährt. Die Wassermenge des Weifsen Nil beim Verlassen des Sees beträgt im Mittel rund 1000 cbm in der Sekunde. Hier ergiefst sich der Flufs über die Riponfälle, bei einer Breite von 400 m und 4 m Fallhöhe. Der Viktoriasee liegt 1130 m über dem Meer und 500 m höher als der Albert-Nyanza, der eine Fläche von 4500 qkm hat. 10* — 144 — Nach seinem Austritt aus dein Albertsee fliefst der WeiTse Nil auf eine 200 km lange Strecke ruhig dahin und stürzt dann über die Folafälle zu Tal. Bei Lado, 200 km nördlich davon, ist der Flufs im Tiefstand 2 m, in der Flut 4,50 m tief. Bis Bor hält er sich in seinem Bett, dann teilt er sich in zahl- reiche kleine Arme und fliefst träge dahin. Der Hauptarm, bekannt unter dem Namen „Bahr-el-Dschebel'' („Bergflufs"), ist schiffbar. Hier ist die Region der „Sadds'', der von grünen Wasserpflanzen gebildeten natürlichen Barrieren, welche früher ein schwer zu überwindendes Hindernis für viele Afrikaforscher bildeten. An der Einmündung des Gazellenflusses in den Weifseu Nil befindet eich im Sommer ein grofser See von etwa 150 qkm Oberfläche. In diesem in schlechten Flutjahren sumpfigen Gebiet wird das Nilwasser mit faulender orga- nischer Substanz stark verunreinigt, zuweilen so stark, dafs die grüne Färbung bis nach Kairo hin zu erkennen ist. 100 km weiter nördlich fliefst der Sobat von rechts in den Weifsen Nil. Dieser Nebenflufs führt zur Flutzeit eine Wassermenge, die der des Hauptstromes nahezu gleichkommt, während er im Sommer sehr seicht ist und zuweilen sogar ganz austrocknet. In seinem weiteren Laufe bis Chartum, auf eine Länge von 900 km, hat der Weifse Nil eine mittlere Breite von 1700 m, bei einer Tiefe zwischen 2 (Minimum) und 7,50 m (Maximum). Bei ChartuTu vereinigen sich der Weifse und der Blaue Nil. Dieser ent- -springt in den Bergen von Abessynien und durchfliefst in einer Seehöhe von 1780 m den Tsana- oder Dembeasee, welcher 3000 qkm grofs ist. Der Blaue Nil hat eine Länge von 1350 km; er führt verhältnismäfsig klares Wasser, aber in der Flutperiode, d. h. von Anfang Juni bis Ende September, ist dasselbe von initgeführten Schlammteilen rotbraun gefärbt. In dieser Zeit ist die Wasser- menge des Weifsen und des Blauen Nil ungefähr gleich, sonst aber ist der erstere erheblich gröfser. Der Nil ist nördlich von Chartum zwischen 7,80 bis 5,30 m tief, und liefert eine Wassermenge von 11 100 bis 5200 cbm in der Se- kunde in der Flut (Maximum im September), und 1500 bis 320 cbm in der Se- kunde lim Mittel 540 cbm) zur niedrigsten Periode (April. Der Nil paseiert nördlich von Chartum den G. Katarakt und erhält dann als letzten Nebenflufs von rechts den Atbara. Auch dieser kommt vom abessy- nischeu Hochland und ist zu manchen Zeiten fast ausgetrocknet, während er in der Flut stai-k anschwillt. Seine Wassermenge wird dann auf 4900 bis 1600 cbm in der Sekunde geschätzt. In seinem weiteren Laufe gen Norden passiert der Nil noch fünf Katarakte, von denen der nördlichste, der sog. erste Katarakt, bei Assuan das kürzlich vollendete grofse Stauwehr trägt. Weiter stromabwärts bei Assiut ist noch ein Wehr erbaut worden, um die Verteilung der von dem Assuanreservoir abgegebenen Wassermengen zu regulieren. Bei Kairo hat der Nil eine mittlere Tiefe von 7 m, mit einem Maximum von 9,60 und einem Minimum von 5,30 m. Die Wassermenge in der Flut (Höhe- punkt Anfang Oktober) bewegt sich zwischen 12 000 und 4800 cbm, im Mittel 7600 cbm in der Sekunde, die der niedrigsten Zeit Junii zwischen 1300 und 170 cbm, im Mittel 380 cbm in der Sekunde. Der mittlere Tiefstand des Wasser- spiegels ist 12,25 m über dem Meer. Nordwestlich von Kairo teilt sich der Nil in zwei Arme, den von Rosetto im Westen und denjenigen von Damiette im Osten. Beide Arme haben dieselbe Länge von 230 km; der Rosettearm führt 6500 bis 2900 cbm, der Damiettearm 4600 bis 1500 cbm in der Sekunde in der Flutzeit. An der Trennungsstelle der beiden Nilarme befindet sich die Barrage, welche für die Bewässerung des Deltas von gröfster Bedeutung ist. Die Regenhöhe in dem Gebiet des V'iktoria- und Albert-Nyanza und mn Lado, sowie in dem abessynischen Hochland mag auf 150 cm jährlich geschätzt — 145 — werden. Die östliche Hälfte des Gazelleufiusses, der Mittellauf des Sobat und des Atbara haben ungefähr 100 cm, die Westhälfte des Bahr-el-Ghazal 50 cm Niederschlagshöhe, während der Unterlauf des Weifsen und Blauen Nil sowie des Atbara nicht über 25 cm au Regen im Jahr erhalten. Nördlich von Berber ist das ganze Gebiet sehr arm an atmosphärischen Niederschlägen, so dafs es tatsächlich als regenlos betrachtet wird. Unter Berechnung der Fläche des Zulaufgebietes des Nil, seiner Seen und Nebenflüsse, ergibt sich die gesamte durch Regen zugeführte Wasserraenge auf 2282 Millionen cbm. Bei gesonderter Betrachtung der verschiedenen Neben- flüsse, ihres Gefälles und ihrer Wassermengen, zeigt sich, dafs der Sobat, der Blaue Nil und der Atbara für die Flutperiode von ausschlaggebender Bedeutung sind, während iu der übrigen Zeit des Jahres der Weifse Nil überwiegend den Wasserstand beeinflufst. Die Zeit der tropischen Regenfälle verteilt sich folgendermafseu : Regenzeit Maximum in "o'- In dem Gebiet der gi-olsen Seen Febr.-Nov. -I "' ^,^ , ' '^ Oktober il: r, der Gegend von Lado April-Nov. August , dem Sobattal Juni-Nov. August r, dem Gazellenflufsgebiet April-Sept. V „ der Gegend von Chartum Juli-Sept. ? „ dem Gebiet von Kordofan und Darfur . . Juli- August ? „ Abessynien April-Sept. August Das Wasser braucht vom Viktoria- zum Albertsee 8 Tage, von diesem bis Lado 5 Tage. Es erreicht in weiteren 36 Tagen Chartum, in der niedrigsten Zeit, oder in 20 Tagen in der Flut. Von Chartum nach Assuau fliefst das Wasser in 26 Tagen zur niedrigen oder 10 Tagen zur Flutperiode, von Assuan nach Kairo in 12 bezw. 5 Tagen, und von dort bis ins Meer in 3 bezw. 2 Tagen. Zur Zeit des Niltiefstandes braucht das Wasser vom Viktoria- Nyanza bis zum Mittelmeer 90 Tage, zur Flutzeit 50 Tage. Das Wasser des Blauen Nil legt die Entfernung von seiner Quelle bis Chartum in etwa 17 Tagen bezw. in der Flut in 7 Tagen zurück. Für den Sobat und den Atbara ist eine Zeitdauer von je 5 Tagen für das Zutalfliefsen der Wassermassen in der Flut zu rechnen. Der regelmäfsige Verlauf eines Jahres in der wechsehiden Strömung des Nil ist folgendermafseu. Schwere Regengüsse in der Gegend von Lado beginnen im April und schwemmen das grüne Wasser aus den Sumpfgebieten herunter. Mitte April steigt der Nil bei Lado. Dieses Steigen wird in Chartum bemerk- bar ungefähr am 20. Mai, und in Assuan am 10. Juni. Das grüjie Wasser als Vorbote dieses Steigens erreicht Kairo um den 20. Juni. Zwischen dem 15. und 20. September haben die vereinigten Wassermassen des Weifsen Nil und des Sobat ihre höchste Fluthöhe südlich von Chartum erreicht. Der Blaue Nil be- ginnt Anfang Juni zu steigen und erreicht schon Ende August seine gröfste Höhe. Die höchste Flut des Nil nördlich von Chartum tritt gegen den 5. Sep- tember ein. Das trübe, schlammige Wasser des Blauen Nil erreicht Assuau etwa am 15. Juli und Kairo am 25. Juli. Der Atbara gelangt zu seinem Höhe- punkt kurz nach dem Blauen Nil und bewirkt in den ersten Tagen des Sep- tember ein schnelles Steigen des Stroms. Wenn der Weifse Nil relativ niedrig steht, wird die höchste Fluthöhe des Nil bei Assuan vor dem 5. September erreicht; wenn der erstere stark an- geschwollen ist, tritt das Maximum erst gegen den 20. September ein. Ein frühes Maximum in Assuan hat einen sehr jiiedrigen Wasserstand im nächsten — 146 — Frühjahr und Sommer zur Folge, und umgekehrt ein spätes Maximum eine reich- liche Wasserversorgung im kommenden öonuner. Wenn der Weilse Nil spät im September hoch angeschwollen ist, und um diese Zeit aufsergewöhnlich starke llegengüsse in Abessynien niedergehen, so wird die Nilflut übermäfsig stark und ■gefährlich für das ägyptische Kulturland, wie dies 1878 geschah. Bei Kairo wird der niedrigste Wasserstand des Stroms am 15. Juni er- reicht. Derselbe steigt langsam im Juli, schneller im August, und erreicht seinen höchsten Stand normalerweise am 1. Oktober, abgesehen von etwaiger Reservoir- regnlierung, welche diesen Zeitpunkt wesentlich verändern kann. Den Monat Oktober hindurch bleibt die Fluthöhe des Nil nahezu dieselbe, und im November folgt ein schnelles Abnehmen. Nach erreichter Maximalhöhe fällt der Atbara sehr stark und ist schon gegen Ende Oktober mehr oder weniger ausgetrocknet. Nach Mitte September fällt auch der Blaue Nil bedeutend, während der Weifse Nil nur sehr langsam abnimmt. In der Periode des Tiefstandes liefert dieser bei Chartum 350 cbm Wasser in der Sekunde, und der Blaue Nil 190 cbm, das ergibt zusammen für den Nil nördlich davon 540 cbm in der Sekunde. Der Atbara liefert nichts mehr. Um den periodiscli wechselnden Wasserstand des befruchtenden Stroms unter steter Kontrolle zu halten, waren schon im frühen Altertum zahlreiche Nil- raesser (Nilometer) an verschiedenen Punkten Mittel- und Oberägyptens errichtet, und heute noch wie ehedem werden die Berichte von Assuan, Wadi Haifa und Chartum von ganz Ägypten mit Spannung verfolgt. Hängt doch von der Höhe und dem frühzeitigen oder späteren Steigen der Nilflut der Ertrag von Millionen Feddan Land ab. Allerdings, gegenwärtig ist Ägypten nicht mehr ganz so abhängig wie in früheren Jahren von anormalen, unerwarteten Erscheinungen in den wechselnden Phasen des Nil, denn schon haben die englischen Bewässerungsingenieure durch ein meisterhaft ausgeführtes System von Reservoirs, von Schleusen und Kanälen in ganz Ägypten die Möglichkeit einer weitgehenden künstlichen Regulierung, eines Ausgleichs hoher Fluten sowohl als einer Erhöhung der sommerlichen Wasserversorgung des Kulturlandes erreicht. Aber noch gibt es weite Strecken trockenen, vegetationslosen Landes, und ebenso ausgedehnte Flächen armen, wenig ertragreichen Ackerboden.-;, der nur der regelmäfsigen, perennierenden Bewässerung harrt, um bald reiche Ernten hervorzubringen. Noch viel mehr kann das Wasser des gewaltigen Stroms ausgenutzt werden; der kürzlich voll- endete Bau des Stauwehrs von Assuan ist nur ein Schritt vorwärts in dieser Richtung. Und ohne Zögern, mit der den Engländern eigenen Tatkraft und Initiative wird das einmal als richtig erkannte Ziel unaufhaltsam verfolgt. Kaum eine Woche nach der feierlichen Schlufssteinlegung des Werks von Assuan ist bereits die Entsendung von zwei Expeditionen nach Abessynien und nach Uganda zum Zweck des Studiums neuer Projekte des ägyptischen Irrigations- departements beschlossene Sache. Der Unterstaatssekretär im Ministerium der öö'entlichen Arbeiten, Sir William Garstin, will selbst mit mehreren kundigen Begleitern über Mombassa mit der neuen Ugandabahn zum Viktoria- und Albert- Nyanza reisen, um dort sowie auf der darauffolgenden Rückfahrt stromabwärts sich über die demnächst in Angriff zu nehmenden Arbeiten des Irrigations- departeraents am oberen Nil zu unterrichten. In Abessynien handelt es sich um Vermessung und genaue Erforschung des Tsanasees, der gleichsam ein natürliches Reservoir des Blauen Nil bildet. Durch Bau eines Wehres am Ausflufs dieses Sees könnten bei einer Stauhöhe von 3 m bis zu 0(XJO(X)0 0(X) cbm Wasser in demselben aufgespeichert werden. _ 147 — Dieses Wasser wüi-de von gröfstem Wert für die sudanesische Provinz Sennaar sowie für Ägypten selbst sein. Willcocks verwirft in einer neueren Veröffentlichung diesen seinen eigenen Vorschlag aus politischen Rücksichten, sowie im Hinblick auf die hohen Kosten einer Ausführung desselben. Aber, wie die Aussendung einer Studien- expedition zeigt, hat das Irrigationsdepartement doch offenbar ein grofses Inter- esse an dem Tsanasee, und die Realisierung eines ähnlichen Projekts dort ist nicht möglich. Wie sehr die Engländer in Ägypten mit einer solchen Möglich- keit rechnen, zeigt eine Klausel in dem am 15. Mai v. Js. mit Abessynien ab- geschlossenen Grenzregulierungsvertrage, dahingehend, dafs die abessynische Regierung sich verpflichtet, den Abflüssen des Blauen Nil, des Tsanasees und des Sobat keinerlei Hindernisse in den Weg zu legen. Gleichzeitig wird durch die in dem Vertrage ausbedungene Eisenbahukonzession für eine teilweise durch abessynisches Gebiet führende Linie von Chartum nach Uganda der Oberlauf des Blauen Nil in absehbarer Zeit dem Verkehr und der englischen Kontrolle wesentlich näher gerückt. Im Gebiet der grofsen Seen sind der Viktoria-Nyauza und der Albert- Nyanza selbst nichts anderes als riesige Reservoire, von denen der Weifse Nil den gröfsten Teil seines Wassers erhält. „Der Viktoriasee ist der Schlüssel zum Nil", sagt Willcocks, dessen Ausführungen ich hier folge, „und wer immer diesen See besitzt, hält das Geschick Ägyptens in seiner Hand." Das Problem betrifft hier allein eine reichliche, regelmäfsige Wasser- versorgung Ägyptens in den Frühjahrs- und ersten Sommermonaten vor Eintritt der Flut. Willcocks berechnet die dazu nötige Wassermenge auf rund 1000 cbm in der Sekunde bei Assuan. Nun beträgt die vom Weifsen Nil am Ausflufs des Albert-Nyanza gelieferte Wassermenge im Mittel gerade soviel, nämlich 1000 cbm in der Sekunde, mit einem Maximum von 1300 cbm und einem Minimum von TCO cbm in der Sekunde; aber von dieser Menge erreicht zur Zeit des Nil- tiefstandes nur ein kleiner Teil, nämlich 350 cbm in der Sekunde, Chartum. Und in Assuan liefert der Flufs dann einschliefslich des vom Blauen Nil zu- fliefsendeu Wassers durchschnittlich nur 410 cbm in der Sekunde. Alles übrige geht durch Verdunstung in dem Oberlauf des Stroms verloren. Zur Flutzeit ist die Wassermeuge bei Assuan dagegen erheblich gröfser infolge der starken seit- lichen Zuflüsse, nämlich durchschnittlich 10 000 cbm in der Sekunde. Ganz be- sonders grols sind in der niedrigsten Zeit die Verluste durch Verdunstung auf der Strecke zwischen dem Albertsee und Chartum, zumal in der Region der „Sadds". Um diese V^erluste zu vermindern, ist eine Regulierung des Stromlaufs in jenen Gegenden unerläfslich. Die Barrieren von lebenden Pflanzen müssen hinweggeräumt werden, wie dies bereits vom Gouvernement des Sudans unter- nommen worden ist. Dazu müssen die Ufer durch bepflanzte Dämme befestigt werden, um ein Austreten und eine dann unvermeidliche Versumpfung des Flusses zu verhüten. Alle diese Arbeiten sind zwar kostspielig, aber sehr wohl ausführbar und werden ohne Zweifel in Zukunft vollendet werden. Willcocks grofses Projekt, welches für Ägypten und weite Landstrecken im Sudan im Frühjahr und Sommer die Bewässerung sichern will, besteht nun in folgendem: Die Zeit des Niltiefstandes in Assuan dauei't vom 15. März bis zum 15. Juli; um in diesen vier Monaten die verfügbare Wassermenge zu er- höhen, mufs der Abflufs des Albertsees vom 1. Dezember bis zum 1. Mai ver- mehrt werden, d. h. während fünf Monaten. Wie erwähnt, beträgt der Abflufs vom Albert-Nyanza im Maxiraum 13Ü0 cbm und im Minimum 700 cbm in der Sekunde. Es ist nun erfoiderlich, diese Ausflufsmenge während der Zeit vom — 148 — 1. Dezember bi.s 1. Mai aul' 1300 cbm in der Sekunde zu erhöheu, uud iu den übrigen sieben Monaten des Jahres während der langsamen Aufstauung die ent- sandte Wassermenge auf 700 cbm in der Sekunde zu ermäfsigen. Dies ist ohne unüberwindliche Schwierigkeiten möglich durch Bau eines Wehrs bei Fabongo, an dem Ausflul's des Albertsees, zur Hobung des Wasserspiegels in dem See um 2 m, d. h. Aufstauung von etwas über 7 500 000000 cbm Wasser. Aber ein auf dem vorzüglichen sandigen Grund bei Fabongo erbautes Wehr könnte leicht auch für eine Stauhöhe von 4 m ausgeführt werden, und dasselbe würde dann fast 17 Milliarden cbm Wasser aufzustauen imstande sein. Die Füllung dieses gigantischen Reservoirs könnte in den Jahren reichlichen Wasserzuflusses ge- schehen, und zudem bliebe immer der Yiktoria-Nyanza als unerschöpfliches Reservoir für weitere Wasserbezüge verfügbar. Hierzu müfste an der Stelle der Riponfälle ein zweites Wehr erbaut werden, das imstande wäre, das Wasser etwa 3 m hoch aufzustauen. Wenn die obengenannte Menge von 17 Milliarden cbm AVasser zwecks Aufstauung in dem Albertsee auf einmal aus dem Viktoria- Nyanza entnommen würde, so würde dessen Wasserspiegel nur um 23 cm sinken. Die gewaltige Ausdehnung des Viktoriasees und soine Lage unmittelbar oberhalb des Albert-Nyanza macht diese beiden Seen zu einem System von Reservoiren, welches nicht seinesgleichen auf der Welt hat. Der obere See kann bei seiner Gröfse jede Menge von Wasser liefern, während der andere bei seiner geringeren Kapazität dieses Wasser in praktischer Weise aufzustauen und jederzeit nutzbar zu machen gestattet. Das Wehr auf den Riponfällen wird auf Granitgrund erbaut und ist unschwer zu konstruieren. Das Wehr bei Fa- bongo kann auf trockenem Grund ausgeführt werden, so dafs der Flufs dann von seinem bisherigen Laufe ab- und durch dasselbe geleitet wird. Technische Schwierigkeiten stehen der Realisierung dieses kühnen Projekts also nicht ent- gegen. Die Kosten lassen sich zunächst nicht wohl schätzen; Willcocks sum- miert sie zu etwa l'/2 Millionen Pfd. Sterl. Dazu kämen die Kosten für die Regulierung des Flufsbetts in der Gegend der Sadds, welche auf 2'/j Millionen Pfd. Sterl veranschlagt werden, das wären zusammen i Millionen Pfd. Sterl. Welche finanziellen Ergebnisse von einem solchen Werke in Zukunft zu erwarten sind, läfst sich aus einer Berechnung schliefsen, wonach jede Milliarde Kubikmeter Bewässerungswasser iu Ägypten etwas über 1 Million Pfd. Sterl. jährlicli an Bodenertrag mehr einbringt, zu lOpCt. kapitalisiert, 10 Millionen Pfd. Sterl. wert ist. Danach kann man ermessen, wieviel der Wert von 17 Mil- liarden cbm Wasser beträgt, wenn dasselbe im Albertsee aufgestaut und ver- fügbar ist. Willcocks schliefst: „Zum Segen für Ägypten, wie für Indien, ist sein Geschick in die Hände von Männern gelegt, welche stets die Bewässerung des Kulturbodens als sicheren Grundstein dauernden Wohlstandes anerkannt haben. Die Kapitalien für die Ausführung der hier vorgeschlagenen Arbeiten werden sich finden, und ihre weise Anwendung unter der zuverlässigen Leitung Sir William Garstins wird eine Periode des Aufschwungs in Ägypten eröönen, welcher die stärksten Hoffnungen sanguinischer Naturen noch bei weitem über- trefifeu wird. Es wäre wohl gut gewesen für die wirtschaftliche Entwicklung jener trockenen subtropischen Gebiete in Australien und Südafrika, wenn ihre Staatsmänner in Ägypten und Indien ihre Ausbildung genossen hätten, und wenn sie auf Bewässerungswerke auch Jiur die Hälfte der Summen verwendet hätten, welche sie für den Bau von Strafsen und Eisenbalinen ausgegeben haben. Es würde uns erspart geblieben sein, zu seh